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Hotelarchitektur

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Memmo Alfama | Lissabon | Portugal

Meine Begeisterung von Lissabon hat ein Zuhause gefunden! Lissabon gehört zu meinen absoluten Lieblingsstädten und jetzt gibt es auch ein Lieblingshotel dazu: das Memmo Alfama.

Es ist ein Kleinod im ältesten Stadtteil Lissabons, ganz nahe der Kathedrale in einer versteckten Seitengasse. Das Interieur ist skandinavisch zurückhaltend, mit viel Holz und noch mehr Charme. Von den Zimmern und der Dachterrasse aus gibt es eine herrliche Aussicht über den Tejo. Ein Hotel im Geiste ähnlich des Altstadt Vienna.

Mit Wehmut muss ich aber leider, leider, leider festhalten, dass mich dieses Hotel die nächsten 16 Jahre wohl kaum sehen wird, denn man darf nur mit Kindern über 16 Jahre einchecken. What a pity!

Details, die mir in lebhafter Erinnerung geblieben sind:

  • Das ungewöhnliche Badezimmer mit haptisch aufregenden Materialien.
  • Der frisch gepresste Orangensaft in kleinen Flaschen kunstvoll gestapelt in einem Kühlschrank aus Glas.
  • Die Zeichnungen, Notizen und Erinnerungen der Gäste, die an der Rezeption aufgehängt
  • Das Servicepersonal, das mir von weiteren herrlichen Hotels in Portugal berichtet
  • Die Hotelbibliothek, ins Bücherregal gegriffen und Stunden lesend

 

 

 

 

 

Forschung, Hotelarchitektur

Veranstaltungstipp: Holz-Architektur macht Gäste

Morgen findet in Zeltweg Holz und Hotel zusammen:

FF4Y Holz-Architektur macht Gäste

Donnerstag, 15. September 2016, 16:30 – 20:00

 Die Einladung des Holzclusters Steiermark:

“Die heimische Holzwirtschaft ist eng mit dem Tourismus verwoben, bilden doch beide Branchen Stärkefelder  der steirischen Wirtschaft, deren Vernetzung immer wichtiger wird. Regionale Holzbaukultur birgt längst den Trumpf zum Erfolg im Tourismus, da Wohlfühlklima, Authentizität und Nachhaltigkeit für Gäste mehr und mehr zum entscheidenden Faktor werden. Holz besitzt jedoch nicht nur viele positive Eigenschaften, die von Qualität zeugen und zum Wohlfühlen einladen, sondern lässt sich als Hightech-Baustoff schnell, trocken und flexibel einsetzen.

Vom einzigartigen Potential des Werkstoffes für die Tourismusbranche über das urige Restaurant Steirereck am Pogusch, das seit kurzem mit freischwebenden Holzberghütten als besondere Unterkunft aufwarten kann, bis hin zu den Leuchtturmprojekten des renommierten Holzarchitekten Herwig Ronacher oder einem mobilen Holzhotel zum Anfassen und Bestaunen hat der steirische Holzcluster in Kooperation mit dem Holzinnovationszentrum Zeltweg namhafte Touristikprofis eingeladen, die Ihnen das harmonische Zusammenspiel aus Holz und Gastfreundschaft näherbringen.

Was Sie ab 16:30 im Holzinnovationszentrum Zeltweg erwartet:

16.30 Come Together, Eintreffen der Teilnehmer

17.00 Begrüßung durch den Holzcluster Steiermark und das Holzinnovationszentrum Zeltweg
(Erhard Pretterhofer | Barbara Reichhold)

17.20 Tourismus in der Innovationsregion Murtal
(Michael Hausleitner | Obmann Tourismusregion Spielberg)

17.30 Warum Holz für den Gast?
(Fritz Klaura | Holzfachberater pro:Holz Kärnten)

18.00 Holzarchitektur für Gäste – Vorzeigeprojekte  & persönliche Erfahrungen im Holzbau
(Herwig Ronacher | Architekten Ronacher)

18.30 Das mobile Holzhotel zum Anfassen
(Matthias Gumhalter | Studio WG3)

19.00 Im Holz zu Gast 
(Heinz Reitbauer | Steirereck am Pogusch)

19.15 Netzwerken am Buffet bei regionalen Köstlichkeiten

weitere Informationen

Ort:
Holzinnovationszentrum Zeltweg
Holzinnovationsstraße 1a, 8740 Zeltweg

Erwartungen an Hotels, Hotelarchitektur, Hotelmarketing, Hotels

Serie: Social Media 1 x1 | Customer Journey und Social Media

Was bringen Social Media Kanäle für Hotels?

So einfach die Frage klingt, so aufwendig ist die Antwort. Es gibt nicht den Social Media Kanal, sondern man muss von Kanal zu Kanal unterscheiden. Sehen wir uns zunächst die Customer Journey an, die ein zukünftiger Hotelgast im World Wide Web unternimmt. Denn je nach Ausgangspunkt, ist ein anderes Medium wichtig:

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Grob skizziert könnte die Customer Journey im Tourismus so aussehen. Über Instagram, Pinterest und Facebook sammelt man erste Reiseinspirationen: Was könnte ich unternehmen, wohin will ich reisen … uiii, dahin will ich ja auch.

Kopf und dann Google

Jede Reise beginnt zunächst im Kopf und dann mit Google, hier wird nach Destination oder Übernachtungsmöglichkeit gegoogelt.

Bei den Resultaten auf Google wird man ziemlich sicher von OTA’s (Online Travel Agencies) z.B. Booking, Hotels.com, Expedia, Trivago und so weiter empfangen. Bevor jedoch gebucht wird, muss die Entscheidung abgesichert und (nochmals) verglichen werden. Man will ja schließlich eine Garantie für seinen Urlaub haben: So vergleicht man noch eben die Hotelwebsite, TripAdvisor und/oder HolidayCheck. Die Bewertungen auf den Buchungsplattformen verstehen sich von selbst. Statistiken zeigen, dass für diese Customer Journey im Durchschnitt bis zu neun Stunden für die Buchung aufgewendet und dabei über 30 Suchanfragen in Google geklopft werden.

Vom Konsumenten zum Produzenten

Am Reiseziel angekommen, ändert sich dann die Rolle des Gastes (im Internet): Er wird vom Konsumenten zum Produzenten. Zwar konsumiert er nach wie vor Online-Tipps von anderen Reisenden über Google Destinations, Tripwolf, Hotelblogs, Google Maps und TripAdvisor. Doch plötzlich produziert er auch neuen Content über Instagram, Facebook und Twitter. Hier heißt es für Hotels, die Marketingmöglichkeiten, die sich daraus ergeben auszuschöpfen und davon zu profitieren.

Zurück zu Hause, werden wiederum Bewertungen auf TripAdvisor, Booking & co. verfasst sowie Bilder mit Freunden und Familie geteilt – hier befinden wir uns plötzlich wieder am Anfang der Customer Journey, die nächsten Reiselustigen werden inspiriert, frei nach dem Motto: uiii, da will ich ja auch noch hin. Sie sehen also das Potenzial, das in einer bewussten Steuerung der Social Media Kanäle liegt?

 

Im nächsten Beitrag sehen wir uns genauer an, warum Hotels auch eigene Blogs betreiben sollten.

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Veranstaltungstipp: Trends im Hoteldesign – 28. April 2016 in Oberschleißheim

Ich bin schon angemeldet, kommen Sie auch?

ACHTUNG NUR NOCH RESTPLÄTZE VERFÜGBAR!

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Fachsymposium Trends im Hoteldesign

28. April 2016, 12.00 – 17.00 Uhr im Hotelkompetenzzentrum, Oberschleißheim bei München

Reich der Möglichkeiten

Die Vielfalt der Hotelprodukte auf dem Markt wird immer größer: Neue Marken sprießen wie Pilze aus dem Boden – die bestehenden schärfen ihr Profil. Neben Philosophie und Service ist es vor allem das Design, mit dem sich die verschiedenen Häuser ihr Alleinstellungsmerkmal schaffen wollen. So ist es nicht verwunderlich, dass es in punkto Gestaltung eigentlich nichts mehr gibt, das es nicht gibt. Und so unterschiedlich wie das Design sind auch die Macher, die dahinter stehen. Immer wieder schaffen sie neue Erlebniswelten, indem sie die Philosophie der Marke in gebauten und gestalteten Raum übersetzen.

Peter Joehnk von JOI-Design erklärt anhand zahlreicher Beispiele u.a. dem Reichshof Hamburg CURIO by Hilton, was es mit dem Begriff “Hotel Couture” auf sich hat.
Andrea Kraft-Hammerschall vom Designbüro DREIMETA nimmt Sie mit auf eine virtuelle Reise durch die Superbuden und 25hours Hotels in Hamburg, Wien und München.
Markus Lehnert von Marriott International gibt einen Überblick über die Entwicklung verschiedener Hotelmarken der Marriott-Hotelgruppe von Budget bis Luxus.
An der späteren Diskussionsrunde nehmen Peter Joehnk (JOI-Design), Andrea Kraft-Hammerschall (DREIMETA), Markus Lehnert (Marriott International), Reinhold Weise (Arabella Hospitality), Hans-Peter Hermann (Invesco Real Estate) und Michael Kleber (emco Bad) teil.” Quelle: Hotelbau

 

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Der Design-Geheimtipp in Wien: Das Hotel Beethoven

Seit Jahren lebe ich jetzt schon in Wien, doch mein Entdeckerinnenherz verschlägt mich immer wieder in unbekannte Ecken und neue Betten. Denn ganz besonders gerne übernachte ich in Wiener Hotels, diesmal im Hotel Beethoven. So quasi Ferien in der eigenen Stadt.

Das Hotel Beethoven: Hinter historischen Mauern liegt eine sinnliche Zauberwelt.

Barbara Ludwig, das Herz und die Seele des Hotels, renoviert mit viel Liebe zum Detail seit Jahren das Haus in der Papagenogasse im 6. Wiener Gemeindebezirk. Ursprünglich ein Bordell, trachtet sie danach, ebendiese Sinnlichkeit in die neu ausgestatteten Zimmer zu transportieren.

Wir haben in einem der Zimmer im 6. Stock, der obersten Etage, mit Blick über die Dächer der Stadt genächtigt. In den Räumen wird viel mit gewagten Farbkombinationen, mit ausgefallenen Materialien und tollen Tapeten gearbeitet. Diese sind auch von der Haptik sehr aufregend, also nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein Hingreifer.

Das Design im 6. Stock stammt von der Firma Quas.

Bilder und Informationen zur Renovierung des 5. Stocks finden Sie hier.

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10 Resultate meiner Forschung: Gästeerwartungen (10)

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Woher weht der Wind?

Zum Schluss noch eines meiner Lieblingsthemen: Die Gästeerwartungen. Nichts, aber auch absolut nichts beeinflusst den Erfolg eines Aufenthalts so stark wie die Gästeerwartungen.

Deswegen muss man mit ihnen ganz vorsichtig umgehen und sie gekonnt steuern.

Gästeerwartungen und Überraschungen

Erwartungen befinden sich während des Hotelaufenthalts in einem Spannungsfeld aus Nichtbestätigung und Bestätigung. Werden die Erwartungen nicht bestätigt, führt das zu Unzufriedenheit. Falls Erwartungen erfüllt oder übertroffen werden, stellt sich Gästezufriedenheit ein, wobei ein positiver Überraschungseffekt, quasi das Übertreffen der Erwartungen, sich besonders positiv auf die Zufriedenheit auswirkt. Allerdings geht dieser positive Überraschungseffekt bei einer nachfolgenden Übernachtung in die „Standarderwartungen“ über und wird egalisiert. Aus diesem Grund ist es für Sie besonders wichtig, die Erwartungshaltung so akkurat wie möglich zu steuern und durch Produktinnovation die Gäste so zu überraschen, dass Zufriedenheit garantiert werden kann.

Gehen Sie auf TripAdvisor und lesen Sie Ihre Hotelbewertungen genau – wo liegen Bewertungen vor, die auf nichterfüllten Erwartungen beruhen?

Ich hoffe Sie konnten aus dieser Serie einiges mitnehmen.

Gerne unterstütze ich Sie bei der Erfüllung Ihre Ziele. Als Hotelberaterin (fein.gestalten) bin ich spezialisiert auf Gästeerwartungen, Unterstützung bei Umbauarbeiten und Hotelpositionierungen.

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Mühlviertler Hide away – der Mühltalhof

Nördlich von Linz, im tiefsten Mühlviertel, liegt malerisch am Fluss der Mühltalhof. Für Gourmets wie meinem Mann ein Sehnsuchtsort, für mich ein Hotel, dass man gesehen haben muss.
Hier dreht sich alles ums Essen und Ruhe. Schön ist das.

Die Lage macht es so besonders, ruhig plätschert die Mühl dahin. Manche Zimmer orientieren sich komplett am Wasser und die kleine Wiese mit perfektem Rasen ruft mir im November noch zu: „Los ab ins Wasser!“
Das Diner war himmlisch. Regionalität ist die Maxime und selbst aus der gemeinen Erdäpfel konnten sie ein Gedicht zaubern, als Amuse Geule gab es Erdäpfel in Rapssamen mit Sauce hollandaise. Die liebevolle Regionalität im Haus lässt selbst das rauhe Mühlviertel in einem weicheren Licht erscheinen.

Hotel Facts:

Architekt: Klaus Leitner
Baujahr: 2008
Preise: ab 120€ im DZ inkl. Frühstück
Lage: Neufelden – im oberösterreichischen Mühlviertel, 35 km nördlich von Linz
USP: Küche mit 3 Hauben & Lage an der Mühl

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10 Resultate meiner Forschung: Einblicke & Ausblicke (7)

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Einblicke und Ausblicke oder die Neugierde der Gäste stillen.

Aus- und Einblicke sind für Gäste auf Reisen besonders wichtig, sie möchten in die Lebenswelten der Bereisten eindringen.

Was würde sich dafür besser eignen als Ausblickspunkte wie Dachterrassen, Balkone und großzügige Glasfronten.

In meiner Studie wurde der Balkon als Highlight des Hotelzimmers verstanden.Einerseits gewährt der Balkon Ausblicke in die Landschaft, das vermittelt ein Gefühl der Überschaubarkeit und Freiheit, man fühlt sich im Einklang mit seiner Umgebung. Andererseits erhält der Gast  Einblicke in das Treiben der Menschen.

Hatten Sie schon mal ein Zimmer ohne Fenster? Nichts ist befremdlicher, oder? Ich freue mich über einen Kommentar.

Um Love-Tender-Care geht es im nächsten Beitrag, dieser geht am 9. Dezember 2015 online.

Einen schönen Advent,

Barbara Guger

 

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10 Resultate meiner Forschung: Öffentliche Räume (5)

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Muss der Gast im Zimmer bleiben?

Wo können Gäste ihre Zeit im Hotel verbringen? Wahrscheinlich im Zimmer, in der Lobby, im Spa, im Restaurant, im Seminarraum, im Gym etc.
Die Interviews haben gezeigt, dass Gäste gerne öffentliche Räume in Hotels nützen, um ihre Zeit zu verbringen. Ob in Gemeinschaft mit anderen Gästen oder lieber ganz alleine, Rückzugsräume außerhalb des eigenen Zimmers sind das Thema unserer Zeit und tragen zum Luxusempfinden der Gäste bei. Die Privatheit wird quasi zum Sehnsuchtsort:„Man hat das Gefühl, man ist ganz privat.“

Man hat das Gefühl, man ist ganz privat

Dieser Trend lässt sich sehr gut an der Nachfrage nach Minihäuschen in Form von Châlets, Hütten, Bungalows etc. erkennen.

Das Spiel aus Gemeinschaft und Privatheit lässt tausende Möglichkeiten für öffentliche Räume in Hotels entstehen. Beispiele sind etwa: Ein Garten mit kleinen Nischen und Sitzgelegenheiten, ein kleines Hotelkino, ein Leseraum, ein Yogaraum, eine Bibliothek, eine Küche, ein Bastelraum, eine Werkstätte etc. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Haben Sie noch weitere Ideen? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

Barbara Guger

PS: Im nächsten Beitrag dreht sich alles um den Komfort, am 25. November 2015 geht es weiter.

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10 Resultate meiner Forschung: Das Badezimmer (4)

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Das Herzstück jedes Zimmers: das Badezimmer

Das Badezimmer wird immer separat beschrieben, es ist zwar Teil des Zimmers, erhält jedoch eine besonders große Aufmerksamkeit.

In keinem anderen Raum bzw. Kontext werden die Ansprüche so dezidiert und explizit ausgesprochen. Hygiene hat oberste Priorität!

Weitere, viel beachtete Faktoren sind

  • Eine zeitgemäße Ausstattung – egal wie sauber das Badezimmer geputzt wurde, in die Jahre gekommene Bäder werden als unhygienisch wahrgenommen / oder: mit Schmutz gleichgesetzt. Empfehlenswert ist die Badezimmereinrichtung so zeitlos wie möglich zu halten oder öfters in die Tasche zu greifen und zu renovieren.
  • Genügend Ablageflächen für die mitgebrachten Utensilien und Handtücher. Dieses Thema ist ein Dauerbrenner, denn die Ablageflächen reichen fast nie aus.
  • Frischluftzufuhr – ist fast in keinem Hotel zu finden, aber durchaus sehr beliebt bei Gästen. Ein Badezimmer mit Fenster ist ein wahrer Pluspunkt.
  • Ausreichende Größe – im Bad möchte man gerne zu zweit Platz finden.
  • Materialauswahl hier ist eine klare Tendenz zu hochwertigen Materialen erkennbar.

Lieber alleine im Zimmer oder doch unter anderen Gästen sein? Am 19. November erfahren Sie mehr über öffentliche Räume in Hotels.

Bis dahin eine schöne Zeit,

Barbara Guger

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10 Resultate meiner Forschung: Der Hotelboden (2)

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Der erste Augenblick entscheidet.

Der erste Eindruck ist der Wichtigste, bei Menschen passiert das meinst während der Begrüßung, oft während des Handschlages.
Der erste Kontakt zwischen Gast und Hotel(persönlichkeit) findet beim Betreten des Gebäudes statt.

Gästefuß trifft auf Hotelboden

Dieser Boden verrät Ihren Gästen weit mehr als Sie ahnen. Hier zeigt sich die Lebenswelt, in die der Gast eintaucht. Sie erkennen unbewusst sofort, in welchem Typ Hotel Sie sich befinden: 4-Sterne, Alternativ, Modern, Konservativ, Naturnahe, Neureich etc.
In der Soziologie ist das Thema bekannt unter dem Terminus „Soziale Oberflächen“. Diese sozialen Oberflächen ändern sich ebenso wie die Mode, wenn auch langsamer. Aufgrund der Wirtschaftskrise befinden wir uns in einem natürlichen, stark haptischen Zeitalter. Kurz gesagt, Holz ist das Maß aller Dinge, glatte Oberflächen sind meist verpönt. Denn Glas und Marmor erinnern zu sehr an jene Banken, denen im Moment weniger vertraut wird.

Parallel dazu erfahren auch Teppiche eine starke Ablehnung, hier hat vor allem Hygiene oberste Priorität. Es gibt Gäste, die den gesamten Teppichboden in ihren Zimmern mit Handtüchern auslegen, um eine Berührung tunlichst zu vermeiden…

 

Weiter geht es mit der Hotelgröße am 2. November 2015.

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Ein Hotel von Architekten für Architekten | Casa do Conto | Porto

Meine Begeisterung für das Casa do Conto in Porto wollte nicht enden, unbedingt wollte ich dieses Hotel kennenlernen. Und sowie ich einchecke, endete diese Begeisterung. Es ist ein Haus von Architekten für Architekten. Ja, ich bin ein Fan zeitgenössischer Architektur und ja, ich dachte es ist ein hübsches Hotel. Trifft alles zu. Aber Architektur alleine ist nicht alles. Das Gebäude braucht Seele und Herz. Beides vermisste ich in diesem schönen Haus. An den Mitarbeiter/innen lag es nicht, sie waren freundlich und hilfsbereit. Und doch war es kühl, sowohl physisch wie auch psychisch.

Farblos dominiert, Grau in allen Tönen kombiniert mit Schwarz und Weiß lässt keine Wärme verströmen. Lieblos plazierte und übergossene Pflanzen vermitteln kein Gefühl der Sorgfalt. Genau diese Kleinigkeiten machen den Unterschied.
Die Wahl der Möbel hätte James Bond alias Sean Connery entsprochen, doch wirkte die Kombination deplaziert. Wie wenn Daniel Craig in ein Auto von Sean Connery den Gangster verfolgt, eine aussichtlose Sache. Schade, so ein Potenzial muss auch von den Hoteliers genutzt werden.

Hotel Facts:

Hotelwebsite: http://www.casadoconto.com

Preis: ab ca. 125€

Architektur: Pedra Líquida

Location: Rua da Boavista, 713, Porto, Portugal

Grafik: R2

Consultants: AB Projectos, Gatengel, GET, ALFA Engenhari

Bauphasen: 1. Phase 2008-2009, 2. Phase 2009-2011

Photographie: FG+SG – Fernando Guerra, Sergio Guerra

|Aufenthalt März 2014 – Casa do Conto – Porto – Portugal|

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Erfahrungsbericht Hotel: L´and Vineyards | Montemor-o-Novo | Portugal

Das Buch “Once in a lifetime” hat mir diese Laus ins Ohr gesetzt. Ja, das Hotel “L´and Vineyards” ist fotogen, sehr fotogen. Das Hideaway befindet sich eine Stunde östlich von Lisabon in Montemor-o-Novo, einer kleinen portugiesischen Stadt im Weinbaugebiet.

Großzügigkeit auf allen Ebenen

Die Architektur der Häuser ist modern, schlicht und beeindruckend großzügig. Unser “Zimmer” hatte zwei Trakte mit jeweils einem Schlafzimmer und einem Bad. In der Mitte befand sich ein Atrium mit einem wunderschönen Baum, ein Speisezimmer mit vier Sesseln, Platz für acht bis zehn Personen, ein großzügiges Wohnzimmer, eine Terrasse mit einer Feuerstelle, sowie ein kleiner Garten. Jedes der Zimmer ist so oder ähnlich angelegt, bessere Kategorien bieten einen Sternenblick über dem Bett. Soweit so schön. Wirklich schön! Das Haus ist etwas ganz besonderes. Deswegen schmerzt meine Kritik umso mehr.

Also kurz und knapp:

  • Großzügigkeit kann auch zu viel werden. Unser Hotelzimmer war doppelt so groß wie unsere Wohnung in Wien. Zu zweit kann man sich da schnell mal verloren vorkommen.
  • Andere Gäste zu sehen tut der Seele gut, da fühlt man sich nicht so alleine auf dem großen Anwesen. Es erhöht auch das Gefühl von Sicherheit.
  • Zwischen dem Haupthaus und den Zimmern liegt der Hotelpool, an sich absolut fotogen und großzügig. Sich jedoch im leicht bekleidet in die Hauptverkehrszone der wenigen Gäste zu legen, ohne Nischen und Schutz könnte nicht jedermans / jederfraus Geschmack sein.
  • Ein Hideaway ist für mich auch ein Ort zum Lesen. Lichtquellen sollten nicht nur nach Design, sondern auch nach Funktion ausgewählt werden. Dem Hotelmanagement war dieses Problem besonders im Schlafzimmer, im Wohnzimmer und in der Hotelbar bewusst, doch andere Lampen hätten den Gesamteindruck zerstört. Zugegeben, wenn man Portugiesisch nicht versteht und Spanisch nur mäßig, werden die Abende ohne TV und Bücher ganz schön lang.
  • Technik begeistert. Stimmt, aber der Satz müsste heißen: Funktionierende Technik begeistert. Jeder Gast bekommt bei der Anreise ein ipad in die Hand gedrückt. Wir haben zwei bei der Rezeption getauscht, ehe eins funktioniert hat.
  • Das Restaurant und Schwangere. Ich war während unseres Besuchs schwanger (unübersehbar, mit deutlicher Kugel) und mir wurde bei jedem Gang Wein angeboten, ebenso Weichkäse aus unpasteurisierter Milch und roher Schinken. Für uns sehr befremdlich, denn in Österreich sind viele Restaurants auf das Thema sensibilisiert, aber ich möchte es ihnen nicht passé zur Last legen, vielleicht empfehlen die portugiesischen Ärzte bei einer Schwangerschaft andere Dinge und man darf Alkohol trinken, rohes Fleisch und Rohmilchkäse essen.
  • Der beheizte Klositz. Kannte ich bis dato auch nicht, ob der Mehrwert in einem südlichen Land wie Portugal gegeben ist, stelle ich mal in Frage.

 

Hotel Facts:

Homepage: http://www.l-andvineyards.com
Zimmer: 22 Zimmer
Preis: ab 150 € im DZ
Architektur: Marcio Koga

|Aufenthalt März 2014 – L ´and and Vineyards –  Portugal|

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Hotel LONE im kroatischen Wald

Kinder verändern Urlaubsgewohnheiten, so auch bei uns. Statt einer Entdeckungsreise in Übersee besuchten wir das schöne Kroatien. Wie könnte es bei mir anders sein, die Idee Kroatien kam erst an zweiter Stelle, an erster Stelle stand das Hotel, das LONE.

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Vor vier Jahren eröffnet, sehr schön gelegen im kroatischen Wald fußläufig nahe Rovinj, ist es wirklich ein Traumhotel. Unser Sohn fühlte sich sofort wohl und krabbelte aufgeregt das Zimmer rauf und runter. Zum wahren Genuss von uns war es babyfreundlich möbliert und er konnte sich nicht wehtun, wenig kaputtmachen und wir genüsslich entspannen.LONE-RosaPfeffer3
Nun ans Eingemachte. Das Haus liegt wunderschön im Wald, ganz nahe zur Küste. Die Architektur erinnert an ein Schiff und ist auch nicht zu auffällig oder störend im Küstenabschnitt, dezent und nachhaltig. Es gibt vier Restaurants im Hotel. Jedes offeriert eine andere Küche. Bei unserem Besuch waren diese Restaurants nur abwechselnd geöffnet und als Gast erwies es sich gar nicht so leicht herauszufinden, welches Restaurant nun offen oder geschlossen war. Zusätzlichen variierten die Öffnungszeiten stark – einmal bis 15 Uhr den nächsten Tag bis 17 Uhr. Ich erzähle dies so ausführlich, weil es stark mit der Architektur zusammenhängt. Und zwar das Haus hat sechs Stockwerke und liegt im Hang. Deswegen befindet sich die Rezeption rückseitig zur Straße auf der Etage 2. Unser Zimmer lag im 3. Stock. Restaurants befanden sich im Erdgeschoss, im 1. und 2. Stock, sowie am Pool. Der Frühstücksraum lag im 1.Stock. Soweit etwas verwirrend. Aber daraus ergibt sich, dass man so gut wie nie an der Rezeption vorbei kommt und auch keine Informationen erhält, was denn eigentlich im Hotel los ist. Die Rezeption ist baulich bestens platziert, im Mittelpunkt des Hotels, doch gesellschaftlich absolut abgelegen. Somit ging auch der Informationsfluss zwischen Gästen und Hotel verloren. Schade. Die anderen Abteilungen (Spa, Restaurants, House Keeping) wussten nichts voneinander. Informationen gab es auch keine im Lift oder an Tafeln. Somit entging dem Hotel ziemlich viel Umsatz an F&B, weil der Kontakt zwischen Gästen und Hotel auf ein Minimum gehalten wurde.

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An dieser Stelle sei noch angemerkt, das Hotel hat ca. 260 Zimmer auf fünf Etagen und nur vier Aufzüge. Diese Aufzüge konnten das Gästeaufkommen des nicht vollständig ausgelasteten Hotels bewerkstelligen. Es kam zu längeren Wartezeiten und so stieg man einfach nicht im 2. Stock aus um etwas zu erfragen. Das Treppenhaus war auch nicht anreizend genug gestaltet um die Treppe zu nehmen, bzw. für uns mit Kinderwagen viel zu aufwendig. Zusätzlich hatte die F&B Abteilung noch einen Schwachpunkt, die Gerichte wechselnd sich nicht ab. Nach wenigen Tagen hatten wir die Speisekarte rauf und runter gegessen und entschieden uns für Restaurants in Rovinj.
Die Geschichte ist noch nicht zu Ende: Das Restaurant L ist eines der schönsten, die ich je besucht habe. Wir wären auch gerne öfters hingegangen, aber die Speisekarte hat einem einiges abverlangt, nicht nur finanziell, sondern auch von den fancy Gerichten. Einmal im Urlaub schön, aber dann greift man doch wieder gerne zu Klassikern. Also auch hier ließ man viel Potenzial liegen.

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Zurück zu den Aufzügen. Es war wirklich eine Qual. Man stand da drückte den Knopf und musste seinen Kopf wie wild verdrehen um zu erraten, welcher Aufzug kommen würde. Dabei gab sich der zur Verfügung stehende Aufzug erst in letzter Minute zu erkennen und peinlicherweise ist uns auch so mancher Aufzug entwischt, weil zu langsam oder wir am anderen Ende gestanden sind. Nach ein paar Tagen macht einen das wirklich wahnsinnig und das ansonsten so tolle Hotel verliert an Charme.
Gleichzeitig gab es einen Kongress im LONE. Banker/innen tummelten sich überall und mussten alle gleichzeitig im Kongresssaal/Restaurant sitzen. Das hat nicht zur Entspannung an der Liftsituation beigetragen. Ebenfalls wird die Urlaubsstimmung deutlich schlechter, wenn aufgebrezelte Banker/innen nervös im Ferienhotel am Meer herumjagen. Diesen Gästemix hätte man besser auf die vier Restaurants aufteilen können, um die Interaktion zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen geringer zu halten.

Begeistert hat mich die Ausstattung des Hotels, es gab eine gute Mischung zwischen den Materialien. Glatt und Struktur. Auf den Bildern hätte man vermuten können, dass es zu kalt werden würde. Aber die Hoteliers haben es gut geschafft eine Balance zu finden. Wunderschön ist auch das Spa, mit tollen Rückzugspunkten, einem großen Hallenbad und verschiedenen Saunas.

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Gut gefallen haben mir auch noch die Sitzgruppen bei der Rezeption. Jede Sitzgelegenheit hatte ein bis drei kleine schwarze Lacktische auf denen man mit weißen Edding Stiften malen konnte. Dies wurde von den Gästen geradezu euphorisch angenommen und alle paar Stunden entstanden eindrucksvolle Kunstwerke.

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Hotel Facts:

Homepage: http://www.lonehotel.com

Eröffnung: 2011

Kategorie: 5 Sterne, gehört zur Maistra Gruppe

Lage: Mitten im Waldpark Zlatni Rt, 200m zum Meer und nahe von Rovinj

Zimmer: 236 Zimmer inkl. 12 Appartments

Preis: ab ca. 160€ im DZ

Architektur: 3LDH

Interior Design: Numen/For Use – Sven Jonke, Nikola Radeljković, Christof Katzler

|Aufenthalt Mai 2015 – Hotel Lone – Rovinj – Kroatien|

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Hotelbooklet: Die Kunst der Vielgestalt – Hotel Nala Innsbruck

Mit Dr. Gabriele Reiterer zu arbeiten,  ist die reine Freude.  Bei ihr entstehen schöne Dinge. Wie zum Beispiel dieses druckfrische Booklet: Die Kunst der Vielgestaltet – nala – Hotel mit Weitblick.

Zu Beginn sollte es ein Booklet über die Geschichte des Innsbrucker Hotels Nala werden; ein kleines, sehr feines Give-Away für Stammgäste, Kunden, Lieferanten. Jedoch hat der Haymon Verlag  den Wert des Büchleins sofort erkannt und in sein Programm aufgenommen.

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Die Kunst der Vielgestalt. Nala.
Hotel mit Weitblick

2015 Haymon Verlag Innsbruck
Idee, Konzept und Text: Gabriele Reiterer
Visuelle Konzeption: Gabriele Lenz und Elena Henrich, Lenz+ Wien
Mitarbeit Marke und Image: Dr. Barbara Guger

Gabriele Reiterer und ich sind ein eingespieltes Team und bieten folgende Leistungen gemeinsam an: Hotel-Checks und Imagestudien mit praxisrelevanten Handlungsempfehlungen, Booklets als imagebildendes Kommunikationsmedium, Workshops und Vorträge zu den Themen: Bauen für Gäste, Hotel als Beziehungsraum, und die Kunst Gästeerwartungen zu steuern. Nähere Information erhalten Sie in einem persönlichen Gespräch mit uns.

Hotelarchitektur, Hotels, Neue Ideen für Hotels

Godzilla kehrt zurück – Hotel Gracery in Tokyo

Japan & Godzilla eine Liebe. Das wird einem schnell bewusst, wenn man von dem neuen Hotelprojekt hört: Das berühmte Filmmonster ist nun Gast im neuen Hotel Gracery.  Eine Nacht im “Kaiju”-Zimmer mit Memorabilia aus den über 30 Godzilla-Filmen soll ab 334 US-Dollar kosten. Yes, ich wollte schon immer mal neben Godzilla aufwachen (Scherz). Und ich dachte diese Hotelgeneration ist schon out, aber alles kommt wieder…

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(Pictures: Hotel Gracery)

Hotelarchitektur, Hotels

Hochhaus-Hotel in Vals? 285 Mio Euro aus der Portokassa

In Vals ist was los. Dieses kleine Dörfchen in der Schweiz (bekannt für die Therme von Peter Zumthor) dürfte Stararchitekten anziehen wie Motten das Licht, denn ein neues Hotelprojekt samt Park soll entstehen.

Zusammenfassung:
– 285 MIO € Budget ohne Fremdfinanzierung oder Förderungen für 100 Suiten
– Architektur des Hotels stammt von dem Amerikaner Thom Mayne Pritzker-Preisträger, 35.000m² Park wird von dem japanischen Architekten Tadao Ando entworfen
– Höhe des Hotel-Turms: wie das Empire State Building oder wie der Investor sagt, die Schweizer Berge sind höher…
– Bauplatzgröße: 30 x 16 m neben der Therme
– STOP or GO:  Abstimmung der Dorfbewohner im Herbst
– Preis einer Nächtigung: 1.000€ bis 24.000€.  Good Luck!
– Bauherren: Pius Truffer (58) und Remo Stoffel (37), beide aus Vals

Für Wirbel ist gesorgt. Ich bin ganz hin- und hergerissen zwischen, oh mein Gott und Bewunderung für das Engagement.

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Der ORF Bericht:

Das Schweizer Dörfchen Vals hat 1.000 Einwohner, eine Therme und ein Thermenhotel. Und vielleicht bald ein Hochhaus, das – angeblich „rein zufällig“ – auf den Meter genau so hoch ist wie das Empire State Building in New York.

Wer herkömmliche Businesspressekonferenzen gewöhnt ist oder sie zumindest aus „Zeit im Bild“-Zusammenfassungen kennt, der traute seinen Ohren nicht bei der Pressekonferenz am Mittwoch in Vals. Da standen zwei Herren, die so zappelig und überdreht wirkten, als hätten sie gerade Tag zwei eines illegalen Dreitagesraves in den Schweizer Alpen hinter sich gebracht. Dabei präsentierten sie nicht weniger als ein 285-Millionen-Euro-Projekt.
Die beiden, das sind der Steinbruchunternehmer Pius Truffer (58)aus Vals und der Finanzinvestor Remo Stoffel (37) aus Chur (aufgewachsen allerdings ebenfalls in Vals). Stoffel sagte, er wolle „eine neue Ära des Tourismus einleiten“. Truffer, der sich im Dialekt als bodenständiger, hemdsärmeliger Valser präsentierte (im Gegensatz zum gelackt auftretenden Stoffel), fiel seinem Kollegen ins Wort: „Das klingt zu auswendig gelernt.“ Aber Stoffel erklärte es dann noch einmal in eigenen Worten. Bisher setze die Schweiz vor allem auf finanzstarke Zweitwohnsitzeigentümer aus dem Ausland, das solle sich nun ändern. Das Eigentum bleibe in der Schweiz – und Schweizer sollen daran verdienen. Das Hotel sei der erste Schritt in diese Richtung.

Auf Detailfragen von Journalisten an Ort und Stelle reagierte Stoffel genervt, ihm geht es nur ums große Ganze: Er sei jung – und wenn er irgendwelche Expertenkommissionen einsetze und Arbeitskreise beschäftige, dann werde so ein Projekt erst fertig, wenn er in Pension gehe. Deshalb: keine Förderungen, keine Kredite, niemand, dem man irgendetwas erklären müsse. Am Anfang stand eine Vision – und Truffer und er würden das Projekt ausschließlich aus bereits vorhandenen Eigenmitteln stemmen. Sprich: mit 285 Millionen Euro aus der Portokassa.

100 Suiten sollen pro Nacht um jeweils zwischen 1.000 und 25.000 Franken (950 bis 24.000 Euro) vermietet werden. Stararchitekt und Pritzker-Preisträger (so etwas wie der „Architekturnobelpreis“) Thom Mayne hat den Turm entworfen.weiterlesen Quelle: orf.at

Europa, Hotelarchitektur, Hotels, Hoteltrends, Lieblingshotels, Südeuropa

Balkonien II – “Unser bevorzugtes Dekorelement ist die Aussicht”

Balkonien ein Trend, den der Tourismus verpennt” hat Promomasters vor kurzem geschrieben, heute kommt ein tolles, positives Beispiel aus Südtirol. Ein Newsletter vom Pregola Residence aus Meran/Südtirol ist bei mir reingeflattert mit dem Wortlaut: “Unser bevorzugtes Dekorelement ist die Aussicht”. GENAU, und diese lässt sich mit den wunderbaren Balkonen/Terrassen himmlisch genießen. Ich hoffe ich kann auch bald mal dort zu Gast sein!

 

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Übrigens, das Pergola Residence hat die Homepage neu gestaltet – ein MUST SEE, tolle Texte, super Bilder und technisch schön gelöst. Meine Gratulation!

 

Details im Hotel, Hotelarchitektur, Hotels, Hoteltrends, Nordamerika, USA

Sir Richard Branson will die Hotellerie neu erfinden – das 1. Virgin Hotel eröffnet

Chicago, das weltweit erste Virgin Hotel in Chicago hat Mitte Jänner eröffnet – die Zimmer sind zweigeteilt in Schlafen & Wohnen und – abgetrennt mit Schiebetüren – Duschen & Ankleiden. Für die Damen gibt es auch einen Schminktisch mit extra Beleuchtung. Das Bett wurde zum zentralen Möbelstück, nebst dem nächtlichen Schlaf dient es vor allem als Sofa, Lümmeleck und Arbeitszone. Keine neue Erfindung, aber neu “in Szene” gesetzt. Für meine Augen wirkt das Konzept wirklich neuer, spritziger, interessanter. Ich würde am liebsten sofort nach Chicago düsen und es probieren.

 

Das Video ist verlockend und vielversprechend.

Die F&B-Preise sind angepasst an Supermärkte. Im “Common Club” sollen sich Einheimische und Hotelgäste mischen; dafür gibt es kostenlose Cocktails von 18 bis 19 Uhr. Bibliothek und Fernsehzimmer sind weitere öffentliche Räume. Beim Frühstück wird es klassischer, es geht ab ins amerikanische Diner.

 

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[photos via Virgin Hotels]

 

Hotel Facts:

Eröffnung: Jänner 2015
Zimmer: 250 Zimmer
Preis: ca. 220 USD im Zimmer
Architektur: Rapp & Rapp

 

Hotelarchitektur, Hotels, Kanada, Nordamerika

kanadische Multimillionärin baut Hotel und hilft damit ihrer Heimatgemeinde | Hotel Fogo Island Inn | Kanada

Zita Cobb steht hinter diesem außergewöhnlichen Architekturhotel (Fogo Island Inn), die kanadische Mulitmillionärin, die nach einer Karriere in der High-Tech-Industrie an ihren Geburtsorte zurückkehrte und mit der Shorefast Stiftung ihren Heimatort unterstützt. Aufgewachsen ist die Kanadierin in einem Haus ohne Wasser und Strom, die Eltern waren Analphabeten.
Das Ziel der Stifung ist es, den Fischern, Bootsbauern und Kunsthandwerkern durch die Förderung von Kultur und Wirtschaft eine Zukunftsperspektive zu bieten. Ca. 25 Mio Euro hat die Dame schon investiert und möchte den gesamten Gewinn der lokalen Bevölkerung zur Verfügung stellen. Die Zielgruppe für das Hotel sind Superreiche, die auch in die Taschen greifen müssen, denn der Grundpreis beträgt ca. 550€ ohne Steuern. 

Zita Cobb beautragte den kanadischen Architekten Todd Saunders, der in Norwegen lebt für den Bau des Fogo Island Inn. So erklärt sich auch der deutlich sichtbare skandinavische Einschlag im Hoteldesign.

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 (Fotos: Hotelwebsite)

Hotel Facts:
Hotelwebsite: http://www.fogoislandinn.ca/
Zimmer: 29 Zimmer
Preis: ab ca. 550€ im DZ inkl. Frühstück ohne Steuer
Architektur: Saunders Architecture
Investitionssumme: ca. 25 Mio €
Eröffnung: März 2013

Asia, Details im Hotel, Hotelarchitektur, Hotels, Südostasien

1.000m² Hotelzimmer oder privater Kinosaal gefällig? Iniala Beach House | Phuket | Thailand

Das neu eröffnete Boutiquehotel Iniala Beach House mit nur zehn Suiten, spielt mit der Fantasie seiner Gäste: im Einsatz befinden sich zeitgenössische Kunst (kuratiert durch Thailands wichtigsten Kunstkritiker) organische Architektur kombiniert mit thailändischer Linienführung. Aber nicht nur für die Erwachsenen ist das Hotel ein Paradies, auch Kinder sind willkommen in der Fantasiewelt. Ein Luxushotel der Sonderklasse!

Für mich ist das Hotel einfach unglaublich: zwischen Trash und Schönheit. Ich staune über die verbundenen Welten.

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(Fotos: Hotelwebsite)


Hotel Facts:

Hotelwebsite: http://www.iniala.com/
Zimmer: 10 Suiten

Design: Eggarat Wongcharit
Eröffnung: Dezember 2013
Preis: Eine Übernachtung gibt’s beispielsweise für vier Personen in einer Drei-Zimmer-Villa ab 4.753 Euro. Dabei sind der Flughafentransfer ab Phuket, eine private Limousine mit Fahrer, Wäscheservice, Vollpension inklusive Softdrinks und Bier, zwei Abendessen pro gebuchter Woche im Drei-Sterne-Restaurant „Aziamendi“ sowie täglich sechs Stunden Spa-Anwendungen im privaten Spa der Villa inkludiert.

Europa, Hotelarchitektur, Hotels, Österreich

G´SPÜR statt SCHNICKSCHNACK: Das For Friends Hotel in Tirol

Ab 5. Juli 2014 sag das For Friends Hotel in Mösern bei Seefeld willkommen. Auf einem sonnigen Hochplateau in 1.200 Meter Höhe mit tollem Blick über das Inntal entsteht ein innovatives Wohlfühlkonzept der Fünfsternekategorie, das den Urlaub zu einem “Besuch bei Freunden” machen will – individuell und ungezwungen, geprägt von Wahlfreiheit und einfühlsamer Gastfreundschaft. Im Mittelpunkt steht sportliche Fitness, mentales Training und Bodenhaftung. Entwickelt wurde das Bewegungsprogramm von Olympiasieger Toni Innauer.

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(Fotos: Hotelwebsite)

Hotel Facts:
Website: http://www.for-friends-hotel.at/
Zimmer: 60
Architektur: Arkan Zeytinoglu
Bauvolumen: 11,5 Mio €
Eröffnung: Juli 2014
Preis: ca. 320€ im DZ inkl. Frühstück

Afrika, Details im Hotel, Erlebte Hotels, Hotelarchitektur, Hotels, Lieblingshotels, Südafrika

Mein neues Lieblingshotel: POD Hotel Camps Bay | Kapstadt | Südafrika

Südafrika Rundreise | Holz, Stein und viel Stil, so präsentierte sich das POD Camps Bay in Kapstadt, ein wahrlich WUNDERVOLLES Hotel. Wir werden es wohl nie vergessen, dies soll gar pathetisch klingen, es ist eines der schönsten Häuser, die wir je erlebt haben. Die Mischung aus Gemütlichkeit und Design ist einfach perfekt, man wünscht sich so ein Schlafzimmer mit solch einer Aussicht. Die vielen kleinen schönen Details, z.B die Maserung der Steinmauer, lassen sich Stunden lang bestaunen und man entdeckt doch immer wieder Neues oder man kann in den bequemen Sesseln aufs peitschende Meer blicken.

In dieser Hotelgeschichte ist nur das Frühstück der wunde Punkt: Die Auswahl mager und die Qualität naja. Dafür ist der Frühstücksraum prächtig und die anschließende Rezeption top gestaltet – eine Wand aus alten Holzbrettern weist einem den Weg zur Rezeption, die aus einem weißen Schreibtisch besteht. Die Gestaltung zwischen kühlem Weiß, warmen Holz, grauem Stein  (hier kann man nicht sagen, ob er kühlt oder wärmt) und vielen Fenstern schafft ein einnehmendes Ambiente. Das Holz im Zimmer sieht aus wie ein hineingelegtes U, dass eine Sicherheit gibt – wie wenn man in einer offenen Box schlafen würde – behütet, aber frei. Dieses quergelegte U steckt in einem anderen quer gelegten U aus Stein: Verschachtelt und doch offen findet man diese Gestaltungsweise überall im Hotel wieder.

Eine kleine Besonderheit für Südafrika sei noch erwähnt: das Hotel hatte eine Fußbodenheizung – welch ein Luxus! In den anderen Hotels hieß es warm einpacken. Nichtsdestotrotz bekommen wir auch (siehe Bloomestate) hier eine schöne Wärmflasche ins Bett gelegt. Bei den jungen, sehr motivierten Mitarbeitern fühlt man sich verwöhnt und gut aufgehoben – man wohnt bei Gleichgesinnten und die Gesprächsthemen sind schier unendlich: Reisen, Natur, Kulturunterschiede Europa – Afrika etc.

Einen Abend waren wir zu müde für das Abendessen, aber ein kleines Hüngerlein machte sich trotzdem bemerkbar, so kamen wir in den Genuss eines italienischen Lieferservices. Ein ganz neues Erlebnis für uns, wir haben noch nie in einem Hotel einen Lieferservice in Anspruch genommen, aber man muss sagen, es funktioniert perfekt – die Auswahl ist größer als bei Zimmerservice und das Essen wurde ebenso nett auf den hoteleigenen Porzellan serviert. Keine nennenswerten Mehrkosten für das Hotel und eine solide Leistung für die Kunden – WIN-WIN Situation für 3 Parteien (Hotel, lokale Restaurants und Gäste).

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GROSSO MODO:
Homepage: http://www.pod.co.za/
Zimmer: 15
Eröffnung: 2010 zur WM
Preis: ab ca. 1500 ZAR im DZ inkl. Frühstück
Architektur: Greg Wright Architects

 

|Aufenthalt September 2013 – POD – Kapstadt – Südafrika|

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Middedorp Manor – Stellenbosch | Südafrika

Südafrika Rundreise | Ein kleines Juwel versteckt sich in der hinter dem Namen Middedorp Manor in Stellenbosch. Bei der Buchung war mein Mann noch sehr skeptisch, er meinte die Bilder sind zu schön, es wird sich alles als weniger erweisen und du wirst enttäuscht sein. Ja diese Gefahr war groß, denn wenn ich die Bilder jetzt nochmals betrachte, sehe ich auch, was er meinte – man entdeckt es nicht sofort, aber es ist viel inszeniert und an jeder Stelle sind Blumen drapiert. Ohne die schönen Rosen, die edlen Orchideen, die weißen Proteas und die vielen alten Bücher wirkt das Haus wohl hohl. Doch schon bei der Ankunft in diesem über 100 Jahre alten viktorianischen Haus leuchten uns die Blüten entgegen. Überall stehen die Blumen in üppigen Buketts und Sträußen herum und versprühen ihr angenehmes, ruhiges, duftiges Wesen. Ja, Blumen beruhigen ein Hotel – sie schmücken es nicht nur, sondern sie erfüllen auch eine wesentliche Aufgabe: Das Hotel wirkt frischer, gepflegter und ruhiger. Nebst diesem Lobgesang möchte ich aber die Menschen im Hotel nicht außer Acht lassen, wir wurden auf herzlichste von dem Mitarbeiter empfangen und die Tante (bin mir über den Verwandtschaftsgrad nicht sicher) der Hotelière kümmerte sich reizend um uns und berichtete mit einem ganz unbeschreiblichen Esprit von ihren Europareisen, insbesondere die Ausflüge nach Frankreich. Wir tauschten unsere Lebensgeschichten aus und es war wirklich ein besonderes Erlebnis mit dieser Grand Dame gemütlich beim Frühstück zu plaudern.

Zum Design des Hauses sein gesagt: Eine viktorianische Villa, modern möbliert mit teils altem Mobiliar neu ins Szene gesetzt. Besonders angetan hat es mir die Victoria & Albert Roxburgh freistehende Badewanne, man badet wahrlich fürstlich in diesem Teil, auch wenn aufgrund der unisolierten Keramik-Blechwanne die Wassertemperatur ebenso schnell fällt wie ein Stein im Wasser. Wie fast überall in Südafrika setzt man bei den Pflegeprodukten in nobleren Unterkünften auf Charlotte Rhys, die ich in höchsten Tönen lobend erwähnen möchte.

Leider war es bei uns noch zu kühl und wir konnten den netten Garten mit Pool nicht nutzen – Schade darum, aber es sieht nach purer Erholung aus. Empfehlen kann ich noch den nahe gelegenen botanischen Garten, klein aber fein mit einer beachtlichen Sammlung an Bonsais.
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GROSSO MODO:
Homepage: http://www.middedorp.com/
Zimmer: 5 Zimmer
Preis: ca. 80€ im DZ inkl. Frühstück

 

|Aufenthalt September 2013 – Middedorp Manor – Stellenbosch – Südafrika|

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Das pure Verwöhnprogramm | Bloomestate Guest House Swellendam | Südafrika

Südafrika Rundreise |Kühles Frühjahr in Südafrika, tagsüber viel Sonnenschein, gefolgt von sehr kühlen Nächten: Nach einem köstlichen Essen beim Italiener La Sosta ums Eck (Empfehlung der Hoteliers) kommen wir in das sehr schöne  Bloomestate Swellendam zurück. Beim Zurückklappen der Bettdecke, dann die Überraschung: eine Wärmeflasche pro Person. Wir sind überwältigt, eine Wärmeflasche im Bett, so etwas habe ich noch nie im Hotel erlebt, zu Hause werde ich von meinem Mann im Winter so verwöhnt. Service Design auf höchstem Niveau! Spitze!

Somit war die Kühle im Zimmer sofort vergessen und alles was bleibt ist die schöne Erinnerung an das kuschlige Bett. Selbst ein kleiner Stromausfall gegen 3 Uhr früh konnte dem warmen Bett nichts entgegensetzen. Für alle die sich wundern: ein spannendes Buch hat mich die halbe Nacht bis zum Stromausfall wach gehalten. Schade war nur, dass wir in der Früh relativ zeitig los mussten, um noch rechtzeitig zum Wahle Watching in Hermanus zu gelangen, im Nachhinein hätten wir auf die Wale verzichten sollen und lieber die Zeit in der anregenden Bibliothek genutzt. Betritt man das Haupthaus, flackert einem schon die offene Feuerstelle in der Küche entgegen und Gemütlichkeit wird verströmt. Der moderne Frühstücksraum in schwarz weiß gestreift mit punktuellen Rot mobilisiert die Lebensgeister. Den richtigen Kick bekommt man dann aber doch durch die herrliche Speisenauswahl, mit viel Liebe zum Detail sind die Köstlichkeiten drapiert.

Die Zimmer waren wunderbar, großzügig im Grundriss, mit Blick auf den Garten und einem flächigen Badezimmer. Besonders gut gefallen haben mir die punktuellen Design Elemente wie z. B. der Barcelona Chair in den Zimmern. Schick und doch nicht zu viel.

Die guten Geister (Carla und Maarten) hinter diesem schönen Hotel kommen aus Holland, sie geben dem Haus den persönlichen Charme, den wir im Hitgeheim vermisst haben und den wir erst recht in der darauffolgenden Nacht im Majeka House vermissen werden, hätten wir gewusst was uns in Stellenbosch erwartet, wären wir mit Freuden noch eine Nacht länger geblieben. Zumal auch die Gartenanlage ganz traumhaft war und einlud einen Tag oder mehrere Tage zu chillen, unser Zeitplan lies es leider nicht zu und so gings weiter zu den Wahlen. Ich kann nur allen empfehlen länger als eine Nacht zu bleiben, die Hotelanlage ist paradiesisch und Carla & Maarten (Hoteliers) waren tolle Gastgeber.

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GROSSO MODO:
Homepage: http://www.bloomestate.com/
Zimmer: 7
Preis: ab ca. 80€ im DZ inkl. Frühstück

|Aufenthalt September 2013 – Bloomestate Guest House Swellendam – Südafrika|

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Das gekonnte Zusammenspiel von Farben – Wundervolle Wintertage im Miramonte in Bad Gastein

Eigentlich sind wir keine Winterurlauber, doch dieses Jahr hat uns eine Einladung nach Bad Gastein ins Hotel Miramonte geführt und wir sind schlichtweg begeistert. Die Sonne, die gute Bergluft, der sehr spezielle Charme des Ortes, die Atmosphäre und dann noch dieses schöne Hotel: das Miramonte.

Bei der Ankunft durchleuchtete die Sonne das ganze Haus, die Rezeptionsdame hat uns ein Mittagssüppchen angeboten und man wollte sich einfach nur noch in die Barhocker fallen lassen, genießen und hoffen, dass diese Tage in den Bergen immer währen. Die schöne Hintergrundmusik ließ den stressigen Alltag zuvor vergessen und ganz schnell war man in Bad Gastein angekommen. Der morbide Charme des Ortes bedrückt auf der einen Seite, weil man sich ständig fragt: “Wie konnte diese Rose nur verblühen?“ Andererseits regt dieser urbane Kosmos mitten in den Alpen die Fantasie an und plötzlich verliert man sich in Tagträumen und Luftschlössern, was in diesem Ort alles möglich wäre… Ich könnte jetzt noch lange über das verschenkte Potenzial der alten Grand Hotels trauern oder mich echauffieren über die vertriebenen Geschäfte, die lokale Politik… Aber viel lieber und mit viel mehr Freude berichte ich über das Miramonte. Frischen Wind in den „alten“ Kasten geblasen hat Evelyn Ikrath (Hotelière) mit ihrem Mann Ike Ikrath, seines Zeichens Architekt. Bei der Renovierung im Jahr 2008 wurden Reminiszenzen aus den 50er und 60er Jahren wunderbar in Szene gesetzt, teilweise extra betont, teilweise mit viel Farbe in ein neues Licht gerückt. So wirkt z.B. der originale Fliesenboden am Weg ins Spa mit den grünen Wänden einfach ungewöhnlich frisch. Empfehlen kann ich auch eine Spabehandlung – sowohl die Aveda-Gesichtsbehandlung als auch die Fußreflexzonenmassage sind sehr entspannend.

Die Mitarbeiter/innen sind motivierte und fleißige Bienen, ständig darum bemüht, dem Gast einen angenehmen Aufenthalt zu bescheren. Der Ausblick unseres Panoramazimmers war so beeindruckend, dass wir einen ganzen Vormittag lang den Blick von den Bergen nicht abwenden wollten und im Zimmer verweilten. Kleines Manko sind die sehr kleinen Nachttische, auf denen man kaum ein Glas Wasser und ein Buch unterbringt.

Die eingesetzten Textilien – Vorhänge und Polstermöbelüberzüge – sind dagegen von schöner Qualität und geben dem Raum Gemütlichkeit. Immer wieder wird man auf das gekonnte Zusammenspiel von Farben aufmerksam: In unserem Zimmer z.B. war es ein pinker Polster auf dem grauen Sofa. Überhaupt könnte ich ständig über den Farbeinsatz in diesem Hotel schwärmen. Wer dieses Zusammenspiel ausgewählt hat, muss ein wahrer „Farbversteher“ sein: Nie sind die Farben fahl oder schal, ab und zu gedämpft, dann wieder poppig und peppig – doch immer darauf bedacht, den Raum gut zu strukturieren und in Szene zu setzen. Mutig ist auch der Griff zu dunklen Tönen, bei dem Zusammenspiel mit Licht hebt sich die Dunkelheit jedoch gekonnt mit der Helligkeit auf und es entstehen wahre Wohlfühlräume.

Das Restaurant mit den Schaffelldecken ist ebenfalls ein kuscheliger Hingucker und besonders im Winter ein Magnet für Gäste. Niemand möchte auf der „normalen“ Bank sitzen, obwohl der Sitzkomfort dort wahrscheinlich noch länger bestünde. Außergewöhnlich sind auch die angebotenen Packages: So gibt es z.B. ein sorgfältig geschnürtes Prenatal- Package für werdende Eltern mit ausgewählter Literatur und Produkten der lokalen Apotheke – Babymoon vom Feinsten!

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GROSSO MODO:

Hotelwebsite: http://www.hotelmiramonte.com/
Zimmer: 36 Zimmer
Eröffnung: 2008
Preis: ab ca. 144€ im DZ mit Halbpension

 

|Aufenthalt Februar 2014 – Hotel Miramonte – Bad Gastein –Österreich|

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Eine Ebene genügt – Hotel Aire de Bardenas | Spanien

Im Herzen von Navarra (bei Tudela), nahe dem Naturschutzgebiet Bardenas Reales / Spanien, liegt das Aire de Bardenas, ein eingeschossiges Architekturjuwel. Mehrfache Auszeichnungen (z.B. Monocle 2010) zeugen von der schönen Ästehtik des Hauses.

 

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GROSSO MODO:

Hotelwebsite: http://www.airedebardenas.com

Zimmer: 22 Zimmer

Kategorie: 4-Sterne

Eröffnung: 2007

Architektur: Emiliano López & Mónica Rivera, weitere Infos zur Architektur

Preis: ca. 180€

 

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Eine Nacht im Internat oder männlicher Charme in Wien – das Hotel Daniel Wien

Müsste ich meine Nacht im Hotel Daniel vergleichen, dann kommt es wirklich meinen Nat (liebevolle Abkürzung für Internat) am Nächsten. Die Farben halten sich an den Internatstandard, dunkles braun, dunkles grün, nur das markante Orange hat im Daniel gefehlt. Sogar bei der Wahl des Teppichs glichen sich die Geschmäcker der Verantwortlichen – man könnte meinen die selbe Person hat sie ausgesucht.  Ziemlich Basic sind die Zimmer, der Lärm von der Straße hallt ins Zimmer und die Luft ist ausgetrocknet. Hier kommt auch der männliche Charme zu tragen, die Farben sind dunkel, die Dusche ist mitten im Zimmer und die Vorhänge sucht man vergebens. Bemühe ich Sterotypen, dann kann ich sagen – typisch Mann. Philosophische Frage: Wieso sind viele Männer gegen Vorhänge? Dabei geben diese erst dem Raum richtig Flair und sorgen für eine angenehme Akustik im Raum. Zumindest die Akustik müsste spürbar für alle sein, oder?

Für Überraschungen sorgt die unterverputzte Decke. Meine Eltern waren vor uns im Daniel zu Gast und mein Vater ging an die Rezeption zu fragen: “Sind die Zimmer so günstig, weil die Decken noch nicht verputzt sind?”. Zwar erkennt mein Vater Design, dieser kleine Schmäh hat ihn jedoch auch völlig überrumpelt. Genauso wie einen anderer Gast der sofort nach dem Betreten des Zimmers wieder herausstürmte um die Personen am Gang zu fragen, ob die Decke in allen Zimmern so seien. Die Antwort lautet ja, sie soll einen Loft-Ähnlichen Charakter erzeugen. Nur Schade, dass die wenigsten Menschen dieses Designspiel als solches erkennen.

Im Nat gabs noch Schreibtische am Zimmer. Darauf wird im Daniel verzichtet erzählte Marlene Hamberger (Sales Team Weitzer Hotels), man möchte die Menschen zusammenbringen und die Lobby wurde als dieser Raum gewählt.

Ähnlich des Internats herrscht unten in der Rezeption/Lobby das pure Leben, viele gleichgesinnte sind unterwegs und das Essen ist köstlich (war es im Nat auch – kein Scherz!). Apropos die Kuchen sind wirklich unschlagbar gut im Daniel! Gemeinsam Arbeiten gab es im Internat auch, wenn man Nachsitzen musste weil man a) zu spät aufgestanden ist, b) in der Morgenstudierstunde nichts gemacht hat, c) in der Nachmittagstudierstunde gequatscht hat oder d) Zigarttenstumel nicht in den Behälter geworfen hat… Also die frühere Bestrafung ist jetzt der Benefit – zusammen Arbeiten im Restaurant ist netter als die Ruhe am Zimmer.

Damit die Gäste ihre Zeit (Arbeits- und Freizeit) unten verbringen, sind in den massiven Säulen Steckdosen versteckt und ein starkes W-Lan verbindet mit der Welt – Praktisch!

Wie vielleicht durchklingen mag, bin ich zwar kein Vollblutfan vom Internat, aber es war schon eine schöne und vorallem lustige Zeit. Es gab viel zu erkunden, Freunde waren bei jedem Blödsinn dabei und man konnte ohne Eltern (in Ruhe oder größter Aufregung – wie man es nimmt) Erwachsen werden. Irgendwie kommt dieser Charme des Internat im Daniel durch, es ist alles anders als mal es gewöhnt ist (von Zuhause bzw. anderen Hotels). Die Welt ist offen, ein bisserl verrückt und erfrischend.

 

Prickelnd:

_ Die Backwaren in der Bakery – einfach unglaublich gut

_ Das Stiegenhaus ist noch Original erhalten

Schal:

_ Die Produkte im Shop sind für Männer – eindeutig

_ Vorhänge fehlen – Akustik

_ Es ist einfach mehr für Männer, was soll ich machen… – ich will jetzt auch kein Rosa Hotel, aber soviel Purismus kann auch zu viel sein.

_ Das Raumklima – die ausgetrocknete Luft, ist keine Wohltat für den Hals

_ Die Akustik im Raum ist unangenehm

 

Daniel Geschichten:

_ Es gibt einen Bankomaten für Gäste bei der Rezeption – ziemlich praktisch

_ Es gibt einen Bienenstock am Dach und der Honig wird bald verkauft werden

_ Es gibt versperrbare Kästen für die Wertsachen

_ Es gibt einen kleinen Garten vor dem Hotel mit Weinreben

_ Es gibt Hängematten bzw. Hängesesseln in die größeren Zimmern

_ Das Daniel Graz und das Daniel Wien stammen vom selben Architekten Georg Lippert

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GROSSO MODO:

Homepage: http://www.hoteldaniel.com

Eröffnung: 4. November 2011

Preis: ab 92€ im DZ ohne Frühstück, Frühstück ist empfehlenswert!

Architektur (Haus): Georg Lippert ” Wurde das nicht
umsonst denkmalgeschützte Gebäude doch 1962 vom selben Architekten
entworfen, der auch das Daniel Graz erdachte – vom damals renommierten und
vielbeschäftigten Georg Lippert. So was nennt man dann Wohl „Wink mit dem
Zaunpfahl“…
” (Homepage)

Architektur Umbau: Atelier Heiss

Zimmer: 115 Doppelzimmer

 

| Aufenthalt Dezember 2011 – Hotel Daniel Wien – Österreich|

 

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Europa, Hotelarchitektur, Hotels, Information, Österreich

ein cooler Typ – Hotel Wiesler Graz

Das Hotel Wiesler ist ein ganz cooler Typ. In jeder Hinsicht perfekt gestylt und immer mit einem  lässigen Spruch auf den Lippen. Beim Betreten des Hauses kommuniziert er schon mit einem „From 5 Stars to Independence“ und der Kunde unterstellt ihm gleich auch noch die richtige Portion Mut. Schön, erfrischend und anders. Die Coolness zieht sich weiter und weiter, langsam bekommt man schon Respect vor soviel Coolness und plötzlich wie eine kalte Attersee-Strömung, schlägt die Laune um und man denkt sich nur noch – bitte ich will meine Ruhe haben, bitte bitte Ruhe – bitte.

Persönlich finde ich die Situation unglaublich interessant aus folgenden Gründen:
_In meiner Dissertation ist herausgekommen, dass Hotels von den Kunden personifiziert werden und ihnen auch Gefühle entgegen getragen werden. Das Weitzer ist das 1. Hotel, das sich bewusst mit dieser Thematik auseinander setzt und aktiv mit dem Kunden via Sprüche an Wänden, Türen, Tischsets usw. kommuniziert. Wirklich beachtenswert und progressiv. Herzlich Glückwunsch!
_Ich schätze die Weitzer Hotels sehr, aufgrund der Frische und des Muts und trotz all dieser Vorschusslorbeeren wird es mir zuviel und die Frage entsteht – kann man zuviel professionalisieren?

Es wirkt wie wenn man eine Werbeagentur beauftragt hätte mit den Konsumenten zu kommunizieren und diese Agentur normalerweise Konsumgüter verkauft. Bei Konsumgütern trifft der Kunde nur punktuell mit dem Produkt zusammen, deswegen sind viele Werbebotschaften nett. Bei einem Hotelaufenthalt ist der Gast im Haus und es können auch zu viele Botschaften werden und es wird schlichtweg nervig.

Genau dieser Punkt kommt mir in letzter Zeit immer häufiger unter, z.B. Hotels, die bis in die letzte Ecke  Branding betreiben und man auch nicht mehr aufwachen kann, mit der Frage, oh wo bin ich – welche Stadt ist es? Sondern sofort sticht einem das Logo des Hotels ins Auge und liebgewonnene Hotelzimmer erinnern einem nur noch, dass man  in einem Konsumtempel zu Gast ist. Damit einhergehend zieht auch noch das Hotel Merchandising mit ein – Pflegeprodukte des Hotels, Chutneys des Küchenchefs, usw… – also man kann sich nicht mehr ruhig zurückziehen, sondern nächtigt in einem Shop – Grauenhaft. Eine Bitte an alle Hoteliers: Bitte geht sparsam und weise mit eurem Branding und Merchandising um, ich bin als Gast nicht dumm, ich weiß welches Hotel ich gebucht habe, der Name muss mir nicht an jeder Ecke kleben und wenn mir die Produkte gefallen, wäre ein Shop in der Lobby schön. Schließlich will ich in keinem Supermarkt schlafen.

Zurück zum coolen Typen, er klärt einem am stillen Örtchen auf, dass man Zuhause am Besten isst, aber dennoch auch andere Lokale wie die zwei Hotelrestaurants probieren könnte. Beim Essen im Hotelrestaurant klärt er einem dann auf, was ein Barbier ist und was Graz alles kann. Immer mit flotten Sprüchen. Zurück am Zimmer erspäht man eine Falsche Wein mit dem Spruch „Schade, dass man Wein nicht streicheln kann“ und einem Hinweise, dass man ihm immer kaufen kann in der hauseigenen Greislerei.

Marketing zur Perfektion, es ist auch schön informiert zu werden – aber es ist auch schön Abstand zu haben – ich muss nicht alles über das Hotel wissen. Das Hotel könnte jedoch mehr über mich wissen.

Zum Beispiel finde ich diesen Abrissstil oder besser gesagt das Stück Ostberlin in Graz wunderbar, aber es erinnert doch eben an Berlin und nicht Graz. Aber zurück zum Thema, der coole Typ hat daran gedacht, dass ein Buch keine Falten in den Buchrücken bekommen soll und originelle Nachtkasterl (die wie Vogelhäuser aussehen) gebaut. Allerdings fehlt die essentielle Leselampe. Nachdem ich ein packendes Buch („Willkommen auf Skios“ (für Wissenschaftler zu empfehlen)) fast die halbe Nacht lesen musste, konnte mein Mann nur bedingt gut schlafen, aufgrund des hell erleuchteten Zimmers. Wo warst du nur kleines Licht? Ich habe dich vermisst.
Das Bett ist sowieso eine Geschichte für sich: gleich nach dem Check-in setzte ich mich bequem aufs Bett und begann zu lesen. Beim Aufstehen werde ich plötzlich zurückgehalten, mein Pullover hat sich im Holz des Betthaupts verfangen und ratsch hin war er. Abrisslook im Hotel ist nett, an meinem Pulli nicht!!!
Die Zimmergarderobe befand sich direkt oberhalb der ca. 120cm hohen Kommode und somit tauchte die Frage auf, wie kann man Mäntel aufhängen? Ein eindeutiger Mr. Monk Faktor. Sowie auch der Nächste: Man stelle sich vor, eine halboffene Dusche im Raum, alte hohe Decken, ein verregneter Herbsttag, Spaziergang von 5 Stunden im Grazer Regen, keine Heizung, wassersparender Duschkopf = diese Mischung ergibt einen halb erfrorenen Hotelgast. Aufgrund der verpufften Dampfentwicklung bei hohen Decken bleibt nicht viel Wärme am Körper übrig.

Jetzt zu den wirklich frischen Ideen im Hotel: die Restaurants (Speisesaal im Wiesler und Steirer im Weitzer) sind köstlich. Die Mitarbeiter/innen total nett und die Preise weltklasse. Die Gestaltung des Speisesaals mit der Souldiva an der Wand als Gegenposition zur Muse des Jugenstils im Frühstücksaal ist gelungen.
Meine Lieblingsidee des Florian Weitzers ist der Barbier Shop im Hotel Wiesler. Mein Mann war begeistert. Senf und Söhne das angeschlossene Lokal mit österreichisch gekochten Würsten ist auch gelungen. Die hauseigene Blumenhandlung lässt mein Frauenherz höher schlagen.
Am besten hat mir im Zimmer das Waschbecken gefallen.

PRICKELND
_ Babier im Haus
_ Hoteleigene Blumenhandlung
_ Restaurants mit einheimlischen Publikum
_ Freundlichkeit der Mitarbeiter/innen
_ Erhaltung des Jugendstil Frühstücksraums
_ Leicht pastellfarbene, kuschlige Bettwäsche
_ Spa-Bereich
_ Erhaltung des original Stiegenhauses
_ Preis-/Leistungsverhältnis
_ tw. Plattenspieler am Zimmer (leider hatten wir kein Zimmer mit Plattenspieler)
_ Gucker am Zimmer (leider wird er oft von den Gästen mitgenommen)
_ Mexikanische   Waschbecken in wunderbaren Farben – genauere Infos unter http://www.hotelwiesler.com/de/blog/aktuelles/blog.fliesenweltmeister/month.8/year.2012.html
_ Kerzen am Zimmer
_ lässiger Frisörsessel im Erker – hier thront man richtig über der Mur – nur wo setzt sich die 2. Person hin? Aufs Bett?
_ Lage des Hotels, direkt an der Mur, 5 Min. ins Zentrum

SCHAL
_ Zu viel coole Kommunikation in Form von Sprüchen an Türen, Wänden, Flaschen, Tischsets mit den Gästen
_ Keine Leselampen am Zimmer
_ Keine abgetrennte Dusche, sprich Kälte beim Duschen
_ Keinen Schreibtisch am Zimmer
_ Holz tw. zu wenig verarbeitet, man kann sich beim Betthaupt die Kleidung beschädigen
_ Garderobe und Kommode sind zu nahe beisammen – siehe Bild oben
_ Keine Vorhänge, schlechte Raumakustik zusätzlich würden sie den Straßenlärm etwas dämpfen
_ Gute Idee, leider scheitert es an der Umsetzung – Polaroidkamera liegt im Hotel auf, damit man Postkarten Heim schicken kann, leider gab es kein Fotopapier mehr… Klassisch! und ärgerlich!

Mein Verdacht mit der Werbeagentur hat sich bestätigt, ich habe sie gerade gefunden: Moodley

Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden, ich bin ein großer Fan dieses Hotels, jedoch sind ein paar Dinge in der Umsetzung nicht stimmig. Branding ist auf einem zu hohen Niveau (die grafische Umsetzung an sich ist wunderschön), die Rücksicht auf den Gast ist dadurch etwas untergegangen. Diese zwei Faktoren spiegeln sich auch deutlich in den Bewertungen von tripadvisor wieder – das Hotel badet in einem Pool von stürmischer Begeisterung bis Enttäuschung – alles durch die Bank. Ich fühle mich genauso, irgendwie begeistert und irgendwie enttäuscht.

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GROSSO MODO:
Website: http://www.hotelwiesler.com/
Zimmer:
Preis: ab 89€

| Aufenthalt September 2012 – Hotel Wiesler – Graz – Österreich|