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Memmo Alfama | Lissabon | Portugal

Meine Begeisterung von Lissabon hat ein Zuhause gefunden! Lissabon gehört zu meinen absoluten Lieblingsstädten und jetzt gibt es auch ein Lieblingshotel dazu: das Memmo Alfama.

Es ist ein Kleinod im ältesten Stadtteil Lissabons, ganz nahe der Kathedrale in einer versteckten Seitengasse. Das Interieur ist skandinavisch zurückhaltend, mit viel Holz und noch mehr Charme. Von den Zimmern und der Dachterrasse aus gibt es eine herrliche Aussicht über den Tejo. Ein Hotel im Geiste ähnlich des Altstadt Vienna.

Mit Wehmut muss ich aber leider, leider, leider festhalten, dass mich dieses Hotel die nächsten 16 Jahre wohl kaum sehen wird, denn man darf nur mit Kindern über 16 Jahre einchecken. What a pity!

Details, die mir in lebhafter Erinnerung geblieben sind:

  • Das ungewöhnliche Badezimmer mit haptisch aufregenden Materialien.
  • Der frisch gepresste Orangensaft in kleinen Flaschen kunstvoll gestapelt in einem Kühlschrank aus Glas.
  • Die Zeichnungen, Notizen und Erinnerungen der Gäste, die an der Rezeption aufgehängt
  • Das Servicepersonal, das mir von weiteren herrlichen Hotels in Portugal berichtet
  • Die Hotelbibliothek, ins Bücherregal gegriffen und Stunden lesend

 

 

 

 

 

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Erwartungen an Hotels, Information, Lieblingshotels

Gefühlswelt Hotel

„2000 auf 79“ ist der Titel eines Beitrags von Martin Schumacher (conos GMBH) im Tourismuspresse Blog. Der Autor war 26 Jahre auf Reisen, und ist in 79 Ländern in 2000 verschiedene Hotels  eingecheckt. Mehr dazu gibt’s hier.

Beim Lesen des Artikels hat mich die Inspiration gepackt und meine Freude an Statistik war geweckt: Drei Stunden später war dann auch meine persönliche Liste von all den Reisen, Ländern und Hotels fertig (ziemlich rasch, dank Blog RosaPfeffer) Und zack da waren sie wieder – all die Erlebnisse in den verschiedenen Hotels, der Geschmack des Essens und die Gefühle an den unterschiedlichsten Orten.  Kaum ein Hotel ist in Vergessenheit geraten, vermutlich auch, weil ich in deutlich weniger Hotels genächtigt habe, als Martin Schumacher. Immerhin waren es bei mir rund 177 Hotels in zehn Jahren mit 287 Übernachtungen. (Fast) Jedes Haus wurde sorgsam von mir ausgewählt und kaum eines war ein 0815 Hotel.

Aber zurück zu den Gefühlen, die ich beim Erstellen meiner Liste richtiggehend im ganzen Körper spüren konnte. Die Skala wie ich mich in diesen Hotels gefühlt habe und die damit verbundenen Gefühlswelten reichen von:

  • beschützt – wachsam (sehr wichtig in Südamerika und Südafrika)
  • entspannt – gestresst
  • wohl – unwohl
  • unbeachtet – beobachtet
  • frei – eingesperrt
  • offen – verschlossen
  • glücklich – unglücklich
  • aufgeregt – gelangweilt
  • richtig – falsch

Gerade das letzte Begriffspaar „richtig – falsch“ ist eine ganz eigene Kategorie. Falsch im Sinne von, ob es zu meinen / unseren Bedürfnissen passt. Denn es gibt Hotels, die passen einfach nicht zu mir / zu uns – oder ich bzw. wir passen nicht in dieses Hotel. Ein Umstand, der schnell zum puren Ärgernis werden kann. Gerade dann, wenn man eine ganz genaue Vorstellung oder Erwartung an einen Aufenthalt hat. In diesem speziellen Fall denke ich an ein Hotel auf Mauritius. Das erhoffte Urlaubsgefühl wollte sich partout nicht einstellen und wir haben uns einfach nicht wohl gefühlt. Auf dem Weg in die Hauptstadt sahen wir dann ein Hotelschild, und alleine das Logo verriet uns: Das ist unser Hotel!

Nach nur drei Minuten im diesem Haus bestätigte sich unser Gefühl (und all das sogar zum selben Preis wie das gebuchte Hotel), nur leider zu spät. Vielleicht beim nächsten Besuch. Das passende Hotel zu finden ist wirklich eine Kunst für sich.

Was ist mir prickelnd in einigen Hotels in Erinnerung geblieben?

Was hat bis heute einen schalen Eindruck hinterlassen?

  • Unfreundliche Mitarbeiter_innen
  • Sich auf Schritt und Tritt beobachtet fühlen – ein höchst unangenehmes Gefühl
  • Komplizierte Technik – wenn man eine Gebrauchsanweisung für sein Zimmer benötigt, und nicht einmal Licht oder Klimaanlage „einfach“ bedienen kann – einmal habe ich wirklich mit Licht geschlafen, weil nicht einmal der Rezeptionist wusste, wie man es ausschaltet z.B. Sheraton Mexiko City
  • Schlechtes Frühstück – üppige Buffets mit billigem Essen
  • Tee mit Chlorgeschmack z.B. Westin Bahamas
  • Unflexibilität
  • Geiz

 

Meine Top 20 Hotels poste ich gerade auf Instagram. Ein purer Genuss in diesen schönen Erinnerungen zu schwelgen.

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Zum Tag des Schlafes

Zum Tag des Schlafes empfehle ich die neue Studie von Hotel der Zukunft:

Schlaf – Grundbedürfnis und Lebenselixier: „…Unser Alltag ist geprägt von Digitalisierung und Reizüberflutung, von den Verheißungen des Ablenkens und dem Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen oder etwas zu verpassen. Viele wollen irgendwann einfach nur in Ruhe ruhen. Dass das gar kein so leichtes Unterfangen ist, zeigen die vielen Maßnahmen, die getroffen werden, um das zu erreichen. Der Körper kommt einfach nicht mehr mit, wir verbringen zu viel Zeit in den digitalen Räumen, springen quasi körperlos von Information zu Information, von Inhalten zu Inhalten.

Umso wichtiger scheint es zu werden, die reale Welt so zusammenzubauen, die Schlafumgebung so ausgeklügelt zu gestalten, dass wir wieder (ein)schlafen können. Die Strukturen, die uns dabei helfen sollen, sind analog und digital: Neben dem richtigen Duft oder dem perfekten Kissen werden auch immer häufiger Schlaf-Apps eingesetzt. Wir bauen uns also eine Schlafillusion im Außen, eine künstliche Welt, in welcher der Körper schlafen kann, weil – oder auch obwohl – wir ihm über die Virtualisierung diese Welt genommen haben…“” (Quelle: Hotel der Zukunft)

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Gradonna – ein besonderer Ort

Das Gradonna in Kals war schlichtweg unglaublich, wir verbrachten hier herrliche Urlaubstage und können das Hotel sehr empfehlen, auch mit kleinen Kindern.

Architektur & Landschaft

Man muss einfach “DAS” Gradonna sagen, um der Besonderheit dieses Ortes sprachlich näherzukommen. Ja, es mag als Bauwerk enorm groß anmuten und der Gebäudekomplex ist auch riesig. Durch die Lage oberhalb von Kals wirkt das Hotel noch imposanter, Architektur und Landschaft fügen sich dennoch zu einem harmonischen Gesamtbild. Das Hotel auf über 1.300 m Höhe verfügt über 117 Zimmer, zwölf Suiten und 42 Châlets. Um diese Dimensionen schonend in die Landschaft einzugliedern, wurden die Entwürfe an die Topographie und Vegetation der Umgebung angepasst. Es ist wirklich erstaunlich wie lange das Resort dem Auge verborgen bleibt.

Der Fokus „Natur und Nachhaltigkeit“ ist im ganzen Haus spürbar, die verwendeten Materialien reichen von Fichten- und Zirbenholz über Kalser Marmor bis zu Filzstoffen aus der Region. Tradition neu interpretiert also.

Zimmer & Essen

In den Zimmern haben uns die Nischen begeistert, hier kann man herrlich verweilen und der wilden Natur zusehen – bei unserem Besuch hat es gestürmt und der Nebel legte sich wie ein Schleier über den Berg, bis man nichts mehr gesehen hat. Und dennoch war es behaglich und schön. Wir wurden mit einer Halbpension verwöhnt und seitdem gilt das Essen im Gradonna für uns als neuer Maßstab für andere Halbpensionen in Hotels. Köstliche Speisen, lustige Buffetideen, wie z.B. gesunde Snacks für Wanderungen, die man sich beim Frühstück holen kann, bleiben im Gedächtnis. Der Brotlaib, den man bei der Abreise als Geschenk mitbekommt, tut natürlich auch sein Übriges dazu. Und in diesen Minuten trage ich die Hauspatschen des Hotels und spüre schon wieder die Vorfreude aufkommen, denn bald fahren wir wieder hin.

Eltern und Kinder im Hotel

Unser kleiner Sohn hat den Aufenthalt auch sehr genossen und es ist wieder einmal ein sehr gelungenes Beispiel für ein Hotel, in dem Eltern mit ihren Kindern entspannen und sein können. Die Eltern müssen sich nicht in eine kunterbunte Kinderwelt begeben und werden vom Elterndasein aufgesaugt. Die Kinder wiederum können hier einfach Kinder sein und den Urlaub genießen. Schön ist das.

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Zu Besuch im G’sund & Natur Hotel DIE WASNERIN in Bad Aussee

Bevor unser zweites Kind zur Welt kommt, wollten wir uns noch einen kurze Babymoon gönnen, neudeutsch für Schwangerschaftsurlaub, klingt einfach besser. Entschieden haben wir uns für die Wasnerin in Bad Aussee. Nachdem das G´sund und Natur Hotel gerade mit Auszeichnungen nur so überschüttet wird, war ich besonders gespannt auf das Ambiente des Hotels. Die Reservierung war nur noch telefonisch möglich, ging dafür aber flott vor sich. Nur, dass die Rezeptionistin schnell überfordert war bei der Frage, ob es denn auch Spa-Treatments für Schwangere gäbe. Freundlich aber bestimmt verwies sie mich auf die Spa-Abteilung. Diesen Punkt hätte sie meiner Ansicht nach nicht einfach so aus der Hand geben dürfen, immerhin riskierte sie damit, keine Zusatzangebote zu verkaufen.

Obwohl ich im Vorfeld nichts über die Eigentümerverhältnisse wusste, war uns ganz schnell klar, dass es kein eigentümergeführtes Haus sein konnte. Die Mitarbeiter/innen waren alle höflich, nett, sympathisch und doch konnte man den Druck des Umsatz erzielen Müssens spüren.
Auch bei ein paar anderen Kleinigkeiten waren wir sehr verwundert, z.B. muss man für eine Karaffe Leitungswasser 2,50 Euro bezahlen, wenn man sonst keine Getränke konsumiert und eine Yogaeinheit kostet 5 Euro. Diese Dinge kenne ich in diesen Preiskategorien nur als kostenlosen Service.

Sehr angetan waren wir dagegen von den frisch renovierten Loser-Zimmern (mit Blick auf den Loser), besonders interessant war die Matratze von Regina (Gmunden), zuerst weich und dann passt sie sich schnell dem Körper an und die Festigkeit stellt sich auf den Körper ein. Mäßig begeistert hat mich das Badezimmer, hier gab es nur eine Tür, die entweder Toilette oder Dusche verschloss. Ein nicht völlig ausgereiftes System und die Materialwahl fühlte sich nicht schön und auch nicht neuwertig an.

Mein Lieblingsraum war dagegen der Ruheraum mit der atemberaubenden Aussicht auf die Berge. Die Teestation war allerdings etwas zu heilig für mich, es gab ausschließlich Kräuter und Früchtetee, dabei hätte ich so gerne eine Tasse Grün- oder Schwarztee getrunken. Leider, leider so gesund lebe ich dann halt doch nicht.

Hotel Facts:

Website: http://www.diewasnerin.at/
Preis: ab ca. 124€ pro Person im Doppelzimmer
USP: “auszeiteln”

|Aufenthalt Februar 2017 – Die Wasnerin – Bad Aussee – Österreich|

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Serie: Neulich erlebt – Wie 7, 20 Euro 30 Cent Differenz aufwiegen oder: Empowerment in der Gastronomie

Wie 7, 20 Euro 30 Cent Differenz aufwiegen oder: Empowerment in der Gastronomie

Regina, meine Nachbarin und ich haben kürzlich ein angesagtes Burgerlokal in der Mariahilfer Straße in Wien besucht. Zügig haben wir uns für Speisen und Getränke entschieden. Übersichtlich erschien unsere Bestellung auf einem großen Monitor, inklusive Rechnungsbetrag. Die Differenz zwischen dem Angebot, das groß auf einer Tafel angepriesen wurde und dem tatsächlichen Betrag auf unserer Rechnung wurde dadurch noch augenscheinlicher. Auf Nachfrage, wie denn eine Differenz von 30 Cent zugunsten des Lokals zustande kommen könnte, meinte die Mitarbeiterin zerknirscht, die Registrierkasse wäre noch nicht fertig programmiert. Angebotspreise könnten demnach nicht boniert werden. Wir nickten verständnisvoll und auch ein wenig ratlos und bekamen noch im selben Moment zwei Jetons für hausgemachte Limonaden. Ohne zu zögern hatte uns die freundliche Mitarbeiterin auf zwei Getränke eingeladen.

Empowerment in der Gastronomie:

Empowerment in der Gastronomie par excellence: Die Mitarbeiterin musste niemanden fragen. Sie konnte selbst entscheiden. Wir hatten nicht mal die Chance, negative Gefühle aufkommen zu lassen. Und erhielten ein Geschenk im Gegenwert von 7,20 Euro. Eine großartige Reaktion der Mitarbeiterin und eine großartige Leistung des Managements.

 

Am 1. Mai geht es weiter mit einem Artikel zu Mondpreisen in einem 3-Sterne-Hotel.

Alles Gute,

Barbara Guger

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Neue Serie: Neulich erlebt

Zur Zeit stoße ich laufend auf interessante Geschichten rund um Hotels und Restaurants. Die Kernthemen sind da natürlich Servicequalität und Marketing. Oft mit einem bitteren Beigeschmack, manchmal auch mit überraschend guten Resultaten. Zwischen „Homerun“ und „Debakel“ entscheidet letztendlich der „Moment of Truth“ und die Reaktion der Mitarbeiter.

In meiner neuen Serie möchte ich das Thema anhand eigener Erfahrungen für Sie skizzieren und Sie zugleich ermutigen, mir Ihre Geschichten zu erzählen. Gemeinsam können wir überlegen, wie der Ablauf in Ihrem Betrieb verbessert werden könnte.

Viel Vergnügen beim Lesen, ab morgen 1. April 2017 geht es los!

Barbara Guger

Details im Hotel

Zurück zum Schlüssel

In meinem letzten Beitrag ging es um die Digitalisierung in Hotels und die unterschiedlichsten Möglichkeiten einer Hotel-App für die Gäste. Und während ich noch darüber nachdenke, wie die Entwicklung in der nahen Zukunft wohl aussehen wird, schickt mir mein Freund Hannes einen interessanten Bericht: „Hotel ransomed by hackers as guests locked out of rooms“.

Das „Romantik Seehotel Jägerwirt“ wurde zum wiederholten Mal von Hackern schwerwiegend erpresst. Das interne (und absolut moderne) IT System mit Key Cards, Reservierungssystem und Cash Desk wurde von den Hackern außer Betrieb gesetzt. Den Hotelbetreibern blieb nichts anderes übrig, als auf die Erpressung einzugehen: 1.500 € in Bitcoins waren die Forderung, damit das lahmgelegte Hotel seinen Betrieb wieder aufnehmen konnte. Denn die Erpresser waren nicht auf den Kopf gefallen und haben die Forderung am ersten ausgebuchten Winterwochenende der Skisaison gestellt. 180 Gäste konnten nicht mehr in ihre Zimmer, alle Computer und Systeme ließen sich nicht mehr bedienen und der Ärger war groß. Es blieb dem Hotel also nichts anderes übrig, als zu bezahlen. Versicherung und Polizei konnten da auch nicht helfen. Nachdem das Hotel nun schon zum dritten Mal von Hackern angegriffen worden ist und trotz neuester Technik und Sicherheitsupdates hat sich das Management entschlossen, wieder auf die guten alten Schlüssel umzurüsten.

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Das Badezimmer – ein privater Raum!?

Vor circa 50 Jahren sind in unseren Breitengraden Badezimmer zum flächendeckenden Massenphänomen geworden. Endlich war der Traum vom privaten, abschließbaren Rückzugsort Wirklichkeit geworden. Ein Ort der Hygiene, aber auch der Entspannung, hier kann man alles draußen lassen und einen Moment lang ganz für sich alleine sein. Das Bad ist Privatheit pur. Obwohl objektiv betrachtet ist das Badezimmer meist gar kein gemütlicher Raum, oft viel zu klein und zu steril. Doch liebt man die Minuten hier allein.

Nun blüht dem Bad jedoch dasselbe Schicksal wie einst der Küche. Beiden Räumen werden mehr und mehr die Grenzen entzogen. Die Küche wird ins Wohnzimmer integriert, es entsteht die Wohnküche. Das Badezimmer wird zum Schlafzimmer hinzugefügt und bekommt den passenden Titel „Master Bedroom & Bath“ verliehen. Designer Philippe Starck entwickelte in den achtziger Jahren die freistehende Badewanne und die Sehnsucht nach dem offenen wohlgestalteten Raum rund um den modernen Waschzuber war geweckt. Endlich war das Badezimmer auch zum Wohnraum herangereift.

Das Badezimmer ein Sehnsuchtsort

Stunning modern bathroom with panoramic wrap around view windows overlooking a tranquil winter lake and a freestanding boat-shaped tub surrounded by burning candles, 3d rendering corner perspective

© Fotolia

Heute ist es in vielen Hotelzimmern schon Realität, da steht die Badewanne direkt neben dem Bett. Ein Sehnsuchtsort der Gäste und beliebtestes Fotomotiv der Hoteliers. In jedem eleganten Hotel darf ein Zimmer mit einer freistehenden Badewanne nicht fehlen und oft ist diese Wanne auch nur der Hingucker fürs Marketing. Schaut man jedoch genauer hin, wird dieser Luxus wenig genutzt. Auch gläserne Bäder sind en vogue, doch oft nicht zur Freude der Gäste und Reinigungskräfte. Keine Frage, es ist schön anzusehen und lässt sich gut auf Werbebildern verkaufen. In Wahrheit aber sind die Gäste oft unglücklich mit der neuen Freizügigkeit. Woher kommt das? Ich könnte mir vorstellen, dass Urlaub und Reisen für viele Gäste immer auch eine Ausnahmesituation darstellen. Man ist mit Partner/in/Kindern auf engem Raum meist durchgehend zusammen und dann wird einem auch noch dieser letzte Rückzugsort genommen. Man beobachtet und wird beobachtet.

Für mich sind es also folgende Aspekte, die Gäste als störend empfinden:

1)      Das Bad ist der Ort, an dem wir uns unserem Körper widmen. Und mal ehrlich, möchte ich wirklich vor meinem Partner die Nasenhaare trimmen oder selbst zum unfreiwilligen Zuschauer werden?

2)      Das Bad ist also ein Rückzugsort. Hier kann man seinen Gefühlen freien Lauf lassen, einmal für sich sein, vielleicht heulen, mal kräftig durchatmen oder ein vergnügtes Liedchen trällern. Kurz einfach mal sein.

3)      Teilt man sein Zimmer mit einer nicht eng vertrauten Person, möchte man zumindest im Badezimmer gerne seine Intimsphäre wahren.

Interessant war auch in meiner Forschung zu beobachten, wie genau und detailliert Hotelgäste Bäder beschreiben. Ein Bad wird nicht als Ergänzung zum Zimmer betrachtet, sondern erhält ganz eine gesonderte Aufmerksamkeit und detaillierte Beschreibung.

Beim Badezimmer gehen die Wogen also hoch. Design und Funktion wollen oft nicht Hand in Hand gehen. Die Vorstellungen der Designer/innen, wie innig und vertraut zwei Gäste im Umgang miteinander ihre Körperpflegerituale teilen sollen, stehen quer zur Realität. Die Hoteliers wissen zum Glück schon um dieses Phänomen Bescheid: Umso erheiternder zu sehen, wenn es in der Suite neben der freistehenden Badewanne fürs Foto dann auch noch ein separates Badezimmer mit Dusche und/oder Wanne gibt.

 

Wie stehen Sie dazu? Lieber Badezimmer zum Abschließen oder offenes Terrain?

 

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GASTSERIE VON NINA HINTRINGER: Hotelcharakter

Heben Sie hervor, was Ihr Hotel von anderen unterscheidet

Denken Sie einmal aus Sicht Ihrer Kunden über einen typischen Buchungsvorgang nach. Nach einer Studie von Google beginnen heutzutage 72% aller Kaufentscheidungen am mobilen Endgerät, also auf dem Smartphone oder dem Tablet. In der Regel steht die Wunschdestination fest und man sucht nach einem Hotel. Google und Co. leiten einen schnell zu einschlägigen Vergleichsportalen weiter und dort scannt man die Angebote. Die Aufmerksamkeit, die ein Kunde einem einzelnen Angebot hier schenkt ist sehr gering. Das erste Bild (denn Texte erhalten weniger Aufmerksamkeit) muss also in gewisser Weise bereits überzeugen. Dann klickt der Kunde auf Ihren Eintrag und will sich ein Bild über das Angebot machen. Wie trifft er seine Entscheidung?

An erster Stelle werden die meisten nun den Preis nennen. Das stimmt mit Sicherheit für eine gewisse Klientel, bis auch diese leidlich erkennen wird, dass man für kaum Geld auch kaum Service bekommt. Wer einmal auf einer miserablen Matratze oder im abgewohnten Zimmer schlafen musste, wird beim nächsten Mal hoffentlich daraus gelernt haben.

Dann aber gibt es die wohl aus Betreibersicht wesentlich lukrativere Klientel, die über das nötige Kapital verfügt und sich einfach nur ein paar Tage lang wohlfühlen will. In der heutigen Zeit tendiert man dazu, kürzer aber intensiver zu urlauben, daher ist der Preis nicht wirklich das ausschlaggebende Kriterium.

Der Hotelcharakter entscheidet

Was kann aber dann dazu führen, dass ein Kunde ein Hotel einem anderen vorzieht? Wenn man einige Zeit darüber nachdenkt, wird man erkennen, dass der Charakter eines Hauses den Ausschlag gibt. Was sind die Besonderheiten, die ein Hotel ausmachen? Was sind die Eigenheiten und Spezialitäten? Was macht Sie unverkennbar und unvergleichlich? Das sind die Punkte die Sie hervorheben sollten und diese Punkte müssen mit jedem Bestandteil der Kommunikation zum Kunden transportiert werden. Großunternehmen nennen dies „Corporate Communication“, dabei wird definiert, wie und was an den Kunden kommuniziert wird. Was macht das Unternehmen aus und was will es darstellen? Genau dies muss herausgearbeitet und dargestellt werden.

Einige Beispiele dazu: in einer touristischen Hochburg ein Haus mit einem großen, liebevoll gepflegten Garten zu betreiben kann ausreichen, um sich als Gartenhotel einer speziellen Klientel zu präsentieren, die diesen Luxus zu Hause eventuell nicht in dieser Form hat und diesen daher hier in vollen Zügen geniessen möchte. Ein Outdoorpool, schattige und sonnige Plätze zur Erholung, ein Café, was braucht es mehr, um die Natur zu genießen?

Ein anderes Konzept: Luxus bereits beim ersten Schritt ins Hotel vermitteln. Hier wird sich gekümmert, man kann einmal alles abgeben, muss sich um nichts umsehen. Wohin man auch geht, man kann sich verwöhnen lassen. Überall begleitet vom Lichtkonzept, in welchem sich das Logo des Hotels wieder findet – Branding auf höchstem Niveau. Wenn Sie zusätzliche Angebot bieten, wie zB eine Vinothek oder ein Geschäft, wie zB einen im Hotel befindlichen Trachtenladen, dann präsentieren Sie diese Besonderheiten, dadurch wecken Sie Aufmerksamkeit und heben sich von der Konkurrenz ab.

Den Charakter Ihres Hauses gilt es nun in Bildern einzufangen. Der Kunde will wissen worauf er sich einlässt und er kann am einfachsten ein Gefühl dafür bekommen worin er investiert, wenn er sich einen bildlichen Eindruck vom Angebot verschaffen kann. Daher werden die Bilder auf Hotel-Webseiten und Portalen auch überdurchschnittlich oft betrachtet.

Den Hotelcharakter einfangen

Diese Bilder müssen das Konzept und den Charakter des Hotels transportieren. Sie müssen zeigen was den Kunden erwartet, was möglich ist, auch wenn er das gesamte Angebot während seines Aufenthalts gar nicht nutzen wird können. Aber so bleibt immer noch etwas offen, etwas das beim nächsten Besuch erlebt werden kann. Und schon haben wir ihn, den Stammkunden, der einmal überzeugt und begierig danach ist, das bisher noch nicht Ausprobierte und Erlebte dann beim nächsten Besuch zu geniessen oder aber einfach wie beim letzten Mal zu entspannen.


Nina & Phil bieten Ihnen Bilder, die genau dazu im Stande sind – sie fangen den Charakter Ihres Hotels in Bildern ein und legen dabei sehr großen Wert auf Detailaufnahmen, welche die Stärken und Besonderheiten Ihres Hotels hervorheben. Mit einer Bildsprache die Professionalität und Emotionen ausstrahlt, schaffen Sie es, genau diese Bedürfnisse bei Ihren Kunden zu wecken!

Nina Hintringer Photography
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Münchner Strasse 15
6130 Schwaz

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Hotel Cort – Palma von der schönsten Seite

Die Krönung kam am Ende unserer Mallorca-Reise: das Hotel Cort in Palma. Nach der kaum kinderfreundlichen Finca Sa Garriga waren wir sehr gespannt auf das Boutiquehotel Cort im Zentrum der Inselhauptstadt. Eventuell könnte es mit Kleinkind doch schwierig werden, befürchteten wir. Falsch gedacht, es war perfekt. Unser Sohn wurde herzlich begrüßt und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen freuten sich über den kleinen Gast. Innerhalb weniger Stunden wurde er namentlich begrüßt und liebevoll umsorgt.

Kuschelparadies

Obwohl es ein himmlisches Boutiquehotel ist, gehören auch Kinder zum Stammpublikum. Höhepunkt unseres Aufenthalts war der Moment, als unser Sohn das große Bett mit sechs Kissen sah – mit einem Sprung segelte er quietschvergnügt ins Kuschelparadies. Alles war entspannt, ein rundum schöner und gelungener Aufenthalt.

Kein Feuer, das nicht brennt

In Erinnerung bleibt uns auch auf jeden Fall der Kamin in unserem Zimmer mit LED-Brennholz. Ein Knips und schon flackert das scheinbar brennende Holz – das zu unserer großen Überraschung täuschend echt aussieht. Zugegeben, etwas dubios zwar, aber doch gemütlich. Insgesamt ist das Interior vom Feinsten: Skandinavischer Minimalismus trifft auf mediterrane Gemütlichkeit. Als Verwöhnprogramm für die Haut gibt’s Molton Brown Beauty-Produkte.

Cort auf der Zunge

Der Gaumen darf sich ebenfalls freuen, denn das Frühstück wird serviert und hier stehen noch Köstlichkeiten wie Eier Benedict auf der Karte. Himmel in Palma. Im Preis inbegriffen ist das gesamte Frühstücksangebot und die Auswahl ist groß und exzellent, so wie auch das Restaurant selbst.

Stiege und Lift

Einziger Kritikpunkt ist die Parksituation, wir konnten nur in einer der umliegenden Parkgaragen parken und mussten das Gepäck samt Kind und Kegel über Stiegen hinauf zum Hotel schleppen. Nicht die komfortabelste Art zu Reisen, belohnt wird man dafür mit bester Altstadtlage. Im Vorfeld sollte man sich allerdings genauer über die Parkmöglichkeiten und Wege zum Hotel mit Liftanbindung informieren. Der Weg zurück zur Garage ging dann schon viel leichter. Hoffentlich kommen wir bald wieder und können noch oft nach den besten Wegen Ausschau halten.

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Gastserie von Nina Hintringer: Hotelfotografie – Genusswelt

Genusswelt:  Food- & Wellness Fotografie für die Hotellerie

In einer immer schnelllebigeren Zeit spielt Genuss und Wellness eine immer grössere Rolle. Gerade deshalb ist es auch besonders wichtig, tolles Essen kunstvoll in Szene zu setzen, damit dem potentiellen Gast bereits beim Stöbern auf der Webseite das Wasser im Mund zusammenläuft. Der Gast soll bereits beim Anblick der ersten Bilder im Katalog oder auf der Webseite das grosse Bedürfnis verspüren, die vom Sternekoch meisterhaft angerichteten Speisen unbedingt geniessen zu wollen.

Frisch, saftig, fruchtig und knackig sprechen unseren Magen an

Frisch, saftig, fruchtig und knackig sollen die Gerichte aussehen und unserer Meinung nach darf es sowohl etwas Saisonales, Regionales, Traditionelles als auch Besonderes sein. Lassen sie dem Koch freien Lauf und zeigen Sie Speisen, die zu Ihrem Hotelstil und Ambiente passen. Eine geschmackvoll angerichtete Brettljause passt wunderbar zu einem Hotel mit viel Holzflair, so wie luxuriöse Feinschmeckermenüs, deren Präsentationen an Kunstwerke erinnern, perfekt zu erstklassigen Sternenhäusern passen. Aber selbstverständlich schliesst das eine das andere nicht aus, auf das Anrichten und das Inszenieren kommt es an, denn selbst eine einfache Gemüselasagne kann dermassen genussvoll angerichtet werden, dass einem bereits beim Ansehen der Bilder der Magen zu knurren beginnt.

Das Auge isst mit

Wie schon ein Sprichwort sagt „Das Auge isst mit“, ist es gerade auch in der Hotellerie besonders wichtig, die ausgezeichneten und extravaganten Köstlichkeiten angemessen zu fotografieren, um die Spezialitäten des jeweiligen Hauses in den unterschiedlichen Marketingkanälen präsentieren zu können.

©Nina Hintringer

Wellness ist mehr als eine Sauna, zeigen Sie die Genusswelt drumherum

Besonders in der modernen Hotellerie werden Wellnessbereiche immer aufwändiger geplant und umgesetzt. Eine einfache Sauna und ein Dampfbad reichen schon lange nicht mehr aus, um den Gast zu begeistern. Extravagante Umsetzungen, raffinierte Lösungen und architektonische Highlights sind heute gefragt. Dafür werden hohe Summen investiert und auch die laufenden Kosten dieser Anlagen sind durchaus nennenswert. Umso wichtiger ist es, dass diese Anlagen nicht nur indirekt durch Kundenzufriedenheit, sondern auch direkt zu Mehreinnahmen führen. Wird ein Wellnessbereich mit seinen Zusatzangeboten wie Massagen, Kosmetik und Co. ansprechend beworben, kann dies zu genau diesen nennenswerten Mehreinnahme führen.

Daher ist es wichtig, Wellnessbereiche sowie das gesamte Drumherum – inklusive der verwendeten, hochwertigen Produkte für Masken, Hot-Stone-Massagen, etc. – zu präsentieren. Man muss sich bereits beim Anblick richtig wohl fühlen, Vertrauen aufbauen und die Entspannung und Ruhe förmlich spüren können. Auch hier muss man das Bedürfnis des Kunden wecken, sich eine besondere Behandlung zu gönnen. Je mehr Kunden Sie überzeugen, umso schneller amortisieren sich die Investitionskosten.

©Nina Hintringer

Nächste Woche geht es weiter – Hotelfotografie: „Zeigen Sie Charakter“: Eigenheiten/Spezialitäten/Konzepte in Szene setzen


Nina & Phil bieten Ihnen Bilder, die genau dazu im Stande sind – sie fangen den Charakter Ihres Hotels in Bildern ein und legen dabei sehr großen Wert auf Detailaufnahmen, welche die Stärken und Besonderheiten Ihres Hotels hervorheben. Mit einer Bildsprache die Professionalität und Emotionen ausstrahlt, schaffen Sie es, genau diese Bedürfnisse bei Ihren Kunden zu wecken!

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Tel: +43 (0)720 510 395
Mail: office@ninahintringer.com
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Gastartikel von Nina Hintringer: Hotelfotografie & Details

Versetzen Sie sich einmal in Ihre Kunden – was bleibt einem Besucher Ihres Hotels in Erinnerung? Was hinterlässt am Ende den bleibenden Eindruck? Was bringt ihn dazu wieder zu Ihnen zu kommen und nicht ein anderes Hotel zu buchen?

Es werden am Ende die Details sein, die den Unterschied machen, die zwei ansonsten eventuell aufgrund der Ausstattung vergleichbare Hotels auf einmal vollkommen unterschiedlich wirken lassen. Hier zeigt sich der Charakter des Hoteliers, das Herzblut, die Liebe zum Beruf und eben zum Detail.

Zeigen Sie Liebe zum Detail

Details machen den Unterschied, denn hier zeigt sich Sorgfalt, Stil und perfekte Gestaltung

©Nina Hintringer

Ein gewisser Komfort und Luxus wird je nach Hotelkategorie natürlich bereits vorausgesetzt, hier ist man also prinzipiell sehr vergleichbar. Der Charakter eines Hauses ergibt sich aber nicht aus der Erfüllung von Vorgaben, um eine gewisse Kategorisierung zu erreichen, sondern aus der Art und Weise der Umsetzung, der eigenen Interpretation, der Geschichte des Hauses, der Entstehung des Baus, der Verwendung von speziellen Materialien und den Herausforderungen, die sich durch laufende Adaptionen ergeben.

Wie man Emotionen weckt

Vorgaben und eine Standardumsetzung wecken keine Emotionen beim Kunden. Intelligente Umsetzungen, clevere Lösungen und liebevolle Details allerdings schon. Der erste Kontakt mit Rezeption oder Hotelpage, der erste Eindruck beim Betreten des Hauses, der Weg zum eigentlichen Zimmer – all diese Punkte sind extrem wichtig. Das Sprichwort „ You never get a second chance to make the first Impression” stimmt einfach auch gerade in dieser Branche! Zimmer in unterschiedlichen Stilen und dennoch charakteristisch für die jeweilige Gegend sorgen für eine gewisse Abwechslung und immer wieder neue Aha-Erlebnisse der Gäste. In allgemeinen Bereichen wie der Lounge, dem Restaurant aber auch dem Wellness-Bereich ziehen Sie Ihr Thema und ihre Materialien dann konsequent durch und sorgen so vom ersten bis zum letzten Moment für ein einheitliches Feeling.

©Nina Hintringer

Die Vorteile von professioneller Hotelfotografie

Wie transportieren Sie nun all diese Mühe, die Sie im Vorfeld investiert haben, an potentielle Kunden, die Ihr Haus noch nicht persönlich kennen? Genau diese Möglichkeit bietet professionelle Hotelfotografie – Sie wecken Emotionen, zeigen die Besonderheiten, eben die liebevollen Details, das Einzigartige Ihres Hauses. Bilder sollten generell ein wesentlicher Bestandteil aller Ihrer Kommunikationsmedien sein, denn Bilder schaffen es Bedürfnisse zu wecken! Die meisten Kunden buchen heute aufgrund eines gewonnenen Eindrucks im Katalog, Prospekt oder auf einer Webseite. Dieser Eindruck muss einzigartig sein und Sie und Ihr Angebot hervorheben. Die Kunden müssen sich danach sehnen, endlich einen Urlaub bei Ihnen erleben zu dürfen – werden die gesetzten Erwartungen dann noch erfüllt und schaffen Sie es Ihre Gäste dort und da noch positiv zu überraschen, so ist dies der beste Grundstein für zufriedene Stammkunden.

Nächste Woche geht es weiter –  Hotelfotografie: „Genusswelt“ – Food-Fotografie für Hotellerie und Wellness-Bereiche


Nina & Phil bieten Ihnen Bilder, die genau dazu im Stande sind – sie fangen den Charakter Ihres Hotels in Bildern ein und legen dabei sehr großen Wert auf Detailaufnahmen, welche die Stärken und Besonderheiten Ihres Hotels hervorheben. Mit einer Bildsprache die Professionalität und Emotionen ausstrahlt, schaffen Sie es, genau diese Bedürfnisse bei Ihren Kunden zu wecken!

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Details im Hotel

Frühstücksfotografie

Ist es Ihnen auch aufgefallen, in den letzten Jahren werden Frühstückstische immer von oben fotografiert. So auch unser Bild vom Frühstückstisch im Majeka House in Südafrika.

Majeka House_Stellenbosch_RosaPfeffer (31)

Und hier der Vergleich: Frontal sieht es einfach nicht so appetitlich aus.

Majeka House_Stellenbosch_RosaPfeffer (30)

 

Fotografie

Nachdem Fotografie auf RosaPfeffer und in meiner Arbeit ein wichtiges Thema ist, ich aber keine Fotografin bin, habe ich Nina Hintringer eingeladen, eine Gastserie zum Thema Hotelfotografie zu verfassen. Bereits vor einigen Jahren hatte ich die Freude mit Nina zusammenzuarbeiten und schon damals ist ein sensationelles Ergebnis zustande gekommen. Gemeinsam mit ihrem Mann Phil betreibt sie “Nina Hintringer Photography“. Die beiden leben und arbeiten zwar in Tirol (Österreich), aber die Aufträge kommen von der ganzen Welt, Reisen gehört praktisch zu ihrem Beruf.
Was ich besonders an Nina und Phil schätze, ist ihre Neugierde. Häufig treten sie selbst vor die Linse und lassen sich von anderen Fotografen ablichten. Dieser Perspektivenwechsel und ihre Freunde an der Fotografie ist auf jedem ihrer Bilder spürbar.

 

NinaPhil

Ihr erster Artikel über Hotelfotografie & Details geht am Montag, den 11. Juli 2016 online.
Viel Freude beim Lesen der Gastserie wünscht,
Barbara Guger

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Hotel Predi Son Jaumell in Mallorca – ein Hotelparadies für Groß und Klein in Mallorca

 

Mallorca – schöne Insel mit erlesenen Hotels – so lassen sich unsere zehn Tage in Mallorca beschreiben. Den Anfang machte das Hotel Predi Son Jaumell. Anmutig in seiner Schönheit fügt sich das altmallorquinische Landgut, ein Possessió aus dem 17. Jahrhundert, in die Landschaft. Das Predi Son Jaumell in Capdepera verfügt über 24 Suiten in unterschiedlichen Stilrichtungen mit Blick auf das umliegende Land und die gleichnamige, mittelalterliche Burg.

4 Hoteliers erfüllen sich einen Traum

Zu neuem Glanz verhalfen vier mallorquinische Hoteliers dem frühneuzeitlichen Kleinod. Ganz konträr zu ihren großen Hotels, erfüllten sich die Betreiber den Traum eines kleinen, feinen und gediegenen Fincahotels und leisteten so auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des architektonischen Erbes des Prei Son Jaumell. Mallorquinische Flechtkörbe finden sich überall als rustikale Gestaltungselemente und alleine dieses kleine Detail vermittelt die Verbundenheit mit der Insel. Meine Gratulation zu diesem tollen Projekt! Die unterschiedlichen Vorstellungen von mehreren Köchen haben hier den Brei nicht verdorben im Gegenteil, es ist noch die Extraportion Würze hinzugekommen.

Hotels & Technik

Kritikpunkt ist allerdings das Beleuchtungskonzept, hier wollte man zu viel des Guten und dachte, die Technik kann das Verhalten der Menschen vorhersehen. Öffnet man die Zimmertür, geht automatisch das Licht an. Verlässt man das Zimmer, geht das Licht aus. So weit so gut, doch möchte man eine bestimmte Lampe ein- oder ausschalten, muss man sich zunächst durch die Voreinstellung des Schalters klicken.  Auch nach vier Tagen haben wir das komplexe Lichtsystem noch nicht durchschaut.

Das komplizierte Beleuchtungskonzept hat letztlich aber auch zu vielen lustigen Erlebnissen geführt: Einmal saß ich mit unserem Sohn in der Badewanne und mein Mann holte kurz etwas aus dem Auto. Er verließ das Zimmer und kaum hatte er die Türe geschlossen, saßen wir im Dunkeln. Es war stockfinster und der Whirlpool blubbert – mein Sohn wurde stumm wie ein Fisch – wir lauschten in die Dunkelheit und mussten geduldig abwarten. Ein andermal schliefen wir schon tief und fest und plötzlich ging das Licht an und holte uns aus unseren Träumen.

Technische Spielereien sind zwar ganz nett, aber ich mache häufig die Erfahrung (besonders in Hotels), dass die verschiedenen Bedürfnisse der vielen, vielen, vielen unterschiedlichsten Gäste einfach nicht abgebildet werden können.

Und möchte man ganz kritisch sein, ist auch die WC-Lösung suboptimal. Das WC ist lediglich durch satiniertes Glas abgegrenzt und nach oben hin offen, Geräusche und Gerüche sind somit im Zimmer inklusive.

Gastronomie des Hauses

Das Predi Son Jaumell wurde auf der ganzen Insel bekannt durch sein ausgezeichnetes Restaurant von Andreu Genestra. Wir haben zwar nur das Bistro probiert, denn mit unserem kleinen Rabauken fanden wir nicht die Ruhe für dieses außergewöhnliche Esserlebnis. Schade, aber für alle, die es probieren möchten – eine Reservierung ist Pflicht, auch für Hotelgäste! Doch selbst das Bistro des Hotels können wir wärmstens empfehlen.

Das Frühstück war solide, alles da, aber irgendetwas hat für die Kategorie gefehlt. Vielleicht lag es an der mittelmäßigen Brotqualität.

Kinder willkommen

Apropos Kinder, das Hotel war nicht von Beginn an auf Kinder ausgerichtet, man rechnete einfach nicht damit, dass Familien hierher kommen würden. Doch genau das Gegenteil ist passiert, es kommen viele Kinder mit ihren Eltern und gerade die Kleinen lieben das Haus. Diese Herzlichkeit kommt auch vom Hoteldirektor und den Mitarbeiterinnen. Man spürt, dass Kinder willkommen sind. Allerdings wie ich in den Bewertungen lesen konnte, sind manche Gäste nicht mit den Kindern zufrieden. Schade.

Räume zum Sein

Die umwerfende Gestaltung des Landsitzes, angefangen von den Gärten, dem Poolbereich, den Restaurants und Zimmern bis hin zu den unzähligen kleinen öffentlichen Bereichen, wo man entspannt genießen und lesen kann, bietet Ruhe und Erholung. Diese Bereiche außerhalb der Zimmer liegen mir immer besonders am Herzen, da entsteht ein Gefühl von Großzügigkeit und Gemütlichkeit.

Details im Hotel

Personal Pricing – wer einen Apple benutzt zahlt mehr

“Ein Flug kostet, mit einem Apple-Computer gebucht, oft mehr, als derselbe Flug, der mit einem Windows-Gerät gekauft wurde. Auch das Surfverhalten kann einen Flug oder ein Hotel für manche User teurer werden lassen. “Personal Pricing” heißt diese umstrittene Methode der Onlinehändler. Auf Basis von persönlichen Daten, die im Hintergrund gesammelt werden, können Konzerne für ein und dasselbe Produkt unterschiedliche Preise verlangen.” (Quelle: orf.at)

Der Traum jedes Yield Managers, jeder Kunde bezahlt seinen eigenen, persönlichen (maximal) Preis.

Und natürlich weiß man viel über die Kunden, z.B. Shoppingpräferenzen, Geldausgabebereitsschaft für unterschiedliche Produkte und psychologische Aspekte wie z.B. wenn man am Smartphone etwas sucht, dann kauft man schneller als am PC. Am PC vergleichen Kunden Preise und vor dem großen Bildschirm hat man auch mehr Kontrolle über den Kaufimpuls.  Dementsprechend steigen die Preise am Smartphone  rasanter.  Der Kreislauf beginnt: Bei steigenden Preisen wird schneller zugeschlagen, man will ja nicht auf der Verliererseite stehen.
Als cleverer Konsument löscht man die Cookies und den Browserverlauf, bevor man etwas kauft, dann normalisiert sich alles wieder und das Preisspiel beginnt von vorne.

Personal Pricing und Vertrauen

Strategisch mag es ein lustiges und anspruchsvolles Spiel sein und einige Menschen verdienen viel Geld damit, solche Produkte ihren Firmenkunden zu verkaufen. Doch unser Wirtschaftssystem hat sich vor allem im Tourismus geändert. Die Sharing Economy überrollt gerade alte Regeln und bricht vieles auf. Eines ist ganz klar, das Vertrauen der Gäste gewinnt man mit diesen Preisspielen nicht.

Zuerst abgezockt bis zum Maximalpreis und dann Freund bei Facebook. Kann das funktionieren?

Im Hotel wird der Gast verwöhnt und verhätschelt, sie/er soll den Eindruck einer Freundschaft haben und wenn sie/er nach Hause fährt soll sie/er auf TripAdvisor und Co, sowie offline Werbung (die gute alte Mundpropaganda) machen. Aber was passiert am Hotelpool, man unterhält sich locker mit anderen Gästen – man möchte ja die Gemeinschaft erleben und plötzlich stellt sich heraus, oh, mein Zimmer war doppelt so teuer wie das von Gast B, aufgrund des Apples Endgeräts oder des gekauften Birkin Bags. Wo ist dann die Beziehung zwischen Gast und Hotel geblieben? Wer lässt sich gerne über den Tisch ziehen?
Zufriedene Hotelgäste sind und bleiben die beste Werbung.

(© Fotolia)

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Buchpräsentation „Hotel der Zukunft – Das empathische Hotel“

Eine spannende Buchpräsentation steht bevor, das Zukunftsinstitut Österreich und der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer präsentieren das neue Buch: Hotel der Zukunft – Das empathische Hotel.

Anmeldung bis heute möglich:

“Buchpräsentation „Hotel der Zukunft – Das empathische Hotel“

Donnerstag, 31.3.2016 WKO Sky Lounge
Wiedner Hauptstraße 63 | 1045 Wien Einlass 18:00 Uhr | Beginn 19:00 Uhr

Eröffnung Martha Schultz, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich
LAbg. Siegfried Egger, Obmann Fachverband Hotellerie Statements Partner der Service- und Partnerplattform „Hotel der Zukunft“ Key Note der Autoren Harry Gatterer und Christiane Varga, Zukunftsinstitut Österreich Moderation Matthias Koch, Geschäftsführer Fachverband Hotelleriemehr erfahren

Inhaltsangabe: Das empathische Hotel:

In Zukunft geht es immer mehr darum, vermeintliche Paradoxien zusammenzudenken: Das Streben nach Individualität und Gemeinschaft. Das Verlangen nach Abgrenzung und Zusammengehörigkeit. Nach Neuem in der Nähe und Bekanntem in der Ferne. Das erfordert mehr denn je die Fähigkeit und Bereitschaft, die Gedanken und Motive meines Gegenübers zu erkennen und zu verstehen. Es erfordert Empathie.

Was bedeutet das für die Hotellerie? Eine nie dagewesene Chance, neue Spielarten von Begegnung in der multi-mobilen Optionswelt unserer Zeit zu schaffen und so das anspruchsvolle Reisepublikum zu begeistern, zu überraschen, ja vielleicht sogar zu rühren. Mit einem empathischen Hotel.” Unter folgendem Link finden Sie einen Download der Broschüre: www.hotelderzukunft.at.

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Der Design-Geheimtipp in Wien: Das Hotel Beethoven

Seit Jahren lebe ich jetzt schon in Wien, doch mein Entdeckerinnenherz verschlägt mich immer wieder in unbekannte Ecken und neue Betten. Denn ganz besonders gerne übernachte ich in Wiener Hotels, diesmal im Hotel Beethoven. So quasi Ferien in der eigenen Stadt.

Das Hotel Beethoven: Hinter historischen Mauern liegt eine sinnliche Zauberwelt.

Barbara Ludwig, das Herz und die Seele des Hotels, renoviert mit viel Liebe zum Detail seit Jahren das Haus in der Papagenogasse im 6. Wiener Gemeindebezirk. Ursprünglich ein Bordell, trachtet sie danach, ebendiese Sinnlichkeit in die neu ausgestatteten Zimmer zu transportieren.

Wir haben in einem der Zimmer im 6. Stock, der obersten Etage, mit Blick über die Dächer der Stadt genächtigt. In den Räumen wird viel mit gewagten Farbkombinationen, mit ausgefallenen Materialien und tollen Tapeten gearbeitet. Diese sind auch von der Haptik sehr aufregend, also nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein Hingreifer.

Das Design im 6. Stock stammt von der Firma Quas.

Bilder und Informationen zur Renovierung des 5. Stocks finden Sie hier.

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Klopapier – die Rolle im Leben

Kürzlich erzählte mir ein Bekannter, für den Reisen praktisch zum Beruf gehört, er hätte nun endlich das perfekte Hotel gefunden. Alles was ihm gefällt, vereint dieses Haus und er war überschäumend begeistert. Man muss dazusagen, er arbeitet als Pharmareferent und bereist jede Woche ein anderes Hotel. Doch auch diese eine langersehnte Wohlfühloase hat einen Haken., Sie wissen bereits was jetzt kommt, genau: Das Klopapier.

Und trotz Lobeshymnen auf das Grazer Hotel, blieb ihm das Toilettenpapier nachhaltig in schlechter Erinnerung. Es war, wie soll man sagen, zu dünn, zu minderwertig.

Er hätte sich 4-lagiges Klopapier erwartet. Obwohl die Vielschichtigkeit in Österreich sogar bis zu 5-Lagen bereithält, was gar nicht so selbstverständlich ist, wie einige Nachforschungen ergeben haben.

A roll of white toilet paper hanging on a chrome toilet roll holder on an isolated white textured background

(© Fotolia)

Diese Geschichte lässt mich nicht mehr los, da ich vor Jahren einen Beitrag in Ö1 gehört habe über “Die Rolle im Leben – das Klopapier” und mir vorher die Bedeutung dieses Themas völlig (wirklich völlig) entgangen ist. Das ließ mein Forscherinnenherz gleich höherschlagen und ich machte daraus ein Experiment. Ich erwarb von jeder Sorte Klopapier eine Packung (ca. 20 Packungen), stapelte die Rollen übereinander und erhielt eine Wand aus Toilettenpapier. Das Angebot ist schier endlos und so auch die Qualitätsunterschiede.  Unsere Gäste lachten sich krumm, aber jeder berichtete über seine Präferenzen.

 

Erkenntnisse von Ö1 zum Klopapier:

  • Die Erfindung geht zurück auf den Kaiser von China. Bei uns gibt es WC-Papier seit den 1920 Jahren im Handel, vorher verwendete man alte Zeitungen, Lappen und was sonst noch so zur Hand war.
  • Klopapier ist ein Indikator des Fortschritts: Je höher der Lebensstandard, desto besser wird das Klopapier. Man kann es bei Reisen gut beobachten, in ärmeren Ländern ist das WC-Papier unangenehmer, als in höher entwickelten Ländern. In Frankreich ist es Kult, nirgends ist es weicher.
  • Unterscheidungskriterien sind die Lagigkeit (bis 5-Lagen in Österreich, bis 6-Lagen in Frankreich), Duft, Weichheit vs Festigkeit, Bleichung (ungebleicht oder weiß gebleicht), Taktilität.
  • Tricks aus der Werbung: Klopapier zu verkaufen ist nicht einfach , denn man darf nicht offen darüber sprechen. So haben findige Mareketer das Thema mit Kindern oder Tieren aufbereitet. Die emotionale Botschaft lautet Fürsorge und Schutz – im Marketing geht man sogar soweit, dass der Kauf des Toilettenpapiers die Liebe zur Familie ausdrückt. (Wer also beim nächsten Familienbesuch nur noch 2-lagiges Papier vorfindet, sollte vielleicht vorgewarnt sein.)
  • Die Rolle unseres Lebens wird auch den Jahreszeiten mit Motiven und Düften angepasst. Vielleicht kennen Sie das Eulen-Klopapier von DM im Herbst?
  • Übrigens wird Qualität über die Farbe “Weiß” kommuniziert.
  • Und beim Wischen gibt es zwei „Glaubensrichtungen“: Knüller und Falter. In Österreich sind wir Falter. Im angloamerikanischen Raum wird geknüllt.
  • In Indien wird nur die linke Hand zum Toilettengang verwendet. Würden Indien und China auf Klopapier umsteigen, gäbe es im Nu keine Wälder mehr.

Sie sehen, man kann Romane über WC-Papier verfassen.

Und was hat das alles mit Hotels zu tun? In Hotels faltet, prägt oder klebt man Klopapier, um die Sauberkeit zu demonstrieren – quasi die Putzfrau war die letzte Person in diesem Raum vor dir. Es ist ein gerne verwendetes Beispiel für Service-Design, die Serviceleistungen sichtbar machen soll. Hier könnte man noch einen Schritt weitergehen und mehr über die Qualität des Papiers nachdenken.

buntes toilettenpapier

(Bild: RENOVA colors, the sexiest paper on earth)

Mein einprägsamstes Klopapier-Hotel-Erlebnis war übrigens in Lissabon, das Hotel stellte sonnengelbes Papier auf einer schwarzen Rolle zur Verfügung. Ich war dermaßen begeistert, dass ich ein Lissabon-Souvenir der etwas anderen Art mit nach Hause gebracht habe.

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neues Hotelkonzept oder Motel One in Bunt?= Hilton Tru

Budget Design Hotel ist zur Zeit beliebtes Hotelkonzept, nach dem Erfolg von Motel One wollen alle mitnaschen, Marriott mit Moxy, Starwood mit Aloft und jetzt Hilton mit Tru. Es wirkt wie ein Motel One nur mit mehr Farbe oder wie ein Aloft.

 

Aber ist diese Art von Hotelkonzept noch neu?

Neu sicher nicht mehr, aber immer noch beliebt bei Gästen. Diese Konzepte vermitteln etwas Frisches und Jugendliches.

(Bilder: Hilton)

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Bach neben der Skipiste – Arlberg 1800

Es gibt nicht viele Menschen, die ihre Leidenschaften richtig leben. Florian Werner ist jedoch so einer.

Geboren in einer Arlberger Hoteliersfamilie, hat er 1997 den elterlichen Betrieb, das Hospiz Arlberg übernommen. So richtig gepackt hat in die Kunst und nun hat er in St.Christoph das arlberg1800 eröffnet, eine “Contemporary Art & Concert Hall”.

Das Ziel ist, jungen, aufstrebenden Künstlern eine Plattform für Konzerte, Ausstellungen und Veranstaltungen zu bieten. Die mehr als 1000m² des Kulturzentrums befinden sich teilweise unterirdisch. Eine zeitgenössische, reduzierte Architektur (Architekt Jürgen Kitzmüller) bieten den adequaten Rahmen für viel Sichtbeton und hochwertige Holzpanele. Ein aufwendiges Lichtsystem und eine ausgeklügelte Akustik sind Teil des Konzeptes.

Noch buhlt das Haus  mit dem Schnee um Gäste, doch ich hoffe sehr stark, dass immer mehr Gäste diese Alternative nutzen und Urlaub neben dem sportlichen auch einen kulturellen Aspekt hinzufügen.

 

AR_KK-Halle_Kunst_copyright

Weitere Berichte: Zeit.de, ÖHT Blog

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10 Resultate meiner Forschung: Gästeerwartungen (10)

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Woher weht der Wind?

Zum Schluss noch eines meiner Lieblingsthemen: Die Gästeerwartungen. Nichts, aber auch absolut nichts beeinflusst den Erfolg eines Aufenthalts so stark wie die Gästeerwartungen.

Deswegen muss man mit ihnen ganz vorsichtig umgehen und sie gekonnt steuern.

Gästeerwartungen und Überraschungen

Erwartungen befinden sich während des Hotelaufenthalts in einem Spannungsfeld aus Nichtbestätigung und Bestätigung. Werden die Erwartungen nicht bestätigt, führt das zu Unzufriedenheit. Falls Erwartungen erfüllt oder übertroffen werden, stellt sich Gästezufriedenheit ein, wobei ein positiver Überraschungseffekt, quasi das Übertreffen der Erwartungen, sich besonders positiv auf die Zufriedenheit auswirkt. Allerdings geht dieser positive Überraschungseffekt bei einer nachfolgenden Übernachtung in die „Standarderwartungen“ über und wird egalisiert. Aus diesem Grund ist es für Sie besonders wichtig, die Erwartungshaltung so akkurat wie möglich zu steuern und durch Produktinnovation die Gäste so zu überraschen, dass Zufriedenheit garantiert werden kann.

Gehen Sie auf TripAdvisor und lesen Sie Ihre Hotelbewertungen genau – wo liegen Bewertungen vor, die auf nichterfüllten Erwartungen beruhen?

Ich hoffe Sie konnten aus dieser Serie einiges mitnehmen.

Gerne unterstütze ich Sie bei der Erfüllung Ihre Ziele. Als Hotelberaterin (fein.gestalten) bin ich spezialisiert auf Gästeerwartungen, Unterstützung bei Umbauarbeiten und Hotelpositionierungen.

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10 Resultate meiner Forschung: Schaufenster ins Ferienglück (9)

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Ist es der richtige Ort für uns?

Sicherheit ist das oberste Gebot für einen gelungenen Urlaub. Und zwar die Sicherheit, schöne Tage zu verbringen, sich zu erholen und zu entspannen. Man möchte zufrieden sein mit der Hotelauswahl und um diese Sicherheit zu steigern, recherchiert man vorab die Homepage und Bewertungsportale (TripAdvisor, HolidayCheck etc.).

Gestaltete Schaufenster

Bilder im Internet oder in Prospekten können als „gestaltete Schaufenster“ des Hotels verstanden und gezielt eingesetzt werden. Durch diese nach außen kommunizierten „Schaufenster“ist es Gästen möglich, zu überprüfen, ob ihnen das Hotel zusagt und ihre Lebenswelten transportiert.

Und noch ein Punkt: Bei Online-Marketing ist man schnell verleitet, alles ein bisschen schöner zu machen, als es in Wirklichkeit ist. Diese Strategie kann schnell nach hinten losgehen, es gilt, lieber mit Maß und Ziel. Denn Gäste werden meist dann enttäuscht, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden. Und hier leite ich gleich weiter zum letzten und wichtigsten Punkt…

Gästeerwartungen, mehr darüber gibt es im letzten Teil der Serie am 19. Dezember 2015.

Schöne Grüße,

Barbara Guger

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10 Resultate meiner Forschung: Love-Tender-Care (8)

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Wer kümmert sich um die Gäste?

Gehen wir zurück zum Beginn dieser Reise, das Hotel wird als Person wahrgenommen. Es wird mit einer Eltern-Kind-Beziehung gleichgesetzt, der Gast fühlt sich als „Kind“, dem Gutes getan werden soll. Nicht nur Mitarbeiter/innen vermitteln eine Willkommensbotschaft an Gäste, auch die scheinbar „tote“ Materie kann einiges bewirken. „Dieses ganze Haus ist durchflutet mit positiver Energie, also es ist wahrscheinlich auch durch die Helligkeit, aber ich glaube, das machen einfach die Leute aus, die da arbeiten.

Griffig dargestellt: Sie stellen eine Vase frischer Blumen auf den Tisch. Frische Blumen zeigen implizit: „Komm rein, fühl dich wohl, sei willkommen.“

Weiße schöne Wände ohne Kratzer zeigen einen einwandfrei, gepflegten Zustand des Hauses. Im Gegensatz zu abgeschlagenen Wänden mit schwarzen Kratzern, die im schlimmsten Fall die „Verlotterung“ schon beim Eingang präsentieren.

Hochwertige Materialien transportieren nicht nur Qualität, sondern sprechen indirekt zu den Gästen: „Du bist uns wichtig, wir wollen dir etwas Gutes und Hochwertiges bieten.“ Nach dem Motto: Love-Tender-Care.

Apropos zu diesem Thema gab es auf RosaPfeffer schon eine Serie: Love-Tender-Care weiterlesen

Um das Schaufenster ins Urlaubsglück geht es im nächsten Beitrag, dieser geht am 15. Dezember 2015 online.

Viel Glück bei der Geschenksauswahl,

Barbara Guger

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ÖGZ: Das Hotel als Person

Mein Dissertation “Die Rolle der Environmental Dimensions im Hotelservicescape” wird in der aktuellen ÖGZ vorgestellt. Vielen Dank an Susanne Mitterbauer und Thomas Vierich.

Das Verhältnis zwischen Gast und Herberge als Thema einer Dissertation bringt einige unerwartete Details  

 

Text: Susanne Mitterbauer

Auf den ersten Blick klingt der Titel absurd. Bei näherem Zuhören verwenden Gäste allerdings oft Formulierungen wie: „Das Hotel ist lebendig, es ist nett, es ist schizophren.“ In der Soziologie spricht man von Anthropomorphismus, also der Vermenschlichung von toter Materie. Was hier überaus wissenschaftlich klingt, sollte aber beachtet und bei Marketingaktivitäten im Kopf behalten werden. „Nichts, aber auch absolut nichts beeinflusst den Erfolg eines Aufenthaltes so stark wie die Gästeerwartungen“, schreibt Barbara Guger in ihrer Dissertation „Die Rolle von Enviromental Dimensions im Hotelservicescape“. Deshalb muss mit ihnen ganz vorsichtig umgegangen werden. Werden die Erwartungen nicht bestätigt, mündet das sofort in Unzufriedenheit. Werden die Erwartungen getroffen oder sogar übertroffen, mündet das bald in eine „Standarderwartung“ und wird egalisiert.weiterlesen

 

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10 Resultate meiner Forschung: Einblicke & Ausblicke (7)

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Einblicke und Ausblicke oder die Neugierde der Gäste stillen.

Aus- und Einblicke sind für Gäste auf Reisen besonders wichtig, sie möchten in die Lebenswelten der Bereisten eindringen.

Was würde sich dafür besser eignen als Ausblickspunkte wie Dachterrassen, Balkone und großzügige Glasfronten.

In meiner Studie wurde der Balkon als Highlight des Hotelzimmers verstanden.Einerseits gewährt der Balkon Ausblicke in die Landschaft, das vermittelt ein Gefühl der Überschaubarkeit und Freiheit, man fühlt sich im Einklang mit seiner Umgebung. Andererseits erhält der Gast  Einblicke in das Treiben der Menschen.

Hatten Sie schon mal ein Zimmer ohne Fenster? Nichts ist befremdlicher, oder? Ich freue mich über einen Kommentar.

Um Love-Tender-Care geht es im nächsten Beitrag, dieser geht am 9. Dezember 2015 online.

Einen schönen Advent,

Barbara Guger

 

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Schlaflos im Hotel

Weibliche Füße mit Schlafanzug im Bett am Morgen in blauer Bettwäsche

(© Fotolia)

Liegen Sie auch manchmal nächtens wach im Hotelbett und wälzen sich von der einen auf die andere Seite? Uns Dreien ist es jedenfalls diese Woche so ergangen.

Die Luft war dermaßen trocken, dass unser kleiner Sohn um Mitternacht begonnen hat, zu husten und wir uns im 2-Stunden-Takt Wasser zum Benetzen der Kehle holten. Ich, meines Zeichens Murmeltier, schlafe immer und überall prächtig, selbst am Flughafen, im Flugzeug, neben Babygeschrei und sogar bei lauten Partys. Aber diese “Hotelluft” brachte sogar mich dazu, ständig aufzuwachen und das Kratzen mit ein paar Schluck Wasser zu beseitigen.

Selbstverständlich haben wir gelüftet, aber die Frischluft war nur von kurzer Dauer, nach 30 Minuten ging es von vorne los.

Ein derzeitiger Trend in Hotels ist es die Schlafqualität zu verbessern, die Betten werden besser, die Wäsche angenehmer und Pölster vielfältiger, aber wie kann man die Luft verbessern?

Kennen Sie andere Gründe, wieso man in Hotels nicht gut schläft? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

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10 Resultate meiner Forschung: Komfort wie zu Hause (6)

Resultate-Forschung-by-RosaPfeffer7

 

Gäste vergleichen das Hotel mit ihrem eigenen Wohnkomfort.

Gäste vergleichen das Hotel gerne mit eigenen Erfahrungen, dem Komfort wie Zuhause. Allen voran mit Aufenthalten in anderen Hotels. Ich persönlich finde es allerdings spannender, dass Gäste das Hotel auch mit den eigenen vier Wänden vergleichen. Nach dem Motto: „Wir möchten uns so wenig wie möglich verschlechtern, verglichen mit unserem Privatzuhaus und dem Standard des Hotels.

Diese Vergleiche dienen als Referenz dafür, was ein Hotel bieten und welchen Mindeststandard es erfüllen sollte.

Blättern Sie in Wohnzeitschriften, informieren Sie sich darüber, wie derzeit gewohnt wird, welcher Lifestyle wird gelebt? Lässt sich daraus etwas auf Ihr Hotel übertragen? Selbstverständlich muss es zum Hotelkonzept passen. Harmonie ist wichtiger als kurzlebige Trends, aber z.B. können Feuerschalen in einem alpinen Winterhotel gerne öfters Einzug halten.

Schöne Novembertage,

Barbara Guger

PS: Ausblicke und Einblicke sind die Themen am 5. Dezember 2015. Bleiben Sie dran!

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10 Resultate meiner Forschung: Öffentliche Räume (5)

Resultate-Forschung-by-RosaPfeffer6

Muss der Gast im Zimmer bleiben?

Wo können Gäste ihre Zeit im Hotel verbringen? Wahrscheinlich im Zimmer, in der Lobby, im Spa, im Restaurant, im Seminarraum, im Gym etc.
Die Interviews haben gezeigt, dass Gäste gerne öffentliche Räume in Hotels nützen, um ihre Zeit zu verbringen. Ob in Gemeinschaft mit anderen Gästen oder lieber ganz alleine, Rückzugsräume außerhalb des eigenen Zimmers sind das Thema unserer Zeit und tragen zum Luxusempfinden der Gäste bei. Die Privatheit wird quasi zum Sehnsuchtsort:„Man hat das Gefühl, man ist ganz privat.“

Man hat das Gefühl, man ist ganz privat

Dieser Trend lässt sich sehr gut an der Nachfrage nach Minihäuschen in Form von Châlets, Hütten, Bungalows etc. erkennen.

Das Spiel aus Gemeinschaft und Privatheit lässt tausende Möglichkeiten für öffentliche Räume in Hotels entstehen. Beispiele sind etwa: Ein Garten mit kleinen Nischen und Sitzgelegenheiten, ein kleines Hotelkino, ein Leseraum, ein Yogaraum, eine Bibliothek, eine Küche, ein Bastelraum, eine Werkstätte etc. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Haben Sie noch weitere Ideen? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

Barbara Guger

PS: Im nächsten Beitrag dreht sich alles um den Komfort, am 25. November 2015 geht es weiter.