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Erlebte Hotels

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Serviceparadies – Appartements Schruns

Der nächste Stopp unserer Reise, 3 Wochen in 7 Hotels, war Schruns. Meinem Mann vor allem bekannt, da Ernest Hemingway in den vor-touristischen 20er Jahren hier 2 Winter beim Skifahren und Rodeln zugebracht und seinen ersten erfolgreichen Roman Fiesta fertig geschrieben hat.

Nach kurzem Irrweg zu den Appartements (man kann nicht direkt mit dem Auto zufahren und das Navi hilft auch nicht weiter), stellten wir unser Auto kurzerhand ab und läuteten direkt beim Besitzer der Appartements im Gasthof zum Kreuz am Stadtplatz, aber dazu später. Ein sehr lösungsorientierter Mensch, auf die Fragen: „Wo können wir parken?“ Kam promt: „Nehmt unten mal meinen Parkplatz, kein Problem!“ Oder: „Können wir die Wäsche waschen lassen?“ Löste Elmar unkompliziert mit: „Bringt sie mir, morgen habt ihr sie wieder!“ Manchmal kann es auch so einfach sein.

Die Appartements selbst sind eine Gehminute über eine Treppe vom Stadtplatz bzw. Parkplatz entfernt. Sehr gepflegt, sauber und geschmackvoll eingerichtet und noch dazu ganz neu. Man muss dazu sagen, dass wir grundsätzlich keine Appartement-Urlauber sind, aber hier haben wir uns 4 Tage wie zuhause gefühlt.

Das Highlight ist der Gasthof und dessen Spezialität, das Käsefondue. Also unbedingt reservieren, vorher viel Platz im Magen lassen und dann rein mit dem Weißbrot in die üppige Käsesauce.

|Aufenthalt August 2017 – Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg – Österreich|

Österreich Rundreise

  1. Rosentalerhof Hotel & Appartements Hinterglemm – Salzburg
  2. Mesnerhof Camp – Steinberg am Rofan – Tirol
  3. Hotel Bären – Mellau – Vorarlberg
  4. Hotel Rössle in Au – Vorarlberg
  5. Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg
  6. Hotel Nala – Innsbruck – Tirol
  7. Gradonna Mountain Resort – Kals – Osttirol
Erlebte Hotels, Hotelarchitektur, Hotelmarketing, Hotels

Skandinavien lässt grüßen – Hotel Rössle in Au

Das Hotel Rössle in Au im Bregenzerwald war nicht geplant, und ein bisschen auch den Unwetterkapriolen geschuldet. Aufgrund eines Orkans in Tirol, mussten wir eine Nacht länger im Mesnerhof bleiben und unsere Reise wurde um einen Tag verlängert. Das Hotel Bären hatte dann leider kein Zimmer mehr frei und so sind wir in den Genuss des frisch renovierten Hotels Rössle in Au gekommen. Das Rössle ist ein altes Haus, das kurz vor unserem Besuch modernisiert worden ist. Hier ist insbesondere der Spabereich zu bewundern, eine schöne Mischung im Hygge-Stil. Aber auch unser Zimmer „SpringinsFeld“ war wunderbar, nette Idee, sehr skandinavisch und gemütlich. In Erinnerung geblieben sind mir die lustigen Lampen, das Schaukelnachtkästchen und die wirklich herzigen Sprüche auf den Lifttüren: let´s rock, im zweiten Stock.

Der Slogan „sei unbeschwert“ ist auch einladend und das Gegenteil von Schwere zieht sich durch das gesamte Hotelkonzept.

Kinder sind hier gerne gesehen, es gibt ein kleines Kinderspielzimmer (nur leider etwas lieblos behandelt) und ganz ganz tolle Zimmerkategorien für Familien z.B. das Zimmer Familienfreund.

Das Hotel gehört zum Hotel Adler in Au und ist in Familienbesitz. Von zwei Schwestern geführt, lebt das Hotel eine stilvolle Eleganz. Sehr zu empfehlen.

|Aufenthalt August 2017 –  Hotel Rössle in Au – Au im Bregenzerwald – Österreich|

Österreich Rundreise

  1. Rosentalerhof Hotel & Appartements Hinterglemm – Salzburg
  2. Mesnerhof Camp – Steinberg am Rofan – Tirol
  3. Hotel Bären – Mellau – Vorarlberg
  4. Hotel Rössle in Au – Vorarlberg
  5. Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg
  6. Hotel Nala – Innsbruck – Tirol
  7. Gradonna Mountain Resort – Kals – Osttir

 

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Wow, dieses Frühstück – Hotel Bären in Mellau

Das beste Frühstück Österreichs! Das ist das Highlight. Aber von vorne. Das Hotel Bären liegt in
Mellau im Bregenzerwald. Eine sehr sympathische Gegend, hochwertige lokale Architektur, ein
hohes Qualitätsstreben in allen Produkten und fern jeglicher Alpenfolklore. Das direkt am Stadtplatz
gelegene Haus aus den 50er Jahren wurde behutsam renoviert. Die Optik jener Zeit blieb erhalten,
wurde jedoch mit einer einfachen, modernen Einrichtung kombiniert. Also wirklich eine
ausgesprochene Benchmark, die goldenen Zeiten des österreichischen Tourismus in die heutige Zeit
zu transferieren.

Wie gesagt, die Zimmer sind sehr einfach und funktionell, nichts geht ab und aufgrund der
hochwertigen Oberflächen glaubt man sich in ein Haus der höheren Kategorie versetzt. Auch unsere
Kleinen wurden herzlich begrüßt und konnten sich gut in den Zimmern bewegen, ohne, dass man
ständig ein Auge auf sie haben musste.

Und nun zurück zum Frühstück. Ebenerdig befindet sich eine Tagesbar. Kulinarisch der Hammer,
hochwertige Salate (Otto Lenghi lässt grüssen), aufwendige Eiergerichte und, das wirkliche Highlight,
ständig werden neue, völlig unterschiedliche Mehlspeisen, Kuchen etc. gebracht. Kleine Tartets mit
Feigen oder Äpfeln, ein Referenz-Mohnstrudel (wichtig für meinen Mann), feinster Brioche (wichtig
für mich). Die Liste der kulinarischen Köstlichkeiten ließe sich noch lange fortführen, am liebsten
würde man einfach ewig hier frühstücken!

 

|Aufenthalt August 2017 –  Hotel Bären – Mellau im Bregenzerwald – Österreich|

Österreich Rundreise

  1. Rosentalerhof Hotel & Appartements Hinterglemm – Salzburg
  2. Mesnerhof Camp – Steinberg am Rofan – Tirol
  3. Hotel Bären – Mellau – Vorarlberg
  4. Hotel Rössle in Au – Vorarlberg
  5. Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg
  6. Hotel Nala – Innsbruck – Tirol
  7. Gradonna Mountain Resort – Kals – Osttirol
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Hallo neue Welt – Mesnerhof Camp

Wow, was für ein tolles Konzept. Man könnte auch sagen, ein Bettenlager neu interpretiert. Der Mesnerhof in Steinberg am Rofan ist ein Community-Retreat mitten in den Bergen. Das 400 Jahre alte Ensemble besteht aus drei Häusern. Behutsam renovierte Georg Gasteiger zunächst den Wohntrakt der ursprünglichen Bauern zu einem alpinen Chalet. Die Holztenne verwandelte sich anschließend in ein cooles Berg-Camp. Alles hier besticht durch eine neue Form von Luxus. Einfach gehalten und doch sind die eingesetzten Materialien besonders hochwertig. Der Schlaftrakt ist aus Vorarlberger Weißtanne, der Geruch von vitalem, harzigem Wald steigt in die Nase – schon das alleine ist pure Erholung. Zwischen den 11 Zimmern (genannt Nester), die als Matratzenlager konzipiert sind, befinden sich 6 Duschen, 6 WCs und 6 Waschtische. Unten im Airship, dem imposanten Gemeinschaftsraum der Tenne, scheinen die Möglichkeiten schier endlos. Von Hochzeiten über Firmenfeiern bis hin zu Yoga-Retreats ist alles möglich. Das Herzstück bildet die tolle Küche, zum gemütlichen Kochen. Ausgestattet mit ansprechenden Küchenutensilien aus dem Hause Rist. Der lange „Stammtisch“ ist das Zentrum des Camps. Hier lässt es sich urlauben.

Man erkennt meine Begeisterung, wir haben bereits für 2018 wieder gebucht und nehmen diesmal unsere Freunde mit. Wer jetzt Lust bekommt, sollte schnell sein, bis Herbst 2018 sind schon alle Wochenenden ausgebucht.

Der Ort Steinberg am Rofan selbst ist auch wunderschön, und wird seinem Postkartenidyll mit den Worten gerecht: „Das schönste Ende der Welt“. Im Talschluss gelegen, fühlt man sich wie an einem Außenposten der Zivilisation bevor die Wildnis beginnt. Dabei gibt es drei Sehenswürdigkeiten in Steinberg:

  1. Die tolle Landschaft
  2. Das Dorfhaus – ein neues Gasthaus von Stararchitekt Bernardo Bader – hier bekommt man unglaubliches Eis! Auch die Mehlspeisen sind vorzüglich.
  3. Der Kinderspielplatz – hier werden auch die Wiener Kinderspielplätze neidisch.

|Aufenthalt August 2017 –  Mesnerhof – Steinberg am Rofan – Österreich|

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  1. Rosentalerhof Hotel & Appartements Hinterglemm – Salzburg
  2. Mesnerhof Camp – Steinberg am Rofan – Tirol
  3. Hotel Bären – Mellau – Vorarlberg
  4. Hotel Rössle in Au – Vorarlberg
  5. Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg
  6. Hotel Nala – Innsbruck – Tirol
  7. Gradonna Mountain Resort – Kals – Osttirol
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Mittagessen bei Mama Thresl | Leogang

Mittagessen bei Mama Thresl lag auf der Strecke zum Achensee und das Hotel hat mich natürlich angezogen wie Motten das Licht. Seit Jahren in aller Munde wollte ich es hautnah erleben.

Das Hotel ist gestylt vom Fuß bis zur Haarspitze und den Slogan trägt es zurecht: “Urban soul meets the alps”. Alles ist gestylt und durchdesignt. Ein Profikonzept pur.

Ebenso hip wie das Hotel ist die Speisekarte: Flammkuchen und Burger. Zu Beginn unserer Reise war ich noch ein Flammkuchen Fan, 3 Wochen später war es schon etwas viel…

|Restaurantbesuch August 2017 –  Mama Thresl – Leogang – Österreich|

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Smart in den Alpen – Rosentalerhof Hotel & Appartements

Auf unserem Road Trip durch Österreich, 3 Wochen in 7 Hotels, war unser erster Stopp Saalbach-Hinterglemm. Für zwei Nächte haben wir in dem gemütlichen Familienhotel Rosentalerhof Hotel & Appartements entspannt und den Sommer in den Alpen genossen. Die Lage ist perfekt, nur 3 Gehminuten vom Zentrum entfernt, direkt neben dem Familienpark und trotzdem in absolut ruhiger Lage. Unsere Ruheoase haben wir im Garten des Hotels gefunden, mit einem (auch im Sommer!) beheizten Außenpool, der mit Granderwasser befüllt wird, und einer Liegewiese mit Blick auf den Zwölferkogel. Die Kinder konnten sich austoben und wir den Blick auf die Berge genießen, herrlich.

Unser Appartement war ebenfalls wunderbar, geräumig und modern. Eine kleine Küche ist mit Kleinkindern auf Reisen Gold Wert.

Ein Highlight für Kinder ist das neue Spielzimmer, hier gibt es riesige Legosteine, eine Kletterwand und Bausteine zum Häuser bauen. Ein Spielparadies pur.

Im Keller verbirgt sich noch ein Wunderding und kleines Wellnessparadies für Erwachsene: eine Sauna mit Biosanarium sowie ein Kinesis™-Trainingsgerät. Normalerweise findet sich diese alle Muskeln beanspruchende Seilzugmaschine nur in Fitnessstudios der Luxusklasse. Noch dazu schaut es ziemlich ästhetisch und harmlos aus, wenn man bedenkt, wie effektiv man sich darauf auspowern kann.

Mit Rat und Tat sind uns auch Andrea und Martin, die Besitzer des Hotels, zur Seite gestanden. Schon auf ihrer Website haben sie viele tolle Tipps für Sportler und Familien zusammengestellt und sich unter dem Motto „Smart in den Alpen“ ein besonderes Rundum-Wohlfühlpaket überlegt: ob Kinderwagen-taugliche Wege rund ums Hotel, tolle Wandertipps plus hauseigenem Verleih von Kinderbugys, Bergkraxen, Fahrrädern mit Anhängern oder Rodeln bis hin zu einem beheizten Skikeller und einem versperrbaren Fahrradraum mit Waschanlage. Drei Tage waren einfach zu kurz, aber wir kommen bestimmt wieder!

|Aufenthalt August 2017 –  Rosentalerhof – Saalbach Hinterglemm – Österreich|

Österreich Rundreise

  1. Rosentalerhof Hotel & Appartements Hinterglemm – Salzburg
  2. Mesnerhof Camp – Steinberg am Rofan – Tirol
  3. Hotel Bären – Mellau – Vorarlberg
  4. Hotel Rössle in Au – Vorarlberg
  5. Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg
  6. Hotel Nala – Innsbruck – Tirol
  7. Gradonna Mountain Resort – Kals – Osttirol
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Memmo Baleeira | Sagres | Portugal

Das Schwesternhotel des Memmo Alfama in Lissabon liegt direkt an der Küste in Sagres, nahe dem südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes. Ein kraftvoller Ort. Viel Wind und raue Wellen. Lange Sandstrände und inmitten thront dieses minimalistisch gehaltene, weiße Hotel. Bei weitem nicht so elegant wie die Granddame, das Memmo Alfama in Lissabon, doch auch schön eingerichtet. Ein richtiges Ferienhotel für viele Menschen.

Kurzgefasst ein großes Ferienhotel am Meer. Durch das viele Weiß wirkt das Memmo Baleeira sauber und freundlich. Zu jeder Seite gibt es einen Hotelflügel. In den nach Osten gerichteten Zimmern mit Meerblick kann man den Sonnenaufgang vom Bett aus genießen. Das Frühstücksbuffet vermochte uns dann aber nicht wirklich zu überzeugen: zwar ist das Buffet umfassend, aber nicht besonders aufregend. Befremdlich war außerdem die Badehaubenpflicht im Hallenbad, die heutzutage antiquiert wirkt. Genossen haben wir jedoch die Zeit in der Lounge auf den (wieder) weißen Sofas. Nachdenklich gestimmt hat uns der Spruch: „a hotel is not a home“. Ja, das stimmt.

 

 

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Memmo Alfama | Lissabon | Portugal

Meine Begeisterung von Lissabon hat ein Zuhause gefunden! Lissabon gehört zu meinen absoluten Lieblingsstädten und jetzt gibt es auch ein Lieblingshotel dazu: das Memmo Alfama.

Es ist ein Kleinod im ältesten Stadtteil Lissabons, ganz nahe der Kathedrale in einer versteckten Seitengasse. Das Interieur ist skandinavisch zurückhaltend, mit viel Holz und noch mehr Charme. Von den Zimmern und der Dachterrasse aus gibt es eine herrliche Aussicht über den Tejo. Ein Hotel im Geiste ähnlich des Altstadt Vienna.

Mit Wehmut muss ich aber leider, leider, leider festhalten, dass mich dieses Hotel die nächsten 16 Jahre wohl kaum sehen wird, denn man darf nur mit Kindern über 16 Jahre einchecken. What a pity!

Details, die mir in lebhafter Erinnerung geblieben sind:

  • Das ungewöhnliche Badezimmer mit haptisch aufregenden Materialien.
  • Der frisch gepresste Orangensaft in kleinen Flaschen kunstvoll gestapelt in einem Kühlschrank aus Glas.
  • Die Zeichnungen, Notizen und Erinnerungen der Gäste, die an der Rezeption aufgehängt
  • Das Servicepersonal, das mir von weiteren herrlichen Hotels in Portugal berichtet
  • Die Hotelbibliothek, ins Bücherregal gegriffen und Stunden lesend

 

 

 

 

 

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Loisium Wine & Spa Resort – Ehrenhausen

Das Loisium in Ehrenhausen in der Südsteiermark wird immer einen besonderen Platz in meinen persönlichen Hotelerfahrungen einnehmen. Denn es war der erste Hotelaufenthalt meiner Tochter mit 6 Wochen. Die Fahrt von Wien nach Ehrenhausen verlief bestens und wir freuten uns auf das Wine&Spa Resort, wie sich das Hotel selbst bezeichnet. Natürlich wussten wir, dass es nicht um ein Kinderhotel handelt, umso erstaunlicher war dann unser Aufenthalt. Schon an der Rezeption wurde uns ziemlich unverblümt gesagt, dass Kinder im Spa-Bereich nicht erlaubt sind – auch schlafende Babys nicht. Die Dame hat es leider sehr unglücklich ausgedrückt und unsere Freude über das schöne Hotel war damit schnell verflogen. Im Zimmer angekommen hat sich dann aber ein ganz anderes Bild präsentiert. Ein nettes Gitterbettchen, eine Wickelauflage und ein Mistkübel für Windeln standen bereit. Eine interessante Wendung: vielleicht versteckt sich doch ein Herz für Kinder im Loisium? Und nachdem wir uns eingelebt hatten, gefiel uns das Hotel immer besser – unserer Tochter übrigens auch. Sehr viel Zeit blieb uns allerdings nicht die weitläufige Anlage zu genießen, nachdem wir zu einer Veranstaltung eingeladen waren.

Am nächsten Morgen gab es dann ein himmlisches Frühstück mit einer schier unendlichen Auswahl an Köstlichkeiten. Den Vormittag genossen wir noch mit einer Runde im Pool, ehe wir schon wieder zu unserem ältesten Sohn heimwärts düsen müssten.

Zum Design des Loisiums:

Das Büro Architekturconsult aus Graz hat das kubische Exterior entworfen und BEHF aus Wien sorgte für den nötigen Chic im Inneren.

Zur Lage:

Das Loisium, mit einer Außenfassade aus Lärchenholz, thront über dem Ort direkt neben dem Schloss Ehrenhausen. Allerdings fanden wir es sehr schade, dass man fußläufig nur über die Bundesstraße in den Ortskern kommt. Durch das Innere des Designhotels zieht sich das Thema “Steiermark neu interpretiert”. Auch die steiermärkische Farbe Grün wird im Spa in Szene gesetzt. Die gute Auslastung merkt man einzig in den Zimmern, da das 2012 eröffnete Hotel schon die eine oder andere Schramme erlitten hat.

|Aufenthalt Mai 2017 –  Loisium Wine & Spa Resort – Ehrenhausen – Österreich|

 

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Gefühlswelt Hotel

„2000 auf 79“ ist der Titel eines Beitrags von Martin Schumacher (conos GMBH) im Tourismuspresse Blog. Der Autor war 26 Jahre auf Reisen, und ist in 79 Ländern in 2000 verschiedene Hotels  eingecheckt. Mehr dazu gibt’s hier.

Beim Lesen des Artikels hat mich die Inspiration gepackt und meine Freude an Statistik war geweckt: Drei Stunden später war dann auch meine persönliche Liste von all den Reisen, Ländern und Hotels fertig (ziemlich rasch, dank Blog RosaPfeffer) Und zack da waren sie wieder – all die Erlebnisse in den verschiedenen Hotels, der Geschmack des Essens und die Gefühle an den unterschiedlichsten Orten.  Kaum ein Hotel ist in Vergessenheit geraten, vermutlich auch, weil ich in deutlich weniger Hotels genächtigt habe, als Martin Schumacher. Immerhin waren es bei mir rund 177 Hotels in zehn Jahren mit 287 Übernachtungen. (Fast) Jedes Haus wurde sorgsam von mir ausgewählt und kaum eines war ein 0815 Hotel.

Aber zurück zu den Gefühlen, die ich beim Erstellen meiner Liste richtiggehend im ganzen Körper spüren konnte. Die Skala wie ich mich in diesen Hotels gefühlt habe und die damit verbundenen Gefühlswelten reichen von:

  • beschützt – wachsam (sehr wichtig in Südamerika und Südafrika)
  • entspannt – gestresst
  • wohl – unwohl
  • unbeachtet – beobachtet
  • frei – eingesperrt
  • offen – verschlossen
  • glücklich – unglücklich
  • aufgeregt – gelangweilt
  • richtig – falsch

Gerade das letzte Begriffspaar „richtig – falsch“ ist eine ganz eigene Kategorie. Falsch im Sinne von, ob es zu meinen / unseren Bedürfnissen passt. Denn es gibt Hotels, die passen einfach nicht zu mir / zu uns – oder ich bzw. wir passen nicht in dieses Hotel. Ein Umstand, der schnell zum puren Ärgernis werden kann. Gerade dann, wenn man eine ganz genaue Vorstellung oder Erwartung an einen Aufenthalt hat. In diesem speziellen Fall denke ich an ein Hotel auf Mauritius. Das erhoffte Urlaubsgefühl wollte sich partout nicht einstellen und wir haben uns einfach nicht wohl gefühlt. Auf dem Weg in die Hauptstadt sahen wir dann ein Hotelschild, und alleine das Logo verriet uns: Das ist unser Hotel!

Nach nur drei Minuten im diesem Haus bestätigte sich unser Gefühl (und all das sogar zum selben Preis wie das gebuchte Hotel), nur leider zu spät. Vielleicht beim nächsten Besuch. Das passende Hotel zu finden ist wirklich eine Kunst für sich.

Was ist mir prickelnd in einigen Hotels in Erinnerung geblieben?

Was hat bis heute einen schalen Eindruck hinterlassen?

  • Unfreundliche Mitarbeiter_innen
  • Sich auf Schritt und Tritt beobachtet fühlen – ein höchst unangenehmes Gefühl
  • Komplizierte Technik – wenn man eine Gebrauchsanweisung für sein Zimmer benötigt, und nicht einmal Licht oder Klimaanlage „einfach“ bedienen kann – einmal habe ich wirklich mit Licht geschlafen, weil nicht einmal der Rezeptionist wusste, wie man es ausschaltet z.B. Sheraton Mexiko City
  • Schlechtes Frühstück – üppige Buffets mit billigem Essen
  • Tee mit Chlorgeschmack z.B. Westin Bahamas
  • Unflexibilität
  • Geiz

 

Meine Top 20 Hotels poste ich gerade auf Instagram. Ein purer Genuss in diesen schönen Erinnerungen zu schwelgen.

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Mutterglück

Mutterglück pur. Seit drei Monaten ist unsere kleine Tochter bei uns. Jetzt sind wir 4.

Die Liebe zu Hotels ist ihr in die Wiege gelegt – schon mit 7 Wochen durfte sie das Loisium in Ehrenhausen testen und eine Ferienwohnung am Stubenberger See in der Steiermark. Beides hat ihr sehr gut gefallen. Fazit – unser Sommerurlaub kann kommen – 6 Hotels in knapp 3 Wochen .

 

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Gradonna – ein besonderer Ort

Das Gradonna in Kals war schlichtweg unglaublich, wir verbrachten hier herrliche Urlaubstage und können das Hotel sehr empfehlen, auch mit kleinen Kindern.

Architektur & Landschaft

Man muss einfach “DAS” Gradonna sagen, um der Besonderheit dieses Ortes sprachlich näherzukommen. Ja, es mag als Bauwerk enorm groß anmuten und der Gebäudekomplex ist auch riesig. Durch die Lage oberhalb von Kals wirkt das Hotel noch imposanter, Architektur und Landschaft fügen sich dennoch zu einem harmonischen Gesamtbild. Das Hotel auf über 1.300 m Höhe verfügt über 117 Zimmer, zwölf Suiten und 42 Châlets. Um diese Dimensionen schonend in die Landschaft einzugliedern, wurden die Entwürfe an die Topographie und Vegetation der Umgebung angepasst. Es ist wirklich erstaunlich wie lange das Resort dem Auge verborgen bleibt.

Der Fokus „Natur und Nachhaltigkeit“ ist im ganzen Haus spürbar, die verwendeten Materialien reichen von Fichten- und Zirbenholz über Kalser Marmor bis zu Filzstoffen aus der Region. Tradition neu interpretiert also.

Zimmer & Essen

In den Zimmern haben uns die Nischen begeistert, hier kann man herrlich verweilen und der wilden Natur zusehen – bei unserem Besuch hat es gestürmt und der Nebel legte sich wie ein Schleier über den Berg, bis man nichts mehr gesehen hat. Und dennoch war es behaglich und schön. Wir wurden mit einer Halbpension verwöhnt und seitdem gilt das Essen im Gradonna für uns als neuer Maßstab für andere Halbpensionen in Hotels. Köstliche Speisen, lustige Buffetideen, wie z.B. gesunde Snacks für Wanderungen, die man sich beim Frühstück holen kann, bleiben im Gedächtnis. Der Brotlaib, den man bei der Abreise als Geschenk mitbekommt, tut natürlich auch sein Übriges dazu. Und in diesen Minuten trage ich die Hauspatschen des Hotels und spüre schon wieder die Vorfreude aufkommen, denn bald fahren wir wieder hin.

Eltern und Kinder im Hotel

Unser kleiner Sohn hat den Aufenthalt auch sehr genossen und es ist wieder einmal ein sehr gelungenes Beispiel für ein Hotel, in dem Eltern mit ihren Kindern entspannen und sein können. Die Eltern müssen sich nicht in eine kunterbunte Kinderwelt begeben und werden vom Elterndasein aufgesaugt. Die Kinder wiederum können hier einfach Kinder sein und den Urlaub genießen. Schön ist das.

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Neulich erlebt: Mondpreise im 3-Sterne Hotel

Meine Leidenschaft für Hotels teile ich mit meiner Freundin Elisabeth. Gerne statten wir verschiedenen Hotels einen Besuch ab und genießen die Atmosphäre in den öffentlich zugänglichen Bereichen. Zuletzt stand ein bekanntes Green Hotel nahe dem Wiener Westbahnhof auf unserer Liste. Nachdem wir bereits gefrühstückt hatten, wollten wir nur Kaffee und Tee. Auf Nachfrage an der Rezeption überhaupt kein Problem, obwohl es auch ein Frühstücks-Buffet gab.

Bedienen Sie sich selbst am Buffet

Wir waren sehr angetan vom schönen Ambiente und der gemütlichen Stimmung im Hotel. Kurz die Zeit verflog und ich, hochschwanger, verspürte einen leichten Hunger. Also bestellte ich ein Stück Kuchen. Die Kellnerin bat mich, es mir selbst am Buffet zu holen. Elisabeth bestellte sich ein Glas Apfelsaft. Auch sie wurde aufgefordert, sie möge es sich selbst am Buffet holen. Kein Problem, gesagt getan. Wir kehrten wieder ganz vertieft in unsere Gespräche zurück, lobten das schöne Ambiente, den gemütlichen Vormittag und langsam machten wir uns auf zu gehen. An der Rezeption angekommen, folgte dann die Ernüchterung: Die Rezeptionistin präsentierte uns die stolze Rechnung von 16 Euro für einen Cappuccino, einen Tee, ein Stück Kuchen und ein 1/8l Apfelsaft aus der Packung. Mondpreise! Selbst im renommierten Hotel Sacher hätten wir weniger bezahlt. Und man muss dazusagen, wir waren in einem 3-Sterne Hotel in einer Seitenstrasse des Westbahnhofs – nicht die exklusivste Gegend Wiens.

4 Euro pro Position ist wirklich stolz. Auf Nachfrage, was denn so teuer gewesen wäre, antwortete die Rezeptionistin, dass wir uns selbst beim Buffet bedient hätten und sie es nicht anders verrechnen könne. Objektiv betrachtet völlig korrekt. Allerdings hätten wir uns nichts am Buffet genommen, wären wir nicht dazu aufgefordert worden.

Kommunikationsprobleme

Kommunikationsprobleme auf allen Seiten. Die Kellnerinnen hatten nicht verstanden was wir wollten. Eine Kommunikation zwischen ihnen und der Rezeption war auch vollkommen schief gegangen. Zugegeben, eine unglückliche Situation für alle Beteiligten. Seitens der Rezeptionistinnen wurde jedoch kein Rettungsversuch unternommen, obwohl sie uns ja eine Konsumation außerhalb des Buffet-Betriebs zugesichert hatten.

Was bleibt ist der fahle Beigeschmack einen echt schlechten Deal gemacht zu haben. Zuvor hatte ich noch ein Bild des Hotels auf Instagram gepostet, beim Verlassen wollte ich es schon wieder löschen bzw. schreiben: Never again.

In solchen Momenten liegt der Finger ganz schnell auf den Tasten, gerade wenn man sich über den Tisch gezogen fühlt. Die schlechte Laune ist zwar schnell verflogen, aber wenn ich ehrlich bin habe ich die Geschichte keine 24 Stunden später schon über sieben Personen erzählt und sie wird in mein Repertoire von Hotelgeschichten für immer ihren Eingang finden.

Die nächste Geschichte steht schon in der Pipeline und folgt am 1. Juni 2017.

Eine schöne Zeit inzwischen,

Barbara Guger

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Zu Besuch im G’sund & Natur Hotel DIE WASNERIN in Bad Aussee

Bevor unser zweites Kind zur Welt kommt, wollten wir uns noch einen kurze Babymoon gönnen, neudeutsch für Schwangerschaftsurlaub, klingt einfach besser. Entschieden haben wir uns für die Wasnerin in Bad Aussee. Nachdem das G´sund und Natur Hotel gerade mit Auszeichnungen nur so überschüttet wird, war ich besonders gespannt auf das Ambiente des Hotels. Die Reservierung war nur noch telefonisch möglich, ging dafür aber flott vor sich. Nur, dass die Rezeptionistin schnell überfordert war bei der Frage, ob es denn auch Spa-Treatments für Schwangere gäbe. Freundlich aber bestimmt verwies sie mich auf die Spa-Abteilung. Diesen Punkt hätte sie meiner Ansicht nach nicht einfach so aus der Hand geben dürfen, immerhin riskierte sie damit, keine Zusatzangebote zu verkaufen.

Obwohl ich im Vorfeld nichts über die Eigentümerverhältnisse wusste, war uns ganz schnell klar, dass es kein eigentümergeführtes Haus sein konnte. Die Mitarbeiter/innen waren alle höflich, nett, sympathisch und doch konnte man den Druck des Umsatz erzielen Müssens spüren.
Auch bei ein paar anderen Kleinigkeiten waren wir sehr verwundert, z.B. muss man für eine Karaffe Leitungswasser 2,50 Euro bezahlen, wenn man sonst keine Getränke konsumiert und eine Yogaeinheit kostet 5 Euro. Diese Dinge kenne ich in diesen Preiskategorien nur als kostenlosen Service.

Sehr angetan waren wir dagegen von den frisch renovierten Loser-Zimmern (mit Blick auf den Loser), besonders interessant war die Matratze von Regina (Gmunden), zuerst weich und dann passt sie sich schnell dem Körper an und die Festigkeit stellt sich auf den Körper ein. Mäßig begeistert hat mich das Badezimmer, hier gab es nur eine Tür, die entweder Toilette oder Dusche verschloss. Ein nicht völlig ausgereiftes System und die Materialwahl fühlte sich nicht schön und auch nicht neuwertig an.

Mein Lieblingsraum war dagegen der Ruheraum mit der atemberaubenden Aussicht auf die Berge. Die Teestation war allerdings etwas zu heilig für mich, es gab ausschließlich Kräuter und Früchtetee, dabei hätte ich so gerne eine Tasse Grün- oder Schwarztee getrunken. Leider, leider so gesund lebe ich dann halt doch nicht.

Hotel Facts:

Website: http://www.diewasnerin.at/
Preis: ab ca. 124€ pro Person im Doppelzimmer
USP: “auszeiteln”

|Aufenthalt Februar 2017 – Die Wasnerin – Bad Aussee – Österreich|

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Neue Serie: Neulich erlebt

Zur Zeit stoße ich laufend auf interessante Geschichten rund um Hotels und Restaurants. Die Kernthemen sind da natürlich Servicequalität und Marketing. Oft mit einem bitteren Beigeschmack, manchmal auch mit überraschend guten Resultaten. Zwischen „Homerun“ und „Debakel“ entscheidet letztendlich der „Moment of Truth“ und die Reaktion der Mitarbeiter.

In meiner neuen Serie möchte ich das Thema anhand eigener Erfahrungen für Sie skizzieren und Sie zugleich ermutigen, mir Ihre Geschichten zu erzählen. Gemeinsam können wir überlegen, wie der Ablauf in Ihrem Betrieb verbessert werden könnte.

Viel Vergnügen beim Lesen, ab morgen 1. April 2017 geht es los!

Barbara Guger

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Herrliche Stunden im Hotel Auersperg in Salzburg

Ganz spontan habe ich Salzburg einen Besuch abgestattet und bin dabei mit einem Aufenthalt im Hotel Auersperg belohnt worden. Die Hoteliersfamilie habe ich bereits vergangenes Jahr in Bad Gastein kennengelernt. Die Schwester der Eigentümerin besitzt dort neben dem Hotel Miramonte außerdem noch das Haus Hirt und die Alpenlofts mit Blick über das Gasteiner Tal. In Salzburg wollte ich also unbedingt ein weiteres Haus der Familie ausprobieren.

Und die Belohnung war groß: Entdeckt habe ich eine Oase in der Salzburger Innenstadt. Mitten im hippen Andräviertel, versteckt sich ein wunderschöner, verzauberter Garten zum Entspannen. Ein herrliches Frühstück mit einer köstlichen Auswahl am Bio-Buffet und insgesamt einem Ambiente zum Genießen, all das macht das Hotel zum echten Geheimtipp für Salzburg-Besuche. Ich kann mit den Lobeshymnen gar nicht mehr aufhören, aber die Zeit war so extrem schön und nett, dass ich mich schon auf den nächsten Besuch freue.

 

 

Das Hotel kann ich also nur mit ganz viel Begeisterung weiterempfehlen. Vielleicht liegt’s auch an den tollen Farben: Ähnlich wie in Bad Gastein ist auch hier das Gespür für Farben allgegenwärtig. Wie ich jetzt herausgefunden habe, stecken dahinter die Farbkompositionen von Muthwill aus Hallein. Mit außergewöhnlichen Konzepten stellt der Meisterbetrieb aufeinander abgestimmte Farben zusammen, die einem in Erinnerung bleiben. Auch das vielleicht ein wahrer Geheimtipp.

Hotel Facts:

Website:http://www.auersperg.at
Preis: ab ca. 165€ im DZ
USP: Privater Charme mitten in der Stadt mit Garten – ganz nach dem Slogan: “Ein Haus für die Seele”

 

|Aufenthalt September 2016 – Hotel Auersperg – Salzburg – Österreich|

 

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Das Badezimmer – ein privater Raum!?

Vor circa 50 Jahren sind in unseren Breitengraden Badezimmer zum flächendeckenden Massenphänomen geworden. Endlich war der Traum vom privaten, abschließbaren Rückzugsort Wirklichkeit geworden. Ein Ort der Hygiene, aber auch der Entspannung, hier kann man alles draußen lassen und einen Moment lang ganz für sich alleine sein. Das Bad ist Privatheit pur. Obwohl objektiv betrachtet ist das Badezimmer meist gar kein gemütlicher Raum, oft viel zu klein und zu steril. Doch liebt man die Minuten hier allein.

Nun blüht dem Bad jedoch dasselbe Schicksal wie einst der Küche. Beiden Räumen werden mehr und mehr die Grenzen entzogen. Die Küche wird ins Wohnzimmer integriert, es entsteht die Wohnküche. Das Badezimmer wird zum Schlafzimmer hinzugefügt und bekommt den passenden Titel „Master Bedroom & Bath“ verliehen. Designer Philippe Starck entwickelte in den achtziger Jahren die freistehende Badewanne und die Sehnsucht nach dem offenen wohlgestalteten Raum rund um den modernen Waschzuber war geweckt. Endlich war das Badezimmer auch zum Wohnraum herangereift.

Das Badezimmer ein Sehnsuchtsort

Stunning modern bathroom with panoramic wrap around view windows overlooking a tranquil winter lake and a freestanding boat-shaped tub surrounded by burning candles, 3d rendering corner perspective

© Fotolia

Heute ist es in vielen Hotelzimmern schon Realität, da steht die Badewanne direkt neben dem Bett. Ein Sehnsuchtsort der Gäste und beliebtestes Fotomotiv der Hoteliers. In jedem eleganten Hotel darf ein Zimmer mit einer freistehenden Badewanne nicht fehlen und oft ist diese Wanne auch nur der Hingucker fürs Marketing. Schaut man jedoch genauer hin, wird dieser Luxus wenig genutzt. Auch gläserne Bäder sind en vogue, doch oft nicht zur Freude der Gäste und Reinigungskräfte. Keine Frage, es ist schön anzusehen und lässt sich gut auf Werbebildern verkaufen. In Wahrheit aber sind die Gäste oft unglücklich mit der neuen Freizügigkeit. Woher kommt das? Ich könnte mir vorstellen, dass Urlaub und Reisen für viele Gäste immer auch eine Ausnahmesituation darstellen. Man ist mit Partner/in/Kindern auf engem Raum meist durchgehend zusammen und dann wird einem auch noch dieser letzte Rückzugsort genommen. Man beobachtet und wird beobachtet.

Für mich sind es also folgende Aspekte, die Gäste als störend empfinden:

1)      Das Bad ist der Ort, an dem wir uns unserem Körper widmen. Und mal ehrlich, möchte ich wirklich vor meinem Partner die Nasenhaare trimmen oder selbst zum unfreiwilligen Zuschauer werden?

2)      Das Bad ist also ein Rückzugsort. Hier kann man seinen Gefühlen freien Lauf lassen, einmal für sich sein, vielleicht heulen, mal kräftig durchatmen oder ein vergnügtes Liedchen trällern. Kurz einfach mal sein.

3)      Teilt man sein Zimmer mit einer nicht eng vertrauten Person, möchte man zumindest im Badezimmer gerne seine Intimsphäre wahren.

Interessant war auch in meiner Forschung zu beobachten, wie genau und detailliert Hotelgäste Bäder beschreiben. Ein Bad wird nicht als Ergänzung zum Zimmer betrachtet, sondern erhält ganz eine gesonderte Aufmerksamkeit und detaillierte Beschreibung.

Beim Badezimmer gehen die Wogen also hoch. Design und Funktion wollen oft nicht Hand in Hand gehen. Die Vorstellungen der Designer/innen, wie innig und vertraut zwei Gäste im Umgang miteinander ihre Körperpflegerituale teilen sollen, stehen quer zur Realität. Die Hoteliers wissen zum Glück schon um dieses Phänomen Bescheid: Umso erheiternder zu sehen, wenn es in der Suite neben der freistehenden Badewanne fürs Foto dann auch noch ein separates Badezimmer mit Dusche und/oder Wanne gibt.

 

Wie stehen Sie dazu? Lieber Badezimmer zum Abschließen oder offenes Terrain?

 

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Urlauben in einer Kärntner Berghütte

Rein in die Natur, war das Erlebnis unseres Sommers. Wir verbrachten einige Tage in einer sehr sehr sehr abgelegenen Kärntner Berghütte. Man benötigt über 30 Minuten mit einem geländegängigen Auto vom Tal hinauf auf 1800m. Dort erwartete uns pure Einsamkeit, ein Pferd begleitet von einem Esel, eine schöne, alte Berghütte, zwei Bäche, Zauberwälder wie aus Bilderbüchern, Hirsche zum Beobachten, Pferde, Kühe und jede Menge Action für Kinder. Verzichtetet haben wir auf Handyempfang, Strom und alle weiteren Annehmlichkeiten wie fließend Wasser (aber eigentlich floss das Wasser eh im Bach vorbei). Zum Kochen musste der Herd befeuert werden und die Lebensmittel für mehrere Tage waren genau geplant, so ziemlich das Gegenteil von unserem Leben, wo wir täglich mehrere Supermärkte passieren und nach Lust und Gusto einkaufen können.

Alles war langsamer und beschaulicher, ein echter Ausstieg aus dem Alltag. Unsere Gedanken kreisten häufig um die Essenszubereitung und die Befeuerung des Ofens. Erstaunlich war die Leichtigkeit, wie sich die Kinder den neuen Gegebenheiten anpassten und welche Beschäftigungen sie einem ganzen Tag nachgingen. Ein vorbeikommender Bauer aus der Region verriet uns allerdings, dass sich die Hütten mit pubertierenden Kindern schwerer vermieten lassen, da eine Woche ohne Smartphone kaum vorstellbar sei.

Ich möchte keine Moralpredigt halten, wie früher alles besser war oder dergleichen. Der Kontrast zu unseren Hotelbesuchen war interessant und trotzdem war es nicht weniger erholend. Allerdings warmes Wasser ist schon auch schön.

Wie ist Ihre Erfahrung mit einsamen Berghütten?

Erlebte Hotels, Hotels

Erlebnisbericht: Finca Sa Garriga

Das war leider eine Fehlentscheidung. Die Finca Sa Garriga im Herzen von Mallorca verspricht auf seiner Homepage das perfekte Hideaway mit orientalischem Flair zu sein. Und ich habe mich von der extrem hohen Bewertung auf TripAdvisor und Booking sowie den tollen Gartenfotos blenden lassen. Obwohl ich denke, dass es für einige sicher das richtige Landhotel ist, für uns war es das leider nicht. Aber dazu gibt es eine Geschichte: An unserem ersten Tag kamen wir spät abends an und wollten gleich ins Bett gehen, doch die Luft im Zimmer war stickig und ein kräftiges Stoßlüften brachte unliebsame Quälgeister mit sich – Gelsen! Die Klimaanlage ließ sich nicht bedienen, vielleicht war die Batterie der Fernbedienung leer, und die Nacht im winzigen Bett wurde zur reinsten Odyssee.

Der Morgen danach war leider auch nicht besser. Um 8:30 Uhr brachte ich unser Gepäck ins Auto. Plötzlich kam mir ein aufgeregter Hotelbesitzer entgegen: „Frau Guger, Frau Guger, ihr Sohn schreit „Mama, Mama“ – das geht nicht, die anderen Gäste schlafen noch!“ Der Parkplatz lag vor dem Hotel, natürlich konnte ich meinen Sohn nicht hören. Aber wäre es nicht sinnvoller gewesen zu meinem Mann zu gehen als zu mir? Was soll ich am Parkplatz ändern? Augenblicklich lief ich zu meinem Sohn und beruhigte ihn. Fortan versuchten wir unserem Zweijährigen klarzumachen, wir würden uns in einem Flüster-Hotel befinden, in dem man eben nur flüstern dürfe. Alles in allem extrem unentspannend, 20 Minuten später reisten wir ab. Selbstverständlich kann ich die Sorge des Hoteliers verstehen. Ein freundlicher Ton wäre auch schön gewesen und ich würde mir wünschen, dass er sein Konzept überdenkt und keine Gäste mit Kindern mehr aufnimmt. So hat niemand etwas davon. Es ist anstrengend, wenn ein Kind nicht Kind sein darf. Abgesehen davon liegt die Finca jedoch inmitten einer angenehmen Landschaft mit schön angelegtem Garten, der jedoch etwas mehr Pflege benötigen würde. Die Zimmer waren nett, die Kunstwerke allerdings ein wenig beängstigend. Der Gastgeber hatte sich zu Beginn sehr gut um uns gekümmert, eine Verabschiedung schien ihm dagegen nicht mehr angebracht – unsere Abreise dürfte also für beide Seiten eine Erleichterung gewesen sein.

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Erlebnisbericht: Iberostar Albufera Park Mallorca – ihr Kinderlein, kommt

Das Iberostar Albufera Park ist ein Kinderhotel wie es im Buche steht: Viele, viele Zimmer – 250 an der Zahl. Das Hotel wurde im Jahr 2007 – möglicherweise in Absprache mit dem verstorbenen Popstar Prince – neu renoviert: Alles ist lachsfarben mit etwas Gelb (Prince hatte bei einem seiner Konzerte darauf bestanden, dass sein Publikum nur mit lachsfarbener Kleidung eingelassen werden durfte). An meinem sarkastischen Unterton merken Sie schon, die Zimmergestaltung traf meinen Geschmack wenig bis kaum.

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Aber nachdem sich mein Auge an die Farben gewöhnt hatte, fand ich den Aufenthalt auch wirklich wunderbar. Am besten hat uns das Kinderbecken gefallen, mit drei Rutschen und vielen kleinen und großen Wasserfontänen war unser Sohn kaum noch aus dem fröhlichen Badevergnügen wegzudenken. Außerdem verfügt das Hotel über einen schönen Meerzugang mit einem prachtvollen Strand. Vor dem Hotel befindet sich ein großzügiger öffentlicher Spielplatz, der auch häufig auf unserem Programm gestanden hat. Und der hoteleigene Garten sowie der gesamte Gebäudekomplex werden von einer Armee von Maintenance-Mitarbeitern und Gärtnern so richtig in Schuss gehalten. Eine wahre Meisterleistung.

Ganz generell sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr freundlich und lassen sich durch die vielen kleinen Kinder nicht im geringsten aus der Ruhe bringen. Das Essen am Buffet ist sehr gut und vor allem recht schnell am Tisch. Mein Wunsch wäre allerdings eine gesündere Variante des Kinderbuffets (fast alles ist frittiert) anzubieten, aber wir konnten uns zum Glück mit den „normalen“ Buffetspeisen aushelfen, die wir kurzerhand unserem Sohn serviert haben. Empfehlenswert ist das Tamarinos Restaurant, hier braucht man zwar eine Reservierung und ein klein wenig Geduld, die Türen öffnen erst am 19 Uhr. Aber die Lage direkt am Meer inmitten der Dünen ist viel schöner und das Essen etwas exklusiver.

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Ein Highlight für unseren Sohn war die Kinderdisco um 20:15 Uhr. Disco ist vielleicht das falsche Wort – Mit-Mach-Musical wäre wohl die bessere Beschreibung, für unseren Zweijährigen ein Riesenspaß. Das Animationsteam war sichtlich motiviert und durchaus auch lustig. Für uns war es ein Abtauchen in eine andere Welt, ein gutes Abtauchen. Die Lockerheit und der Enthusiasmus der Kinder sind super ansteckend, quasi ein Mini-Urlaub vom eigenen Erwachsensein : )

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Hotel Predi Son Jaumell in Mallorca – ein Hotelparadies für Groß und Klein in Mallorca

 

Mallorca – schöne Insel mit erlesenen Hotels – so lassen sich unsere zehn Tage in Mallorca beschreiben. Den Anfang machte das Hotel Predi Son Jaumell. Anmutig in seiner Schönheit fügt sich das altmallorquinische Landgut, ein Possessió aus dem 17. Jahrhundert, in die Landschaft. Das Predi Son Jaumell in Capdepera verfügt über 24 Suiten in unterschiedlichen Stilrichtungen mit Blick auf das umliegende Land und die gleichnamige, mittelalterliche Burg.

4 Hoteliers erfüllen sich einen Traum

Zu neuem Glanz verhalfen vier mallorquinische Hoteliers dem frühneuzeitlichen Kleinod. Ganz konträr zu ihren großen Hotels, erfüllten sich die Betreiber den Traum eines kleinen, feinen und gediegenen Fincahotels und leisteten so auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des architektonischen Erbes des Prei Son Jaumell. Mallorquinische Flechtkörbe finden sich überall als rustikale Gestaltungselemente und alleine dieses kleine Detail vermittelt die Verbundenheit mit der Insel. Meine Gratulation zu diesem tollen Projekt! Die unterschiedlichen Vorstellungen von mehreren Köchen haben hier den Brei nicht verdorben im Gegenteil, es ist noch die Extraportion Würze hinzugekommen.

Hotels & Technik

Kritikpunkt ist allerdings das Beleuchtungskonzept, hier wollte man zu viel des Guten und dachte, die Technik kann das Verhalten der Menschen vorhersehen. Öffnet man die Zimmertür, geht automatisch das Licht an. Verlässt man das Zimmer, geht das Licht aus. So weit so gut, doch möchte man eine bestimmte Lampe ein- oder ausschalten, muss man sich zunächst durch die Voreinstellung des Schalters klicken.  Auch nach vier Tagen haben wir das komplexe Lichtsystem noch nicht durchschaut.

Das komplizierte Beleuchtungskonzept hat letztlich aber auch zu vielen lustigen Erlebnissen geführt: Einmal saß ich mit unserem Sohn in der Badewanne und mein Mann holte kurz etwas aus dem Auto. Er verließ das Zimmer und kaum hatte er die Türe geschlossen, saßen wir im Dunkeln. Es war stockfinster und der Whirlpool blubbert – mein Sohn wurde stumm wie ein Fisch – wir lauschten in die Dunkelheit und mussten geduldig abwarten. Ein andermal schliefen wir schon tief und fest und plötzlich ging das Licht an und holte uns aus unseren Träumen.

Technische Spielereien sind zwar ganz nett, aber ich mache häufig die Erfahrung (besonders in Hotels), dass die verschiedenen Bedürfnisse der vielen, vielen, vielen unterschiedlichsten Gäste einfach nicht abgebildet werden können.

Und möchte man ganz kritisch sein, ist auch die WC-Lösung suboptimal. Das WC ist lediglich durch satiniertes Glas abgegrenzt und nach oben hin offen, Geräusche und Gerüche sind somit im Zimmer inklusive.

Gastronomie des Hauses

Das Predi Son Jaumell wurde auf der ganzen Insel bekannt durch sein ausgezeichnetes Restaurant von Andreu Genestra. Wir haben zwar nur das Bistro probiert, denn mit unserem kleinen Rabauken fanden wir nicht die Ruhe für dieses außergewöhnliche Esserlebnis. Schade, aber für alle, die es probieren möchten – eine Reservierung ist Pflicht, auch für Hotelgäste! Doch selbst das Bistro des Hotels können wir wärmstens empfehlen.

Das Frühstück war solide, alles da, aber irgendetwas hat für die Kategorie gefehlt. Vielleicht lag es an der mittelmäßigen Brotqualität.

Kinder willkommen

Apropos Kinder, das Hotel war nicht von Beginn an auf Kinder ausgerichtet, man rechnete einfach nicht damit, dass Familien hierher kommen würden. Doch genau das Gegenteil ist passiert, es kommen viele Kinder mit ihren Eltern und gerade die Kleinen lieben das Haus. Diese Herzlichkeit kommt auch vom Hoteldirektor und den Mitarbeiterinnen. Man spürt, dass Kinder willkommen sind. Allerdings wie ich in den Bewertungen lesen konnte, sind manche Gäste nicht mit den Kindern zufrieden. Schade.

Räume zum Sein

Die umwerfende Gestaltung des Landsitzes, angefangen von den Gärten, dem Poolbereich, den Restaurants und Zimmern bis hin zu den unzähligen kleinen öffentlichen Bereichen, wo man entspannt genießen und lesen kann, bietet Ruhe und Erholung. Diese Bereiche außerhalb der Zimmer liegen mir immer besonders am Herzen, da entsteht ein Gefühl von Großzügigkeit und Gemütlichkeit.

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Sleeping in the Box – H´Otello B´01

Sleeping in the Box ist die Kurzfassung meines Aufenthalts in München. Das H´Otello B´01 in der Münchner Innenstadt ist reduziert, zu reduziert. Die Zimmer sind klein und der Preis einfach zu teuer. Stolze 170 € zahlt man für beste Münchner Lage (in der Ludwigsvorstadt direkt am Isartor).

Schick, aber ohne Wiedererkennungswert.

Keine Frage das Design ist schön, in schlichter Eleganz mit hochwertigen Materialien. Doch nichts von alledem bleibt in Erinnerung. Und obwohl es eigentlich an nichts gemangelt hat, war eben genau diese fehlende Atmosphäre dann auch der Grund, warum ich nicht einmal zum Frühstück bleiben wollte. Deshalb habe ich dem Thompson München einen Besuch abgestattet. Diese Mischung aus Bar und Restaurant der KWAG-Gruppe ist in puncto Design der Hammer: Man fühlt sich wie in einer New Yorker Hotellobby und das obwohl das Lokal „nur“ der Kunden-und Meeting-Point der Eigentümer ist, sozusagen das Wohnzimmer der KWAG-Gruppe.

Hotelname H´Otello B01

Man sieht, über das H´Otello kann ich wenig berichten. Aufgrund seines fehlenden Charakters kann ich nur noch ein wenig Klarheit in die verwirrende Namensgebung bringen: Denn es gibt drei H´Otellos in München mit den Kürzeln B01, H09 und F22. Der Hotelname setzt sich aus dem ersten Buchstaben des Straßennamens + Hausnummer zusammen (z.B. B01 – Baaderstrasse 1).

Soweit so gut, eine nette Idee. Doch sucht man sich durch den Hoteldschungel von München, ist es schier unmöglich sich Buchstabe und Nummer zu merken. H´Otello hatte ich schnell auf der Watchlist, aber umso mehr ich suchte, umso häufiger kam die Frage auf, wieso kostet es hier so viel mehr und dort so viel weniger? Die Lösung ist natürlich die Lage: Verschiedene Preise für  unterschiedliche Standorte. Und dem Nummern- und Buchstabensalat hätte ich mehr Beachtung schenken können, doch ist das nicht gerade serviceorientiert für potentielle Gäste. Aus SEO-Sicht bin ich mir übrigens auch nicht sicher, ob H´Otello für Google so eine geschickte Bezeichnung ist.

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Der Design-Geheimtipp in Wien: Das Hotel Beethoven

Seit Jahren lebe ich jetzt schon in Wien, doch mein Entdeckerinnenherz verschlägt mich immer wieder in unbekannte Ecken und neue Betten. Denn ganz besonders gerne übernachte ich in Wiener Hotels, diesmal im Hotel Beethoven. So quasi Ferien in der eigenen Stadt.

Das Hotel Beethoven: Hinter historischen Mauern liegt eine sinnliche Zauberwelt.

Barbara Ludwig, das Herz und die Seele des Hotels, renoviert mit viel Liebe zum Detail seit Jahren das Haus in der Papagenogasse im 6. Wiener Gemeindebezirk. Ursprünglich ein Bordell, trachtet sie danach, ebendiese Sinnlichkeit in die neu ausgestatteten Zimmer zu transportieren.

Wir haben in einem der Zimmer im 6. Stock, der obersten Etage, mit Blick über die Dächer der Stadt genächtigt. In den Räumen wird viel mit gewagten Farbkombinationen, mit ausgefallenen Materialien und tollen Tapeten gearbeitet. Diese sind auch von der Haptik sehr aufregend, also nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein Hingreifer.

Das Design im 6. Stock stammt von der Firma Quas.

Bilder und Informationen zur Renovierung des 5. Stocks finden Sie hier.

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Mühlviertler Hide away – der Mühltalhof

Nördlich von Linz, im tiefsten Mühlviertel, liegt malerisch am Fluss der Mühltalhof. Für Gourmets wie meinem Mann ein Sehnsuchtsort, für mich ein Hotel, dass man gesehen haben muss.
Hier dreht sich alles ums Essen und Ruhe. Schön ist das.

Die Lage macht es so besonders, ruhig plätschert die Mühl dahin. Manche Zimmer orientieren sich komplett am Wasser und die kleine Wiese mit perfektem Rasen ruft mir im November noch zu: „Los ab ins Wasser!“
Das Diner war himmlisch. Regionalität ist die Maxime und selbst aus der gemeinen Erdäpfel konnten sie ein Gedicht zaubern, als Amuse Geule gab es Erdäpfel in Rapssamen mit Sauce hollandaise. Die liebevolle Regionalität im Haus lässt selbst das rauhe Mühlviertel in einem weicheren Licht erscheinen.

Hotel Facts:

Architekt: Klaus Leitner
Baujahr: 2008
Preise: ab 120€ im DZ inkl. Frühstück
Lage: Neufelden – im oberösterreichischen Mühlviertel, 35 km nördlich von Linz
USP: Küche mit 3 Hauben & Lage an der Mühl

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Schlaflos im Hotel

Weibliche Füße mit Schlafanzug im Bett am Morgen in blauer Bettwäsche

(© Fotolia)

Liegen Sie auch manchmal nächtens wach im Hotelbett und wälzen sich von der einen auf die andere Seite? Uns Dreien ist es jedenfalls diese Woche so ergangen.

Die Luft war dermaßen trocken, dass unser kleiner Sohn um Mitternacht begonnen hat, zu husten und wir uns im 2-Stunden-Takt Wasser zum Benetzen der Kehle holten. Ich, meines Zeichens Murmeltier, schlafe immer und überall prächtig, selbst am Flughafen, im Flugzeug, neben Babygeschrei und sogar bei lauten Partys. Aber diese “Hotelluft” brachte sogar mich dazu, ständig aufzuwachen und das Kratzen mit ein paar Schluck Wasser zu beseitigen.

Selbstverständlich haben wir gelüftet, aber die Frischluft war nur von kurzer Dauer, nach 30 Minuten ging es von vorne los.

Ein derzeitiger Trend in Hotels ist es die Schlafqualität zu verbessern, die Betten werden besser, die Wäsche angenehmer und Pölster vielfältiger, aber wie kann man die Luft verbessern?

Kennen Sie andere Gründe, wieso man in Hotels nicht gut schläft? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

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Ein Hotel von Architekten für Architekten | Casa do Conto | Porto

Meine Begeisterung für das Casa do Conto in Porto wollte nicht enden, unbedingt wollte ich dieses Hotel kennenlernen. Und sowie ich einchecke, endete diese Begeisterung. Es ist ein Haus von Architekten für Architekten. Ja, ich bin ein Fan zeitgenössischer Architektur und ja, ich dachte es ist ein hübsches Hotel. Trifft alles zu. Aber Architektur alleine ist nicht alles. Das Gebäude braucht Seele und Herz. Beides vermisste ich in diesem schönen Haus. An den Mitarbeiter/innen lag es nicht, sie waren freundlich und hilfsbereit. Und doch war es kühl, sowohl physisch wie auch psychisch.

Farblos dominiert, Grau in allen Tönen kombiniert mit Schwarz und Weiß lässt keine Wärme verströmen. Lieblos plazierte und übergossene Pflanzen vermitteln kein Gefühl der Sorgfalt. Genau diese Kleinigkeiten machen den Unterschied.
Die Wahl der Möbel hätte James Bond alias Sean Connery entsprochen, doch wirkte die Kombination deplaziert. Wie wenn Daniel Craig in ein Auto von Sean Connery den Gangster verfolgt, eine aussichtlose Sache. Schade, so ein Potenzial muss auch von den Hoteliers genutzt werden.

Hotel Facts:

Hotelwebsite: http://www.casadoconto.com

Preis: ab ca. 125€

Architektur: Pedra Líquida

Location: Rua da Boavista, 713, Porto, Portugal

Grafik: R2

Consultants: AB Projectos, Gatengel, GET, ALFA Engenhari

Bauphasen: 1. Phase 2008-2009, 2. Phase 2009-2011

Photographie: FG+SG – Fernando Guerra, Sergio Guerra

|Aufenthalt März 2014 – Casa do Conto – Porto – Portugal|

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Im Theater zu Hause das Hotel Teatro Porto | Portugal

Porto, eine größere Stadt im Norden Portugals ist für den Hafen und die rauhen Sitten gekannt. Wir entdeckten besondere Hotelkonzepte und nette Restaurants. Zuerst verbrachten wir eine Nacht im Hotel Teatro und anschließend im Casa da Conto.

Theater auf die Fahnen geheftet.

Zuerst war ich nicht so überzeugt, ob eine Inszenierung als Theaterhotel wirklich gut klappen könnte, doch fühlten wir uns im Hotel Teatro so wohl, dass meine Bedenken augenblicklich schwanden.

Es wurde mit viel Gold und dunklen Materialien gearbeitet. Etwas düster, aber dafür umso geheimnisvoller.
Einblicke in die Welt des Theaters erhaschte man durch Vitrinen, in denen alte Kostüme ausgestellt werden. Schwere Vorhänge zonierten die Räumlichkeiten. Wie eine Diva fühlte man sich im Zimmer, üppige Materialen und eine goldene Badewanne hinterließen ein Gefühl von in Champagner baden zu wollen.

Genauso ist Porto,  eine Bühne. An manchen Ecken düster, an anderen Ecken sehr schmuck. Ein tolles Konzept für ein außergewöhnliches Hotel.

Hotel Facts:

Homepage: http://www.hotelteatro.pt/
Zimmer: 74
Kategorie: 4-Sterne
Eröffnung: 2011
Preis: ab ca. 120€

|Aufenthalt März 2014 – Hotel Teatro – Porto –  Portugal|