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Details im Hotel, Erlebte Hotels, Erwartungen an Hotels, Information, Lieblingshotels

Gefühlswelt Hotel

„2000 auf 79“ ist der Titel eines Beitrags von Martin Schumacher (conos GMBH) im Tourismuspresse Blog. Der Autor war 26 Jahre auf Reisen, und ist in 79 Ländern in 2000 verschiedene Hotels  eingecheckt. Mehr dazu gibt’s hier.

Beim Lesen des Artikels hat mich die Inspiration gepackt und meine Freude an Statistik war geweckt: Drei Stunden später war dann auch meine persönliche Liste von all den Reisen, Ländern und Hotels fertig (ziemlich rasch, dank Blog RosaPfeffer) Und zack da waren sie wieder – all die Erlebnisse in den verschiedenen Hotels, der Geschmack des Essens und die Gefühle an den unterschiedlichsten Orten.  Kaum ein Hotel ist in Vergessenheit geraten, vermutlich auch, weil ich in deutlich weniger Hotels genächtigt habe, als Martin Schumacher. Immerhin waren es bei mir rund 177 Hotels in zehn Jahren mit 287 Übernachtungen. (Fast) Jedes Haus wurde sorgsam von mir ausgewählt und kaum eines war ein 0815 Hotel.

Aber zurück zu den Gefühlen, die ich beim Erstellen meiner Liste richtiggehend im ganzen Körper spüren konnte. Die Skala wie ich mich in diesen Hotels gefühlt habe und die damit verbundenen Gefühlswelten reichen von:

  • beschützt – wachsam (sehr wichtig in Südamerika und Südafrika)
  • entspannt – gestresst
  • wohl – unwohl
  • unbeachtet – beobachtet
  • frei – eingesperrt
  • offen – verschlossen
  • glücklich – unglücklich
  • aufgeregt – gelangweilt
  • richtig – falsch

Gerade das letzte Begriffspaar „richtig – falsch“ ist eine ganz eigene Kategorie. Falsch im Sinne von, ob es zu meinen / unseren Bedürfnissen passt. Denn es gibt Hotels, die passen einfach nicht zu mir / zu uns – oder ich bzw. wir passen nicht in dieses Hotel. Ein Umstand, der schnell zum puren Ärgernis werden kann. Gerade dann, wenn man eine ganz genaue Vorstellung oder Erwartung an einen Aufenthalt hat. In diesem speziellen Fall denke ich an ein Hotel auf Mauritius. Das erhoffte Urlaubsgefühl wollte sich partout nicht einstellen und wir haben uns einfach nicht wohl gefühlt. Auf dem Weg in die Hauptstadt sahen wir dann ein Hotelschild, und alleine das Logo verriet uns: Das ist unser Hotel!

Nach nur drei Minuten im diesem Haus bestätigte sich unser Gefühl (und all das sogar zum selben Preis wie das gebuchte Hotel), nur leider zu spät. Vielleicht beim nächsten Besuch. Das passende Hotel zu finden ist wirklich eine Kunst für sich.

Was ist mir prickelnd in einigen Hotels in Erinnerung geblieben?

Was hat bis heute einen schalen Eindruck hinterlassen?

  • Unfreundliche Mitarbeiter_innen
  • Sich auf Schritt und Tritt beobachtet fühlen – ein höchst unangenehmes Gefühl
  • Komplizierte Technik – wenn man eine Gebrauchsanweisung für sein Zimmer benötigt, und nicht einmal Licht oder Klimaanlage „einfach“ bedienen kann – einmal habe ich wirklich mit Licht geschlafen, weil nicht einmal der Rezeptionist wusste, wie man es ausschaltet z.B. Sheraton Mexiko City
  • Schlechtes Frühstück – üppige Buffets mit billigem Essen
  • Tee mit Chlorgeschmack z.B. Westin Bahamas
  • Unflexibilität
  • Geiz

 

Meine Top 20 Hotels poste ich gerade auf Instagram. Ein purer Genuss in diesen schönen Erinnerungen zu schwelgen.

Erlebte Hotels, Information

Mutterglück

Mutterglück pur. Seit drei Monaten ist unsere kleine Tochter bei uns. Jetzt sind wir 4.

Die Liebe zu Hotels ist ihr in die Wiege gelegt – schon mit 7 Wochen durfte sie das Loisium in Ehrenhausen testen und eine Ferienwohnung am Stubenberger See in der Steiermark. Beides hat ihr sehr gut gefallen. Fazit – unser Sommerurlaub kann kommen – 6 Hotels in knapp 3 Wochen .

 

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Erwartungen an Hotels, Hotels, Information, Kinder sind willkommen, Lieblingshotels

Gradonna – ein besonderer Ort

Das Gradonna in Kals war schlichtweg unglaublich, wir verbrachten hier herrliche Urlaubstage und können das Hotel sehr empfehlen, auch mit kleinen Kindern.

Architektur & Landschaft

Man muss einfach “DAS” Gradonna sagen, um der Besonderheit dieses Ortes sprachlich näherzukommen. Ja, es mag als Bauwerk enorm groß anmuten und der Gebäudekomplex ist auch riesig. Durch die Lage oberhalb von Kals wirkt das Hotel noch imposanter, Architektur und Landschaft fügen sich dennoch zu einem harmonischen Gesamtbild. Das Hotel auf über 1.300 m Höhe verfügt über 117 Zimmer, zwölf Suiten und 42 Châlets. Um diese Dimensionen schonend in die Landschaft einzugliedern, wurden die Entwürfe an die Topographie und Vegetation der Umgebung angepasst. Es ist wirklich erstaunlich wie lange das Resort dem Auge verborgen bleibt.

Der Fokus „Natur und Nachhaltigkeit“ ist im ganzen Haus spürbar, die verwendeten Materialien reichen von Fichten- und Zirbenholz über Kalser Marmor bis zu Filzstoffen aus der Region. Tradition neu interpretiert also.

Zimmer & Essen

In den Zimmern haben uns die Nischen begeistert, hier kann man herrlich verweilen und der wilden Natur zusehen – bei unserem Besuch hat es gestürmt und der Nebel legte sich wie ein Schleier über den Berg, bis man nichts mehr gesehen hat. Und dennoch war es behaglich und schön. Wir wurden mit einer Halbpension verwöhnt und seitdem gilt das Essen im Gradonna für uns als neuer Maßstab für andere Halbpensionen in Hotels. Köstliche Speisen, lustige Buffetideen, wie z.B. gesunde Snacks für Wanderungen, die man sich beim Frühstück holen kann, bleiben im Gedächtnis. Der Brotlaib, den man bei der Abreise als Geschenk mitbekommt, tut natürlich auch sein Übriges dazu. Und in diesen Minuten trage ich die Hauspatschen des Hotels und spüre schon wieder die Vorfreude aufkommen, denn bald fahren wir wieder hin.

Eltern und Kinder im Hotel

Unser kleiner Sohn hat den Aufenthalt auch sehr genossen und es ist wieder einmal ein sehr gelungenes Beispiel für ein Hotel, in dem Eltern mit ihren Kindern entspannen und sein können. Die Eltern müssen sich nicht in eine kunterbunte Kinderwelt begeben und werden vom Elterndasein aufgesaugt. Die Kinder wiederum können hier einfach Kinder sein und den Urlaub genießen. Schön ist das.

Details im Hotel, Information

Serie: Neulich erlebt – Wie 7, 20 Euro 30 Cent Differenz aufwiegen oder: Empowerment in der Gastronomie

Wie 7, 20 Euro 30 Cent Differenz aufwiegen oder: Empowerment in der Gastronomie

Regina, meine Nachbarin und ich haben kürzlich ein angesagtes Burgerlokal in der Mariahilfer Straße in Wien besucht. Zügig haben wir uns für Speisen und Getränke entschieden. Übersichtlich erschien unsere Bestellung auf einem großen Monitor, inklusive Rechnungsbetrag. Die Differenz zwischen dem Angebot, das groß auf einer Tafel angepriesen wurde und dem tatsächlichen Betrag auf unserer Rechnung wurde dadurch noch augenscheinlicher. Auf Nachfrage, wie denn eine Differenz von 30 Cent zugunsten des Lokals zustande kommen könnte, meinte die Mitarbeiterin zerknirscht, die Registrierkasse wäre noch nicht fertig programmiert. Angebotspreise könnten demnach nicht boniert werden. Wir nickten verständnisvoll und auch ein wenig ratlos und bekamen noch im selben Moment zwei Jetons für hausgemachte Limonaden. Ohne zu zögern hatte uns die freundliche Mitarbeiterin auf zwei Getränke eingeladen.

Empowerment in der Gastronomie:

Empowerment in der Gastronomie par excellence: Die Mitarbeiterin musste niemanden fragen. Sie konnte selbst entscheiden. Wir hatten nicht mal die Chance, negative Gefühle aufkommen zu lassen. Und erhielten ein Geschenk im Gegenwert von 7,20 Euro. Eine großartige Reaktion der Mitarbeiterin und eine großartige Leistung des Managements.

 

Am 1. Mai geht es weiter mit einem Artikel zu Mondpreisen in einem 3-Sterne-Hotel.

Alles Gute,

Barbara Guger

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Hotels, Information

Neue Serie: Neulich erlebt

Zur Zeit stoße ich laufend auf interessante Geschichten rund um Hotels und Restaurants. Die Kernthemen sind da natürlich Servicequalität und Marketing. Oft mit einem bitteren Beigeschmack, manchmal auch mit überraschend guten Resultaten. Zwischen „Homerun“ und „Debakel“ entscheidet letztendlich der „Moment of Truth“ und die Reaktion der Mitarbeiter.

In meiner neuen Serie möchte ich das Thema anhand eigener Erfahrungen für Sie skizzieren und Sie zugleich ermutigen, mir Ihre Geschichten zu erzählen. Gemeinsam können wir überlegen, wie der Ablauf in Ihrem Betrieb verbessert werden könnte.

Viel Vergnügen beim Lesen, ab morgen 1. April 2017 geht es los!

Barbara Guger

Information, Neue Ideen für Hotels

Wände sprechen Bände – die Rückkehr der Tapeten

Wand & Deko

Wände sind wunderbar wand-elbar: Tapeten setzen in Szene, verkleiden unschöne Stellen, schmücken Räume und heben hervor.

Das Stilmittel der Tapete ist seit Jahren wieder zurück und man kann richtig eintauchen in die Welt der Vielfalt. Vorbei ist die Spießigkeit der Siebziger, Stichwort Rauhfaser, vorbei ist auch jegliche Zurückhaltung. Ob opulent gemustert, mit zarten Farben oder im Stil des Fotorealismus – alles ist erlaubt. Hotels haben dieses (meist) kostengünstige Stilmittel für sich entdeckt.

Ab in den Dschungel

Hier die surrealistische Dschungellandschaft aus meinem Büro. Ich wollte ausbrechen aus dem gewohnten weißen Büro und meinen Augen etwas Grün, ein paar exotische Tier und vor allem Abwechslung gönnen. Die Reise in die Tropen ist täglich eine Inspiration für neue Ideen.

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Ausbildung Hotelmanagement | BFI Wien

Als Teil von drei Trainerinnen (gemeinsam mit Marie-Louise Mayer und Elisabeth Wirlinger) bei der BFI Ausbildung Hotelmanagement durfte ich letzte Woche acht flotte Teilnehmer/innen in die Bereiche Green Hotels & Social Media in der Hotellerie einführen.

hotelmanagementlehrgang-bfi-wien-rosapfeffer

Wir hatten in diesen drei Tagen viel Spaß, konnten herzhaft über verschrumpelte Karottenbilder auf einer Hotelwebsite lachen und fanden heraus, dass die Marketingaufgaben eines Hotels gewaltig sind.

Ich wünsche euch alles Gute für eure weitere Zukunft und ganz viel Freude in der Hotellerie.

Barbara

 

PS: Für Interessierte: Der nächste Lehrgang start im April 2017

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Hotelmarketing, Information

Das Badezimmer – ein privater Raum!?

Vor circa 50 Jahren sind in unseren Breitengraden Badezimmer zum flächendeckenden Massenphänomen geworden. Endlich war der Traum vom privaten, abschließbaren Rückzugsort Wirklichkeit geworden. Ein Ort der Hygiene, aber auch der Entspannung, hier kann man alles draußen lassen und einen Moment lang ganz für sich alleine sein. Das Bad ist Privatheit pur. Obwohl objektiv betrachtet ist das Badezimmer meist gar kein gemütlicher Raum, oft viel zu klein und zu steril. Doch liebt man die Minuten hier allein.

Nun blüht dem Bad jedoch dasselbe Schicksal wie einst der Küche. Beiden Räumen werden mehr und mehr die Grenzen entzogen. Die Küche wird ins Wohnzimmer integriert, es entsteht die Wohnküche. Das Badezimmer wird zum Schlafzimmer hinzugefügt und bekommt den passenden Titel „Master Bedroom & Bath“ verliehen. Designer Philippe Starck entwickelte in den achtziger Jahren die freistehende Badewanne und die Sehnsucht nach dem offenen wohlgestalteten Raum rund um den modernen Waschzuber war geweckt. Endlich war das Badezimmer auch zum Wohnraum herangereift.

Das Badezimmer ein Sehnsuchtsort

Stunning modern bathroom with panoramic wrap around view windows overlooking a tranquil winter lake and a freestanding boat-shaped tub surrounded by burning candles, 3d rendering corner perspective

© Fotolia

Heute ist es in vielen Hotelzimmern schon Realität, da steht die Badewanne direkt neben dem Bett. Ein Sehnsuchtsort der Gäste und beliebtestes Fotomotiv der Hoteliers. In jedem eleganten Hotel darf ein Zimmer mit einer freistehenden Badewanne nicht fehlen und oft ist diese Wanne auch nur der Hingucker fürs Marketing. Schaut man jedoch genauer hin, wird dieser Luxus wenig genutzt. Auch gläserne Bäder sind en vogue, doch oft nicht zur Freude der Gäste und Reinigungskräfte. Keine Frage, es ist schön anzusehen und lässt sich gut auf Werbebildern verkaufen. In Wahrheit aber sind die Gäste oft unglücklich mit der neuen Freizügigkeit. Woher kommt das? Ich könnte mir vorstellen, dass Urlaub und Reisen für viele Gäste immer auch eine Ausnahmesituation darstellen. Man ist mit Partner/in/Kindern auf engem Raum meist durchgehend zusammen und dann wird einem auch noch dieser letzte Rückzugsort genommen. Man beobachtet und wird beobachtet.

Für mich sind es also folgende Aspekte, die Gäste als störend empfinden:

1)      Das Bad ist der Ort, an dem wir uns unserem Körper widmen. Und mal ehrlich, möchte ich wirklich vor meinem Partner die Nasenhaare trimmen oder selbst zum unfreiwilligen Zuschauer werden?

2)      Das Bad ist also ein Rückzugsort. Hier kann man seinen Gefühlen freien Lauf lassen, einmal für sich sein, vielleicht heulen, mal kräftig durchatmen oder ein vergnügtes Liedchen trällern. Kurz einfach mal sein.

3)      Teilt man sein Zimmer mit einer nicht eng vertrauten Person, möchte man zumindest im Badezimmer gerne seine Intimsphäre wahren.

Interessant war auch in meiner Forschung zu beobachten, wie genau und detailliert Hotelgäste Bäder beschreiben. Ein Bad wird nicht als Ergänzung zum Zimmer betrachtet, sondern erhält ganz eine gesonderte Aufmerksamkeit und detaillierte Beschreibung.

Beim Badezimmer gehen die Wogen also hoch. Design und Funktion wollen oft nicht Hand in Hand gehen. Die Vorstellungen der Designer/innen, wie innig und vertraut zwei Gäste im Umgang miteinander ihre Körperpflegerituale teilen sollen, stehen quer zur Realität. Die Hoteliers wissen zum Glück schon um dieses Phänomen Bescheid: Umso erheiternder zu sehen, wenn es in der Suite neben der freistehenden Badewanne fürs Foto dann auch noch ein separates Badezimmer mit Dusche und/oder Wanne gibt.

 

Wie stehen Sie dazu? Lieber Badezimmer zum Abschließen oder offenes Terrain?

 

Forschung, Hotelmarketing, Information

Veranstaltungstipp: “GuEsT in contact – Kommunikation neu gedacht”

Hotel der Zukunft” lädt zum 14. Zukunftssymposium

Einladung 14. Zukunftssymposium
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“GuEsT in contact – Kommunikation neu gedacht”

Get in contact with your guests! Aber wie? Persönlich, online oder gar nicht? Hotelangebote unterscheiden immer mehr nach Gästesegmenten. Wie kann da die Kommunikation zwischen Gastgeber und Gast mithalten? Der Fachverband Hotellerie lädt zu einem Expertengespräch mit dem Hotel der Zukunft-Partner Alcatel-Lucent Enterprise und führt Sie in die Welt der maßgeschneiderten digitalen Kommunikationstechnologie. Ganz nach dem Motto: Kommunikation ist nicht alles, aber ohne Kommunikation ist alles nichts.

14. Zukunftssymposium
“GuEsT in contact – Kommunikation neu gedacht”

17.00 h  Begrüßung und Moderation
Matthias Koch (Fachverband Hotellerie)17.15 h  Einleitung Markus Bucher (Alcatel-Lucent Enterprise)

Impuls “Digitalisierung im Hotel der Zukunft”
Andreas Proefrock (Alcatel-Lucent Enterprise)

17.45 h  Workshops (Basis / Premium Modul)

18.45 h  Zusammenfassung

19.00 h  Netzwerken bei Buffet

Basis Modul
Michael Robert Steiner, Alcatel-Lucent Enterprise  

Quo Vadis – Effizientere Betriebsprozesse durch optimierte Gästekommunikationslösungen.
Der Workshop befasst sich mit der Frage, ob und wie eine optimierte Kommunikationslandschaft die organisatorischen Herausforderungen im Hotelbetrieb positiv beeinflussen kann.

oder

Premium Modul
Andreas Proefrock, Alcatel-Lucent Enterprise

Sind Sie HoT? Antworten zu Hotel of Things und künstlicher Intelligenz.
Kann man den Gast unter Zuhilfenahme der digitalen Kommunikationstechnologie auf seiner Reise begleiten und behüten? In diesem Workshop befassen wir uns mit den Herausforderungen und Lösungsansätzen der digitalen „Guest Journey“.

Ort:
Haus der Bauwirtschaft
Festsaal
Schaumburgergasse 20/8
1040 Wien

Wir bitten um Anmeldung bis spätestens 15. November 2016 via
hotels@wko.at oder Online-Anmeldung inklusive Angabe Ihres gewählten Moduls!

 

Hotels, Information

Veranstaltungstipp: Zimmer frei

Auf meinen Reisen begegne ich immer wieder “Hotelleichen” und bin fasziniert von deren Geschichte. Schön, dass es jetzt eine Konferenz zu diesem Thema gibt.

 

“Veranstaltungtipp: 5. LeerstandskonferenzZimmer frei! Regionen zwischen Tourismus und Leerstand
Donnerstag 13. und Freitag 14. Oktober 2016
St. Corona am Wechsel, Niederösterreich
Wechsel Lounge, Neueröffnung Herbst 2016
www.leerstandskonferenz.at
Mitte Oktober 2016 organisiert und leitet das Architekturbüro nonconfom zt gmbh bereits
zum fünften Mal die Leerstandskonferenz. Die Veranstaltungsreihe setzt sich in Vorträgen
und unterschiedlichen Diskussionsformaten mit erfolgreichen Strategien gegen Leerstand
und Ausdünnung kommunaler Zentren auseinander.
Die 5. Leerstandskonferenz widmet sich im touristisch geprägten Österreich einem oftmals
unter den Tisch gekehrten Thema: „Tourismus und Leerstand“. Das bedeutet auch das
Überprüfen liebgewonnener (Selbst)Zuschreibungen und Klischees: „Tourismusland
Österreich! Traumhafte Landschaft, weiße Pisten, wunderschöne und gepflegte Kleinstädte
und Dörfer, volle Gasthäuser, ausgebuchte Pensionen und Hotels.“
Zum Programm

 

 

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Der hybride Gast im Tourismus

Reinhard Lanner im Gespräch mit dem Marketing Forum Salzburg über den hybriden Gast im Tourismus.

Ein tolles Interview zum Nachlesen oder zum Ansehen.

Tiefer in die Materie eintauchen kann man bei der Veranstaltung des Marketing Forums Salzburg:

Wann: 15.11.2016 ab 13:00 Uhr

WO: Fachhochschule Salzburg, Campus Urstein

Veranstalter: Studiengang Betriebswirtschaft BWI, Fachbereich Marketing & Relationship Management MRM, Programm

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Serie: Social Media 1 x 1 | Instagram für Hotels

Instagram ist die Social Media Plattform mit dem stärksten Zuwachs, das kann man täglich mitverfolgen. Instagram ist schnell, frisch und macht deutlich mehr Spaß als Facebook.

Zur Info: Die Definition von Wikipedia lautet, „Instagram ist eine Mischung aus Microblog und audiovisueller Plattform und ermöglicht es, Fotos auch in anderen sozialen Netzwerken zu verbreiten.“

Was bringt Instagram für Hotels? Eine gute Frage. Erwarten Sie sich keinen direkten Effekt. Instagram steht in der Customer Journey ganz vorne und ganz am Ende einer Reise. Bevor der Gast verreist, sieht er/sie sich vielleicht Bilder von Freunden, speziellen Instagram-Themenseiten oder Instagram-Blogger/innen an. Man verkauft ja schließlich auch nicht das Steak, sondern den Appetit darauf. Gäste posten während einer Reise Bilder von ihrem Aufenthalt und hier schließt sich der Kreis wieder – nützen Sie diese Chancen, die sich damit für ein Hotel ergeben.

Instagram für Hotels – 11 Punkte

  1. Mitmachen statt zusehen – Fakt ist, Ihre Gäste werden Bilder Ihres Hotels posten, ob Sie wollen oder nicht. Sehen sie unter geo-tagging doch mal nach, welche Bilder von ihrem Hotel bereits online sind. Natürlich wünscht man sich die schönsten Bilder des eigenen Hotels im Internet, doch nicht jeder Nutzer ist ein Spitzenfotograf, da kann es schon vorkommen, dass auch unschöne Bilder im Web landen. Noch wichtiger sind Selfies Ihrer Gäste, selbst das eine oder andere Nacktfoto kann sich da unter die Bildergebnisse Ihres Hotels verirren. Ein Grund mehr, auch aktiv Instagram zu nutzen, um ein gewisses Niveau sicherzustellen. Übrigens, die Bilder mit den meisten Likes werden vorgereiht bei geo-tagging dargestellt.
  2. Bildqualität ist entscheidend – darf es bei Facebook auch mal ein Schnappschuss sein, so muss auf Instagram die Aufnahmequalität stimmen. Fotocredits nicht vergessen und die Fotografen auch im Post erwähnen.
  3. Hashtag, Hashtag, Hashtag – von Twitter längst bekannt – sind #hashtags auch auf Instagram das Um und Auf. #hashtags bestimmen das Suchverhalten der Nutzer. Leider ist das auch der aufwendigste Part von Instagram. Vermeintlich gut durchdachte #hashtags können in der Social Media Welt etwas ganz anderes bedeuten. Sucht man z.B. nach Wellness, erhält man viele Essensbilder und Körperbilder, deswegen ist der #hashtag #spa für Hotels derzeit wichtiger (ich schreibe bewusst derzeit, in einem Monat sieht das alles wieder ganz anders aus). Übrigens, man kann bis zu 30 #hashtags in einem Post verwenden. Also, einfach loslegen und eine eigene #hashtag-Liste anlegen. Und nicht vergessen: #hashtag der Region und Destination angeben und mit etwas Glück, erhält man von der Themenseite der Region ein Feature und die Reichweite steigt. Apropos #hashtag – ein #hashtag funktioniert wie eine Bildunterschrift oder Bilderklärung. Die Beschreibung direkt beim Bild kann kreativ sein, die Verlinkung, Vernetzung und damit Reichweitenoptimierung entsteht erst durch den #hashtag.
  4. #hashtag kreieren und bewerben – besonders elegant sind derzeit eigene #hashtag-Kreationen – es muss nicht unbedingt der Hotelname sein, stellen Sie Ihre Kreativität unter Beweis und vermarkten Sie Ihre Kreation. Informieren und ermuntern Sie Ihre Gäste, Ihren #hashtag zu verwenden. Das Grand Ferdinand in Wien nimmt z.B. #grandelegance.
  5. Selfie Momente schaffen – wo kann sich der Gast am schönsten selbst fotografieren. Suchen Sie den perfekten Selfie-Spot in Ihrem Hotel und bewerben Sie diesen. Vielleicht ist sogar eine kleine gestalterische Maßnahme nötig, doch nutzen Sie diese gratis Marketingchance (und vergessen Sie das Schild mit dem Namen Ihres #hashtags nicht!).
    selfie spot - RosaPeffer
  6. Bauen Sie eine Community auf – versuchen Sie, bekannte Instagrammer/innen in Ihr Hotel einzuladen, um mehr Aufmerksamkeit von der Community zu erhalten. Als ersten Schritt kann es auch schon hilfreich sein, ausgewählte Instagrammer/innen zu kommentieren, zu liken und zu #hashtaggen (sprich sich mit ihnen zu verlinken).
  7. Der richtige Zeitpunkt zählt – morgens, abends und am Wochenende sind Posts besonders erfolgreich.
  8. Videos sind angesagt – Videos gewinnen wie auf Facebook, so auch auf Instagram stark an Bedeutung und somit an Reichweite. Und da Instagram nun mal Teil von Facebook ist, wird dieser Bereich besonders forciert. Also: Drehen Sie kleine Videos und ab geht die Post.
  9. Legen Sie sich einen Redaktionsplan zu – wann soll was auf Instagram passieren. Spontanität ist zwar erwünscht, doch Pläne sind wirkungsvoller und erleichtern Ihnen die Betreuung Ihres Instagram-Auftritts. Planen Sie spezielle Posts für Muttertage, Valentinstage, Nationalfeiertage, World Hugging Day’s und was sonst noch in Ihre Hotelpositionierung passen könnte.
  10. Trial and Error – wie für alle Social Media Kanäle gilt Trial and Error, bisher ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Probieren Sie also aus, kontrollieren Sie und verbessern Sie. Und vergessen Sie dabei nicht, dieses Medium ist sehr schnelllebig. Vor zwei Monaten etwa habe ich einen Vortrag zum Thema Instagram gehalten und am Tag vor meiner Präsentation wurde kurzerhand das Logo geändert… Schnee von gestern.
  11. Ein guter Anfang ist die halbe Miete – es kommt vor, dass man sich einen neuen Account anlegt, ein wenig herumprobiert und das Thema dann wieder aus den Augen verliert. Der Hauptgrund ist meistens Zeitmangel, das kann man niemandem verdenken, doch Besucher sehen Ihre unbetreute Seite trotzdem, Tag für Tag. Zeigen Sie von Beginn Ihres neuen Social Media Kanals an einen guten Grundstock von Hotelbildern. Wählen Sie diese vorab aus und überlegen Sie sich eine mögliche Reihenfolge, bevor Sie sich mitten ins Getümmel stürzen, Sie werden sehen, so sieht es gleich viel professioneller aus, auch wenn die Zeit mal wieder knapp wird. 

 

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Gastserie von Nina Hintringer: Hotelfotografie – Genusswelt

Genusswelt:  Food- & Wellness Fotografie für die Hotellerie

In einer immer schnelllebigeren Zeit spielt Genuss und Wellness eine immer grössere Rolle. Gerade deshalb ist es auch besonders wichtig, tolles Essen kunstvoll in Szene zu setzen, damit dem potentiellen Gast bereits beim Stöbern auf der Webseite das Wasser im Mund zusammenläuft. Der Gast soll bereits beim Anblick der ersten Bilder im Katalog oder auf der Webseite das grosse Bedürfnis verspüren, die vom Sternekoch meisterhaft angerichteten Speisen unbedingt geniessen zu wollen.

Frisch, saftig, fruchtig und knackig sprechen unseren Magen an

Frisch, saftig, fruchtig und knackig sollen die Gerichte aussehen und unserer Meinung nach darf es sowohl etwas Saisonales, Regionales, Traditionelles als auch Besonderes sein. Lassen sie dem Koch freien Lauf und zeigen Sie Speisen, die zu Ihrem Hotelstil und Ambiente passen. Eine geschmackvoll angerichtete Brettljause passt wunderbar zu einem Hotel mit viel Holzflair, so wie luxuriöse Feinschmeckermenüs, deren Präsentationen an Kunstwerke erinnern, perfekt zu erstklassigen Sternenhäusern passen. Aber selbstverständlich schliesst das eine das andere nicht aus, auf das Anrichten und das Inszenieren kommt es an, denn selbst eine einfache Gemüselasagne kann dermassen genussvoll angerichtet werden, dass einem bereits beim Ansehen der Bilder der Magen zu knurren beginnt.

Das Auge isst mit

Wie schon ein Sprichwort sagt „Das Auge isst mit“, ist es gerade auch in der Hotellerie besonders wichtig, die ausgezeichneten und extravaganten Köstlichkeiten angemessen zu fotografieren, um die Spezialitäten des jeweiligen Hauses in den unterschiedlichen Marketingkanälen präsentieren zu können.

©Nina Hintringer

Wellness ist mehr als eine Sauna, zeigen Sie die Genusswelt drumherum

Besonders in der modernen Hotellerie werden Wellnessbereiche immer aufwändiger geplant und umgesetzt. Eine einfache Sauna und ein Dampfbad reichen schon lange nicht mehr aus, um den Gast zu begeistern. Extravagante Umsetzungen, raffinierte Lösungen und architektonische Highlights sind heute gefragt. Dafür werden hohe Summen investiert und auch die laufenden Kosten dieser Anlagen sind durchaus nennenswert. Umso wichtiger ist es, dass diese Anlagen nicht nur indirekt durch Kundenzufriedenheit, sondern auch direkt zu Mehreinnahmen führen. Wird ein Wellnessbereich mit seinen Zusatzangeboten wie Massagen, Kosmetik und Co. ansprechend beworben, kann dies zu genau diesen nennenswerten Mehreinnahme führen.

Daher ist es wichtig, Wellnessbereiche sowie das gesamte Drumherum – inklusive der verwendeten, hochwertigen Produkte für Masken, Hot-Stone-Massagen, etc. – zu präsentieren. Man muss sich bereits beim Anblick richtig wohl fühlen, Vertrauen aufbauen und die Entspannung und Ruhe förmlich spüren können. Auch hier muss man das Bedürfnis des Kunden wecken, sich eine besondere Behandlung zu gönnen. Je mehr Kunden Sie überzeugen, umso schneller amortisieren sich die Investitionskosten.

©Nina Hintringer

Nächste Woche geht es weiter – Hotelfotografie: „Zeigen Sie Charakter“: Eigenheiten/Spezialitäten/Konzepte in Szene setzen


Nina & Phil bieten Ihnen Bilder, die genau dazu im Stande sind – sie fangen den Charakter Ihres Hotels in Bildern ein und legen dabei sehr großen Wert auf Detailaufnahmen, welche die Stärken und Besonderheiten Ihres Hotels hervorheben. Mit einer Bildsprache die Professionalität und Emotionen ausstrahlt, schaffen Sie es, genau diese Bedürfnisse bei Ihren Kunden zu wecken!

Nina Hintringer Photography
Brand of IMG-Media GmbH
Münchner Strasse 15
6130 Schwaz

Tel: +43 (0)720 510 395
Mail: office@ninahintringer.com
Web: www.ninahintringer.com

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checkfelix Brexit-Analyse: Briten suchen derzeit verstärkt nach Flügen in die EU

Was bedeutet der Brexit für den Tourismus? Diese Frage beschäftigt mich seit dem Referendum in GB. Hier eine handfeste Entwicklung, dokumentiert von checkfelix.

Der Brexit ist da, und jetzt? checkfelix.com hat die Auswirkungen des britischen EU-Referendums auf das Flug-Suchverhalten von europäischen Reisenden analysiert. Das Ergebnis: Seit dem Brexit-Votum sind die Suchanfragen für Flüge von Großbritannien zum europäischen Festland steil in die Höhe geschossen. Reisende aus Österreich zeigen sich vom Brexit-Votum jedoch stark verunsichert. So lag die Anzahl der Suchanfrage für Flüge in das Vereinigte Königreich auf checkfelix.com, am Tag nach dem EU-Referendum ganze 10 Prozent unter den Werten von Anfang Juni.

Urlaub innerhalb der EU ist bei Briten momentan besonders beliebt
Am 24. Juni, dem Tag nach dem EU-Referendum, konnte, im Vergleich zu den anderen Freitagen im Juni, ein Nachfrageplus von durchschnittlich 42 Prozent bei Flügen von Großbritannien in andere EU-Länder auf checkfelix.com verzeichnet werden. Besonders begehrt sind bei Reisenden aus Großbritannien dabei Flüge in die Niederlande (69 Prozent), nach Polen (54 Prozent) und Finnland (52 Prozent). Die Nachfrage für Flüge nach Österreich ist ebenfalls um ganze 30 Prozent gestiegen.

Trend zur EU-Reise schon am Vortag des EU-Referendums sichtbar
Bereits am Vortag des Brexit-Votums stieg die Anzahl der Suchanfragen, im Vergleich zu den anderen Donnerstagen im Juni, für Flüge vom Vereinigten Königreich in andere EU-Staaten um 35 Prozent an. Flüge nach Schweden (77 Prozent), Portugal (66 Prozent) und die Niederlande (57 Prozent) verzeichneten dabei die stärksten Zuwachsraten. Auch die Suchanfragen für Flüge nach Österreich legten im Vergleich zu den übrigen Donnerstagen im Juni bereits um 21 Prozent zu.

Daten 
Die Daten basieren auf Flugsuchen, die zwischen dem 01. Mai 2016 und dem 25. Juni 2016 für Reisedaten zwischen dem 1. und 25 Juni 2016 auf checkfelix.com durchgeführt wurden.

Quelle: Presseaussendung checkfelix

Hotelmarketing, Hotels, Hoteltrends, Information

Ökologischer Tourismus auf der Überholspur

In den letzten Wochen beschäftigte ich mich intensiv mit Green Hotels, dem österreichischen Umweltzeichen und der Zukunft des Reisens. Zufällig und genau passend zu diesem Thema gab es in Wien am 2. Juni  die Veranstaltung “ÖKOlogische Wege & Trends im Tourismus” auf Einladung des Ministeriums für ein Lebenswertes Österreich und der Naturfreunde Internationale.

Es kamen über 100 internationale Touristikerinnen und Touristiker,  um gemeinsam neue Impulse für einen ökologischen Tourismus der Zukunft zu setzen. (Quelle: Presseaussendung | Naturfreunde Internationale)

Österreichisches Umweltzeichen_RosaPfeffer (1)

Den für mich spannendsten Aspekt der Veranstaltung hat die Diskussion der Hoteliers über das österreichische Umweltzeichen ergeben. Folgende Details kamen auf die Frage “Was bringt das Umweltzeichen überhaupt?” zutage:

  • Roman Mayrhofer vom Hotel Der Wilhelmshof in Wien sah neben den Effekt mehr Gäste für sein Haus zu begeistern, vor allem einen betriebsinternen Benefit. Durch den Evaluierungsprozess lernt man seinen Betrieb von einer neuen Seite kennen und kann noch viel besser agieren. Außerdem wurden die Mitarbeiter/innen, zwar zu Beginn nicht Feuer und Flamme für das Projekt, während der Evaluierung viel stärker ans Haus gebunden. Selbstverständlich lassen sich so auch finanzielle Einsparungen erzielen. Übrigens berichtet Roman Mayrhofer, dass nachhaltiges Reisen zu den zehn wichtigsten Buchungskriterien überhaupt gehört. Sogar bei Onlineanbietern wird immer stärker auf Green Hotels geachtet. (Ein Interview von Roman Mayrhofer)
  • Friedrich Kaindlstorfer von den Kneipp Kurhäuser der Marienschwestern vom Karmel schwärmt ebenfalls für das österreichische Umweltzeichen und welchen Beitrag es für einen Betrieb leistet. Auch aus seinem Unternehmen wäre es nicht mehr wegzudenken. Buchungsentscheidungen würden immer häufiger auf ökologischen, naturverträglichen Kriterien basieren. Die Ausrichtung seines Hauses auf die klassische europäische Medizin und den Umweltgedanken des österreichischen Umweltzeichens passen formidabel in die Hotelpositionierung. Gerne unterstützen die Gäste die umweltfreundlichen Bemühungen, nur: Als Friedrich Kaindlstorfer die Fernsehgeräte aus den Zimmern entfernen wollte, waren die Gäste dann doch nicht so begeistert.
  • Regina Hrbek von Häuser der Naturfreunde Österreich berichtet in ihrem Fall über die natürliche Ausrichtung der Berg- und Schutzhütten auf Nachhaltigkeit. Durch den Austausch von Glühbirnen auf LED-Birnen konnte ein Betrieb innerhalb kürzester Zeit sehr viel Geld einsparen, da die eigene Stromproduktion verringert werden konnte.

Kennen Sie noch weitere Gründe für das österreichische Umweltzeichen?

 

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Frühstück auf himmlisch – Hotel Bristol Wien

Zum Geburtstag hat mich mein Mann ins Hotel Bristol am Kärtner Ring zum Frühstück eingeladen. Unser Sohn war gut im Kindergarten versorgt und wir konnten ausgiebig und in Ruhe genießen. Himmlisch ist das Wort, das mir zuerst in den Sinn kommt. Alles war perfekt an diesem Montagmorgen. Die Gäste waren überschaubar, der gediegene und frisch renovierte Speisesaal auch nach 130 Jahren von zeitloser Schönheit. Das Personal beherrscht sein Handwerk und hier muss man wirklich von Handwerk sprechen. Denn der Unterschied zwischen einem gelernten Kellner und einem Stundeten ist nicht zu übersehen. Für ein 5-Sterne-Hotel zwar selbstverständlich, aber dennoch erfrischend.


Alles bis ins kleinste Detail wird perfekt serviert und man kann sich vortrefflich mit den Mitarbeiter/innen unterhalten. Als Highlight empfand ich den Buffetraum: Ein kleiner, schwarverkleideter und glänzender Raum mit einer Perle an Köchin, die sogar Eier Benedikt aus ihrem Reportoire hervorzaubern kann.
Im Anschluss wurde ich noch durch das altehrwürdige Hotel Bristol geführt. Seitdem hoffe ich, dass der Geschichte dieses Hauses in Zukunft mehr Rechnung getragen wird (vor ein paar Jahren wurde es kurzfristig zu einem Westin degradiert, weil pro Stadt nur ein Luxury-Collection-Hotel zulässig war, doch dieses Downgrading wurde zum Glück wieder aufgehoben). Und ich bin mir sicher, die Eigentümer-Familie Gürtler wird dem Haus am Ring zu altem Glanz verhelfen, hoffentlich hat Marriott die gleichen Absichten.

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Veranstaltungstipp: Ökologische Wege und Trends im Tourismus

“Unter den veränderten Voraussetzungen von Globalisierung, Klimawandel, Rohstoffknappheit von sowie einem stärkeren Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein der Konsumenten wird Wachstum künftig aus einer neuen Mischung von Ökonomie, Ökologie und gesellschaftlichem Engagement generiert.” ( Quelle: Zukunftsinstitut)
Wie kann der Tourismus grüner werden und welche Trends gibt es. Unter der Leitung der Naturfreunde International werden diese Themen am 2. Juni im Gartenhotel Altmannsdorf diskutiert.

Weitere Informationen zur Veranstaltung:

“Ökologische Wege und Trends im Tourismus

Information. Dialog. Netzwerken. Europaweit.

Die internationale Veranstaltung richtet sich an Touristikerinnen und Touristiker aus allen Bereichen sowie Partnerinnen und Partner der Tourismusbranche, die gemeinsam den nachhaltigen Tourismus und ihr Produkt weiterentwickeln wollen. Holen Sie sich frische Ideen und Anregungen aus der Praxis erfolgreicher Initiativen in Europa, profitieren Sie vom Austausch mit internationalen Expertinnen und Experten und knüpfen Sie neue Kontakte. Entwickeln wir gemeinsam neue ökologische Wege und Trends!

Details zur Veranstaltung “Ökologische Wege und Trends im Tourismus” entnehmen Sie bitte dem PFD.

Termin: Donnerstag, 2. Juni 2016, 10.00-17.30 Uhr
Ort: Gartenhotel Altmannsdorf (Hotel 2), Hoffingergasse 33 (Ecke Oswaldgasse), 1120 Wien, www.gartenhotel.com

ANMELDUNG: Aufgrund beschränkter TeilnehmerInnenzahl empfehlen wir eine baldige Anmeldung unter folgendem Link: Anmeldung

Es wird angestrebt, die Veranstaltung nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings auszurichten.
Wir ermuntern Sie daher zur umweltfreundlichen Anreise:
·      Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: U6 (Station: Am Schöpfwerk) oder S-Bahn S2, S3 und S4 (Station: Hetzendorf) (Fahrpläne: fahrplan.oebb.at und www.wienerlinien.at)
·      Mitfahrgelegenheiten finden Sie z.B. unter www.flinc.org oder www.mitfahrgelegenheit.at.
·      Falls Sie nicht umweltfreundlich mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmittel anreisen können, bieten sich CO2-Kompensationsmöglichkeiten für die Anreise mit dem Auto an.

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie mobilitätsbeeinträchtigt sind und Hilfe am Weg vom Bahnhof oder der U-Bahn zum Hotel benötigen.”

Information

Gutscheine und Yield Management im Hotel

Gutscheine sind für Hotels eigentlich eine gute Sache, rund ein Drittel werden nie eingelöst und so verdient man ohne eine Dienstleistung erbringen zu müssen. Außer eben einen (hoffentlich) nett gestalteten Gutschein zu versenden bzw. zum Download anzubieten. Gutscheine für Hotelnächte sind unser Ding. Nur neulich ist mir etwas Interessantes passiert: Ich rufe schnell in unserem Lieblingshotel an und möchte wieder den gleichen Gutschein buchen wie bisher. Doch die nette Rezeptionistin sagt: „Tut mir leid, das geht nicht. Wir haben auf Yield Management umgestellt und wir verkaufen keine Übernachtungsgutscheine mehr, sondern nur Wertgutscheine.“ Selbst nach einer Rücksprache mit dem Hotelmanagement bestätigt sie ihre Aussage: Nächtigungsgutscheine adé.

Was soll ein Gutschein können?

Ein Wertgutschein hätte für uns aber keinen Sinn. Wir wollten den Gutschein als Geschenk für unsere Freunde kaufen. Ein Wertgutschein in Höhe von 200 € verspricht aber keine Preisgarantie. Je nachdem, wann die Reise in Anspruch genommen wird, kann das Zimmer in besagtem Hotel zwischen 120 € und 270 € kosten, also Zusatzkosten verursachen. Eine Aufzahlung kommt für ein Geschenk allerdings nicht in Frage und was machen unsere Freunde mit dem verbleibenden Geld, sollte der Zimmerpreis unter dem Wert des Gutscheins liegen?

Kalkulation Gutscheine

Also fiel die Wahl auf ein anderes Hotel. Schade eigentlich, denn die mangelnde Flexibilität hinterlässt bei mir als Gast ein schales Gefühl. Und jetzt ein kurzes Rechenbeispiel: Nehmen wir an, das Hotel verkauft seinen Gutschein wie bisher für 169 € inklusive Frühstück. Würden konservativ geschätzt insgesamt 20 Gutscheine pro Jahr verkauft werden, ergibt sich eine Summe von 3.380 €. Geht man recht in der Annahme, dass ein Drittel der gekauften Gutscheine nicht in Anspruch genommen werden, erhält man 6,6 nichtkonsumierte aber bezahlte Nächtigungen. Oder anders ausgedrückt, einen Umsatz von 256,06 € pro konsumierter Nächtigung. Also selbst für einen gut gebuchten Zeitraum ein beachtlicher Durchschnittspreis.

Meiner Meinung nach sollte man Gutscheine extra bewerben. Dieses Geschäft ist provisionsfrei und man erhält das Geld im Vorhinein. Einziges Risiko ist dabei, dass findige Gäste die Gutscheine für die eigenen Nächtigungen kaufen könnten.

Wie sehen Sie die Thematik Hotels & Gutscheine? Ich freu mich über Kommentare.

(© Fotolia)

Erlebte Hotels, Germany & Switzerland, Hotelmarketing, Information

Sleeping in the Box – H´Otello B´01

Sleeping in the Box ist die Kurzfassung meines Aufenthalts in München. Das H´Otello B´01 in der Münchner Innenstadt ist reduziert, zu reduziert. Die Zimmer sind klein und der Preis einfach zu teuer. Stolze 170 € zahlt man für beste Münchner Lage (in der Ludwigsvorstadt direkt am Isartor).

Schick, aber ohne Wiedererkennungswert.

Keine Frage das Design ist schön, in schlichter Eleganz mit hochwertigen Materialien. Doch nichts von alledem bleibt in Erinnerung. Und obwohl es eigentlich an nichts gemangelt hat, war eben genau diese fehlende Atmosphäre dann auch der Grund, warum ich nicht einmal zum Frühstück bleiben wollte. Deshalb habe ich dem Thompson München einen Besuch abgestattet. Diese Mischung aus Bar und Restaurant der KWAG-Gruppe ist in puncto Design der Hammer: Man fühlt sich wie in einer New Yorker Hotellobby und das obwohl das Lokal „nur“ der Kunden-und Meeting-Point der Eigentümer ist, sozusagen das Wohnzimmer der KWAG-Gruppe.

Hotelname H´Otello B01

Man sieht, über das H´Otello kann ich wenig berichten. Aufgrund seines fehlenden Charakters kann ich nur noch ein wenig Klarheit in die verwirrende Namensgebung bringen: Denn es gibt drei H´Otellos in München mit den Kürzeln B01, H09 und F22. Der Hotelname setzt sich aus dem ersten Buchstaben des Straßennamens + Hausnummer zusammen (z.B. B01 – Baaderstrasse 1).

Soweit so gut, eine nette Idee. Doch sucht man sich durch den Hoteldschungel von München, ist es schier unmöglich sich Buchstabe und Nummer zu merken. H´Otello hatte ich schnell auf der Watchlist, aber umso mehr ich suchte, umso häufiger kam die Frage auf, wieso kostet es hier so viel mehr und dort so viel weniger? Die Lösung ist natürlich die Lage: Verschiedene Preise für  unterschiedliche Standorte. Und dem Nummern- und Buchstabensalat hätte ich mehr Beachtung schenken können, doch ist das nicht gerade serviceorientiert für potentielle Gäste. Aus SEO-Sicht bin ich mir übrigens auch nicht sicher, ob H´Otello für Google so eine geschickte Bezeichnung ist.

Information

meine Visitenkarte

Barbara Guger - Visitenkarten

Meine neue Visitenkarte ist fertig. Ich bedanke mich bei Brigitte Höfler von Grafikum (Wien) für das feine Design und bei SCHÖNDRUCK Letterpress für den bestechend schönen Druck und die genaue Kantenfärbung. Präzision pur.

Visitenkarten als Kult

Jeder Trend bedingt einen Gegentrend und bei aller Digitalisierung kommt ein wahrer Visitenkarten-Kult auf uns zu. In den letzten Monaten habe ich Grammaturen jenseits der 600g erhalten, Tiefdruck, Folien Kaschierungen, Logos, Tigerzeichungen alles dabei. Und die Sehnsucht nach einem haptischen Erlebnis hat mich zu verbündeten Geistern gebracht: Grafikum und Schöndruck.

Inspirationsquelle Hotel

Übrigens die Lust auf eine neue Visitenkarte hat mich in zwei Hotels  gepackt:

1) Der Mühltalhof in Neuhofelden – das Hotel hat ein ganzes Set an unterschiedlichen Fotomotiven auf den Karten und man muss einfach das ganze Set nehmen, weil es so schön ist.

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2) Grand Ferdinand – der Hoteldirektor Michael Spangl hat die dickste Business Card, die ich je in Händen halten durfte. Drei kaschierte Papiere in weiß-rot-weiß.

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Information

Veranstaltungstipp: Mut zum Preis – 10. Mai 2016 in Wien

Hotels & Yield Management. Mein ehemaliger Prof. Mag. Christian Maurer, Studiengangsleiter für Tourismusmanagement an der IMC Fachhochschule Krems, gibt Einblicke in die Preisfindung der Privathotellerie und die Gefahren die lauern können, wenn man seinen Blick zu sehr auf die Konkurrenz richtet.

Mut zum Preis!

Wann: 10. Mai 2016, 14 – 16 Uhr

Wo: Hotel Altstadt Vienna, 1070 Wien, Kirchengasse 41

Die Gefahren von Rateshopping und Konkurrenz-orientiertem Pricing in der Privathotellerie 2016 Früher war es Gang und Gäbe, hin und wieder auf die Preisliste des Nachbarn zu schauen, ob man denn mit den eigenen Preisvorstellungen richtig liegt. In den vergangenen 5 Jahren hat sich der Vertrieb von Hotelzimmern aber stärker verändert als in 50 Jahren davor und mit Aufkommen von einfachen, übersichtlichen und teilweise automatisierten „Rateshopping Tools“ also online-Preisvergleich in Echtzeit, hat sich der Blick auf den Nachbarn noch mehr vereinfacht und ausgeprägt. Immer mehr Hoteliers beschweren sich gleichzeitig über eine Abwärtsspirale im Durchschnittspreis in den vergangenen Jahren – aber ist dies teilweise sogar selbst verschuldet?” Quelle: Club Tourismus

Die Veranstalter sind: HotelPartner Yield Management in Kooperation mit der ÖHV und dem Club Tourismus

Forschung, Information

Am Schauplatz: Der gemachte Winter

Wie sieht die Zukunft des österreichischen Wintertourismus aus? Dieser Frage ging gestern Abend das “Am Schauplatz” Team in einer spannenden Reportage nach.

Wenn Sie diese Woche Zeit haben, lege ich Ihnen diese beeindruckende Dokumentation ans Herzen.

Es ist nicht nur vom Klimawandel und Schneesicherheit die Rede, sondern auch vom Wandel des Massentourismus zum Luxustourismus.

Der gemachte Winter – von Kompaktschnee und geschlossenen Skigebieten

Rund um Weihnachten schwärmen Bienen, Anfang Februar fliegen die Pollen. Dass unsere Winter wärmer geworden sind ist keine subjektive Momentaufnahme. In den Alpen sei die Durchschnittstemperatur um zwei Grad angestiegen, sagen Klimaforscher. Über warme Winter mögen sich die einen oder anderen freuen, aber einem ganzen Industriezweig schwindet die Lebensgrundlage: ohne Schnee kein Wintertourismus!

Etwa 12 Milliarden Euro Umsatz werden in den österreichischen Skigebieten erwirtschaftet, sie bieten Arbeitsplätze in oft strukturschwachen Regionen. Aber um den Liftbetrieb aufrecht zu erhalten, wird der Aufwand immer größer. Hunderte Millionen werden Jahr für Jahr in Beschneiungsanlagen investiert, oder in Seilbahnen, die die Schifahrer in immer höhere und somit schneesicherere Regionen bringen. Aber Investitionen machen Liftkarten teurer, viele können oder wollen sich deshalb das Skifahren nicht mehr leisten. Gleichzeitig zieht es immer weniger junge Menschen auf die Pisten.

“Am Schauplatz”-Redakteur Alfred Schwarzenberger macht sich auf die Suche nach der Zukunft des Wintersports in Österreich. Warmen Winter entziehen die Lebensgrundlage eines ganzen Industriezweiges.” Sendung ansehen Video ist bis Mittwoch, 9. März 2016 verfügbar

Hotelmarketing, Information

Von Booking verführt!

Das Buchungsportal booking.com legt immer weiter zu, eine negative Entwicklung aus Sicht der Hoteliers, da ein signifikanter Teil des Umsatzes in die Provision geht. Es wird aber zuwenig beleuchtet, warum die Gäste so gerne über Booking buchen. Eine Reflexion bringt allerhand zu Tage:

Beim ersten Nachdenken fallen mir sofort fünf Argumente ein:

    1. Preissicherheit
    2. In 2 Minuten ist der gesamte Buchungsprozess abgeschlossen
    3. Übersichtliche Darstellung
    4. Ich kann stornieren – Ich habe schon oft bei Booking eine Urlaubsidee gebucht, obwohl wir noch keinen fixen Urlaub geplant hatten, aber wir haben das Hotel schon mal fixiert. Ich habe noch nie so eine Buchung storniert, aber durch diese Freiheit fiel die Entscheidung zu buchen viel leichter
    5. An Booking kommt man einfach nicht vorbei, kaum sucht man ein Hotel, sieht man auch schon eine Werbeeinschaltung des besagten Buchungsportals

Gut, das waren jetzt mal die „top of mind“-Argumente. Aber was steckt wirklich hinter Booking? Design kann es nicht sein, die Oberflächengestaltung schmerzt richtig in den Augen, hält sich aber trotzdem seit Jahren. Man gewöhnt sich ja an alles.

Also habe ich die Seite mal auf Herz und Nieren überprüft und siehe da, ich möchte es mal höflich ausdrücken, man wird als potentieller Bucher ganz schön gelenkt.

Sie haben das Marketing auf zwei Arten von Konsumenten abgestimmt, den analytischen und den emotionalen Typen. Demnach ist die Darstellung stark faktisch oder eben emotional aufgebaut.

 

Faktische Darstellungen:

    • Anzeige der Auslastung in % – Bei 90% überkommt einen schon das Gefühl, huch ich sollte doch jetzt endlich buchen, die Zimmer sind knapp
    • Ihre Reisedaten stehen noch nicht fest? Finden Sie den besten Preis: Anzeige von Alternativdaten – Hier sehe ich sofort, wann mein Urlaub günstiger wird. Ich kann richtig “sparen”
    • Pop-ups mit Preisaussagen z.B. Die Preise sind in den letzten Tagen gestiegen
    • Preisstatistiken
    • Rote Etiketten bei den Hotels: Heute -25% Rabatt
    • Grüne Kästchen: Kostenlose Stornierung etc.
    • Positive Affirmationen: „Sie haben den besten Preis“
    • Nach nur 5 Buchungen erhält man den Status eines „Genius“-Buchers und erhält auf ausgewählte Hotels noch einmal 10% Discount. Außerdem werden spätere Check-Outs, kostenfreie Willkommensgetränke und Flughafentransfers angeboten

 

Emotionale Darstellungen:

Besonderen Fokus legt Booking auf Verknappung und Beliebtheit:

  • „Nur noch 3 Zimmer frei“ oder „Sehr gefragt, nur noch 1 Zimmer frei“
  • „Diese Unterkunft wurde heute 3 mal gebucht“
  • „Diese Unterkunft wurde zuletzt am 8. Jänner gebucht“ – Da fragt man sich schon als Konsument, was ist falsch mit diesem Hotel, wieso hat es heute niemand gebucht
  • „Eben gebucht“ – Die Liveschaltung wird plötzlich während des Surfens eingeblendet
  • „Zum letzten Mal gebucht vor 4 Stunden“
  • „Es sehen sich gerade 49 Personen dieses Hotel an“ – Ich möchte wissen, wann “gerade” ist und sind die Daten wirklich aktuell?
  • „In Hinterglemm stark nachgefragt: Es sind bereits 14 Hotels ausverkauft, die mit der Unterkunft “XXX” vergleichbar sind!“


Bezeichnung der Buttons bei Booking:

Auch die Buttons haben eine sehr emotionale Färbung.

  • Statt „Buchen“ – „Reservieren“
  • Statt „Zimmer“ – „Ihr Lieblingszimmer wählen“

Weitere Tricks von Booking:

  • Daumen nach oben – Hier würde man als Konsument meinen, das Hotel hat eine gute Bewertung. In Wirklichkeit zahlen Hotels (preferred partner) extra, um eine gute Position auf der Seite zu haben
  • Das Herz bedeutet: 635 User haben dieses Hotel auf ihre Wunschliste hinzugefügt – Seit wann, wie lange etc. bleibt dem User verborgen. Das Hotel könnte vom Urlaub in 2014 gespeichert sein
  • Deal – hier bekommt man einen besonders guten Preis. Wahrscheinlich wurde das Hotel motiviert, den Preis zu senken
  • Rabatt-Preise – Wunderbare Ausverkaufsstrategie, man sieht den alten Preis durchgestrichen und der neue wirkt günstiger. Da könnte einem schon der Gedanke kommen: kaufen, sonst ist es weg
  • Icon mit Pokal und Jahreszahl am rechten Bildrand – Dieses Hotel wurde im Jahr 2014  am häufigsten in der Region gebucht. Für mich kein Qualitätskriterium, denn theoretisch könnte es einfach nur das größte Hotel sein
  • Sehnsuchtsorte werden gleich mitverkauft – In Skigebieten sieht man bei Hotels mit Liftzugang einen Skifahrer, bei Hotels mit Strandzugang einen Sonnenuntergang
  • Damit ich beim Button „Reservieren“ nicht in letzter Sekunde abspringe, kommt nochmals die positive Aufforderung „Sie haben den besten Preis“

Wenn Sie noch weitere Tricks finden, freue ich mich über einen Kommentar.

 

Details im Hotel, Erwartungen an Hotels, Forschung, Hotelmarketing, Hoteltrends, Information

ÖGZ: Das Hotel als Person

Mein Dissertation “Die Rolle der Environmental Dimensions im Hotelservicescape” wird in der aktuellen ÖGZ vorgestellt. Vielen Dank an Susanne Mitterbauer und Thomas Vierich.

Das Verhältnis zwischen Gast und Herberge als Thema einer Dissertation bringt einige unerwartete Details  

 

Text: Susanne Mitterbauer

Auf den ersten Blick klingt der Titel absurd. Bei näherem Zuhören verwenden Gäste allerdings oft Formulierungen wie: „Das Hotel ist lebendig, es ist nett, es ist schizophren.“ In der Soziologie spricht man von Anthropomorphismus, also der Vermenschlichung von toter Materie. Was hier überaus wissenschaftlich klingt, sollte aber beachtet und bei Marketingaktivitäten im Kopf behalten werden. „Nichts, aber auch absolut nichts beeinflusst den Erfolg eines Aufenthaltes so stark wie die Gästeerwartungen“, schreibt Barbara Guger in ihrer Dissertation „Die Rolle von Enviromental Dimensions im Hotelservicescape“. Deshalb muss mit ihnen ganz vorsichtig umgegangen werden. Werden die Erwartungen nicht bestätigt, mündet das sofort in Unzufriedenheit. Werden die Erwartungen getroffen oder sogar übertroffen, mündet das bald in eine „Standarderwartung“ und wird egalisiert.weiterlesen

 

Hotelmarketing, Information

Erkennt man Schönheit?

Diese Geschichte zieht seit Monaten und Jahren Kreise in Facebook…

An einer U-Bahnhaltestelle in Washington DC, spielte ein Mann an einem kalten Januar Morgen 2007 für 45 Minuten auf seiner Violine sechs Stücke von Bach. Während dieser Zeit benutzen ca. 2000 Menschen diese Haltestelle, die Meisten auf dem Weg zur Arbeit.

Nach etwa 3 Minuten

bemerkte ein Passant die Musik. Für ein paar Sekunden verlangsamte er seine Schritte, um dann schnell wieder seinen Weg zur Arbeit fortzusetzen.

4 Minuten später:

Der Geiger erhält seinen ersten Dollar. Eine Frau wirft ihm einen Dollar in den Hut ohne ihr Tempo zu verringern.

6 Minuten später:

Ein junger Mann lehnt sich gegen die Wand um zuzuhören, dann blickt er auf seine Uhr und setzt seinen Weg fort.

10 Minuten später:

Ein etwa 3 jähriger Junge bleibt stehen, aber seine Mutter zieht ihn fort. Das Kind bleibt erneut stehen, um dem Musiker zuzusehen, aber seine Mutter treibt ihn an und das Kind geht weiter. Mehrere andere Kinder verhalten sich ebenso, aber alle Eltern – ohne Ausnahme – drängen ihre Kinder zum schnellen Weitergehen.

Nach 45 Minuten:

Der Musiker spielt ohne abzusetzen. Nur 6 Menschen insgesamt blieben stehen und hören für kurze Zeit zu. Ca. 20 geben ihm Geld, aber gehen in ihrer normalen Geschwindigkeit weiter. Die Gesamteinnahmen des Mannes sind $ 32.- Nach einer Stunde: Der Musiker beendet seine Darbietung und es wird still. Niemand nimmt Notiz und niemand applaudiert. Es gibt keine Anerkennung.

Niemand wusste es, aber der Violinist war J o s h u a  B e l l, einer der größten Musiker der Welt. Er spielte eines der komplexesten und schwierigsten Musikstücke die je geschrieben wurden auf einer Violine im Wert von 3,5 Mill $. Zwei Tage zuvor spielte Joshua Bell vor einem ausverkauften Haus in Boston Das gleiche Stück zu einem Durchschnittspreis von 100$ pro Platz. Dies ist eine wahre Geschichte. Joshua Bell spielte inkognito in der Untergrundstation. Auftraggeber dieses sozialen Experimentes über Wahrnehmung, Geschmack und Prioritäten war die Washington Post.

Ich habe die Geschichte geliked, sie ging mir Tage nicht mehr aus dem Kopf. Denn sie ist ganz eng mit meiner Dissertation “Wie Menschen ein Hotel wahrnehmen” verbunden. Pro Minute prasseln tausende Sinneseindrücke auf uns ein und natürlich wäre es jetzt schön zu sagen, dass unser Gehirn sofort und augenblicklich filtern kann was gut, wichtig und schön ist. Das tut es ja auch. Nur kann es nicht alles filtern, deswegen brauchen wir Ankerpunkte auf die wir uns beziehen können.

 

Ein Ankerpunkt ist die Art der Umgebung.

Stellen Sie sich vor sie gehen zu einem Arzt und die Praxis ist neu und wunderschön. Und nächsten Tag ziehen Sie die Meinung eines zweiten Arztes zu Rate, dessen Räumlichkeinten sind alt und wirken verstaubt. Welchem Arzt vertrauen Sie mehr?

Räumlichkeiten machen mehr mit uns, als man zugeben möchte.

Einen weltbekannten Musiker in einer U-Bahnhaltestelle zu erkennen, puh, sehr schwer. Einen guten Arzt in einer verlotterten Praxis zu schätzen, auch nicht leicht. Eine gute Küche in einem schäbigen Gasthaus zu schätzen, ein aussterbendes Thema. Einem alten Hotel die 4-Sterne abkaufen und eine gute Bewertungen verfassen,…

Sie sehen wie eng verzahnt diese Themen sind.

Sprechen Sie über Besonderheiten.

Dass die Geige Millionen Wert war, gewinnt erst an Bedeutung, wenn man davon weiß. Deswegen erzählen Sie Geschichten über die verwendeten Materialien / Produkte / Möbel.

Ich bin in einem Gasthaus aufgewachsen und meine Mutter ist leidenschaftliche Gärtnerin, sie hat alles Obst und Gemüse im Garten selbst angebaut. Leider wurde diese Tatsache nie im Gasthaus erwähnt, aber es war auch zu einer Zeit, wo es mehr geschätzt wurde, alles zu kaufen und die Form der Dinge perfekt war. Würde es das Gasthaus heute noch geben und meine Mutter würde den Selbstanbau und die Besonderheiten berichten, hätte es wahrscheinlich schon einen Artikel im a la carte gegeben. Damals war Masse und Uniformität wichtig, heute zählen Regionaliät, Nachhaltigkeit und das berühmte “WARUM”. Und natürlich zählt besonders das Setting!