Category:China & Mongolia’

Hotel G in Beijing

 - by Barbara

Hannes mit einem Insider-Hoteltipp für Beijing

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Hallo,

ich habe gerade wieder die Visitenkarte vom Manager des Hotel G  in Beijing gefunden, ein Hotel, in dem ich zwar nicht gewohnt habe, aber trotzdem empfehlen möchte.

(Bilder stammen von Tripadvisor)

Es ist ziemlich hübsch gestaltet und liegt mitten in Sanlitun, dem Ausgeh- und Shoppingviertel des Stadtteils Chaoyang. Der ist wiederum so groß wie ein paar mitteleuropäische Millionenstädte zusammen und der Ort, an dem die meisten Hochhäuser sprießen, Sitz der meisten westlichen Firmen in Beijing ist und fast alle Botschaften, viele Galerien, Shoppingmalls und Restaurants zu finden sind. Ein paar Hundert Meter vom Hotel ist das Arbeiterstadion des Stadtteils und rund um dieses gibt es sehr viele Lokale, die sehenswert sind. Das Cafe Latte ist eine sehr große Bar, in der fast nur Chinesen tanzen und trinken. Dort gibt es ein Mädchen mit dem Namen Angela, das sich ausschließlich um die paar westlichen Gäste kümmert, jeder bekommt ihre Handynummer falls man reservieren möchte oder sonst irgendein Problem hat, sehr gutes Service (falls jemand die Nummer braucht, Email schicken). Jeden Abend gibt es mehrere Live Auftritte, die Musik ist nicht allzu laut und man kann dort wirklich jede Menge Spass haben, auch wenn man nur den Chinesen ein bisschen zuschauen will.
Das South Silk Road ein paar Meter weiter, ein eher teures Restaurant mit sehr interessanten, seltenen und wirklich guten Gerichten, bleibt mir in sehr guter Erinnerung, wärmste Empfehlung.
Zurück zum Hotel G, das hat eine sehr hübsche und nette Bar mit Namen Scarlett. In diese man gehen kann falls einem China und im speziellen Beijing zuviel wird. Dort trifft man fast nur westliche Menschen, vor allem Franzosen, mit denen man sich ausgezeichnet auf Englisch unterhalten kann. Auf der Speisenkarte finden sich vorwiegend internationale Gerichte – ein guter Burger oder ein nicht klein geschnittenes Steak kann wahrlich viel Freue bereiten. Es gibt einige Biere aus Europa und eine gute Weinkarte so dass einen Abend lang Europa einkehrt. Teuer, aber gut.

Liebe Grüße,
Hannes

Hannes über das Marriott Beijing

 - by Barbara

Hannes macht gerade für ein paar Wochen Beijing unsicher und berichtet über seinen Aufenthalt.

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Marriott Beijing North East

Ich war Anfang Jänner sechs Tage in diesem Hotel und jetzt wieder vier Tage und bin mittlerweile glücklich in ein „Fully Serviced Apartment“ übersiedelt (mehr dazu später). Es hat lange gedauert bis mir bewusst wurde warum ich dieses Hotel nicht mag:

1. Das Zimmer war tagsüber sehr hell, weil im zwölften Stockwerk (effektiv im zehnten, ein drittes und viertes Stockwerk gibt es nicht, weil die Chinesen abergläubisch sind und mittlerweile wohl auch Marriott) und immer die Sonne in voller Pracht gestrahlt hat. Am Abend und in der Nacht ist es immer dämmrig, auch wenn man alle Lichter voll aufdreht – das mag ja romantisch sein und fürs Fernsehen ausreichend, aber zum Lesen und Arbeiten ist es eindeutig zu wenig.

2. Die Heizungssteuerung ist eindeutig zu kompliziert: man kann die Heizung und Kühlung getrennt einstellen und was dabei rauskommt ist nicht verständlich aber prinzipiell zu warm. Das Housekeeping hat sich daran auch versucht aber besser wurde es nicht. Am Ende schaltet man das Ding ganz ab damit es in der Nacht abkühlt und der Ventilator nicht bläst. Ich war nicht der einzige, alle Kollegen hatten das gleiche Problem. Ich versteh nicht warum Heizungssteuerungen so kompliziert sind, bei meiner zu Haus ging es ohne dickes Manual gar nicht, braucht man wohl auch im Hotel.

3. Neben dem Waschbecken gibt es eine Lade mit einem Fön: nimmt man diesen raus und beginnt man mit dem Fönen zieht man garantiert mal den Stecker aus der Dose, der sich am hinteren Ende der Lade befindet. Die Innenraumgestalter sind wohl alle Glatzköpfe.

4. Freistehende Badewannen sind schön anzusehen aber wenn die nächste Ablage für Handtuch, Buch, etc. sich hinter dem Kopf befindet wird Schönheit schnell unwichtig.

Es sind diese kleinen Details, die nach einigen Tagen beginnen zu nerven und insgesamt einen schlechten Eindruck hinterlassen wenn es 1050 Yuan plus 15 Prozent Servicefee kostet. Firmentarif für ein nicht zu kleines Kontingent an Übernachtungen, wohl gemerkt.

Ein witziges Detail am Rande bleibt in guter Erinnerung: am Frühstücksbuffet gab es auch Eiscreme, mitten im Winter. Ich hab den Kellner gefragt ob ich richtige sehe und er hat mir bestätigt, das die Chinesinnen Eiscreme zum Frühstück mögen…..

(Alle Bilder stammen von Hannes)