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Loisium Wine & Spa Resort – Ehrenhausen

Das Loisium in Ehrenhausen in der Südsteiermark wird immer einen besonderen Platz in meinen persönlichen Hotelerfahrungen einnehmen. Denn es war der erste Hotelaufenthalt meiner Tochter mit 6 Wochen. Die Fahrt von Wien nach Ehrenhausen verlief bestens und wir freuten uns auf das Wine&Spa Resort, wie sich das Hotel selbst bezeichnet. Natürlich wussten wir, dass es nicht um ein Kinderhotel handelt, umso erstaunlicher war dann unser Aufenthalt. Schon an der Rezeption wurde uns ziemlich unverblümt gesagt, dass Kinder im Spa-Bereich nicht erlaubt sind – auch schlafende Babys nicht. Die Dame hat es leider sehr unglücklich ausgedrückt und unsere Freude über das schöne Hotel war damit schnell verflogen. Im Zimmer angekommen hat sich dann aber ein ganz anderes Bild präsentiert. Ein nettes Gitterbettchen, eine Wickelauflage und ein Mistkübel für Windeln standen bereit. Eine interessante Wendung: vielleicht versteckt sich doch ein Herz für Kinder im Loisium? Und nachdem wir uns eingelebt hatten, gefiel uns das Hotel immer besser – unserer Tochter übrigens auch. Sehr viel Zeit blieb uns allerdings nicht die weitläufige Anlage zu genießen, nachdem wir zu einer Veranstaltung eingeladen waren.

Am nächsten Morgen gab es dann ein himmlisches Frühstück mit einer schier unendlichen Auswahl an Köstlichkeiten. Den Vormittag genossen wir noch mit einer Runde im Pool, ehe wir schon wieder zu unserem ältesten Sohn heimwärts düsen müssten.

Zum Design des Loisiums:

Das Büro Architekturconsult aus Graz hat das kubische Exterior entworfen und BEHF aus Wien sorgte für den nötigen Chic im Inneren.

Zur Lage:

Das Loisium, mit einer Außenfassade aus Lärchenholz, thront über dem Ort direkt neben dem Schloss Ehrenhausen. Allerdings fanden wir es sehr schade, dass man fußläufig nur über die Bundesstraße in den Ortskern kommt. Durch das Innere des Designhotels zieht sich das Thema “Steiermark neu interpretiert”. Auch die steiermärkische Farbe Grün wird im Spa in Szene gesetzt. Die gute Auslastung merkt man einzig in den Zimmern, da das 2012 eröffnete Hotel schon die eine oder andere Schramme erlitten hat.

|Aufenthalt Mai 2017 –  Loisium Wine & Spa Resort – Ehrenhausen – Österreich|

 

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Zu Besuch im G’sund & Natur Hotel DIE WASNERIN in Bad Aussee

Bevor unser zweites Kind zur Welt kommt, wollten wir uns noch einen kurze Babymoon gönnen, neudeutsch für Schwangerschaftsurlaub, klingt einfach besser. Entschieden haben wir uns für die Wasnerin in Bad Aussee. Nachdem das G´sund und Natur Hotel gerade mit Auszeichnungen nur so überschüttet wird, war ich besonders gespannt auf das Ambiente des Hotels. Die Reservierung war nur noch telefonisch möglich, ging dafür aber flott vor sich. Nur, dass die Rezeptionistin schnell überfordert war bei der Frage, ob es denn auch Spa-Treatments für Schwangere gäbe. Freundlich aber bestimmt verwies sie mich auf die Spa-Abteilung. Diesen Punkt hätte sie meiner Ansicht nach nicht einfach so aus der Hand geben dürfen, immerhin riskierte sie damit, keine Zusatzangebote zu verkaufen.

Obwohl ich im Vorfeld nichts über die Eigentümerverhältnisse wusste, war uns ganz schnell klar, dass es kein eigentümergeführtes Haus sein konnte. Die Mitarbeiter/innen waren alle höflich, nett, sympathisch und doch konnte man den Druck des Umsatz erzielen Müssens spüren.
Auch bei ein paar anderen Kleinigkeiten waren wir sehr verwundert, z.B. muss man für eine Karaffe Leitungswasser 2,50 Euro bezahlen, wenn man sonst keine Getränke konsumiert und eine Yogaeinheit kostet 5 Euro. Diese Dinge kenne ich in diesen Preiskategorien nur als kostenlosen Service.

Sehr angetan waren wir dagegen von den frisch renovierten Loser-Zimmern (mit Blick auf den Loser), besonders interessant war die Matratze von Regina (Gmunden), zuerst weich und dann passt sie sich schnell dem Körper an und die Festigkeit stellt sich auf den Körper ein. Mäßig begeistert hat mich das Badezimmer, hier gab es nur eine Tür, die entweder Toilette oder Dusche verschloss. Ein nicht völlig ausgereiftes System und die Materialwahl fühlte sich nicht schön und auch nicht neuwertig an.

Mein Lieblingsraum war dagegen der Ruheraum mit der atemberaubenden Aussicht auf die Berge. Die Teestation war allerdings etwas zu heilig für mich, es gab ausschließlich Kräuter und Früchtetee, dabei hätte ich so gerne eine Tasse Grün- oder Schwarztee getrunken. Leider, leider so gesund lebe ich dann halt doch nicht.

Hotel Facts:

Website: http://www.diewasnerin.at/
Preis: ab ca. 124€ pro Person im Doppelzimmer
USP: “auszeiteln”

|Aufenthalt Februar 2017 – Die Wasnerin – Bad Aussee – Österreich|

Erlebte Hotels, Europa, Hotels, Österreich

Herrliche Stunden im Hotel Auersperg in Salzburg

Ganz spontan habe ich Salzburg einen Besuch abgestattet und bin dabei mit einem Aufenthalt im Hotel Auersperg belohnt worden. Die Hoteliersfamilie habe ich bereits vergangenes Jahr in Bad Gastein kennengelernt. Die Schwester der Eigentümerin besitzt dort neben dem Hotel Miramonte außerdem noch das Haus Hirt und die Alpenlofts mit Blick über das Gasteiner Tal. In Salzburg wollte ich also unbedingt ein weiteres Haus der Familie ausprobieren.

Und die Belohnung war groß: Entdeckt habe ich eine Oase in der Salzburger Innenstadt. Mitten im hippen Andräviertel, versteckt sich ein wunderschöner, verzauberter Garten zum Entspannen. Ein herrliches Frühstück mit einer köstlichen Auswahl am Bio-Buffet und insgesamt einem Ambiente zum Genießen, all das macht das Hotel zum echten Geheimtipp für Salzburg-Besuche. Ich kann mit den Lobeshymnen gar nicht mehr aufhören, aber die Zeit war so extrem schön und nett, dass ich mich schon auf den nächsten Besuch freue.

 

 

Das Hotel kann ich also nur mit ganz viel Begeisterung weiterempfehlen. Vielleicht liegt’s auch an den tollen Farben: Ähnlich wie in Bad Gastein ist auch hier das Gespür für Farben allgegenwärtig. Wie ich jetzt herausgefunden habe, stecken dahinter die Farbkompositionen von Muthwill aus Hallein. Mit außergewöhnlichen Konzepten stellt der Meisterbetrieb aufeinander abgestimmte Farben zusammen, die einem in Erinnerung bleiben. Auch das vielleicht ein wahrer Geheimtipp.

Hotel Facts:

Website:http://www.auersperg.at
Preis: ab ca. 165€ im DZ
USP: Privater Charme mitten in der Stadt mit Garten – ganz nach dem Slogan: “Ein Haus für die Seele”

 

|Aufenthalt September 2016 – Hotel Auersperg – Salzburg – Österreich|

 

Erlebte Hotels, Europa, Österreich

Urlauben in einer Kärntner Berghütte

Rein in die Natur, war das Erlebnis unseres Sommers. Wir verbrachten einige Tage in einer sehr sehr sehr abgelegenen Kärntner Berghütte. Man benötigt über 30 Minuten mit einem geländegängigen Auto vom Tal hinauf auf 1800m. Dort erwartete uns pure Einsamkeit, ein Pferd begleitet von einem Esel, eine schöne, alte Berghütte, zwei Bäche, Zauberwälder wie aus Bilderbüchern, Hirsche zum Beobachten, Pferde, Kühe und jede Menge Action für Kinder. Verzichtetet haben wir auf Handyempfang, Strom und alle weiteren Annehmlichkeiten wie fließend Wasser (aber eigentlich floss das Wasser eh im Bach vorbei). Zum Kochen musste der Herd befeuert werden und die Lebensmittel für mehrere Tage waren genau geplant, so ziemlich das Gegenteil von unserem Leben, wo wir täglich mehrere Supermärkte passieren und nach Lust und Gusto einkaufen können.

Alles war langsamer und beschaulicher, ein echter Ausstieg aus dem Alltag. Unsere Gedanken kreisten häufig um die Essenszubereitung und die Befeuerung des Ofens. Erstaunlich war die Leichtigkeit, wie sich die Kinder den neuen Gegebenheiten anpassten und welche Beschäftigungen sie einem ganzen Tag nachgingen. Ein vorbeikommender Bauer aus der Region verriet uns allerdings, dass sich die Hütten mit pubertierenden Kindern schwerer vermieten lassen, da eine Woche ohne Smartphone kaum vorstellbar sei.

Ich möchte keine Moralpredigt halten, wie früher alles besser war oder dergleichen. Der Kontrast zu unseren Hotelbesuchen war interessant und trotzdem war es nicht weniger erholend. Allerdings warmes Wasser ist schon auch schön.

Wie ist Ihre Erfahrung mit einsamen Berghütten?

Europa, Hotelmarketing, Österreich

Reward-based Crowdfunding als Marketing-Strategie

Georg Gasteiger und Barbara Anselm besitzen einen 400 Jahre alten Bauernhof in den Tiroler Alpen bei Rofan. Der Mesnerhof und seine Verwendung spuken Georg Gasteiger schon seit Jahren im Kopf herum. Begonnen hat alles mit dem Konzept „Holy-Work“ – Die Verbindung von Urlaub und Arbeit in den Bergen, dem Zeitgeist viel zu früh. Doch der Gedanke, nämlich die Zusammenhänge zwischen Raum und Kreativität auch aus sozialwissenschaftlicher Perspektive zu betrachten, hat Georg nicht mehr losgelassen. Und da hat sich gezeigt, dass Natur und Landschaft einen wichtigen Einfluss auf den Innovationsprozess haben. Der Mesnerhof ist ein Sehnsuchtsort und steht im Zeichen von Gemeinschaft, Natur und Bewahrung von Altem.

Seit 2013 haben Georg und Barbara den Mesnerhof behutsam und authentisch saniert. Sie sind Super-Hosts auf AirBnB geworden. Jetzt geht die Reise in die Zukunft mit “Save the Heustadl“ weiter. Die Idee von “Save the Heustadl”: Der 370 Quadratmeter große Heustadl soll saniert und in ein Camp für 25 Personen umgewandelt werden. Der erste Schritt ist gesichert, nun sollen die Mittel für die Bau- und Ausstattungselemente, die den Mesnerhof-C zu einem einzigartigen Commmunity-Retreat in den Bergen machen (Glasflächen für die Bergsicht, Kletterwand, Schwitzhütte etc.), mittels Crowdfunding herangeschafft werden.

Startnext ist Projektabwickler für die Initiative, die übrigens noch vier Wochen (bis Ende Mai 2016) läuft. Für Crowdfunder gibt es ein geniales Dankeschön(s) wie Heulicht, Sensenkurse, Heupads, HEUmatmusik, Meet-the-Host Aufenthalte und ganze Wochenpakete für zehn Personen.

Georgs und Barbaras Feuer brennen für den Mesnerhof und das Projekt startet gerade seinen Höhenflug, nicht zuletzt durch das enorme Medienecho für die Crowdfunding-Initiative.

Eine kleine Auswahl der Berichte über den Mesnerhof und „Save the Heustadl“:

Übrigens, ich habe mich auch schon beteiligt und eine Nacht im Retro-Chalet als Dankeschön(s) erhalten.  Wer mitmachen will: Mesnerhof auf startnext

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Der Design-Geheimtipp in Wien: Das Hotel Beethoven

Seit Jahren lebe ich jetzt schon in Wien, doch mein Entdeckerinnenherz verschlägt mich immer wieder in unbekannte Ecken und neue Betten. Denn ganz besonders gerne übernachte ich in Wiener Hotels, diesmal im Hotel Beethoven. So quasi Ferien in der eigenen Stadt.

Das Hotel Beethoven: Hinter historischen Mauern liegt eine sinnliche Zauberwelt.

Barbara Ludwig, das Herz und die Seele des Hotels, renoviert mit viel Liebe zum Detail seit Jahren das Haus in der Papagenogasse im 6. Wiener Gemeindebezirk. Ursprünglich ein Bordell, trachtet sie danach, ebendiese Sinnlichkeit in die neu ausgestatteten Zimmer zu transportieren.

Wir haben in einem der Zimmer im 6. Stock, der obersten Etage, mit Blick über die Dächer der Stadt genächtigt. In den Räumen wird viel mit gewagten Farbkombinationen, mit ausgefallenen Materialien und tollen Tapeten gearbeitet. Diese sind auch von der Haptik sehr aufregend, also nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein Hingreifer.

Das Design im 6. Stock stammt von der Firma Quas.

Bilder und Informationen zur Renovierung des 5. Stocks finden Sie hier.

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Bach neben der Skipiste – Arlberg 1800

Es gibt nicht viele Menschen, die ihre Leidenschaften richtig leben. Florian Werner ist jedoch so einer.

Geboren in einer Arlberger Hoteliersfamilie, hat er 1997 den elterlichen Betrieb, das Hospiz Arlberg übernommen. So richtig gepackt hat in die Kunst und nun hat er in St.Christoph das arlberg1800 eröffnet, eine “Contemporary Art & Concert Hall”.

Das Ziel ist, jungen, aufstrebenden Künstlern eine Plattform für Konzerte, Ausstellungen und Veranstaltungen zu bieten. Die mehr als 1000m² des Kulturzentrums befinden sich teilweise unterirdisch. Eine zeitgenössische, reduzierte Architektur (Architekt Jürgen Kitzmüller) bieten den adequaten Rahmen für viel Sichtbeton und hochwertige Holzpanele. Ein aufwendiges Lichtsystem und eine ausgeklügelte Akustik sind Teil des Konzeptes.

Noch buhlt das Haus  mit dem Schnee um Gäste, doch ich hoffe sehr stark, dass immer mehr Gäste diese Alternative nutzen und Urlaub neben dem sportlichen auch einen kulturellen Aspekt hinzufügen.

 

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Weitere Berichte: Zeit.de, ÖHT Blog

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Mühlviertler Hide away – der Mühltalhof

Nördlich von Linz, im tiefsten Mühlviertel, liegt malerisch am Fluss der Mühltalhof. Für Gourmets wie meinem Mann ein Sehnsuchtsort, für mich ein Hotel, dass man gesehen haben muss.
Hier dreht sich alles ums Essen und Ruhe. Schön ist das.

Die Lage macht es so besonders, ruhig plätschert die Mühl dahin. Manche Zimmer orientieren sich komplett am Wasser und die kleine Wiese mit perfektem Rasen ruft mir im November noch zu: „Los ab ins Wasser!“
Das Diner war himmlisch. Regionalität ist die Maxime und selbst aus der gemeinen Erdäpfel konnten sie ein Gedicht zaubern, als Amuse Geule gab es Erdäpfel in Rapssamen mit Sauce hollandaise. Die liebevolle Regionalität im Haus lässt selbst das rauhe Mühlviertel in einem weicheren Licht erscheinen.

Hotel Facts:

Architekt: Klaus Leitner
Baujahr: 2008
Preise: ab 120€ im DZ inkl. Frühstück
Lage: Neufelden – im oberösterreichischen Mühlviertel, 35 km nördlich von Linz
USP: Küche mit 3 Hauben & Lage an der Mühl

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Grand Ferdinand am Schubertring in Wien

Florian Weitzers nächstes Hotel eröffnet im Oktober am Wiener Schubertring: Das Grand Ferdinand. Es verfügt über 188 Zimmer, mit 4 Suiten und drei Restaurants. Das Highlight ist der Rooftop-Pool, ein USP am Wiener Hotelmarkt. Erste Bilder sind hier zu sehen:

(Bilder: Grand Ferdinand)

Hotel Facts:

Website: http://grandferdinand.com/

Architektur: Atelier Heiss

Preis: ab 198€ im DZ

Zimmer: 188

Eröffnung: Oktober 2015

Adresse: Schubertring 10-12, 1010 Wien

Europa, Hotels, Österreich

Übernachten in der Essig Brauerei Gegenbauer | Wien

Erwin Gegenbauer verwandelten gemeinsam den Architekten heri&salli  eine Wohnung in der Essig-Brauerei Gegenbauer in designte Räume mit Ziegelwänden und Vollholzbetten aus sibirischer Lärche.  Auch ohne Hotel im Hintergrund, wird den Gästen einiges geboten: Man läuft der Familie über den Weg, kann sich die Produktionsräume ansehen, genießt die handgemachten Produkte der Gegenbauers (Brot, Honig etc.) und vieles mehr.

Buchen kann man über AirBnB, Booking, Wimdu

(Bilder von AirBnB)

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Ein Wellness-Hotel wird erwachsen – eine Nacht im Rogner Bad Blumau

Julia besucht das Rogner Bad Blumen, ein Lokalaugenschein:

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Betrachtet man die vielen Wellness Hotels und Resorts die in Österreich noch immer wie die Schwammerl aus dem Boden schießen, überkommt mich immer auch ein mulmiges Gefühl. Was passiert denn damit in 20 Jahren?

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(Fotos: Rogner Bad Blumau)
Nichts ist schlimmer als ein in die Jahre gekommener Wellness Bereich. Hinzu kommt auch noch, dass die Wellness Trends so furchtbar vergänglich sind – in den 90ern waren es Karibik Feeling und ein Wellenbad, das unsere Alltagssorgen hinfortgeschwemmt haben — heute schwedische Schwitzhütten und asiatisch inspirierte Architekturen.
Viele Wellness Hotels haben die Nachhaltigkeit für sich gepachtet – so auch das Rogner Bad Blumau. „Ich war schon vor zehn Jahren dort, aber heute ist es schon alt“, macht mir eine Arbeitskollegin Lust auf meinen zweitägigen Abstecher in die Steiermark.
Doch was Hundertwasser und Robert Rogner vor bereits 18 Jahren (im Mai feiert man Geburtstag) gebaut haben, hält auch heute noch. Die Architektur ist genial. Ein Aufenthalt dort wird alleine schon deshalb zum Erlebnis und wird es bestimmt in vielen Jahren noch sein. Die Therme zu erkunden gleicht fast einem Besuch in einem Museum. Außerdem wird nicht vergessen zu reinvestieren, seien es in neue Becken oder Ausbauten im Saunabereich, frischer Farbanstrich im gesamten Hotel – von den Zimmern bis zum Restaurant.

Gut finde ich auch die Investition in hochwertige Möbel, wie in den Restaurant-Bereichen. Die Zimmer sind mit Möbel von Grüne Erde ausgestattet – zugegeben heute vielleicht nicht mehr so im Trend, aber gute Holzmöbel fangen nicht zu klappern an. Und kombiniert mit frischem Anstrich und ein paar neuen Sesseln wirkt es gemütlich und geschmackvoll.

Die Nachhaltigkeit kommt auch beim Energiekonzept zum Tragen. Dank eigener Heilquelle kann sich das Hotel komplett autark versorgen. Das ist schon besonders schön und man entspannt gleich noch viel lieber.

Es lohnt sich in gute Architektur und Konzept zu investieren – um auch über die Jahre fernab von Klischees seine Gäste begeistern zu können. Da hat Robert Rogner einiges richtig gemacht, als er beschlossen hat, mit Friedensreich Hundertwasser seine Visionen zu verwirklichen.

Da hat mich das verlassene Wellenbecken gar nicht mehr so gestört. Das gibt es dort nämlich auch noch.

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Hotelbooklet: Die Kunst der Vielgestalt – Hotel Nala Innsbruck

Mit Dr. Gabriele Reiterer zu arbeiten,  ist die reine Freude.  Bei ihr entstehen schöne Dinge. Wie zum Beispiel dieses druckfrische Booklet: Die Kunst der Vielgestaltet – nala – Hotel mit Weitblick.

Zu Beginn sollte es ein Booklet über die Geschichte des Innsbrucker Hotels Nala werden; ein kleines, sehr feines Give-Away für Stammgäste, Kunden, Lieferanten. Jedoch hat der Haymon Verlag  den Wert des Büchleins sofort erkannt und in sein Programm aufgenommen.

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Die Kunst der Vielgestalt. Nala.
Hotel mit Weitblick

2015 Haymon Verlag Innsbruck
Idee, Konzept und Text: Gabriele Reiterer
Visuelle Konzeption: Gabriele Lenz und Elena Henrich, Lenz+ Wien
Mitarbeit Marke und Image: Dr. Barbara Guger

Gabriele Reiterer und ich sind ein eingespieltes Team und bieten folgende Leistungen gemeinsam an: Hotel-Checks und Imagestudien mit praxisrelevanten Handlungsempfehlungen, Booklets als imagebildendes Kommunikationsmedium, Workshops und Vorträge zu den Themen: Bauen für Gäste, Hotel als Beziehungsraum, und die Kunst Gästeerwartungen zu steuern. Nähere Information erhalten Sie in einem persönlichen Gespräch mit uns.

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Der Familienbetrieb eine eigene Persönlichkeit

Dr. Hartl von der ÖHT stellt meine Forschungsarbeit auf dem ÖHT Blog vor.

“Obwohl ein Hotel „nur“ für eine temporäre Unterbringung von Reisenden vorgesehen ist, wird diese Unterkunft gerade im Urlaub emotional mit unterschiedlichen Bedeutungen aufgeladen. Die Dissertation von Barbara Guger gibt da einige Einblicke in tiefer liegende Motive.

Die Gäste vermenschlichen das Hotel und sehen es als etwas Aktives, Lebendiges, Freundliches. Der Gast betritt ein Hotel aber auch nicht unvoreingenommen, sondern er bringt seine Persönlichkeit, seine Erfahrungen, seine Motivationen, seine Erwartungen, seine eigenen Ansprüche und natürlich auch die seines Partners mit. Die Gäste suchen nicht nur ein Hotel, sondern ein Hotel, das zu ihnen passt und das ähnlich einem Partner ausgesucht wird.

Entscheidungskriterien sind vordergründig der Zimmerpreis, die Hotelkategorie, Empfehlung,  persönliche Beziehung zum Haus/Ort und Attraktivität und natürlich auch die Präsentation im www.  

Von Interesse ist aber auch, dass ebenso die Hotelgröße in die Ent­scheidungs­kriterien einfließt. Ein kleines Hotel wird durchaus dezidiert gesucht, um in einer heimeligen, familiären, individuellen Atmosphäre zu wohnen oder der Standardisierung von großen Hotels oder Kettenhotels zu entgehen.

In einer Welt zunehmender Standardisierung und Technisierung wird im Urlaub die Gegenwelt gesucht. Es geht um die Gefühlswelt der Gäste: Sich willkommen und angenommen fühlen, umsorgt werden und persönliche Beziehungen zum Hotel, den Gastgebern, den Mitarbeitern entwickeln. Dazu sind doch unsere vielen Familienbetriebe prädestiniert.” (Quelle: ÖHT Blog)

Bild: Hotel Ogris am See

 

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Ein Pensionistenheim im Wandel – das Hotel magDAS Wien

Die Caritas hilft. Diesmal in Form eines Hotels. Hier arbeiten 25 Flüchtlinge und Asylwerber aus aller Welt. Passend zur Social Responsibility hat sich das Architekturbüro “Alles wird gut” (wie passend der Name doch ist) pro bono für die Umgestaltung entschieden. Unterstützt hat das Projekt die Akademie der bildenden Künste, Daniel Büchel, Priscilla & Pat, pkf hotelexperts und viele andere.

Im magDAS ticken die Uhren anders, auch die Finanzierung war etwas Kreativer. Die Cartias hat 1,5 Mio in die Hand genommen und ein kleiner Teil konnte durch Crowdfunding  abgedeckt werden. Die Crowd ist längst als Stammgast eingezogen und wer könnte ein besserer Markenträger sein, als Investoren.

Ich war bereits zweimal im magDAS und finde es einfach spitze. Die Brownie-Torte ist köstlich, besonders wenn man in der Sonne auf der Terrasse mitten im Grünen sitzt.

Ein sehr spezieller turn-around war für mich die Gestaltung, innen wirkt es wie ein trendiges Hotel, aber durch den sozialen Hintergrund und die Verantwortung gewinnt es dermaßen an Zuneigung, dass ähnliche Hotels in der Sekunde an Sympathie verlieren. Interessant.

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DIE IDEE

magdas HOTEL ist ein Social Business, das auf Kooperation, bestehenden Ressourcen und einer gesellschaftlichen Vision aufbaut. Flüchtlinge, Freiwillige und Profis aus der Hotellerie entwickeln aus einem ehemaligen Pflegeheim am Wiener Prater ein Grand Budget Hotel. Unter Verwendung bestehender Ressourcen und Spenden wird in einem Upcycling-Prozess ein lebendiger, zeitgemäßer Begegnungsort für Flüchtlinge, StudentInnen und TouristInnen aus aller Welt geschaffen.

magdas HOTEL mit 80 Zimmern, Garten, Café, Lounge, Artist-In-Residence und Bibliothek wird zu einem kulturellen Meeting Pot. Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien, Somalia, Irak und anderen Krisenregionen wohnen und arbeiten im Hotel und treffen dabei auf Geschäftsreisende, Familien, StädtetouristInnen und Kulturinteressierte aus aller Welt. Ein soziales Unternehmen, das Kulturen verbindet, Chancen kreiert und einen lebendigen Ort der Begegnung schafft.

Projektteam

Caritas Services GmbH – Andrea Visotschnig, Michael Kleinbichler, Clemens Foschi u.a.
AllesWirdGut-Architekten (Planung+Gestaltung) – Friedrich Passler, Johanna Aufner
Akademie der Bildenden Künste Wien (Fassaden-/Zimmergestaltung, Artist in Residence Programm) – Andrea B. Braidt
PKF Hotel Experts – Gisela Loidolt, Michael Widmann
– Daniel Büchel (Gestaltung, Upcycling)
PRISCILLA & PAT – Cloed Baumgartner” (Crowdfunding)

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Mitten in der Stadt zu Hause – The Guesthouse Vienna

The Guesthouse Vienna trifft mit seinem Anspruch, sich wie das eigene Zuhause anzufühlen, den Nerv der Zeit: Reisen soll gleich vom ersten Tag an mit einem Ankommen verbunden sein. Bei sich selbst, bei Freunden und das selbst dann, wenn man nur kurz in der Stadt ist. Zum gemütlichen Wohnen gehört auch die Möglichkeit, Freunde aufs Zimmer einzuladen – wie daheim eben. Eine überraschende und zugleich unaufgeregt elegante Formensprache zeichnet die Gestaltung des Hauses aus. Die Innenarchitektur stammt vom britischen Designer Sir Terence Conran und Conran & Partners, sie verbindet Trendbewußtsein, Komfort und Funktionalität zu einem ganz eigenen Stil.“ (Quelle: The Guesthouse)

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Vor ein paar Wochen waren wir mit Freunden im The Guesthouse (Brasserie & Bakery) frühstücken und wir sind begeistert. Wie schön, das Frühstück wird serviert, kein Buffet – diese Buffets dieser Welt sind nichts für mich. Ich habe gerne eine kleine, schöne Auswahl der wirklich wichtigen Dinge, gute Eier, duftes Brot, frischer O-Saft und etwas Süßes. Auf All-you-can-eat und Tetrapackeiern kann ich im Gegenzug gerne verzichten.

Die Atmosphäre hat uns nicht mehr losgelassen und so sind wir Stunden geblieben. Das Restaurant erinnert leicht an eines James Bond Film, mondän, aber nicht aufdringend.

Einige Tage später hatte ich eine Führung im Hotel. Und jetzt beginne ich zu schwärmen, diese Zimmer – einfach toll. Ein Highlight sind die Fensternischen, hier lümmelnd und das Getümmel am Albertinaplatz verfolgen, einfach klasse (nicht einmalig, das Topazz bietet ebenso „Augen“ in die Stadt). Quasi Balkonien in der Stadt: Sicht und lärmgeschützt im Inneren spielt die Stadt ihr schönstes Spiel vor den Füßen ab.

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Bei den Suiten wollte man zu viel, sie sind schön, keine Frage, aber eine Kategorie darunter ist man besser aufgehoben, denn es ist heimeliger.

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Einzig die Bildauswahl im Hotel ist für mich etwas zu heftig, aber über Kunst lässt sich nicht streiten.

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Ein Tipp für die Wiener/innen: Für das Frühstück unbedingt reservieren.

Hotel Facts:
Homepage:  www.theguesthouse.at
Zimmer: 39
Design: Sir Terence Conran und Conran & Partners
Preis: 235€
Eröffnung: 2013

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Steirischer Herbst in Graz – Hotel Augarten

Graz, eine unserer Lieblingsstädte in Österreich, lag auf der Heimreise von Velden, wir „mussten“ einfach einen Stopp einlegen. Natürlich wieder die Frage der Fragen, welches Hotel? Graz bietet auf diesem Sektor nur eine mäßige Auswahl, nachdem wir das Weitzer-Imperium (Hotel Daniel, Hotel Weitzer, Hotel Wiesler) schon gut kennen. Unser letzter Aufenthalt im Hotel Wiesler etwa ist nicht so optimal verlaufen (zerrissener Pulli durch die Bettbeplankung und Kälte im Zimmer), also wollten wir etwas Neues ausprobieren und haben uns für das Hotel Augarten, ein Design-Businesshotel, entschieden.

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Ob ein Design-Businesshotel die richtige Wahl mit Baby ist, hat uns dann doch zögern lassen. Aber nachdem es bei unserem letzten Besuch im September im Hotel Wiesler so unangenehm kalt war, wollten wir Vorsicht walten lassen und lieber etwas Neues probieren. Und haben dabei voll ins Schwarze getroffen: Es war ein toller Aufenthalt. Das Zimmer im Hotel Augarten war kuschelig warm und schön eingerichtet. Ein Babybett wurde bereitgestellt und die Mitarbeiterinnen haben uns als kleine Familie verwöhnt. Die Zimmer sind originell möbliert und die bis zum Boden verglasten Fenster mit Balkon, ließen die warme Herbstsonne ins Zimmer strahlen. Die Umgebung ist eher ruhig und fußläufig ist man in 10 Minuten in der Innenstadt.

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Der Wellnessbereich hat es uns besonders angetan: Auf der langen “Liegewiese” kann man wunderbar entspannen und dabei den grünen Innenhof betrachten. Nur der Hotelpool mit 22°C war dann doch etwas zu frisch, für unseren Geschmack.

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Bei unserer Ankunft am Sonntagabend hat es in Strömen geschüttet und wir wollten nicht mehr raus gehen, aber noch eine Kleinigkeit essen. Leider ist das berühmte Hotelrestaurant Magnolia sonntags geschlossen und so hat uns die Rezeptionistin einen Lieferservice empfohlen und angeboten, die Speisen mit Tellern und Besteck auf unser Zimmer zu bringen – Luxus pur. Dass der Botendienst dann prompt an ihr vorbeigehuscht ist war Pech, aber ihre Hilfsbereitschaft war ungewöhnlich.

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Die Architektur des Hauses, entworfen von Günther Domenig, hat über die Jahre nichts von ihrem Charme verloren. Man erkennt zwar die Linie der späten 90er und frühen 0er Jahre, aber die Qualität spricht für sich. Ursprünglich war es als Drei-Sterne-Hotel konzipiert, aber durch die Einschätzung des Eigentümers Helmut Marko entwickelte es sich nach und nach in ein Vier-Sterne-Haus mit Unverwechselbarkeit. Nicht zuletzt durch die umfangreiche Kunstsammlung des Bauherrn. Über 200 Kunstobjekte sind im Haus platziert und kreieren ein magisches Eigenleben.

Hotel Facts:
Hotelwebsite: http://www.augartenhotel.at/
Preis: ab 115€ im DZ ohne Frühstück
Kategorie: 4-Sterne
Architektur: Günther Domenig
Design: Andreas Thaler

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Warmes Saisonende in Velden am Wörthersee – Hotel Ogris am See

27°C und das zum Saisonende, so strahlend war das letzte Wochenende in Velden am Wörthersee. Das herrliche Wetter wurde nur übertroffen von unserem schönen Zimmer (Nr. 18) im Hotel Ogris am See. Der Balkon übt eine magische Anziehung aus, man könnte quasi den ganzen Tag auf den See blicken und die vorbeiziehenden Massen beobachten (zu unserer Überraschung waren wirklich viele Touristen Ende September in Velden unterwegs). Für unser Baby wurde natürlich auch vorbildlich gesorgt: Babybett und Babybadwanne waren am Zimmer bereitgestellt. Das sehr großzügige Badezimmer glänzte durch edle bronzefarbige Mosaikfliesen und auch hier konnte man unter der Dusche stehen und den See im Blick halten. Das Ogris am See macht seinem Namen wirklich alle Ehre, denn beim Frühstück im Wintergarten sieht man den See, die Sauna am Dach öffnet sich hin zum See und ganz mutige Hotelgäste gingen dann auch in den See baden – wir waren nicht so mutig.

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Hotel Facts:
Website: http://www.ogris-am-see.at/
Zimmer: 12
Renovierung: 2010 / 2011
Hotelkategorie: 4-Sterne

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Ab in die Steiermark und ins Hotel Vincent, weil sie gut tun

In wunderschöner Lage, eingebettet in wallende Weinhänge, befindet das im Mai 2014 eröffnete Vincent Hotel in Sulztal an der steirischen Weinstraße. Familiäre Atmosphäre, Qualität und Individualität stehen im Fokus des Boutiquehotels. Die 6 Suiten, 4 Seerosen-Studios und 3 Zimmer sind großzügig und behaglich eingerichtet. Ein Wechselspiel von warmen und frischen Farben durchdringt die Räume. Natürliche Materialien wie Leinen, Loden, Samt und Holz bieten Raum für Ruhe und Wohlbefinden. Der kleine und feine Wellness-Bereich mit dem 12 m langen Outdoor-Swimmingpool und der Weingarten-Sauna präsentiert einen wunderbaren Panoramablick über das Sulztal und in die sanften Hügel der Südsteiermark.

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(Fotos: Hotelwebsite)

Hotel Facts:
Website: http://vincent-hotel.at/
Zimmer: 13
Eröffnung: Mai 2014
Preis: ab 139€ im DZ inkl. Frühstück

Europa, Friends advice, Österreich

Landhaus Mayer – ein Stück echtes Österreich

Hannes diesmal nicht in den Metropolen der Welt unterwegs, sondern in einem kleinen Örtchen in Tirol.

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Wir waren zu einer Hochzeit nach Achenkirch am Achensee eingeladen. Wem das jetzt nichts sagt, sei getröstet damit das mir dieser See nördlich von Jenbach in Tirol bisher auch nichts gesagt hat. Ein großer, immer ziemlich kalter See sehr hübsch von hohen Bergen eingerahmt und gut für die Nachbarn in Bayern erreichbar, die den Großteil der Gäste stellen. Dafür gibt es Hotels in jeder Kategorie, vom 5 Sterne Palast bis hin zur günstigen Pension. Der Umstand, dass man bei so einer Hochzeit eh kaum was vom Hotel sieht und die Preise über Pfingsten ordentlich waren haben mich auf Tiscover getrieben um nach einer günstigen Pension nahe des Hotels mit der Hochzeitsparty zu suchen.

Landhaus Mayer (2)

Und damit sind wir im Landhaus Mayer in Achenkirch, ein paar Minuten Fußweg vom See entfernt gelandet. Es ist ein altes, schönes Haus, wie auf dem ersten Bild zu sehen ist. Kein Kitsch, nur ein altes, traditionelles Bauernhaus. Das setzt sich innen fort, alles sehr traditionell, einfach und schlicht. Beim Frühstücksraum bricht das dann ein bisschen, aber der musste halt auch mal gebaut werden und dem Verschandelungsdrang der Tiroler Tischler wurde ganz gut standgehalten.

Zurück zum Zimmer – ist es nicht herrlich altmodisch? Die Dusche im Zimmer und die Toilette am Gang sind jetzt nicht wirklich super aber das es ein großes Sofa gibt finde ich persönlich viel besser und damit schlägt es mal gleich eine Menge fader Hotels. Das Frühstück war ganz klassisch – Semmel, Marmelade, Wurst und Käse, Kaffee und Tee – und wurde von der rüstigen Frau Stubenböck serviert, bei der man sich auch  gleich wie zu Hause fühlt.

Landhaus Mayer (1)

Landhaus Mayer (3)

Trotz des Umstands, dass wir nur eine Nacht geblieben sind, hat das Zimmer für zwei € 44,- gekostet – ein unglaublich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, gerne wieder!

Nachsatz: mit meiner Meinung, das so etwas toll ist wäre ich wahrscheinlich völlig alleine in einem Raum mit Tourismusexperten. Aber ich wenn ich mir die komischen Hotels rund um das Landhaus Mayer anschaue, weiß ich, dass die alle “Stuck in the Middle” sind aus einer Business-Perspektive, von der architektonischen reden wir besser gar nicht…

Liebe Grüße,
Hannes

Details im Hotel, Europa, Forschung, Hotels, Neue Ideen für Hotels, Österreich

Hotel einmal neu gedacht – Hotel Konkurrenz in Bad Kleinkirchheim

Eigentlich wollte ich schon viel länger darüber schreiben, aber die Zeit verrinnt so schnell und erst der Artikel in “der Zeit” hat das Hotel Konkurrenz in Bad Kleinkirchheim wieder in meinen Fokus gerückt. Ich gratuliere dem Kulturverein nock/art ganz herzlich zu dieser tollen Initiative und wünsche ganz viel Erfolg. Würden es die Umstände gerade zulassen, wäre ich sicherlich vor Ort und hätte mir das Experiment angesehen.

Aber schauen wir es uns mal genauer an: Worum geht es eigentlich:

hotel konkurrenz

(Fotos: Website)

 Im Rahmen eines von Edelbert Köb
kuratierten Kunstprojekts übernimmt die österreichische Künstlergruppe AO& das Hotel St. Oswald und verwandelt es für 30 Tage in das “Hotel Konkurrenz”. Der einzigartige Gastbetrieb ist Teil des ambitionierten Projekts nock/art, das zeitgenössische Land-Art in Bad Kleinkirchheim präsentiert – ungewöhnlich, überraschend und verblüffend.

Hoteliers sind sie keine, die Mitglieder der Künstlergruppe AO&. Und doch übernehmen Philipp Furtenbach, Philipp Riccabona und Thomas A. Wisser ab morgen 14. Mai bis 15. Juni das Hotel St. Oswald und verwandeln es zu einer “Parallelwelt” mit dem leicht ironischen Titel “Hotel Konkurrenz”. Das 100-Betten-Haus, malerisch am Waldrand inmitten der Nockberge gelegen, repräsentiert in seiner Größe, Form und Präsenz wie kaum eine andere Unterkunft der Region Zeitgeist, Mut und die Zuversicht der 70er Jahre. AO& entdeckte diesen Ort für sich und erklärte das Gebäude im Rahmen des wanderbaren Kunstprojektes nock/art zum “objet trouvé”.

In den 30 Tagen, in denen das Hotel geöffnet hat, bietet es zahlreiche interessante Musik- und Kulturveranstaltungen sowie Vorträge, die sich auf Nachhaltigkeit und Regionalentwicklung, die Architektur des Hotels sowie das leibliche Wohl der Gäste
konzentrieren. Unter der Leitung von Philip Rachinger und Anton de Bruyn, zweier junger, begabter Köche mit internationaler Erfahrung, werden neue Essensformate für den Hotelbetrieb entwickelt und adäquates, zeitgemäßes Essen und Trinken in höchster Qualität angeboten. Sämtliche angebotenen Getränke im Hotel wurden gemeinsam mit dem Winzer Roland Velich (MORIC) zusammengestellt. 

“Im “Hotel Konkurrenz” begegnen sich interessierte und interessante Menschen aus verschiedenen Gebieten. Eine Reihe von Konzerten, Vorträgen, Lesungen und Filmen vervollständigen das Angebot dieses dreißigtägigen Kongresses der anderen Art.”, so
Künstler und “Hoteldirektor” Philipp Furtenbach. Das komfortable 4*-Haus ist zudem ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen oder Radtouren in die Kärntner Nockberge.

Gäste können für Euro 125 /Person mit Vollpension und Teilnahme am gesamten Programm im Hotel nächtigen. Im sogenannten Dormitorium zahlt man Euro 55 /Person pro Nacht, Kinder bis zwölf Jahre sind frei. “Auch Tages- oder Abendgäste sind herzlich willkommen, das “Hotel Konkurrenz” mit seinem Kulturprogramm und Restaurantbetrieb zu
besuchen”, sagt Stefan Heinisch, Projektträger von nock/art und Geschäftsführer der Bad Kleinkirchheimer Tourismus Marketing GbmH. Mehr Informationen: www.hotelkonkurrenz.at.

Familie Scheriau, die das Projekt unterstützt und auch anwesend sein wird, stellt das Hotel dankenswerterweise zur Verfügung. AO&: Die Künstlergruppe (Philipp Furtenbach, Philipp Riccabona, Thomas A. Wisser) setzt seit 2007 unterschiedlichste Projekte im In- und Ausland, im urbanen und ländlichen Raum (Wien, München, Rom, London, New York, Grosses Walsertal, Marchfeld, Damtschach, Waldviertel, Arlberg) um. Arbeitsintensiv und mit hohem Aufwand verändern AO& bestehende Orte und schaffen außergewöhnliche Situationen für Aufenthalt, Kommunikation und Produktion.

www.aound.net

nock/art ist eine Initiative der Bad Kleinkirchheimer Tourismus Marketing GmbH und wird von Edelbert Köb, dem ehemaligen Direktor des Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, künstlerisch geleitet. Mit einer zeitgenössischen Interpretation von Land Art verortet sich der Kärntner Ort am Fuß des Biosphärenparks Nockberge auch auf der kulturellen Landkarte. Neben AO& nehmen internationale KünstlerInnen wie Gottfried Bechtold (A), Andy Goldsworthy (UK), Daniel Knorr (RO), Roman Signer (CH), Michael Strasser (A), Ingeborg Strobl (A), Not Vital (CH) und Lois Weinberger (A) teil. www.nockart.at. “

Weitere Hintergrundinfos finden sich am Tourismusblog.

Europa, Hotels, Österreich

Bank wird zum Hotel: das Park Hyatt Vienna hat gestern seine Pforten geöffnet

In der einstigen Länderbank-Zentrale (Am Hof 2 – Goldenes Quatier) in der Wiener Innenstadt hat am Montag das Nobelhotel Park Hyatt seinen Betrieb aufgenommen. Nach zwei Jahren Renovierung ist die Geschichte des Hauses noch überall spürbar – die “Bankerstil” ist geblieben, selbst der Tresorraum wurde als Pool- und Spabereich genutzt und das Restaurant heißt schlicht “The Bank”. Der Investor René Benko mit der Immobilienfirma Signa Holding steht hinter diesem Projekt, gleichzeitig hat er auch das Goldende Quartier in Wien um insgesamt ca. 500 Mio € erschaffen. Ich persönlich bin von dem Ergebnis des Shoppingquartiers nicht überzeugt, es wirkt leer, ungemütlich, verlassen und protzig. Beim Kaufhaus Tyrol Innsbruck ist ihm ein besserer Deal gelungen.

Zurück zum Hotel – schon lustig, dass plötzlich eine Bank zum Hotel wird – normalerweise verleiben sich Banken Hotels ein. Weitere Infos am TP Blog.

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(Fotos: Hotelwebsite)

Hotel facts:
Hotelwebsite: http://www.vienna.park.hyatt.com/
Zimmer: 143 Zimmer, davon 40 Suiten
Eröffnung: Juni 2014
Preise: ab derzeit 375€ im DZ inkl. Frühstück
Kategorie: 5-Sterne

Europa, Hotelarchitektur, Hotels, Österreich

G´SPÜR statt SCHNICKSCHNACK: Das For Friends Hotel in Tirol

Ab 5. Juli 2014 sag das For Friends Hotel in Mösern bei Seefeld willkommen. Auf einem sonnigen Hochplateau in 1.200 Meter Höhe mit tollem Blick über das Inntal entsteht ein innovatives Wohlfühlkonzept der Fünfsternekategorie, das den Urlaub zu einem “Besuch bei Freunden” machen will – individuell und ungezwungen, geprägt von Wahlfreiheit und einfühlsamer Gastfreundschaft. Im Mittelpunkt steht sportliche Fitness, mentales Training und Bodenhaftung. Entwickelt wurde das Bewegungsprogramm von Olympiasieger Toni Innauer.

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„For Friends“ Fünf-Sterne-Hotel in Tirol (5)

 

(Fotos: Hotelwebsite)

Hotel Facts:
Website: http://www.for-friends-hotel.at/
Zimmer: 60
Architektur: Arkan Zeytinoglu
Bauvolumen: 11,5 Mio €
Eröffnung: Juli 2014
Preis: ca. 320€ im DZ inkl. Frühstück

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Schlafen wie der Kaiser in Schönbrunn

Austria Trend Hotels haben ein neues Angebotszuckerl im Programm: die Kaisersuite in Schloß Schönbrunn:

Die Hotelsuite befindet sich im Osttrakt des einstigen Kaiserhauses. Die Ausstattung ist nobel: Die Gemächer erstrecken sich über 167 Quadratmeter, es gibt zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, einen Wohnsalon, ein Esszimmer und eine Küche.

Das Interieur ist im imperialen Stil gehalten, inklusive Himmelbett und Stuckarbeiten. Farblich dominieren Schwarz, Weiß und Gold. Auch der traditionelle rote Seidenstoff, genannt „Ananasdamast“, fand reichlich Verwendung.

Der Umbau kostete insgesamt 400.000 Euro. Dieser erfolgte unter den strengen Vorgaben des Denkmalschutzes, wie betont wurde. Das historische Gemäuer birgt auch einige Nachteile: Lift gibt es keinen, die Suite ist nur über Stiegen erreichbar. Für Gäste kostet die Nacht ca 699€ pro Nacht und Person.

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Suite Schoenbrunn

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Suite Schoenbrunn

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Haus Hirt | Bad Gastein

Was haben das Haus Hirt und das Hotel Miramonte in Bad Gastein gemeinsam? Genau, die Hoteliersfamilie Ikrath. Geschwisterhäuser also, ganz unterschiedlich und doch erkennt man die gleiche Basis, wie ausgetüftelte Farbkombinationen und das Beleuchtungskonzept. Die Ähnlichkeit der Häuser ist da, man spürt den Spirit und doch sind die Sphären ganz anders. Salopp ausgedrückt ist das Hotel Miramonte für ein jüngeres, urbaneres Publikum, vorwiegend für Pärchen und Kreative, die einen schönen Ort für holiwork (holidays & work) suchen.

Bleibt man bei den Geschwistern könnte man von der großen erwachsenen Schwester (dem Haus Hirt) und dem jüngeren Bruder (das Miramonte) sprechen.

Das Haus Hirt ist ein Familienhotel, hier kommen junge Familien mit kleineren und größeren Kindern und den Großeltern oder Paare auf Winterurlaub. Die Gediegenheit ist, glaube ich, der größte Unterschied zwischen den Hotels. Den Luxus im Haus Hirt be“greift“ man beim Essen deutlich, kaum berührt man das Besteck, spürt man das Silber, wahrlich elegant. Es liegt schöner in der Hand, das Gewicht gibt der Qualität ihren Ausdruck. Ein unterschwelliges, aber deutliches Zeichen an die Gäste – sie befinden sich in einem echten Restaurant. Die weiße Tischwäsche ist nur on top noch eine kleine Draufgabe. Halt und stop, an dieser Stelle hätte ich die frischen Blumen am Tisch fast vergessen. Fake ist schon lange passé, aber echte Blumen – welch eine Botschaft, nobel wie das Tafelsilber.

Diese Besonnenheit zieht sich durch das ganze Hotel. Die Bibliothek ist größer, gemütlicher und lebendiger. Die Bücher sind vielfältiger und fordernder für die Lesenden. Da findet man neben Design-Klassikern, Architekturbücher, Romane und Weltkarten auch politische Bücher.

Ebenso die Zimmer, die Einrichtung ist schlichtweg nobler, exquisiter und gediegen, dafür weniger modern – klassisch eben.

Zwei Dinge begeistern mich im Haus Hirt:

1) Die öffentliche Räume wie Bar / Bibliothek strotzen vor Lebendigkeit – das gesellschaftliche Leben spielt sich in diesen Räumen ab. Fremde Menschen sitzen zu sechst in der Bibliothek und lesen, jeder für sich und doch gemeinsam.

2) Kinder – ja, es ist ein Familienhotel. Zwischen dieser Eleganz und  Noblesse des Hauses bewegen sich die Kinder völlig frei und autonom und man bekommt Lust selbst mit dem Nachwuchs hier Urlaub zu machen. Es ist ein Hotel für Erwachsene mit Geschmack und dann ist da noch ganz viel Platz für Kinder.

Der Vollständigkeit möchte ich das Spa auch noch erwähnen, die Mischung zwischen Kinderhotel und Verwöhnpackungen für die Eltern funktioniert in diesen Räumlichkeiten gut. Der Hotelpool wird von den Kindern als Highlight nach dem Skifahren okkupiert, die Erwachsenen ziehen sich in die Sauna / Dampfbad zurück. Ein offener Ruheräume mit Blick auf die Berge verbindet diese zwei Welten. Wer es jedoch ruhiger haben möchte kann in einem abgetrennten Bereich entspannen und ausdampfen.

 

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GROSSO MODO:

Hotelwebsite: http://www.haus-hirt.com/
Zimmer: 29 Zimmer
Kategorie: 4-Sterne
Preis: ab ca. 92€ pro Person im DZ mit HP
|Aufenthalt Februar 2014 – Haus Hirt – Bad Gastein –Österreich|

 

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Das gekonnte Zusammenspiel von Farben – Wundervolle Wintertage im Miramonte in Bad Gastein

Eigentlich sind wir keine Winterurlauber, doch dieses Jahr hat uns eine Einladung nach Bad Gastein ins Hotel Miramonte geführt und wir sind schlichtweg begeistert. Die Sonne, die gute Bergluft, der sehr spezielle Charme des Ortes, die Atmosphäre und dann noch dieses schöne Hotel: das Miramonte.

Bei der Ankunft durchleuchtete die Sonne das ganze Haus, die Rezeptionsdame hat uns ein Mittagssüppchen angeboten und man wollte sich einfach nur noch in die Barhocker fallen lassen, genießen und hoffen, dass diese Tage in den Bergen immer währen. Die schöne Hintergrundmusik ließ den stressigen Alltag zuvor vergessen und ganz schnell war man in Bad Gastein angekommen. Der morbide Charme des Ortes bedrückt auf der einen Seite, weil man sich ständig fragt: “Wie konnte diese Rose nur verblühen?“ Andererseits regt dieser urbane Kosmos mitten in den Alpen die Fantasie an und plötzlich verliert man sich in Tagträumen und Luftschlössern, was in diesem Ort alles möglich wäre… Ich könnte jetzt noch lange über das verschenkte Potenzial der alten Grand Hotels trauern oder mich echauffieren über die vertriebenen Geschäfte, die lokale Politik… Aber viel lieber und mit viel mehr Freude berichte ich über das Miramonte. Frischen Wind in den „alten“ Kasten geblasen hat Evelyn Ikrath (Hotelière) mit ihrem Mann Ike Ikrath, seines Zeichens Architekt. Bei der Renovierung im Jahr 2008 wurden Reminiszenzen aus den 50er und 60er Jahren wunderbar in Szene gesetzt, teilweise extra betont, teilweise mit viel Farbe in ein neues Licht gerückt. So wirkt z.B. der originale Fliesenboden am Weg ins Spa mit den grünen Wänden einfach ungewöhnlich frisch. Empfehlen kann ich auch eine Spabehandlung – sowohl die Aveda-Gesichtsbehandlung als auch die Fußreflexzonenmassage sind sehr entspannend.

Die Mitarbeiter/innen sind motivierte und fleißige Bienen, ständig darum bemüht, dem Gast einen angenehmen Aufenthalt zu bescheren. Der Ausblick unseres Panoramazimmers war so beeindruckend, dass wir einen ganzen Vormittag lang den Blick von den Bergen nicht abwenden wollten und im Zimmer verweilten. Kleines Manko sind die sehr kleinen Nachttische, auf denen man kaum ein Glas Wasser und ein Buch unterbringt.

Die eingesetzten Textilien – Vorhänge und Polstermöbelüberzüge – sind dagegen von schöner Qualität und geben dem Raum Gemütlichkeit. Immer wieder wird man auf das gekonnte Zusammenspiel von Farben aufmerksam: In unserem Zimmer z.B. war es ein pinker Polster auf dem grauen Sofa. Überhaupt könnte ich ständig über den Farbeinsatz in diesem Hotel schwärmen. Wer dieses Zusammenspiel ausgewählt hat, muss ein wahrer „Farbversteher“ sein: Nie sind die Farben fahl oder schal, ab und zu gedämpft, dann wieder poppig und peppig – doch immer darauf bedacht, den Raum gut zu strukturieren und in Szene zu setzen. Mutig ist auch der Griff zu dunklen Tönen, bei dem Zusammenspiel mit Licht hebt sich die Dunkelheit jedoch gekonnt mit der Helligkeit auf und es entstehen wahre Wohlfühlräume.

Das Restaurant mit den Schaffelldecken ist ebenfalls ein kuscheliger Hingucker und besonders im Winter ein Magnet für Gäste. Niemand möchte auf der „normalen“ Bank sitzen, obwohl der Sitzkomfort dort wahrscheinlich noch länger bestünde. Außergewöhnlich sind auch die angebotenen Packages: So gibt es z.B. ein sorgfältig geschnürtes Prenatal- Package für werdende Eltern mit ausgewählter Literatur und Produkten der lokalen Apotheke – Babymoon vom Feinsten!

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GROSSO MODO:

Hotelwebsite: http://www.hotelmiramonte.com/
Zimmer: 36 Zimmer
Eröffnung: 2008
Preis: ab ca. 144€ im DZ mit Halbpension

 

|Aufenthalt Februar 2014 – Hotel Miramonte – Bad Gastein –Österreich|

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Wird Geheimdienstbau am Wiener Ring zu einem Hotel Daniel?

Die Gerüchteküche lebt – seit kurzem hängt ein Transparent der HEISS Architekten auf dem ehemaligen BVT Sitz am Schubertring und die haben bekanntlich schon das 1. Wiener Daniel betreut. Derzeit wird noch alles dementiert, aber wer weiß und vielleicht ist an den Gerüchten etwas dran.

Laut “die Presse”: “Dass nach den vielen Hotel-Neueröffnungen der letzten Zeit nun auch noch der Schubertring 10–12 zur Herberge wird, dürfte schon länger fix sein: Vor einem Jahr, so erzählen die Hamburger Betreiber der 25 Hours Hotels, hätten sich rund zehn mögliche Betreiber um den Bau bemüht. Auch die 25-Gruppe, die in Wien ihr Hotel in der Lerchenfelder Straße betreibt und – „ohne Druck“, aber doch – nach Standorten sucht. Schließlich aber wurde man sich mit den Eigentümern nicht einig. Das Gebäude gehört aktuell der Estrella Immobilieninvest AG und damit zum Imperium des Karl Wlaschek. Und das soll sich dem Vernehmen nach auch nicht ändern. Die Betreiber des Hotels sollen bloß als Mieter am Schubertring einziehen. Eine Konstellation, die nicht ganz einfach sein dürfte. Und so dementiert Florian Weitzer, der Eigentümer der Daniel-Hotels in Wien und Graz, offiziell noch, dass er ein drittes Daniel eröffnen wird. Dabei dürften die Vorbereitungen des Umbaus demnächst schon abgeschlossen sein, hört man aus dem Denkmalamt. Teilweise wurde der Stahlbetonbau schon entkernt. Zuvor müssen aber Baupolizei und Denkmalamt noch grünes Licht geben, da die Fassade und das Foyer unter Schutz stehen. Denn obwohl das Haus, der letzte große Leerstand am Ring, noch als Schandfleck tituliert wird, ist es ein kleiner architektonischer Schatz.weiterlesen

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Eine Nacht im Internat oder männlicher Charme in Wien – das Hotel Daniel Wien

Müsste ich meine Nacht im Hotel Daniel vergleichen, dann kommt es wirklich meinen Nat (liebevolle Abkürzung für Internat) am Nächsten. Die Farben halten sich an den Internatstandard, dunkles braun, dunkles grün, nur das markante Orange hat im Daniel gefehlt. Sogar bei der Wahl des Teppichs glichen sich die Geschmäcker der Verantwortlichen – man könnte meinen die selbe Person hat sie ausgesucht.  Ziemlich Basic sind die Zimmer, der Lärm von der Straße hallt ins Zimmer und die Luft ist ausgetrocknet. Hier kommt auch der männliche Charme zu tragen, die Farben sind dunkel, die Dusche ist mitten im Zimmer und die Vorhänge sucht man vergebens. Bemühe ich Sterotypen, dann kann ich sagen – typisch Mann. Philosophische Frage: Wieso sind viele Männer gegen Vorhänge? Dabei geben diese erst dem Raum richtig Flair und sorgen für eine angenehme Akustik im Raum. Zumindest die Akustik müsste spürbar für alle sein, oder?

Für Überraschungen sorgt die unterverputzte Decke. Meine Eltern waren vor uns im Daniel zu Gast und mein Vater ging an die Rezeption zu fragen: “Sind die Zimmer so günstig, weil die Decken noch nicht verputzt sind?”. Zwar erkennt mein Vater Design, dieser kleine Schmäh hat ihn jedoch auch völlig überrumpelt. Genauso wie einen anderer Gast der sofort nach dem Betreten des Zimmers wieder herausstürmte um die Personen am Gang zu fragen, ob die Decke in allen Zimmern so seien. Die Antwort lautet ja, sie soll einen Loft-Ähnlichen Charakter erzeugen. Nur Schade, dass die wenigsten Menschen dieses Designspiel als solches erkennen.

Im Nat gabs noch Schreibtische am Zimmer. Darauf wird im Daniel verzichtet erzählte Marlene Hamberger (Sales Team Weitzer Hotels), man möchte die Menschen zusammenbringen und die Lobby wurde als dieser Raum gewählt.

Ähnlich des Internats herrscht unten in der Rezeption/Lobby das pure Leben, viele gleichgesinnte sind unterwegs und das Essen ist köstlich (war es im Nat auch – kein Scherz!). Apropos die Kuchen sind wirklich unschlagbar gut im Daniel! Gemeinsam Arbeiten gab es im Internat auch, wenn man Nachsitzen musste weil man a) zu spät aufgestanden ist, b) in der Morgenstudierstunde nichts gemacht hat, c) in der Nachmittagstudierstunde gequatscht hat oder d) Zigarttenstumel nicht in den Behälter geworfen hat… Also die frühere Bestrafung ist jetzt der Benefit – zusammen Arbeiten im Restaurant ist netter als die Ruhe am Zimmer.

Damit die Gäste ihre Zeit (Arbeits- und Freizeit) unten verbringen, sind in den massiven Säulen Steckdosen versteckt und ein starkes W-Lan verbindet mit der Welt – Praktisch!

Wie vielleicht durchklingen mag, bin ich zwar kein Vollblutfan vom Internat, aber es war schon eine schöne und vorallem lustige Zeit. Es gab viel zu erkunden, Freunde waren bei jedem Blödsinn dabei und man konnte ohne Eltern (in Ruhe oder größter Aufregung – wie man es nimmt) Erwachsen werden. Irgendwie kommt dieser Charme des Internat im Daniel durch, es ist alles anders als mal es gewöhnt ist (von Zuhause bzw. anderen Hotels). Die Welt ist offen, ein bisserl verrückt und erfrischend.

 

Prickelnd:

_ Die Backwaren in der Bakery – einfach unglaublich gut

_ Das Stiegenhaus ist noch Original erhalten

Schal:

_ Die Produkte im Shop sind für Männer – eindeutig

_ Vorhänge fehlen – Akustik

_ Es ist einfach mehr für Männer, was soll ich machen… – ich will jetzt auch kein Rosa Hotel, aber soviel Purismus kann auch zu viel sein.

_ Das Raumklima – die ausgetrocknete Luft, ist keine Wohltat für den Hals

_ Die Akustik im Raum ist unangenehm

 

Daniel Geschichten:

_ Es gibt einen Bankomaten für Gäste bei der Rezeption – ziemlich praktisch

_ Es gibt einen Bienenstock am Dach und der Honig wird bald verkauft werden

_ Es gibt versperrbare Kästen für die Wertsachen

_ Es gibt einen kleinen Garten vor dem Hotel mit Weinreben

_ Es gibt Hängematten bzw. Hängesesseln in die größeren Zimmern

_ Das Daniel Graz und das Daniel Wien stammen vom selben Architekten Georg Lippert

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GROSSO MODO:

Homepage: http://www.hoteldaniel.com

Eröffnung: 4. November 2011

Preis: ab 92€ im DZ ohne Frühstück, Frühstück ist empfehlenswert!

Architektur (Haus): Georg Lippert ” Wurde das nicht
umsonst denkmalgeschützte Gebäude doch 1962 vom selben Architekten
entworfen, der auch das Daniel Graz erdachte – vom damals renommierten und
vielbeschäftigten Georg Lippert. So was nennt man dann Wohl „Wink mit dem
Zaunpfahl“…
” (Homepage)

Architektur Umbau: Atelier Heiss

Zimmer: 115 Doppelzimmer

 

| Aufenthalt Dezember 2011 – Hotel Daniel Wien – Österreich|

 

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ein cooler Typ – Hotel Wiesler Graz

Das Hotel Wiesler ist ein ganz cooler Typ. In jeder Hinsicht perfekt gestylt und immer mit einem  lässigen Spruch auf den Lippen. Beim Betreten des Hauses kommuniziert er schon mit einem „From 5 Stars to Independence“ und der Kunde unterstellt ihm gleich auch noch die richtige Portion Mut. Schön, erfrischend und anders. Die Coolness zieht sich weiter und weiter, langsam bekommt man schon Respect vor soviel Coolness und plötzlich wie eine kalte Attersee-Strömung, schlägt die Laune um und man denkt sich nur noch – bitte ich will meine Ruhe haben, bitte bitte Ruhe – bitte.

Persönlich finde ich die Situation unglaublich interessant aus folgenden Gründen:
_In meiner Dissertation ist herausgekommen, dass Hotels von den Kunden personifiziert werden und ihnen auch Gefühle entgegen getragen werden. Das Weitzer ist das 1. Hotel, das sich bewusst mit dieser Thematik auseinander setzt und aktiv mit dem Kunden via Sprüche an Wänden, Türen, Tischsets usw. kommuniziert. Wirklich beachtenswert und progressiv. Herzlich Glückwunsch!
_Ich schätze die Weitzer Hotels sehr, aufgrund der Frische und des Muts und trotz all dieser Vorschusslorbeeren wird es mir zuviel und die Frage entsteht – kann man zuviel professionalisieren?

Es wirkt wie wenn man eine Werbeagentur beauftragt hätte mit den Konsumenten zu kommunizieren und diese Agentur normalerweise Konsumgüter verkauft. Bei Konsumgütern trifft der Kunde nur punktuell mit dem Produkt zusammen, deswegen sind viele Werbebotschaften nett. Bei einem Hotelaufenthalt ist der Gast im Haus und es können auch zu viele Botschaften werden und es wird schlichtweg nervig.

Genau dieser Punkt kommt mir in letzter Zeit immer häufiger unter, z.B. Hotels, die bis in die letzte Ecke  Branding betreiben und man auch nicht mehr aufwachen kann, mit der Frage, oh wo bin ich – welche Stadt ist es? Sondern sofort sticht einem das Logo des Hotels ins Auge und liebgewonnene Hotelzimmer erinnern einem nur noch, dass man  in einem Konsumtempel zu Gast ist. Damit einhergehend zieht auch noch das Hotel Merchandising mit ein – Pflegeprodukte des Hotels, Chutneys des Küchenchefs, usw… – also man kann sich nicht mehr ruhig zurückziehen, sondern nächtigt in einem Shop – Grauenhaft. Eine Bitte an alle Hoteliers: Bitte geht sparsam und weise mit eurem Branding und Merchandising um, ich bin als Gast nicht dumm, ich weiß welches Hotel ich gebucht habe, der Name muss mir nicht an jeder Ecke kleben und wenn mir die Produkte gefallen, wäre ein Shop in der Lobby schön. Schließlich will ich in keinem Supermarkt schlafen.

Zurück zum coolen Typen, er klärt einem am stillen Örtchen auf, dass man Zuhause am Besten isst, aber dennoch auch andere Lokale wie die zwei Hotelrestaurants probieren könnte. Beim Essen im Hotelrestaurant klärt er einem dann auf, was ein Barbier ist und was Graz alles kann. Immer mit flotten Sprüchen. Zurück am Zimmer erspäht man eine Falsche Wein mit dem Spruch „Schade, dass man Wein nicht streicheln kann“ und einem Hinweise, dass man ihm immer kaufen kann in der hauseigenen Greislerei.

Marketing zur Perfektion, es ist auch schön informiert zu werden – aber es ist auch schön Abstand zu haben – ich muss nicht alles über das Hotel wissen. Das Hotel könnte jedoch mehr über mich wissen.

Zum Beispiel finde ich diesen Abrissstil oder besser gesagt das Stück Ostberlin in Graz wunderbar, aber es erinnert doch eben an Berlin und nicht Graz. Aber zurück zum Thema, der coole Typ hat daran gedacht, dass ein Buch keine Falten in den Buchrücken bekommen soll und originelle Nachtkasterl (die wie Vogelhäuser aussehen) gebaut. Allerdings fehlt die essentielle Leselampe. Nachdem ich ein packendes Buch („Willkommen auf Skios“ (für Wissenschaftler zu empfehlen)) fast die halbe Nacht lesen musste, konnte mein Mann nur bedingt gut schlafen, aufgrund des hell erleuchteten Zimmers. Wo warst du nur kleines Licht? Ich habe dich vermisst.
Das Bett ist sowieso eine Geschichte für sich: gleich nach dem Check-in setzte ich mich bequem aufs Bett und begann zu lesen. Beim Aufstehen werde ich plötzlich zurückgehalten, mein Pullover hat sich im Holz des Betthaupts verfangen und ratsch hin war er. Abrisslook im Hotel ist nett, an meinem Pulli nicht!!!
Die Zimmergarderobe befand sich direkt oberhalb der ca. 120cm hohen Kommode und somit tauchte die Frage auf, wie kann man Mäntel aufhängen? Ein eindeutiger Mr. Monk Faktor. Sowie auch der Nächste: Man stelle sich vor, eine halboffene Dusche im Raum, alte hohe Decken, ein verregneter Herbsttag, Spaziergang von 5 Stunden im Grazer Regen, keine Heizung, wassersparender Duschkopf = diese Mischung ergibt einen halb erfrorenen Hotelgast. Aufgrund der verpufften Dampfentwicklung bei hohen Decken bleibt nicht viel Wärme am Körper übrig.

Jetzt zu den wirklich frischen Ideen im Hotel: die Restaurants (Speisesaal im Wiesler und Steirer im Weitzer) sind köstlich. Die Mitarbeiter/innen total nett und die Preise weltklasse. Die Gestaltung des Speisesaals mit der Souldiva an der Wand als Gegenposition zur Muse des Jugenstils im Frühstücksaal ist gelungen.
Meine Lieblingsidee des Florian Weitzers ist der Barbier Shop im Hotel Wiesler. Mein Mann war begeistert. Senf und Söhne das angeschlossene Lokal mit österreichisch gekochten Würsten ist auch gelungen. Die hauseigene Blumenhandlung lässt mein Frauenherz höher schlagen.
Am besten hat mir im Zimmer das Waschbecken gefallen.

PRICKELND
_ Babier im Haus
_ Hoteleigene Blumenhandlung
_ Restaurants mit einheimlischen Publikum
_ Freundlichkeit der Mitarbeiter/innen
_ Erhaltung des Jugendstil Frühstücksraums
_ Leicht pastellfarbene, kuschlige Bettwäsche
_ Spa-Bereich
_ Erhaltung des original Stiegenhauses
_ Preis-/Leistungsverhältnis
_ tw. Plattenspieler am Zimmer (leider hatten wir kein Zimmer mit Plattenspieler)
_ Gucker am Zimmer (leider wird er oft von den Gästen mitgenommen)
_ Mexikanische   Waschbecken in wunderbaren Farben – genauere Infos unter http://www.hotelwiesler.com/de/blog/aktuelles/blog.fliesenweltmeister/month.8/year.2012.html
_ Kerzen am Zimmer
_ lässiger Frisörsessel im Erker – hier thront man richtig über der Mur – nur wo setzt sich die 2. Person hin? Aufs Bett?
_ Lage des Hotels, direkt an der Mur, 5 Min. ins Zentrum

SCHAL
_ Zu viel coole Kommunikation in Form von Sprüchen an Türen, Wänden, Flaschen, Tischsets mit den Gästen
_ Keine Leselampen am Zimmer
_ Keine abgetrennte Dusche, sprich Kälte beim Duschen
_ Keinen Schreibtisch am Zimmer
_ Holz tw. zu wenig verarbeitet, man kann sich beim Betthaupt die Kleidung beschädigen
_ Garderobe und Kommode sind zu nahe beisammen – siehe Bild oben
_ Keine Vorhänge, schlechte Raumakustik zusätzlich würden sie den Straßenlärm etwas dämpfen
_ Gute Idee, leider scheitert es an der Umsetzung – Polaroidkamera liegt im Hotel auf, damit man Postkarten Heim schicken kann, leider gab es kein Fotopapier mehr… Klassisch! und ärgerlich!

Mein Verdacht mit der Werbeagentur hat sich bestätigt, ich habe sie gerade gefunden: Moodley

Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden, ich bin ein großer Fan dieses Hotels, jedoch sind ein paar Dinge in der Umsetzung nicht stimmig. Branding ist auf einem zu hohen Niveau (die grafische Umsetzung an sich ist wunderschön), die Rücksicht auf den Gast ist dadurch etwas untergegangen. Diese zwei Faktoren spiegeln sich auch deutlich in den Bewertungen von tripadvisor wieder – das Hotel badet in einem Pool von stürmischer Begeisterung bis Enttäuschung – alles durch die Bank. Ich fühle mich genauso, irgendwie begeistert und irgendwie enttäuscht.

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GROSSO MODO:
Website: http://www.hotelwiesler.com/
Zimmer:
Preis: ab 89€

| Aufenthalt September 2012 – Hotel Wiesler – Graz – Österreich|