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Details im Hotel, Hotelarchitektur, Hotels, Hoteltrends, Nordamerika, USA

Sir Richard Branson will die Hotellerie neu erfinden – das 1. Virgin Hotel eröffnet

Chicago, das weltweit erste Virgin Hotel in Chicago hat Mitte Jänner eröffnet – die Zimmer sind zweigeteilt in Schlafen & Wohnen und – abgetrennt mit Schiebetüren – Duschen & Ankleiden. Für die Damen gibt es auch einen Schminktisch mit extra Beleuchtung. Das Bett wurde zum zentralen Möbelstück, nebst dem nächtlichen Schlaf dient es vor allem als Sofa, Lümmeleck und Arbeitszone. Keine neue Erfindung, aber neu “in Szene” gesetzt. Für meine Augen wirkt das Konzept wirklich neuer, spritziger, interessanter. Ich würde am liebsten sofort nach Chicago düsen und es probieren.

 

Das Video ist verlockend und vielversprechend.

Die F&B-Preise sind angepasst an Supermärkte. Im “Common Club” sollen sich Einheimische und Hotelgäste mischen; dafür gibt es kostenlose Cocktails von 18 bis 19 Uhr. Bibliothek und Fernsehzimmer sind weitere öffentliche Räume. Beim Frühstück wird es klassischer, es geht ab ins amerikanische Diner.

 

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Virgin Hotels Chicago

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[photos via Virgin Hotels]

 

Hotel Facts:

Eröffnung: Jänner 2015
Zimmer: 250 Zimmer
Preis: ca. 220 USD im Zimmer
Architektur: Rapp & Rapp

 

Hotelarchitektur, Hotels, Kanada, Nordamerika

kanadische Multimillionärin baut Hotel und hilft damit ihrer Heimatgemeinde | Hotel Fogo Island Inn | Kanada

Zita Cobb steht hinter diesem außergewöhnlichen Architekturhotel (Fogo Island Inn), die kanadische Mulitmillionärin, die nach einer Karriere in der High-Tech-Industrie an ihren Geburtsorte zurückkehrte und mit der Shorefast Stiftung ihren Heimatort unterstützt. Aufgewachsen ist die Kanadierin in einem Haus ohne Wasser und Strom, die Eltern waren Analphabeten.
Das Ziel der Stifung ist es, den Fischern, Bootsbauern und Kunsthandwerkern durch die Förderung von Kultur und Wirtschaft eine Zukunftsperspektive zu bieten. Ca. 25 Mio Euro hat die Dame schon investiert und möchte den gesamten Gewinn der lokalen Bevölkerung zur Verfügung stellen. Die Zielgruppe für das Hotel sind Superreiche, die auch in die Taschen greifen müssen, denn der Grundpreis beträgt ca. 550€ ohne Steuern. 

Zita Cobb beautragte den kanadischen Architekten Todd Saunders, der in Norwegen lebt für den Bau des Fogo Island Inn. So erklärt sich auch der deutlich sichtbare skandinavische Einschlag im Hoteldesign.

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 (Fotos: Hotelwebsite)

Hotel Facts:
Hotelwebsite: http://www.fogoislandinn.ca/
Zimmer: 29 Zimmer
Preis: ab ca. 550€ im DZ inkl. Frühstück ohne Steuer
Architektur: Saunders Architecture
Investitionssumme: ca. 25 Mio €
Eröffnung: März 2013

Details im Hotel, Friends advice, Hotels, Nordamerika, USA

W Times Square

Hannes war in NYC, diesmal im W Times Square:

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Hallo,wir waren im W Times Square! Die Premiere in einem Hotel Deiner Lieblingskette:-) Was soll ich jetzt sagen? Hm. Also das Hotel liegt wirklich super mitten am Times Square, einem der prominentesten Plätze in New York. Tausende Touristen zu jeder Tageszeit und Hunderte leuchtende Reklamebildschirme, die den Platz eingrenzen, verursachen ein seltsames Hochgefühl – man möchte Frank Sinatras Hymne auf diese Stadt singen, die Stadt, die niemals schläft, zumindest an diesem Platz.

Ich hatte bei der Buchung angegeben, dass wir um 14:00 Uhr ankommen werden, das Zimmer war nicht fertig. Wir ließen uns mit dem Angebot ein Zimmer im obersten Stockwerk – 57. Etage – zu bekommen vertrösten und gingen Kaffeetrinken und Touristenschauen. Leider war das Zimmer noch immer nicht fertig, als wir 2 Stunden später wieder gekommen sind – das Zimmermädchen war ziemlich aufgeregt über die Tatsache, dass man uns die Schlüssel dafür gegeben hat! Dem Herrn an der Rezeption war das auch dann ein bisschen peinlich, er gab uns dann ein Zimmer auf der 52. Etage und 2 Getränkegutscheine für die Bar als kleine Wiedergutmachung.

Es war wirklich sehr faszinierend auf diesen Platz vom 52. Stockwerk zu blicken, auf das blinkende Lichtermeer, auf den Hudson und das gegenüberliegende New Jersey.

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Das Zimmer selbst war wie erwartet sehr funktional aber die Farbtöne sind schon eher kitschig.

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Bett perfekt, Bliss Pflegeprodukte super (und alle eingepackt). Die Bar haben wir besucht, sehr gut besucht und nicht zu laut, mit einer sehr interessanten Cocktailkarte, heftige USD 16 das Stück. Die Drinks waren sehr exzellent und das Service, auch wenn man sich nicht die manchmal übertriebene Zuvorkommenheit traditioneller Fünf-SternHotel Bars erwartet. Ziemlich cool, trotzdem unkompliziert und nett, angenehm sowie im Grunde alle Mitarbeiter des Hauses, mit denen wir zu tun hatten. New York Style.

Ob ich wieder ins W Times Square komme? Eher nicht, weil die Lage zwar amüsant ist, aber nicht die in der Gegend ist, wo ich mich in New York sonst so rumtreibe. Ob ich wieder in ein W komme? Gerne, aber der Preis muss passen, denn ganz ehrlich mit dem Aloft hat W sich selbst die härteste Konkurrenz geschaffen mit einem meistens wesentlich besseren Preis/Leistungsverhältnis.

Liebe Grüße,

Hannes

Erlebte Hotels, Hotels, Karibik, Nordamerika

BWA Chik | Guadeloupe

Guadeloupe ist in Basse Terre und Grande Terre geteilt oder anders ausgedrückt – Basse Terre ist für Abendteuerurlauber/innen und Grande Terre für Entspannungsurlauber/innen. Nachdem wir mehr als ¾ der Zeit in Basse Terre verbracht hatten und uns auch nur ganz schwer verabschieden konnten blieben wir die letzten zwei Nächte im BWA Chik Hotel in Grande Terre.

Dieses Hotel liegt in Saint Francois am östlichen Ende von Guadeloupe. In seinem Naturell ist es eine Budgetunterkunft mit Golfplatz. Frisch renoviert mit viel Holz wirkt es wie bei Familie Feuerstein in der Steinzeit, die Details sind ein bisserl zu üppig geraten und wirken kaum grazil. Eine Ausnahme gibt es: die Steinbeleuchtung über der Bar ist bezaubernd. Die Gänge sind grau in grau und außer im Frühstück- und Lobbybereich sind die Farben schal – passend zum Frühstück. In Summe war es ein nettes, günstiges Hotel mit zeitgenössischer Atmosphäre – schwer zu finden in Frankreich.

 

 GROSSO MODO:

Homepage: http://www.bwachik.com
Zimmer: 43 Zimmer + 11 Duplex-Zimmer
Preis: ca. 80€ im DZ inkl. Frühstück

 

Erlebte Hotels, Hotels, Karibik, Nordamerika

Tendacayou Ecolodge | Guadeloupe

Ein Frosch (1 Bild unten) sitzt zur Begrüßung vor der Tür und schon ist uns klar, die Bezeichnung Ecolodge wird hier nicht als Marketinggag einsetzt, sondern gelebt. Kommt man in das Innere des Hauses, ist man verzaubert, man wähnt sich in China – alles ist bunt, glitzert und auf schöne Art zugemüllt – darunter steht ein großer flackender Bildschirm. Die Damen der Rezeption führen uns weiter in unser rosa Zimmer. Rosa die Farbe der Wahl – ich könnte Stunden über dieses ROSA berichten, aber auf den Bildern sieht man alles. Das Zimmer war rosa, teilweise auch gelb, blau, rot, aber vor allem ROSA. Mein Bruder hätte seine Freude gehabt, er hasst die Farbe wie die Pest. Wie auch immer, mit den Stunden wird es netter und dann plötzlich den Rosa-Schock überwunden sieht man den Ausblick – Antigua liegt vor einem – ein ganz seltener Anblick – Antigua sieht man fast nie. Plötzlich kommen von links und rechts Kollibries und da eine Eidechse und schubs noch eine. Es wird die ganze Zeit so weiter gehen, Frösche kommen und gehen, Eidechsen kommen und gehen, Gelsen kommen und bleiben.

Das Tendacayou ist auf der Insel bekannt wie ein bunter Hund, die Besitzer (er Tischler, sie Köchin) haben alles selbst geschaffen. Dutzende Details verwunden und bringen einem zum Schmunzeln und oft auch zum Lachen.

Das Spa ist ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen, es ist riesig und erinnert mehr an Thailand als an die Karibik. Es gibt Dutzende kleine und größere Wasserbecken mit kaltem, warmem, heißem Wasser, mit Fischen drinnen, die einem die Haut abknabbern – mmmhhh, mit Pflanzen usw. Dann gibt es Zimmer zum Liegen und Rückzugsorte, dazwischen befindet sich auch noch eine finnische Sauna – sehr extravagant in der Karibik – mit der Wärme hätten sie normalerweise kein Problem. Das Ganze ist nicht günstig – eine Stunde Spa kostet über 35€ pro Person pro Stunde. Doch es ist Genuss pur und Verliebte buchen es gerne. Übrigens bevor man rein darf, muss man ein Schlauchkleid anziehen, der Stoff sieht aus und fühlt sich so an wie ein Küchenhangerl – amüsant. Also als Hangerl verkleidet, startet man in die Entspannung (Bilder des Spas folgen im nächsten Blogeintrag).

In Schuss gehalten wird die Ecolodge von 17 Mitarbeitern, 5 Gärtner und 5 Spa Mitarbeitern. Jetzt darf man nicht den Fehler machen und sich denken, ah dort kann man sich das leisten. Nein, die Kosten für Mitarbeiter liegen im Schnitt 30% höher als in Österreich und das Mindesteinkommen liegt bei ca. 1200€ netto. Das Konzept ist grandios und es geht voll auf, die Mehrheit der Gäste liebt es – einem anderen Teil ist es zu natürlich – selbstverständlich sind in den Pool wachsende Blumen nicht jedermanns Sache, auch das vollgeräumte Restaurant wirkt hygienisch bedenklich, allerdings muss man zuerst mal einen Tisch bekommen – es ist fast immer ausgebucht. Bei unserem Besuch war die Eigentümerfamilie gerade in Thailand  und das Restaurant blieb geschlossen. Die Küche ist inselbekannt und selbst Kochbücher schüren die Mythen über das hervorragende „La Poisson Rouge“ der Eigentümerin.

 

GROSSO MODO:

Homepage: http://www.tendacayou.com
Preis: ab ca. 150€ im DZ inkl. Frühstück am Zimmer

Karibik, Nordamerika

Guadeloupe in Bildern

 

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Trois Rivéres

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Pointe de la Grande Vigie

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Pointe de la Grande Vigie

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Pointe de la Grande Vigie

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Aufstieg zum Vulkan Soufrière

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Vulkan Soufrière

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Krater des Vulkans Soufrière

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Einer der Wasserfälle von les Chutes du Carbet

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Wasserfall: chutes des crevettes

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 Kakaofrucht

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frische Kakaobohnen

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getrocknete Kakaobohnen

Erlebte Hotels, Hotels, Karibik, Nordamerika

Langley Resort Hotel Fort Royal | Guadeloupe

Vom Kleinod des Jardin Malangas gings ins Langely Resort Fort Royal. Ein rasanter Abstieg an Komfort. Vom persönlichen Service zu einem Hotelkomplex, der auch die Beschreibung – europäische Touristenfabrik tragen könnte. Okay, ich übertreibe – aber gefühlt war es so. Nur hier sind wir auf andere österreichische und europäische Touristen gestoßen.

Die Lage des Fort Royal in Deshaeis ist sehr gut. Jedoch hilft das wenig, wenn sich die Mitarbeiter/innen mit den Attraktionen im Umkreis nicht auskennen und die Beschilderung dürftig ist. So verpassten wir die Schildkröten wenige Kilometer vom Hotel entfernt.

Wie auch immer die Anlage war in einem OK Zustand – Cluburlaub halt. Alles ist etwas starr und sehr geregelt: Handtücher umtauschen kostet 1€ pro Handtuch unabhängig von der Aufenthaltsdauer, eine Strandliege kostet 10€ unabhängig von der Zimmerkategorie und Aufenthaltsdauer. Apropos Zimmerkategorie WIFI gibt’s nur in der günstigeren Kategorie und nicht in den Bungalows.

Mein Entscheidungsgrund das Fort Royal zu nehmen war klassisch: die Lage direkt am Strand und in meiner Vorstellung war eine kleine Strandhütte in der Karibik ein Highlight. Es sollte doch anders kommen, aufgrund der Hurrikan-Ausläufer wurden keine Bungalows direkt am Strand vermietet. Keine 1. Reihe fußfrei. Unser Bungalow war grundsätzlich nett, allerdings war der Geruch kaum auszuhalten – das ist der Preis der Nebensaison, zwar ist alles viel günstiger, aber die Zimmer sind schlecht be- und entlüftet. Das Zimmer an sich war sehr spartanisch eingerichtet, es gab weder Türen für die Kästen noch Bilder an den Wänden. Das Bad stach positiv heraus, die Steinfliesen waren wunderschön und gepaart mit den dunklen Holzmöbeln wirkte es harmonisch.

In puncto Essen konnten die Fort Royals leider nur verlieren, Simon Fabre vom Jardin Malanga ist ein ausgezeichneter Koch, und obwohl es zum Frühstück nicht die Masse an Wahlmöglichkeiten gab, war die Qualität unschlagbar. Gegensätzlich lief es im Fort Royal: hier wurde mehr auf Quantität als Qualität gesetzt und dieser Abstieg war schon bitter.

Alles in allem war unser Aufenthalt gut, wahrscheinlich war es das uncharmanteste Hotel der Reise, also es ist in gewisser Weise „suddern“ auf sehr hohen Niveau.

GROSSO MODO:

Homepage: http://www.fortroyal.eu/en
Zimmer: 149 Zimmer + 82 Bungalows
Preis: ab. ca. 125 € pro Nacht im DZ inkl. Frühstück

 

Erlebte Hotels, Karibik, Nordamerika

Jardin Malanga | Guadeloupe

Eine steile Straße bringt uns zum Anwesen des Jardin Malagas, immer steiler geht es hinauf, unser Mietauto wird langsamer und langsamer, der Motor heult auf, der Mond kommt zum Vorschein und die Sonne neigt sich dem Horizont. Und dann endlich stehen wir vor einem mächtigen Tor mit einem kleinen violetten Schild: Jardin Malanga. Nach kurzem öffnet sich das Tor und wir fahren, von einer Palmenallee umgeben, in das dahinterliegende Anwesen. Wir werden herzlich von einem Mitarbeiter empfangen und gleich aufgeklärt, dass das Hotel nach der Herbstpause heute den 1. Tag geöffnet hat. Das bedeutet, alles ist noch irgendwie in Schlaf gehüllt und wir sind die einzigen Gäste. Nach einem netten Gespräch verlässt der Mitarbeiter das Anwesen und wir sind mutterseelenallein in dieser Vollmondnacht. Schon ein komisches und auch beängstigendes Gefühl, den ersten Tag auf einer fremden Insel und dann in einem Hotel ohne Gäste mit leichtem Staub-Odeur. Nach der ersten Nacht empfängt uns der Chef des Hauses Simon Fabre bei einem wunderbaren Frühstück und verwöhnt seine ersten Gäste mit French Toast. Köstlich!!! Wir bekommen nach und nach ein Gefühl für das Hotel und von Tag zu Tag verlieben wir uns mehr in das Anwesen, jetzt kennen wir schon die Sitten und pflücken frische Grapefruits und Avocados von den Bäumen und genießen die wunderbare Aussicht im Pool. Eigentlich war unser Plan nur 6 Nächte in Guadeloupe zu bleiben und dann weiterzuziehen nach St. Barths. Nur das Anwesen verleitet einfach zum Genießen und die Stunden vergehen, interessante Gespräche mit Simon folgen und unsere 4 Nächte sind um. Kurzfristig entschlossen werfen wir alle Pläne über Board und verlängern unseren Aufenthalt in Guadeloupe. Simon organisiert alles für uns und innerhalb von 90 Minuten sind Hotels, Flüge und Schiffe umgebucht – einfach herrlich. Sämtliche Menschen waren sehr entgegenkommend und haben uns für die Umbuchungen nichts verrechnet. Jeder hatte Verständnis, dass man dem Paradies des Jardins Malanga nicht entrinnen möchte und so verlängerten wir.

Zum Hotel selbst: es wurde in den 1920er Jahren erbaut und dann um 4 Häuser erweitert. Das Besondere ist mit Sicherheit die Aussicht – während man im Pool schwimmt kann man sogar die gegenüberliegenden Inseln „les Saintes“ bewundern. Der Direktor Simon Fabre ist das Herz des Hotels, er kocht & unterhält die Gäste – ein Hotelier wie aus dem Bilderbuch. Er kennt die Insel in und auswendig, weiß die besten Plätze, Restaurants und Wanderstrecken – auf seine Tipps ist 100% verlass. Im folgenden Reiseverlauf werden wir da noch unsere blauen Wunder erleben, denn im nächsten Hotel kennen die Mitarbeiter nicht mal die Attraktionen ein paar Kilometer entfernt.  Die Zimmer des Jardins sind nicht mehr ganz so aktuell, aber solide. Für meinen Geschmack etwas dunkel, aber laut Simon ist das die Eigenheit der Häuser in Guadeloupe. Das Badezimmer ist groß und verfügt über eine Badewanne mit separater Dusche. Kleiner Wehmutstropfen, W-Lan gibt es nur im Haupthaus.

Kurze Anekdote am Rande: Jedesmal wenn wir gefragt wurden wo wir wohnen und wir mit Jardin Malanga geantwortet haben, wurde wir von allen beneidet. Das kleine Hotel ist auf der Insel gut bekannt und sehr angesehen.

GROSSO MODO:

Homepage:  http://www.jardinmalanga.com/
Zimmer: 12
Preis: ca. 200€ im DZ inkl. Frühstück
Erbaut: Haupthaus 1927

 

Karibik, Nordamerika

Cap Est Lagoon Resort & Spa | Martinique

Die Erkundungstouren auf Martinique führten uns zum (offiziell) “besten” Hotel der Insel – das Cap Est Lagoon Resort &  Spa. Leider nahm  man uns  nicht als potenzielle Gäste wahr. Deswegen gab es auch keine Zimmerführung und die Ausreden – alles voll – hinterlässt in der absoluten Nebensaison einen bitteren Nachgeschmack. Egal dadurch stieg unser Hotel (Plein Soleil) gleich noch mal viel höher im Ansehen.

Ein paar Eindrücke konnten wir  festhalten:

Kurzer Nachsatz: Die Mitarbeiter/innen an der Rezeption lagen richtig, wir sind nicht die Klientel für das Hotel. Schade ist nur die dumme Ausrede, man hätte ruhig 5 Minuten in eine Führung investieren können. Normalerweise kein Problem.  Zur Gestaltung – mir persönlich ist es zu burgig und massiv. Ich bevorzuge meist luftig, leichte Hotels.

 

GROSSO MODO:

Homepage: http://www.capest.com/Kategorie: 5-Sterne
Preis: ab 400€ in einer Suite
Zimmer: ca. 50 Suiten

 

Erlebte Hotels, Hotels, Karibik, Lieblingshotels, Nordamerika

Umso schlechter die Straße, umso besser das Hotel – Hotel Plein Soleil – Martinique

Umso schlechter die Straße, umso besser das Hotel. Unsere Erfahrungen zeigen besondere Unterkünfte lieben die Einöde und schlechte Straßen. Nicht verzagen, am Ende wird man belohnt, denn dann winkt das Traumhotel: das Plein Soleil. Mit täglicher Übung sitzt das Auto am Ende des Urlaubs nur noch 2-mal pro Fahrt auf.

Mit leichtem Gepäck, sprich ohne Koffer checken wir in ein wunderschönes Zimmer ein und können unser Glück kaum fassen, so ein tolles Hotel auf einer französischen Insel. Die französischen Überseedepartements zeichnen sich nicht gerade durch eine hervorragende Hotellandschaft aus, es ist eher extrem teuer und unaufregend (siehe La Reunion). Im Gegensatz dazu steht das Plein Soleil mit seinen kreolischen Zimmern bietet dieses kleine Hotel die Basis für unvergessliche Urlaubstage. Die Aussicht auf die Umgebung ist atemberaubend. Steil geht es von den kleinen Häuschen runter, dafür sieht man die karibische See. Wir entschieden uns für die kleinste Kategorie, ein wunderschönes Paradies, wenn gleich die größeren Zimmer über einen eigenen Pool verfügt hätten. Das Haupthaus ist ein Schmuckkästchen. Die Kunstwerke stammen von der Besitzerin. Ihre Liebe zur Kunst berührt, so auch das Abendessen – ein wahrer Gourmettempel (Bilder vom Abendessen folgen im nächsten Blogeintrag).  Lediglich sind die Korbsessel so unbequem, dass man nicht bis in die Morgenstunden in einer anwürdigen Starre ob dieser Schönheit verbleiben kann:  die Romantik, die Aussicht, das fabelhafte Essen und den Genuss des Urlaubs. Schade!

Ein zweiter Wehmutstropfen ist der Preis des Frühstücks mit 18€ pro Person erinnert es eher an einen Hauptgang und nicht an ein kleines Essen in den frühen Morgenstunden, dafür ist es allerdings a la carte und kein Buffet.

Gestalterisch gibt es zwei interessante Details:

1)     Unser Zimmer ist mit einer ca. 1 m hohen Bambuskonstruktion vom Eingangsbereich abgetrennt – unglaublich praktisch, nachdem wir unsere Koffer wieder hatten – konnten wir die Kleidung einfach hängen lassen.

2)     Der Pool war in einem Grau (sagen wir mal Architekten-Grau) – sehr ungewöhnlich – kein blauer Pool – sehr mutig und sehr schön. Die Holzumrandung verleiht dem Ganzen etwas Edles.

 

PRICKELND:

_ Üppige Blumengestaltung
_ Abtrennung im Zimmer
_ Pflegeprodukte im Badezimmer – schöne Düfte – schönes Badezimmer, wirkt sehr gepflegt
_ Aussicht auf die Bucht
_ Tolle Beleuchtung im Zimmer, man kann viele unterschiedliche Stimmungen erzeugen
_ Die Hotelbar ist sehr gemütlich eingerichtet
_ Das außergewöhnliche Restaurant

SCHAL:

_ Gratis WIFI nur im Haupthaus
_ Unbequeme Sessel im Restaurant und auf der Terrasse

 

GROSSO MODO:

Hotelwebsite: http://www.hotelpleinsoleil.fr
Zimmer: 16 teils mit privatem Pool
Eröffnung: 1998, Renovierung 2009
Preis: ab 125€ im Doppelzimmer ohne Frühstück

| Aufenthalt Herbst 2012 – Hotel Plein Soleil – St. Pierre – Martinique – Frankreich|

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Hoch gelegen im Radisson blu | St. Martin

Schlafen wie ein/e König/in. Das Radisson blu setzte bei der Renovierung auf hohe Betten, man fühlt sich nun im Hochadel. Früher wurde ja aus dem Bett regiert, heute kann man das Bett regieren – mittels eines kleinen Geräts lässt es sich in sekundenschnelle weicher oder härter stellen. Eine wirklich praktikable Erfindung für Hotelbetten und als Zuckerl ist es auch noch lustig.

St. Martin, eine Miniinsel in der Karibik, bietet eine sehr dichte Auswahl an Hotels. Nach viel Hin und Her und meiner Entscheidungsschwäche, entschied mein Mann sich für ein Kettenhotel – zwar wollte ich etwas Persönlicheres, aber nachdem ich noch nie in einem Radisson blu schlief ein guter Deal. Noch dazu frisch renoviert (Eröffnung 2012) und der Preis war quasi nicht zu schlagen – 130€ im Doppelzimmer inkl. Frühstück. Übrigens, früher war es ein Le Meridien.

Nach einer nicht optimalen Ankunft kamen wir total verschwitzt im Hotel an. Die liebe Air France hatte unsere Koffer nicht mitgeschickt und in Winterkleidung bei 32°C mussten wir Sommerkleidung shoppen  – ein heißes Unterfangen. Die Belegschaft im Radisson  war einfach umwerfend, wir haben sofort einen Drink bekommen, ein Zimmerupgrade und der Concierge Alain rief bei der Airline an, um sich um alles Weitere zu kümmern. Alain beriet uns noch bei der Auswahl einer Segeltour für nächsten Tag und reservierte ein süßes Restaurant zum Abendessen. Leider ist unser Gepäck fünf Tage nicht angekommen, und nachdem mein Mann keine lange Hose mit geschlossenen Schuhen hatte und ich nur Flipflops, mussten wir jeden Tag wieder die Reservierung im örtlichen Restaurant stornieren – kein Einlass ohne lange Hosen und geschlossenen Schuhen. Nach vier Tagen ging unser Trip weiter nach Martinique, aber Alain hielt Kontakt mit Air France und sandte uns das Gepäck in das nächste Hotel nach. Er rief uns sogar auf Martinique an – wirklich ein unglaublicher Service. Wir hatten keine Sekunde das Gefühl in einem Kettenhotel zu sein. Zugegeben, wir waren in der totalen Off-Season und das Hotel beherbergte lediglich 50 Gäste. Trotzdem sind wir von Aufmerksamkeiten der Mitarbeiter/innen und den lustigen Gesprächen ganz begeistert. Trotz allem oder gerade deswegen war es ein schöner Einstieg in die karibische Welt.

 

PRICKELND:
_ Als Gast kann man den Härtegrad des Bettes ganz rasch und bequem verstellen – einfach cool
_ Zur Begrüßung gibt es einen Planteur in der Bar
_ Kommt man ein 2. Mal ins Hotel, gibt es einen großzügigen Obstteller – allerdings sollte das Hotel von nicht heimischen Früchten (z.B. Erdbeeren) Abstand nehmen, da können sie nur verlieren, denn der Verwesungsprozess ist einfach schneller als das Hotelservice bzw. die Gäste
_ Unglaubliches Frühstücksbuffet mit einer unendlichen Auswahl inkl. vieler á la minute Gerichten
_ Alain, der Concierge des Hauses hat sich rührend für unser verlorenes Gepäck bei Air France eingesetzt. Selbst nach unserer Abreise hat er uns in dem nächsten Hotel angerufen und auf dem Laufenden gehalten.
_ Die abgelegene Bucht ist wunderschön

SCHAL:
_ Wifi gibts nur in der Lobby, nicht am Zimmer
_ Das ganze Hotel ist renoviert, nur der Pool und die Gartenanlage wurde ausgelassen – leider fällt es wirklich auf – obwohl Schwimmbecken und Garten sehr schön (!) sind.

 

GROSSO MODO:

Hotelwebsite: http://www.radissonblu.com/resort-stmartin
Eröffnung nach Renovierung: 2012
Preis: ab 130€ im DZ inkl. Frühstück
Kategorie: 4 Sterne

 

| Aufenthalt Herbst 2012 – Radisson blu – Anse Marcel – St. Martin – Frankreich|

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Farbe im Leben – The Saguaro in Palm Springs

Erkennen Sie das Holiday Inn? Das bunte Saguaro  schaut aus wie neu, ist es aber nicht. Die Basis ist ein 1977 eröffnetes Holiday Inn Hotel. Gratulation zur Verwandlung.

(Fotos: Hotel)

 

GROSSO MODO:

Homepage: http://www.thesaguaro.com
Eröffnung: 1977 als Holiday Inn – Neueröffnung 2011
Zimmer: 245
Preise: ca. 200 USD
Positionierung: Gay and Lesbian friendly
Design:  Stamberg Aferiat Architecture

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W Downtown NYC

Nach drei feinen Nächten im W Hoboken gings weiter ins W Downtown. 14 Monate jung und in seiner Hotellebensphase noch als Baby zu bezeichnen, ist es aber schon ziemlich abgebrüht. Der Lobbybereich im 5. Stock wird von der organischen Deckengestaltung in Weiß und Schwarz dominiert. Alles sehr cool & hip und demnach genauso, wie man sich ein Hotel in Downtown Manhatten vorstellen würde.  Wir schliefen im Zimmer 1907 im 19. Stock, der rasante Lift hebt einem den Magen aus, eine Prüfung des Verdaungstraktes. Auffällig am engen Gang ist der im “Elefantenlook”  gemusterte schwarz-braune Teppichboden, welcher einfach schön & pflegeleicht wirkt.

Unser Zimmer gefällt sehr, die Möblierung ist deutlich verspielter als im W Hoboken und lässt einem ans Q Berlin denken (mit weniger Details).  Auch in diesem Hotel ist die Aussicht spektakulär und doch seltsam – man blickt direkt auf den Ground Zero inkl. Memorial und der emsig voranschreitenden Aufbauarbeiten. Die Aussicht ließ uns nicht kalt und doch tritt der Gewöhnungseffekt rasch ein. Diese Baustelle kann man von der Fensterbank beobachten und klarerweise saßen wir hier Stunden, um die 7 Kräne und min. 100 Bauarbeiter und x Bagger zu beobachten. Bevor wir zu Bett gingen schauten wir nochmal ein paar Minuten genau auf die Baustelle und der erste Blick am Morgen galt dem Fortschritt der fleißigen Bauarbeiter in der Nacht – ein Erlebnis. Es war faszinierend zu sehen wie Erdmassen während unserer Schlafenszeit bewegt wurden. Tagsüber lag unser Fokus weniger auf der Baustelle als viel mehr auf die tausenden Ameisen (Besucher), die das Ground Zero Memorial besichtigen wollten. Die Schlangen beim Eingang waren unendlich lange und wir haben entschlossen uns in diese nicht einzugliedern.

Die Sitzbank ist ein wahres Goldstück im Zimmer. Die Verarbeitung im Straußenleder mit Rosenpolster (kitsch pur) ist bemerkenswertes Detail. Das Beste im Zimmer ist das W Kuschelbett (von mir liebevoll “Nirschi” genannt), es ist einfach himmlisch weich. Gratulation an die Produktinnovationsabteiltung von Starwood!

Erstaunerlicherweise ist das Zimmer sehr sehr groß und am Boden würden locker fünf große, aufgeschlagene Koffer Platz finden und man könnte noch immer locker, flockig gehen – eine ziemliche Überraschung, wir hätten mit einer Pariser Zimmergröße gerechnet. Das Badezimmer weist ebenfalls eine gute Raumaufteilung auf. Es ist allerdings sehr klassisch und zeitlos eingerichtet. Jahre steckt diese Bad weg, wie nichts. Nur der Schliff im Spiegel verleiht dem ganzen Ensemble etwas Zeitgeistiges, aber dieser kann rasch getauscht werden. Wie gewohnt, kommt man in den Genuss von Bliss Produkten – zitronige Frische und noch in Wien eine schöne Erinnerung an unsere Hochzeitsreise.

Die Hotellobby hatte ein ganz großes Manko, nämlich die Abwesenheit von Licht. Nachts waren Rezeption und Bar so dunkel, dass man kaum in den Lift fand. Alleinig ipad und smartphones der Bargäste und Computer der Rezeptionisten haben einem dem Standort bestimmen lassen. Ich weiß, W muss cool sein, aber muss cool unbedingt so dunkel sein?

Hängen geblieben ist vier Monate nach dem Besuch noch die wunderschöne Glasperlengestaltung beim Eingang und der Teppich im Elefantenlook, endlich mal ein schöner, witziger Hotelteppich.

GROSSO MODO:

Hotelwebsite: http://www.starwoodhotels.com/whotels/property/overview/index.html?propertyID=3154
Eröffnung: 2010
Preis: ab 250 USD im Doppelzimmer ohne Frühstück
Zimmer: 217 Zimmer + Residenzen
USP: Fensterbänke

|W Downtown – NYC – USA – Aufenthalt November 2011|