Browsing Tag

Analyse

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Erwartungen an Hotels, Information, Lieblingshotels

Gefühlswelt Hotel

„2000 auf 79“ ist der Titel eines Beitrags von Martin Schumacher (conos GMBH) im Tourismuspresse Blog. Der Autor war 26 Jahre auf Reisen, und ist in 79 Ländern in 2000 verschiedene Hotels  eingecheckt. Mehr dazu gibt’s hier.

Beim Lesen des Artikels hat mich die Inspiration gepackt und meine Freude an Statistik war geweckt: Drei Stunden später war dann auch meine persönliche Liste von all den Reisen, Ländern und Hotels fertig (ziemlich rasch, dank Blog RosaPfeffer) Und zack da waren sie wieder – all die Erlebnisse in den verschiedenen Hotels, der Geschmack des Essens und die Gefühle an den unterschiedlichsten Orten.  Kaum ein Hotel ist in Vergessenheit geraten, vermutlich auch, weil ich in deutlich weniger Hotels genächtigt habe, als Martin Schumacher. Immerhin waren es bei mir rund 177 Hotels in zehn Jahren mit 287 Übernachtungen. (Fast) Jedes Haus wurde sorgsam von mir ausgewählt und kaum eines war ein 0815 Hotel.

Aber zurück zu den Gefühlen, die ich beim Erstellen meiner Liste richtiggehend im ganzen Körper spüren konnte. Die Skala wie ich mich in diesen Hotels gefühlt habe und die damit verbundenen Gefühlswelten reichen von:

  • beschützt – wachsam (sehr wichtig in Südamerika und Südafrika)
  • entspannt – gestresst
  • wohl – unwohl
  • unbeachtet – beobachtet
  • frei – eingesperrt
  • offen – verschlossen
  • glücklich – unglücklich
  • aufgeregt – gelangweilt
  • richtig – falsch

Gerade das letzte Begriffspaar „richtig – falsch“ ist eine ganz eigene Kategorie. Falsch im Sinne von, ob es zu meinen / unseren Bedürfnissen passt. Denn es gibt Hotels, die passen einfach nicht zu mir / zu uns – oder ich bzw. wir passen nicht in dieses Hotel. Ein Umstand, der schnell zum puren Ärgernis werden kann. Gerade dann, wenn man eine ganz genaue Vorstellung oder Erwartung an einen Aufenthalt hat. In diesem speziellen Fall denke ich an ein Hotel auf Mauritius. Das erhoffte Urlaubsgefühl wollte sich partout nicht einstellen und wir haben uns einfach nicht wohl gefühlt. Auf dem Weg in die Hauptstadt sahen wir dann ein Hotelschild, und alleine das Logo verriet uns: Das ist unser Hotel!

Nach nur drei Minuten im diesem Haus bestätigte sich unser Gefühl (und all das sogar zum selben Preis wie das gebuchte Hotel), nur leider zu spät. Vielleicht beim nächsten Besuch. Das passende Hotel zu finden ist wirklich eine Kunst für sich.

Was ist mir prickelnd in einigen Hotels in Erinnerung geblieben?

Was hat bis heute einen schalen Eindruck hinterlassen?

  • Unfreundliche Mitarbeiter_innen
  • Sich auf Schritt und Tritt beobachtet fühlen – ein höchst unangenehmes Gefühl
  • Komplizierte Technik – wenn man eine Gebrauchsanweisung für sein Zimmer benötigt, und nicht einmal Licht oder Klimaanlage „einfach“ bedienen kann – einmal habe ich wirklich mit Licht geschlafen, weil nicht einmal der Rezeptionist wusste, wie man es ausschaltet z.B. Sheraton Mexiko City
  • Schlechtes Frühstück – üppige Buffets mit billigem Essen
  • Tee mit Chlorgeschmack z.B. Westin Bahamas
  • Unflexibilität
  • Geiz

 

Meine Top 20 Hotels poste ich gerade auf Instagram. Ein purer Genuss in diesen schönen Erinnerungen zu schwelgen.

Hotels, Information

Veranstaltungstipp: Zimmer frei

Auf meinen Reisen begegne ich immer wieder “Hotelleichen” und bin fasziniert von deren Geschichte. Schön, dass es jetzt eine Konferenz zu diesem Thema gibt.

 

“Veranstaltungtipp: 5. LeerstandskonferenzZimmer frei! Regionen zwischen Tourismus und Leerstand
Donnerstag 13. und Freitag 14. Oktober 2016
St. Corona am Wechsel, Niederösterreich
Wechsel Lounge, Neueröffnung Herbst 2016
www.leerstandskonferenz.at
Mitte Oktober 2016 organisiert und leitet das Architekturbüro nonconfom zt gmbh bereits
zum fünften Mal die Leerstandskonferenz. Die Veranstaltungsreihe setzt sich in Vorträgen
und unterschiedlichen Diskussionsformaten mit erfolgreichen Strategien gegen Leerstand
und Ausdünnung kommunaler Zentren auseinander.
Die 5. Leerstandskonferenz widmet sich im touristisch geprägten Österreich einem oftmals
unter den Tisch gekehrten Thema: „Tourismus und Leerstand“. Das bedeutet auch das
Überprüfen liebgewonnener (Selbst)Zuschreibungen und Klischees: „Tourismusland
Österreich! Traumhafte Landschaft, weiße Pisten, wunderschöne und gepflegte Kleinstädte
und Dörfer, volle Gasthäuser, ausgebuchte Pensionen und Hotels.“
Zum Programm

 

 

Information

Der hybride Gast im Tourismus

Reinhard Lanner im Gespräch mit dem Marketing Forum Salzburg über den hybriden Gast im Tourismus.

Ein tolles Interview zum Nachlesen oder zum Ansehen.

Tiefer in die Materie eintauchen kann man bei der Veranstaltung des Marketing Forums Salzburg:

Wann: 15.11.2016 ab 13:00 Uhr

WO: Fachhochschule Salzburg, Campus Urstein

Veranstalter: Studiengang Betriebswirtschaft BWI, Fachbereich Marketing & Relationship Management MRM, Programm

Details im Hotel

Frühstücksfotografie

Ist es Ihnen auch aufgefallen, in den letzten Jahren werden Frühstückstische immer von oben fotografiert. So auch unser Bild vom Frühstückstisch im Majeka House in Südafrika.

Majeka House_Stellenbosch_RosaPfeffer (31)

Und hier der Vergleich: Frontal sieht es einfach nicht so appetitlich aus.

Majeka House_Stellenbosch_RosaPfeffer (30)

 

Fotografie

Nachdem Fotografie auf RosaPfeffer und in meiner Arbeit ein wichtiges Thema ist, ich aber keine Fotografin bin, habe ich Nina Hintringer eingeladen, eine Gastserie zum Thema Hotelfotografie zu verfassen. Bereits vor einigen Jahren hatte ich die Freude mit Nina zusammenzuarbeiten und schon damals ist ein sensationelles Ergebnis zustande gekommen. Gemeinsam mit ihrem Mann Phil betreibt sie “Nina Hintringer Photography“. Die beiden leben und arbeiten zwar in Tirol (Österreich), aber die Aufträge kommen von der ganzen Welt, Reisen gehört praktisch zu ihrem Beruf.
Was ich besonders an Nina und Phil schätze, ist ihre Neugierde. Häufig treten sie selbst vor die Linse und lassen sich von anderen Fotografen ablichten. Dieser Perspektivenwechsel und ihre Freunde an der Fotografie ist auf jedem ihrer Bilder spürbar.

 

NinaPhil

Ihr erster Artikel über Hotelfotografie & Details geht am Montag, den 11. Juli 2016 online.
Viel Freude beim Lesen der Gastserie wünscht,
Barbara Guger

Information

Gutscheine und Yield Management im Hotel

Gutscheine sind für Hotels eigentlich eine gute Sache, rund ein Drittel werden nie eingelöst und so verdient man ohne eine Dienstleistung erbringen zu müssen. Außer eben einen (hoffentlich) nett gestalteten Gutschein zu versenden bzw. zum Download anzubieten. Gutscheine für Hotelnächte sind unser Ding. Nur neulich ist mir etwas Interessantes passiert: Ich rufe schnell in unserem Lieblingshotel an und möchte wieder den gleichen Gutschein buchen wie bisher. Doch die nette Rezeptionistin sagt: „Tut mir leid, das geht nicht. Wir haben auf Yield Management umgestellt und wir verkaufen keine Übernachtungsgutscheine mehr, sondern nur Wertgutscheine.“ Selbst nach einer Rücksprache mit dem Hotelmanagement bestätigt sie ihre Aussage: Nächtigungsgutscheine adé.

Was soll ein Gutschein können?

Ein Wertgutschein hätte für uns aber keinen Sinn. Wir wollten den Gutschein als Geschenk für unsere Freunde kaufen. Ein Wertgutschein in Höhe von 200 € verspricht aber keine Preisgarantie. Je nachdem, wann die Reise in Anspruch genommen wird, kann das Zimmer in besagtem Hotel zwischen 120 € und 270 € kosten, also Zusatzkosten verursachen. Eine Aufzahlung kommt für ein Geschenk allerdings nicht in Frage und was machen unsere Freunde mit dem verbleibenden Geld, sollte der Zimmerpreis unter dem Wert des Gutscheins liegen?

Kalkulation Gutscheine

Also fiel die Wahl auf ein anderes Hotel. Schade eigentlich, denn die mangelnde Flexibilität hinterlässt bei mir als Gast ein schales Gefühl. Und jetzt ein kurzes Rechenbeispiel: Nehmen wir an, das Hotel verkauft seinen Gutschein wie bisher für 169 € inklusive Frühstück. Würden konservativ geschätzt insgesamt 20 Gutscheine pro Jahr verkauft werden, ergibt sich eine Summe von 3.380 €. Geht man recht in der Annahme, dass ein Drittel der gekauften Gutscheine nicht in Anspruch genommen werden, erhält man 6,6 nichtkonsumierte aber bezahlte Nächtigungen. Oder anders ausgedrückt, einen Umsatz von 256,06 € pro konsumierter Nächtigung. Also selbst für einen gut gebuchten Zeitraum ein beachtlicher Durchschnittspreis.

Meiner Meinung nach sollte man Gutscheine extra bewerben. Dieses Geschäft ist provisionsfrei und man erhält das Geld im Vorhinein. Einziges Risiko ist dabei, dass findige Gäste die Gutscheine für die eigenen Nächtigungen kaufen könnten.

Wie sehen Sie die Thematik Hotels & Gutscheine? Ich freu mich über Kommentare.

(© Fotolia)

Forschung

Zahl des Monats: 5

Zahl des Monats-by-RosaPfeffer1

Was sind die wirklichen Treiber zum Erfolg? Diese Frage beschäftigte  Kohl & Partner und verdichtete die Erfolgsformel auf 5 Regeln.

1. Klare Positionierung am Markt
2. Operative Exzellenz
3. Teamorientierung mit Vorbildwirkung
4. Laufend Ideen und Innovationen
5. Kontinuität und Ausdauer

(Quelle: Tourismuspresse)

Details im Hotel, Erwartungen an Hotels, Forschung, Hotelmarketing, Hoteltrends, Information

ÖGZ: Das Hotel als Person

Mein Dissertation “Die Rolle der Environmental Dimensions im Hotelservicescape” wird in der aktuellen ÖGZ vorgestellt. Vielen Dank an Susanne Mitterbauer und Thomas Vierich.

Das Verhältnis zwischen Gast und Herberge als Thema einer Dissertation bringt einige unerwartete Details  

 

Text: Susanne Mitterbauer

Auf den ersten Blick klingt der Titel absurd. Bei näherem Zuhören verwenden Gäste allerdings oft Formulierungen wie: „Das Hotel ist lebendig, es ist nett, es ist schizophren.“ In der Soziologie spricht man von Anthropomorphismus, also der Vermenschlichung von toter Materie. Was hier überaus wissenschaftlich klingt, sollte aber beachtet und bei Marketingaktivitäten im Kopf behalten werden. „Nichts, aber auch absolut nichts beeinflusst den Erfolg eines Aufenthaltes so stark wie die Gästeerwartungen“, schreibt Barbara Guger in ihrer Dissertation „Die Rolle von Enviromental Dimensions im Hotelservicescape“. Deshalb muss mit ihnen ganz vorsichtig umgegangen werden. Werden die Erwartungen nicht bestätigt, mündet das sofort in Unzufriedenheit. Werden die Erwartungen getroffen oder sogar übertroffen, mündet das bald in eine „Standarderwartung“ und wird egalisiert.weiterlesen

 

Forschung

Zahl des Monats: 24

 

Zahl des Monats-by-RosaPfeffer1

Erst 24 Tage nach dem Erstkontakt wird im Durchschnitt die Reise final gebucht. Bis zur Entscheidung über Reiseziel, nach dem richtigen Flug oder dem Traumhotel können Tage, manchmal Wochen vergehen. Schließlich will man den perfekten Urlaub für sein Geld buchen. (Quelle: Hottelling)

Details im Hotel, Forschung, Hotel & Technik, Hotelmarketing

Eye-Tracking in der Hotellerie – FH Salzburg

Die Forschung der FH-Salzburg ließ mein Herz höher schlagen, deren Ergebnisse mittels Eye-Tracking decken sich auch mit meinen Erkenntnissen: die Hotelgäste sehen sich beim Betreten eines Hotels den Boden sehr genau an.

Vielen Dank an FH-Prof. Mag. Dr. Mario Jooss für den tollen Vortrag und die zur Verfügung gestellten Unterlagen.

Zielsetzung der Studie:

Die Gästereise aus Sicht des Gastes, mit Fokus auf Ankunft im Hotel, Eintritt im Hotel, Check-in.

FH-Salzburg-Zusammenfassung Vortrag Eye-Tracking in der Hotellerie

(Bild: FH-Salzburg)

Aufgabenstellung der Testpersonen:

Die Testpersonen wussten folgendes: “Sie haben ein Hotelzimmer für zwei Nächte gebucht.
Sie sind eben am Hauptbahnhof Salzburg angekommen, und alles was Sie wissen ist, dass das Hotel „Demo Hotel“ heißt. Bitte gehen Sie dorthin & checken Sie sich als „Eye-Tracking Gast“ ein.”

Das Messwerkzeug – Die Brille:

FH-Salzburg-Zusammenfassung Vortrag Eye-Tracking in der Hotellerie_2

(Bild: FH-Salzburg)

Die Ergebnisse des Experiments – 10 Thesen

  1. Bei der Suche nach dem Hotel nimmt der Gast die Umgebung nicht wahr – er achtet nur auf Schilder und Gebäudefronten.
  2. Auch beim Hotel angekommen lässt sich der Gast vor allem von Beschilderungen leiten.
  3. Das Hotel sollte aufgrund dieser Tatsachen von allen Perspektiven aus gut erkennbar sein, nicht nur durch die Fassadenaufschrift über dem Eingang!
  4. Bei Vorhandensein von Orientierungshilfen im Eingangsbereich (z.B. in Form eines Tep-pichläufers) richtet sich der Blick des Gastes vorwiegend auf den Boden.
  5. Danach versucht der Gast, Elemente im Hotel wiederzufinden, die er bereits kennt und mit dem Hotel verbindet – zum Beispiel das Hotel-Logo von der Website.
  6. Das erste Ziel des Gastes ist es seinen Check-In-Platz zu finden. Der Blick fokussiert sich solange darauf, bis dieses Ziel erreicht wurde.
  7. Danach nimmt der Anreisende so lange Augenkontakt mit dem Rezeptionist auf, bis dieser seinen Blick erwidert – dauert das lange oder muss er warten, fallen ihm dabei gerne auch schon mal überfüllte Papierkübel, herumstehende Regenschirme und Zettel auf, die auf dem Check-In-Pult liegen.
  8. Zuerst sieht der Proband die Lobby als Ganzes, erst danach kleinere Details.
  9. Bewegte Bilder – zum Beispiel in Form von Bildschirmen beim Check-In-Bereich, ziehen immer wieder die Blicke der Testperson auf sich.
  10. Blickverläufe orientieren sich immer an bestehenden Linien – zum Beispiel an der Kante des Check-In-Pults – und in Leserichtung.

 

Kontakt:
FH Salzburg Tourismusforschung
tourismusforschung@fh-salzburg.ac.at
5412 Puch Urstein
Tel. 050.2211.1363

 

Forschung

Zahl des Monats: 9,4

Zahl des Monats-by-RosaPfeffer1

Nutzer surfen auf durchschnittlich 9,4 verschiedenen Travel-Seiten, bevor sie buchen. Zum Vergleich: Im Fashionbereich sind es lediglich 3.  (Quelle Hottelling)

“Nutzten 2014 insgesamt 37 Prozent der Deutschen dafür das Internet , werden es in diesem Jahr noch weitaus mehr sein. Angebote für Hotels, Ferienwohnungen, Flüge & Co. finden sich dabei auf einer Vielzahl von Reiseportalen und Websites. Neben dieser Tatsache spielt auch der Kostenfaktor eine große Rolle, dass Nutzer bei ihrer Reiseplanung auf durchschnittlich 9,4 Reiseseiten recherchieren und zwei- bis dreimal mal zu jeder einzelnen Seite zurückkehren.”

Erwartungen an Hotels, Hotelmarketing

Serie: Hotel & Karma | Macht Bio böse?

Hotel und Karma - RosaPfeffer33. Artikel, „Werden wir durch den Konsum von Bio böse?“, gesehen in “die Presse

Die Presse: „Wer grüne Produkte kauft, fühlt sich schnell besser. Damit steigt aber auch die Gefahr, dass man anderswo schlechter handelt, warnen Ökonomen. Konsumenten, die bevorzugt ökologische Produkte kaufen, handeln dabei nur manchmal aus unerschütterlichen moralischen Grundsätzen heraus. Biolebensmittel mögen der Umwelt und vielleicht auch der Gesundheit des Menschen zuträglich sein. Entscheidend für ihren Erfolg ist aber etwas anderes: Wer Bio kauft, fühlt sich einfach besser – und genau hier liegt die Gefahr, warnen die Forscher. Denn wer sich zu gut fühlt, läuft schnell Gefahr, schlechter zu handeln.

Grün & Status

Grüne Produkte verleihen Ansehen und Status, dass ist wohl die wahre Erfolgsstory hinter der grünen Welle. Wie könnte man sonst die vielen SUV Fahrer und Biokäufer erklären.

Aber das ist nicht das eigentliche Thema, sondern durch den grünen Einkauf erhöht man quasi das eigene Karma und dann kann man in anderen Bereichen schon mal großzügiger sein.

An einem Ende gut gelebt, am anderen Ende großzügiger ausgelegt

Bei amerikanischen Studien hat sich gezeigt, dass Bio-Einkäufer großzügiger geschummelt hätten und den ethischen Kodex weiter ausgelegt haben als Otto-Normal-Verbraucher. Dieses Phenomen ist auch bekannt unter dem Namen Moral Licensing. Moral Licsening besagt, dass Menschen, die in einem Lebensbereich Gutes tun, in anderen Bereichen weniger strenge Maßstäbe an sich anlegen.

Erklärt wird Moral Licsening gerne mit einem gedanklichen Konto, wenn man etwas Gutes tut wie Bio zu kaufen, erhält man etwas auf der Haben-Seite. So kann man dann auch ganz relaxed – ohne schlechtes Gewissen – in die Südsee fliegen.

Uff, also bedauerlicherweise muss ich sagen, auf mich trifft es zu. Ich fahre in Wien fast nie mit dem Auto = viel gutes Karma, dadurch legitimiere ich meine Fernreisen…

Geht es Ihnen auch so? Hinterlassen Sie Kommentar, wie Ihre Bilanz aussieht.

 

 

Erwartungen an Hotels, Hotelmarketing

Serie: Hotel & Karma | Pimp your Karma

Hotel und Karma - RosaPfeffer

 

Puh, diese Überschrift klingt vielleicht esoterisch – „Hotel und Karma“. Ja, meine neue 3-teilige Serie beschäftigt sich genau damit. In den letzten Tagen sind mir einige Artikel zu Karma in die Hände gefallen und das in ganz und gar nicht esoterischen Magazinen (A La Carte, Die Zeit Wissen und Die Presse). Lassen Sie uns mal schauen, welchen Weg diese Serie einschlagen wird.

Bevor es ans Eingemachte geht, beschäftigen wir uns mal mit den Grundlagen. Laut Wikipedia definiert sich Karma als „ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Diese Folge muss nicht unbedingt im gegenwärtigen Leben wirksam werden, sondern sie kann sich möglicherweise erst in einem zukünftigen Leben manifestieren.

  1. Artikel: „Karma Punkte“ oder das Universum bestechen, gesehen im Magazin Die Zeit Wissen, Ausgabe 5-2015.

Worum geht’s?

Pure Bestechung

Menschen wollen die Welt als einen gerechten Ort empfinden. Wenn Sie vor einer schwierigen Situation stehen, z.B. Prüfungen, vollbringen sie eher etwas moralisch Gutes um, salopp gesagt, das Universum zu bestechen. Man konnte bei Studenten nachweisen, dass sie vor einer Prüfungen eher bereit waren, einer blinden Person vorzulesen, da sie insgeheim hofften, dadurch besser bei der Prüfung abzuschneiden. Psychologen nennen diese Phänomen „Investing in karma“.

Die Konsumindustrie ist voll auf den Zug aufgesprungen und vermarktet auf Teufel komm raus das Gute, z.B. das ethisch korrekte Modellabel „Pimp your Karma“ und Biosupermärkte verkaufen Knabbersnacks der Marke „gutes Karma“. Die Snacks für den Joghurtbruder. Dick wird man davon aber wahrscheinlich ebenfalls werden.

Also ich tue anderen etwas Gutes, um dann zu hoffen, dass das Universum mir einen Wunsch erfüllt.

Kann man das auch als Hotelier nutzen?

Ja, man kann und die Caritas zeigt es anhand des Hotels magDAS in Wien vor. Asylanten arbeiten im Hotel und wenn man dort isst oder nächtigt, hat man augenblicklich das Gefühl, Gutes zu tun.

Das Boutique Hotel Stadthalle springt auf einen ähnlichen Zug auf: die NULL-ENERGIE-BILANZ, es ist völlig energieautark.

Also wenn man sich da nicht besser fühlt!

 

Nächste Woche geht es weiter mit dem Thema: Würden Sie Hitlers Pullover anziehen?

Hotelmarketing, Information

Erkennt man Schönheit?

Diese Geschichte zieht seit Monaten und Jahren Kreise in Facebook…

An einer U-Bahnhaltestelle in Washington DC, spielte ein Mann an einem kalten Januar Morgen 2007 für 45 Minuten auf seiner Violine sechs Stücke von Bach. Während dieser Zeit benutzen ca. 2000 Menschen diese Haltestelle, die Meisten auf dem Weg zur Arbeit.

Nach etwa 3 Minuten

bemerkte ein Passant die Musik. Für ein paar Sekunden verlangsamte er seine Schritte, um dann schnell wieder seinen Weg zur Arbeit fortzusetzen.

4 Minuten später:

Der Geiger erhält seinen ersten Dollar. Eine Frau wirft ihm einen Dollar in den Hut ohne ihr Tempo zu verringern.

6 Minuten später:

Ein junger Mann lehnt sich gegen die Wand um zuzuhören, dann blickt er auf seine Uhr und setzt seinen Weg fort.

10 Minuten später:

Ein etwa 3 jähriger Junge bleibt stehen, aber seine Mutter zieht ihn fort. Das Kind bleibt erneut stehen, um dem Musiker zuzusehen, aber seine Mutter treibt ihn an und das Kind geht weiter. Mehrere andere Kinder verhalten sich ebenso, aber alle Eltern – ohne Ausnahme – drängen ihre Kinder zum schnellen Weitergehen.

Nach 45 Minuten:

Der Musiker spielt ohne abzusetzen. Nur 6 Menschen insgesamt blieben stehen und hören für kurze Zeit zu. Ca. 20 geben ihm Geld, aber gehen in ihrer normalen Geschwindigkeit weiter. Die Gesamteinnahmen des Mannes sind $ 32.- Nach einer Stunde: Der Musiker beendet seine Darbietung und es wird still. Niemand nimmt Notiz und niemand applaudiert. Es gibt keine Anerkennung.

Niemand wusste es, aber der Violinist war J o s h u a  B e l l, einer der größten Musiker der Welt. Er spielte eines der komplexesten und schwierigsten Musikstücke die je geschrieben wurden auf einer Violine im Wert von 3,5 Mill $. Zwei Tage zuvor spielte Joshua Bell vor einem ausverkauften Haus in Boston Das gleiche Stück zu einem Durchschnittspreis von 100$ pro Platz. Dies ist eine wahre Geschichte. Joshua Bell spielte inkognito in der Untergrundstation. Auftraggeber dieses sozialen Experimentes über Wahrnehmung, Geschmack und Prioritäten war die Washington Post.

Ich habe die Geschichte geliked, sie ging mir Tage nicht mehr aus dem Kopf. Denn sie ist ganz eng mit meiner Dissertation “Wie Menschen ein Hotel wahrnehmen” verbunden. Pro Minute prasseln tausende Sinneseindrücke auf uns ein und natürlich wäre es jetzt schön zu sagen, dass unser Gehirn sofort und augenblicklich filtern kann was gut, wichtig und schön ist. Das tut es ja auch. Nur kann es nicht alles filtern, deswegen brauchen wir Ankerpunkte auf die wir uns beziehen können.

 

Ein Ankerpunkt ist die Art der Umgebung.

Stellen Sie sich vor sie gehen zu einem Arzt und die Praxis ist neu und wunderschön. Und nächsten Tag ziehen Sie die Meinung eines zweiten Arztes zu Rate, dessen Räumlichkeinten sind alt und wirken verstaubt. Welchem Arzt vertrauen Sie mehr?

Räumlichkeiten machen mehr mit uns, als man zugeben möchte.

Einen weltbekannten Musiker in einer U-Bahnhaltestelle zu erkennen, puh, sehr schwer. Einen guten Arzt in einer verlotterten Praxis zu schätzen, auch nicht leicht. Eine gute Küche in einem schäbigen Gasthaus zu schätzen, ein aussterbendes Thema. Einem alten Hotel die 4-Sterne abkaufen und eine gute Bewertungen verfassen,…

Sie sehen wie eng verzahnt diese Themen sind.

Sprechen Sie über Besonderheiten.

Dass die Geige Millionen Wert war, gewinnt erst an Bedeutung, wenn man davon weiß. Deswegen erzählen Sie Geschichten über die verwendeten Materialien / Produkte / Möbel.

Ich bin in einem Gasthaus aufgewachsen und meine Mutter ist leidenschaftliche Gärtnerin, sie hat alles Obst und Gemüse im Garten selbst angebaut. Leider wurde diese Tatsache nie im Gasthaus erwähnt, aber es war auch zu einer Zeit, wo es mehr geschätzt wurde, alles zu kaufen und die Form der Dinge perfekt war. Würde es das Gasthaus heute noch geben und meine Mutter würde den Selbstanbau und die Besonderheiten berichten, hätte es wahrscheinlich schon einen Artikel im a la carte gegeben. Damals war Masse und Uniformität wichtig, heute zählen Regionaliät, Nachhaltigkeit und das berühmte “WARUM”. Und natürlich zählt besonders das Setting!

Hotels

Zahl des Monats: 8

Zahl des Monats-by-RosaPfeffer1

Diesmal sind es 8 Tipps von Checkfelix für günstigere Flüge:

  1. Sei flexibel
  2. Wähle einen großen Flughafen
  3. Buche nicht nur Direktflüge
  4. Wähle eine andere Airline
  5. Vermeide One-Way Flüge
  6. Reise mit wenig Gepäck
  7. Buche lange im Vorhinein
  8. Informiere dich über Schnäppchen
Forschung

Zahl des Monats: 9%

Zahl des Monats-by-RosaPfeffer1

Um 9% können Hotels die Average Daily Room Rate anheben, wenn sie über gute online Bewertungen verfügen. Anderes herum funktioniert es leider nicht, selbst wenn man die Preise senkt, kann man keine Bewertungskorrekturen erzielen.

Forschung

Zahl des Monats: 96,3%

Zahl des Monats-by-RosaPfeffer1

96,3 % der Bewertungen werden abgegeben, um anderen Nutzer/innen zu helfen.

Nur 18,9% möchten dem Hotel schaden, weil die Qualität schlecht war.

Übrigens 93,9% möchten dem Hotel helfen.

(Quelle: Online Travel Report von TripAdvisor)

Forschung

Zahl des Monats: 25.000 EURO

 

Zahl des Monats-by-RosaPfeffer1

Fünfundzwanzigtausend Euro. Das ist der Preis eines der weltweit exklusivsten Betten, die es derzeit am Markt der Schönen und Reichen gibt. Für die Prinzessin (oder dem Prinzen) auf der Erbse.

Kostbarer Schlaf auf 25.000 Euro

 

Das ganz Besondere an diesem Schlafutensil sind die glitzernden Swarovski-Kristalle. Alles bis auf die Matratze. Glitzer in Hülle und Fülle. Bling. Das Bett für den arrivierten Hip-Hop-Star. Yo. In individuellen Mustern gestaltbar zieren sie Kopf, Seite, Füsse. Bentley-Logo, Hennessy-Schriftzug, individuell gestaltbar, nach Wunsch sind auch ausgefallene Muster bis hin zu Gesichtszügen oder Tiermotiven möglich. Alles nur eine Frage des Preises. Die Betten sind allesamt mit Alcantara-Stoff bezogen, das Innenleben besteht aus ausgewählten und individuellen Boxspring-Elementen mit tausenden einzelnen Federkernen. Nähere Informationen bei wstyle, Innsbruck.
Gönnen Sie ihrem inneren Hip-Hopper doch etwas.

 

Forschung

Zahl des Monats: 58

Zahl des Monats-by-RosaPfeffer1

58 Hotelprojekte werden in Österreich gebaut.

Der Tourismus in Österreich wächst und gedeiht. Nach einem Rekordjahr 2013 wurden auch 2014 neue Höchstwerte im wirtschaftlich sehr bedeutenden Fremdenverkehrsgewerbe verzeichnet. Die Zahl der in- und ausländischen Besucher erreicht mit 37,6 Millionen einen neuen Höchststand. Die steigende Zahl an Übernachungsgästen erfordert mehr Betten. Derzeit sind in Österreich 58 Hotel-Neubauprojekte mit insgesamt 8.200 Zimmern in Entwicklung, teilte tophotelprojects.com mit.

Ausgewählte Hotelprojekte in Österreich
Motel One Wien Hauptbahnhof – 533 Zimmer – Eröffnung: Juli 2015
Travel Charme Seeresort Wolfgangsee – 120 Zimmer – Eröffnung: Mitte 2016
Novotel Wien Hauptbahnhof – 250 Zimmer – Eröffnung: Oktober 2016
Moxy Hotel Wien Airport (Schwechat) – 400 Zimmer – Eröffnung: Anfang 2017
Explorer Hotel St. Johann/Tirol – 100 Zimmer – Eröffnung: März 2017

(Quelle: TopHotelProjects)

Details im Hotel, Forschung

Zahl des Monats: 147%

Hotels, die auf Bewertungen antworten gewinnen!

Zahl des Monats-by-RosaPfeffer1
In einer Zahl zusammengefasst haben diese Hotels 147% mehr Bewertungen und auch bessere Bewertungen als Mitbewerber/innen die nicht reagieren.  (Quelle: Trust You.)

Hotelmarketing, Hotels, Hoteltrends

Brand Eins: Individualität in Serie – Ein Besuch im 25hours Hotel.

“Lass krachen”, Brand Eins – Dezember 2013 – ein Bericht über die Hotelkette 25hours – Individualität in Serie.

25hours_Hotel_Hamburg_HafenCity-Uebersee-Container_Header

(25hours Hamburg Hafen City, Quelle: Hotelwebsite)

Christoph Hoffmann plaudert dabei über die Erfolgsrezepte seiner Hotels.

Einen Satz musste ich mir unterstreichen und diesen würde ich auch gerne auf RosaPfeffer teilen:

Dieser Entwicklungsprozess besteht nicht nur aus unendlich vielen Details, er wird geprägt von der bewussten Etnscheidung, Dinge auszuprobieren, nahliegenden Lösungen zu misstrauen und nicht alles der Funktionalität unterzuordnen. Also das Gegenteil dessen zu machen, was andere Hotelketten tun wenn sie auf Skaleneffekte, günstigen Einkauf durch möglichst große Volumina, Risikovermeidung und stereotype Wiedererkennsbarkeit setzen.” (Quelle: Brand Eins, Dezember 2014, Seite 72)

Ich stimme Herrn Hoffmann zu, man muss Dinge probieren und es darf auch mal etwas unpraktisch sein. Nur auf die Praktikabilität zu achten macht ein Hotel schnell unsexy. Der Erfolg von 25hours entsteht sicherlich durch TRY AND ERROR: probieren, reüssieren, scheitern, neu probieren. Ein sehr lebendiger Prozess.

Details im Hotel, Europa, Forschung, Hotels, Neue Ideen für Hotels, Österreich

Hotel einmal neu gedacht – Hotel Konkurrenz in Bad Kleinkirchheim

Eigentlich wollte ich schon viel länger darüber schreiben, aber die Zeit verrinnt so schnell und erst der Artikel in “der Zeit” hat das Hotel Konkurrenz in Bad Kleinkirchheim wieder in meinen Fokus gerückt. Ich gratuliere dem Kulturverein nock/art ganz herzlich zu dieser tollen Initiative und wünsche ganz viel Erfolg. Würden es die Umstände gerade zulassen, wäre ich sicherlich vor Ort und hätte mir das Experiment angesehen.

Aber schauen wir es uns mal genauer an: Worum geht es eigentlich:

hotel konkurrenz

(Fotos: Website)

 Im Rahmen eines von Edelbert Köb
kuratierten Kunstprojekts übernimmt die österreichische Künstlergruppe AO& das Hotel St. Oswald und verwandelt es für 30 Tage in das “Hotel Konkurrenz”. Der einzigartige Gastbetrieb ist Teil des ambitionierten Projekts nock/art, das zeitgenössische Land-Art in Bad Kleinkirchheim präsentiert – ungewöhnlich, überraschend und verblüffend.

Hoteliers sind sie keine, die Mitglieder der Künstlergruppe AO&. Und doch übernehmen Philipp Furtenbach, Philipp Riccabona und Thomas A. Wisser ab morgen 14. Mai bis 15. Juni das Hotel St. Oswald und verwandeln es zu einer “Parallelwelt” mit dem leicht ironischen Titel “Hotel Konkurrenz”. Das 100-Betten-Haus, malerisch am Waldrand inmitten der Nockberge gelegen, repräsentiert in seiner Größe, Form und Präsenz wie kaum eine andere Unterkunft der Region Zeitgeist, Mut und die Zuversicht der 70er Jahre. AO& entdeckte diesen Ort für sich und erklärte das Gebäude im Rahmen des wanderbaren Kunstprojektes nock/art zum “objet trouvé”.

In den 30 Tagen, in denen das Hotel geöffnet hat, bietet es zahlreiche interessante Musik- und Kulturveranstaltungen sowie Vorträge, die sich auf Nachhaltigkeit und Regionalentwicklung, die Architektur des Hotels sowie das leibliche Wohl der Gäste
konzentrieren. Unter der Leitung von Philip Rachinger und Anton de Bruyn, zweier junger, begabter Köche mit internationaler Erfahrung, werden neue Essensformate für den Hotelbetrieb entwickelt und adäquates, zeitgemäßes Essen und Trinken in höchster Qualität angeboten. Sämtliche angebotenen Getränke im Hotel wurden gemeinsam mit dem Winzer Roland Velich (MORIC) zusammengestellt. 

“Im “Hotel Konkurrenz” begegnen sich interessierte und interessante Menschen aus verschiedenen Gebieten. Eine Reihe von Konzerten, Vorträgen, Lesungen und Filmen vervollständigen das Angebot dieses dreißigtägigen Kongresses der anderen Art.”, so
Künstler und “Hoteldirektor” Philipp Furtenbach. Das komfortable 4*-Haus ist zudem ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen oder Radtouren in die Kärntner Nockberge.

Gäste können für Euro 125 /Person mit Vollpension und Teilnahme am gesamten Programm im Hotel nächtigen. Im sogenannten Dormitorium zahlt man Euro 55 /Person pro Nacht, Kinder bis zwölf Jahre sind frei. “Auch Tages- oder Abendgäste sind herzlich willkommen, das “Hotel Konkurrenz” mit seinem Kulturprogramm und Restaurantbetrieb zu
besuchen”, sagt Stefan Heinisch, Projektträger von nock/art und Geschäftsführer der Bad Kleinkirchheimer Tourismus Marketing GbmH. Mehr Informationen: www.hotelkonkurrenz.at.

Familie Scheriau, die das Projekt unterstützt und auch anwesend sein wird, stellt das Hotel dankenswerterweise zur Verfügung. AO&: Die Künstlergruppe (Philipp Furtenbach, Philipp Riccabona, Thomas A. Wisser) setzt seit 2007 unterschiedlichste Projekte im In- und Ausland, im urbanen und ländlichen Raum (Wien, München, Rom, London, New York, Grosses Walsertal, Marchfeld, Damtschach, Waldviertel, Arlberg) um. Arbeitsintensiv und mit hohem Aufwand verändern AO& bestehende Orte und schaffen außergewöhnliche Situationen für Aufenthalt, Kommunikation und Produktion.

www.aound.net

nock/art ist eine Initiative der Bad Kleinkirchheimer Tourismus Marketing GmbH und wird von Edelbert Köb, dem ehemaligen Direktor des Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, künstlerisch geleitet. Mit einer zeitgenössischen Interpretation von Land Art verortet sich der Kärntner Ort am Fuß des Biosphärenparks Nockberge auch auf der kulturellen Landkarte. Neben AO& nehmen internationale KünstlerInnen wie Gottfried Bechtold (A), Andy Goldsworthy (UK), Daniel Knorr (RO), Roman Signer (CH), Michael Strasser (A), Ingeborg Strobl (A), Not Vital (CH) und Lois Weinberger (A) teil. www.nockart.at. “

Weitere Hintergrundinfos finden sich am Tourismusblog.

Europa, Friends advice, Hotels, Information, Osteuropa

Was erwartet der Hotelgast? – eine Analyse von Hannes

Hannes war letzte Woche in Budapest und lernte dank hotwire.com zwei gleiche und doch unterschiedliche Mittelklasse-Hotels kennen. Besonders interessant ist seine Analyse von der Hotellandschaft.

_||–_______ . _||–_______ ._||–_______ .

Berichte von der Hotelfront

Ich war von Freitag bis Sonntag in Budapest, freitags beruflich bis in die späten Nachtstunden und dann Samstag und Sonntag ein bisschen Tourist spielen. Das verlängerte Wochenende in Österreich und Süddeutschland zeigte bereits vorab Wirkung bei den Hotelpreisen – gegenüber dem Wochenende davor zum Teil 30% bis 40% höhere Preise.

Ein Kollege im Büro hat daher dann vorgeschlagen mal hotwire.com auszuprobieren – siehe da, die Preise waren ziemlich okay man weiß bloß nicht, in welchem Hotel man landen wird. Es können nur Bezirk und Kategorie ausgewählt werden, als weitere Information gibt es Bewertungen und Benchmarks – vergleichbare Hotels vor allem von großen Ketten. Und da Freitag auf die Firma ging und Samstag aufs eigene Konto brauchte es getrennte Rechnungen – und damit getrennte Buchungen. Also zwei Hotels in zwei Tagen, ein Bericht von den Überraschungen.

NH Hotel Budapest

Was soll man dazu sagen? Ein schmuckloses und formloses Stück Beton mit acht Stockwerken, langweiliges Zimmer mit Blick auf den Innenhof, noch immer ziemlich dunkel im siebten Stock weil überdacht – im Innenhof ist die Lobby. Man hört die Betrunkenen um drei Uhr morgens, wenn sie nach Hause kommen, es hallt schön. Das Personal an der Rezeption freundlich, kompetent und bemüht, das Personal beim Standardfrühstück dann weniger kompetent aber zumindest sehr nett.

nh hotel budapest

K&K Hotel Opera

Das K&K Hotel Opera war wesentlich schöner anzuschauen beim Betreten der Lobby, das Personal kompetent und manchmal bemüht. Beim Betreten des Zimmers war es schon wieder vorbei mit dem schön bzw. war es gleich wieder langweilig. Das Frühstück ebenso wieder fad, sehr positiv war das Internet – ging zwar nicht überall empfangsmäßig mit verschiedenen Geräten aber war sehr flott. Sehr gut um sich dann spätabends noch einen Film über iTunes reinzuziehen statt auf dem Minifernseher von Kanal zu Kanal zu springen, bis es reicht.

Sehr positiv hervorgehoben sei die Lage – gleich bei der Oper, also 50 m, 10 Minuten zu Fuß ins Zentrum, 5 Minuten in die Seitenstraßen südöstlich mit vielen netten Lokalen und Geschäften und eine U-Bahn-Station heißt auch so.

K+K Hotel Opera - Budapest

Bei der Zugfahrt nach Wien habe ich begonnen das hier zu tippen und der fahle Nachgeschmack, der sich bereits in Budapest eingestellt hat, wurde stärker: Mich interessieren diese Hotels einfach nicht mehr, weil die Leistung einfach nicht passt und der dafür verlangte Preis noch weniger, aber es geht nicht ganz ums klassische Preisleistungsverhältnis.

1. Wenn man das Hotel nur als Platz zum Übernachten betrachtet dann passen diese schon ganz gut nur sind die Preise dafür ziemlich hoch, weil es ja so toll ist. Das Frühstück war zwar mit € 10,- günstig für Hotels, in Budapest kann ich jedoch sicher in Kaffees sehr viel besser und netter frühstücken um das Geld. Vor allem ohne Standardlangweilbuffet.

2. Betrachtet man das Hotel als Platz, an dem man für einen kurzen Zeitraum lebt, so sind Hotels dieser Art völlig falsch am Platz – wer will in dieser Ödnis denn schon bleiben in wachem Zustand?

Die bestechendste Alternative zum Leben im Hotel ist das Leben in einem AirBnB – Leben pur. Das Preisleistungsverhältnis stimmt fast immer, man muss sich immer entweder für mehr Leistung oder weniger Geld entscheiden, bloß San Francisco scheint im Sommer die Ausnahme zu sein – es kostet immer, wie ich gerade feststelle. Aber da wollen wir Hotels erst recht nicht in Betracht ziehen, weil es schnell schwindelerregend wird.

Hotels, in denen zumindest ich leben mag, gibt es sehr wohl. Mir fällt da immer wieder das A-Loft ein, dessen Zimmer einfach so brilliant durchdacht sind, dass es immer wieder eine Freude ist, diese zu betreten. Mir fällt da auch das Hotel Daniel in Wien ein, dessen Zimmer ich noch nie betreten habe und vielleicht auch nicht mag. Ich bin jedoch öfters “Gast” in der Lobby-Café-Restaurant-Bar Kombination mit Sonnendeck. Und kann mir vorstellen dort gerne auch Hotelgast zu sein, die Grenze zwischen Hotel und Stadt verschwimmt, eine Grenze, die so oft sehr streng gezogen ist. In welcher Hotellobby, in welchem Hotelrestaurant treffen sich die Bewohner einer Stadt, ohne zu merken, dass es ein Hotel ist, ohne das Gefühl zu haben in einem Hotel zu sein? Davon gibt es wenige aber ich denke das ist sehr sympathisch, das Leben der Stadt dringt in das Hotel ein und macht es damit zum Lebensraum für den zufällig anwesenden Gast aus einer fremden Stadt. Nur am Rande angemerkt, im Wiesler in Graz war es echt fein.

Zu guter Letzt gibt es wohl noch die Kategorie Erlebnis und darunter fallen jetzt Super-High-End Luxus, Designhotels und weitere spezielle Konzepte – dort wird weder Leben noch Übernachtung verkauft, sondern reines Erlebnis. Die Menschen, die sich für diese Erlebnisse interessieren, geben dann gerne viel Geld aus.

Das Problem von Hotels wie NH ist mittelfristig das sie weder für Leben noch Erlebnis eine brauchbare Leistung anbieten – Stuck in the Middle. Am Ende geht es da nur um den Preis und bei dem werden sie von den neuen Ketten wie Motel One brutal überrollt werden, da bleibt nichts über außer Geschäftsreisende und Busse. Und selbst als Geschäftsreisender habe ich die Orte satt an denen es kein Leben gibt, geschweige davon, dass ich da dann auch noch am Wochenende bleiben möchte.

Liebe Grüße,

Hannes

Hotels, Information

Unusual Hotels of the World

http://www.unusualhotelsoftheworld.com diese Website hat es in sich, hier findet man die schrägsten Hotels  der Welt.

Einfach selber schauen und unbedingt die tolle Suche (Category Management auf höchstem Niveau) ausprobieren.

Man kann es nach verschiedenen Erlebnissen (Arty, Wild, Bling, Thrill, Romance, Family) oder nach Typs suchen –> simply cool.

Diese Art der Hotelsuche begeistert mich und verstärkt auch den Trend “Hotels als Destination.

Die normale Suche in expedia.at, booking.com, hotels.com vergraulen mich – sich in Paris durch 1000 Hotels zu suchen ist schlichtweg furchtbar, nachdem ich meist ganz genau weiß ich welchen Typ von Hotel ich möchte.

Beim Markensymposium wurde viel über Suchgewohnheiten der Gäste gesprochen und Herr Böhm hat eine neue Plattform vorgestellt – www.holidayinsider.de – mal schauen ob es hält, was versprochen wurde.

(10 Min. später) – Ich habe mir die neue Plattform angesehen und um ehrlich zu sein, glaube ich, dass das noch ein wenig dauert…

1) Anzahl der Hotels gering

2) Suchverfeinerungen sind unübersichtlich und eher “technisch” (sprich Ausstattung) – mir würden Stilrichtungen besser gefallen (zeitgenössisch, traditionell, puristisch, nostalgisch, ….) vielleicht kommt das ja noch dazu.

Information

Club Tourismus Veranstaltung: Bewertung von Hotelimmobilien

Der Club Tourismus lud letzte Woche zu einem spannenden Vortrag über die Bewertung einer Hotelimmobilie ins Falkensteiner Am Schottentor, in 1070 Wien ein.

Referentin: Mag. Martina Maly, Michaeler & Partner

“Der Wert eines Hotelzimmers ist in den letzten zwei Jahren auch stark von der wirtschaftlichen Krise betroffen gewesen. Da es sich bei Hotels um Ertragsimmobilien handelt, wird nach dem Cash Flow Verfahren ermittelt.
Was sind die wichtigsten Bausteine einer Hotelimmobilienbewertung? Wie setzt sich ein Cash Flow zusammen? Welche Analysen sind erforderlich und welche operativen Faktoren beeinflussen die Wertigkeit der Immobilie?  Alles Denkanstöße, die operativ umgesetzt werden können um den eigenen Betrieb zu optimieren!”

Ein wirklich guter Vortrag über die verschiedenen Möglichkeiten Hotelimmobilien zu bewerten und vor allem wie “Soft Facts” berücksichtigt werden können.

Books, Details im Hotel, Information

Buch: Frauenzimmer im Hotel

Frauen sind anders – auch auf Geschäftsreisen! von Uta Brandes.

.

Erich Schmidt Verlag hat dieses Buch heuer auf den Markt gebracht. Es hört sich spannend an und ich bin heftig am überlegen mein Büchersortiment zu erweitern.
erhältlich bei: Amazon

.

Source: www.esv.info/978-3-503-12474-9

_||–_______ . _||–_______ ._||–_______ .

Sind Frauen auf Geschäftsreisen wirklich anders als Männer? Wer sucht eigentlich die Hotels für die reisenden Männer aus? Wie ich im Laufe meiner Dissertationsforschung herausfinde, geben sich Männer immer als Mitläufer ihrer Frauen aus, aber insgeheim haben sie noch viel höhere Ansprüche als das weibliche Geschlecht und vorallem ist es noch schwerer diese Ansprüche in Wort zu fassen.

Friends advice, Österreich

Apartmenthotel in Wien gesucht

Lisa, meine Freundin ist zurzeit auf der Suche nach einem Apartmenthotel in Wien. Leider ist es nicht so leicht, das richtige Apartmenthotel zu finden bzw. zu empfehlen.

Meine Vorschläge waren:

Mondial Apartment – sehr gute Lage / leider weiß ich den Preis nicht / Stil typisch wienerisch!

Hollmann Beletage – sicherlich das Beste vom Besten / leider nicht so günstig, aber wunderschön zeitgenössisch (ich würde sofort einziehen)

_ Stanys – sehr nett, gute Preise, Lage super –  beim Westbahnhof / Stil modern und etwas puristisch.

_ Bernhofer – günstig, schlechtere Lage, Stil Ikea und typische Ösi Stube (erinnert mich an die IKEA Ausstellung im Hofimmobiliendepot, das typische österreichische Wohnzimmer – sofort wieder erkannt)

Über weitere Vorschläge bin ich dankbar!

.
_||–_______ . _||–_______ ._||–_______ .
.

Eigentlich ist es gar nicht einfach ein Hotel zu empfehlen, man müsste den Menschen wirklich sehr gut kennen.

  • Welchen Preis ist er bereit zu bezahlen? (am Ende steht und fällt alles mit dem Preis)
  • Welchen Stil bevorzugt man? (eine Lederhose oder extrem Modern?)
  • Ist die Lage wichtig? (Wie bewegt man sich in einer Stadt fort? Wie flexibel ist man? Benutzt man öffentliche Verkehrsmittel? Oder ist man am Urlaubsort mit Auto unterwegs? Parkplatz?)
  • Ist die Kategorie wichtig? (wie viele Sterne können bzw. müssen es sein? ein Bekannter vor mir wollte in keinem 4-Sterne Hotel übernachten, weil er zu jung dafür ist und sich das nicht verdient hat; meine Interviewpartner im Zuge meiner Dissertationsforschung sagten: 4-Sterne sind meine Kategorie, nicht daruntern und nicht darüber.)
  • Wie soll das Service sein?
  • Welche Vorstellung über das Speisenangebot / Bar hat man? (Ist das Hotelrestaurant ein MUSS oder ein no go?)

Zu meinem Hintergrund: Ich befrage derzeit Menschen eines Kärntner Hotels über ihren Hotelaufenthalt und auch ihre Architektur- / Raumwahrnehmung. Derzeit kristallisiert sich für mich immer klarer heraus, die zentralen Punkte lauten Einstellungen / Erwartungen / Erfahrungen der Gäste.

Mit meiner Komolitonin Katharina analysierte ich erst heute wieder ein spannendes Interview.

Bei der Frage nach der Erfüllung seiner Erwartungen hat der Gäste gleich gesagt: “Ich hätte mir mehr erwartet von einem 4-Sterne Hotel und diesem Preis”.

Ohne jetzt auf dieses Interview näher einzugehen, habe ich bei meiner Analyse den Eindruck, dass sich die Gäste grundsätzlich für anspruchslos halten, aber dann mit einer Liste an Vorstellungen rausrücken, wo mir die Ohren schlackern…und am Schluss geht alles auf den Preis zurück.  Ein Hotel zu führen kann nicht einfach sein!

Information

Buchen Sie Ihren Urlaub online?

Quelle: http://orf.at/100709-53182/

.

Trend zur Online-Buchung ungebrochen

Laut Statistik Austria ist die Zahl der Online-Bucher seit 2006 um 86 Prozent auf 800.000 gestiegen. Die österreichischen Reiseanbieter im Internet schnappten der dominanten deutschen Konkurrenz Anteile bei den Buchungen weg.

2010 wird die Hälfte der Internet-Bucher Angebote auf heimischen Portalen nützen, glaubt Wilfried Kropp, Geschäftsführer des IT-Anbieters Amadeus.

2006 waren es erst zehn Prozent, der Rest buchte bei deutschen Anbietern. Vom gesamten Umsatz mit Pauschalreisen (600 Mio. Euro im Jahr 2010) können Internet-Anbieter insgesamt 20 Prozent oder 110 Mio. Euro abzwacken, sagte Kropp am Freitag im Rahmen eines Pressegesprächs.

Reisebüros ziehen nach
Alleine im ersten Halbjahr 2010 verzeichneten Internet-Portale um 30 Prozent mehr Buchungen, bei den Reisebüros sind es nur fünf Prozent gewesen, hieß es.

Die Anbieter Restplatzbörse, TUI und Stafa Reisen haben laut eigenen Angaben ihre Hausaufgaben gemacht. In den Jahren 2005 und 2006 hatte beispielsweise die Restplatzbörse noch relativ wenige Reisen online zur Verfügung gestellt.

Heute seien Angebote von 90 Reiseveranstaltern bei ihm auch online abrufbar, sagt Helmut Schönbacher, Geschäftsführer der Restplatzbörse.

Verlorenes Terrain zurückerobern
Mit Verbesserungen des Angebots im Internet verfolge man primär das Ziel, Anteile, die in den letzten Jahren an deutsche Anbieter gegangen waren, wieder zurückzuholen, sagte Markus Einfinger, Bereichsleiter bei TUI.

Das eigene Geschäft in den Reisebüros wolle man nicht bekämpfen. Deutschland habe zu Beginn des Trends mehr Geld für Marketing-Maßnahmen übrig gehabt, glaubt er.

Recherchieren im Netz, buchen im Reisebüro
Die Preise für Pauschalreisen seien im Internet dieselben: Das habe zu der Entwicklung geführt, dass sich Urlauber ihre Informationen zwar überwiegend aus dem Netz holen. Laut Schönbacher nutzen 72 Prozent eine Suchmaschine als Recherchequelle, wenn sie eine Reise planen.

Die meisten davon gingen zum Buchen trotzdem in eine Filiale des Anbieters. “Die Kunden wollen von einem persönlichen Ansprechpartner noch einmal die Bestätigung haben, dass sie eh etwas Gescheites ausgesucht haben”, so Schönbacher.

Mitarbeiter in den Reisebüros, die das Angebot im Internet in den Anfangsjahren als Konkurrenz wahrgenommen hätten, seien nun zunehmend positiv eingestellt, ergänzt er. “Sie freuen sich, dass Kunden, die online recherchiert haben, viel besser vorbereitet sind.”

Unabdingbar auch für klassische Reisebüros
Martin Bachlechner, Vorstandsdirektor der Verkehrsbüro Group – mit 125 Filialen Marktführer in Österreich – sieht das Internet ebenfalls als wichtige Informationsquelle. Der Anteil jener Kunden, die nach einer Online-Suche im Reisebüro ein Produkt buchen, wachse kontinuierlich.

Die Reisebüros müssten sich daher verstärkt um die differenzierte Ansprache der Kunden, die nun unterschiedliche Vertriebswege nutzen, kümmern. Das, so Bachlechner, sei ein Erfolgsfaktor für den Fortbestand der stationären Büros, ein weiterer wäre die Sicherheit, welche das Reisebüro mit seinen Beratern dem Kunden etwa bei Fluglinienstreiks bieten könne.

Bachlechner weist darauf hin, dass das Buchungsmedium grundsätzlich stark vom Reiseprodukt abhängig sei. Erklärungsbedürftige Reisen wie Kreuzfahrten würden häufiger im Reisebüro gebucht, Pauschalreisen, Hotels und Flüge verstärkt online.

Einfacher Preisvergleich
Jan Valentin, Vorstand des Reiseportals Travel24.com, das seit heuer auch in Österreich operiert, geht von einem Online-Reisevolumen in Österreich in der Höhe von 400 bis 500 Mio. Euro aus.

Als Gründe für den Buchungsboom im Internet sieht Valentin vor allem die umfangreichen Recherche- und Preisvergleichsmöglichkeiten, zudem könne man im Internet Reiseschnäppchen leichter finden als im stationären Reisebüro.

Dass das klassische Reisebüro aussterben wird, glaubt Valentin jedoch nicht – es würde immer Menschen geben, die lieber direkt einer Beratungsperson gegenübersitzen.

Wofür es klassische Reisebüros braucht
Klassische Reisebüros, die kein Online-Angebot haben, sind jedenfalls unter Druck. Erst kürzlich hat etwa Alfred Dunkel, der Obmann der steirischen Reisebüros in der Wirtschaftskammer (WK), erklärt, warum auch die stationären Büros ihre Berechtigung haben.

Viele Reisende seien beim Internet skeptisch: “Da weiß man schon aus Erfahrung, dass teilweise Fehlbuchungen getätigt werden.” Auch bei Stornos habe man es in einem klassischen Reisebüro leichter. Und gerade Menschen, die nicht reiseaffin sind – etwa noch nie geflogen sind und dies erstmals tun wollten, würden auf die Beratung vor Ort viel Wert legen.

__

_||–_______ . _||–_______ ._||–_______ .

Für mich ist es seit Jahren selbstverständlich online zu buchen. Besonders Flüge suchen und finden gehört zu meinen Lieblingsaktivitäten. Aber ich gehe jetzt auch wieder öfter zurück ins Reisebüro – manche Angebote sind einfach unschlagbar und die Sicherheiten von Reiseveranstaltern dürfen im Falle eines spuckenden Vulkans auch nicht außer Acht gelassen werden. Reiseveranstalter (TUI, DerTour, FTI, etc) über Internet zu buchen, ist dann doch etwas zu strange – da würde mir das Reisebüro fehlen. Außerdem sind die meisten Plattformen unglaublich benutzerUNfreundlich. Unser nächster Urlaub führt nach La Reunion und ich bin den vorgegeben Kategorien einfach gescheitert. Wo gehört für Reiseveranstalter La Reunion dazu?

  • Frankreich – NEIN – aber La Reunion ist ein Teil Frankreichs
  • Afrika – NEIN – aber Afrika wäre der nächste Kontinent
  • Indischer Ozean wird leider nur selten geführt…

Sukurril ist für mich auch, dass TUI La Reunion, Malediven, Seychellen, Mauritius mit Orient bündelt (Katalog). Wie hängen diese Gebiete zusammen? Ich sehe weder eine geografische noch kulturelle Verbindung….