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Gartengestaltung

Erlebte Hotels, Europa, Hotels, Österreich

Herrliche Stunden im Hotel Auersperg in Salzburg

Ganz spontan habe ich Salzburg einen Besuch abgestattet und bin dabei mit einem Aufenthalt im Hotel Auersperg belohnt worden. Die Hoteliersfamilie habe ich bereits vergangenes Jahr in Bad Gastein kennengelernt. Die Schwester der Eigentümerin besitzt dort neben dem Hotel Miramonte außerdem noch das Haus Hirt und die Alpenlofts mit Blick über das Gasteiner Tal. In Salzburg wollte ich also unbedingt ein weiteres Haus der Familie ausprobieren.

Und die Belohnung war groß: Entdeckt habe ich eine Oase in der Salzburger Innenstadt. Mitten im hippen Andräviertel, versteckt sich ein wunderschöner, verzauberter Garten zum Entspannen. Ein herrliches Frühstück mit einer köstlichen Auswahl am Bio-Buffet und insgesamt einem Ambiente zum Genießen, all das macht das Hotel zum echten Geheimtipp für Salzburg-Besuche. Ich kann mit den Lobeshymnen gar nicht mehr aufhören, aber die Zeit war so extrem schön und nett, dass ich mich schon auf den nächsten Besuch freue.

 

 

Das Hotel kann ich also nur mit ganz viel Begeisterung weiterempfehlen. Vielleicht liegt’s auch an den tollen Farben: Ähnlich wie in Bad Gastein ist auch hier das Gespür für Farben allgegenwärtig. Wie ich jetzt herausgefunden habe, stecken dahinter die Farbkompositionen von Muthwill aus Hallein. Mit außergewöhnlichen Konzepten stellt der Meisterbetrieb aufeinander abgestimmte Farben zusammen, die einem in Erinnerung bleiben. Auch das vielleicht ein wahrer Geheimtipp.

Hotel Facts:

Website:http://www.auersperg.at
Preis: ab ca. 165€ im DZ
USP: Privater Charme mitten in der Stadt mit Garten – ganz nach dem Slogan: “Ein Haus für die Seele”

 

|Aufenthalt September 2016 – Hotel Auersperg – Salzburg – Österreich|

 

Details im Hotel, Erwartungen an Hotels, Hotelmarketing

GASTSERIE VON NINA HINTRINGER: Hotelcharakter

Heben Sie hervor, was Ihr Hotel von anderen unterscheidet

Denken Sie einmal aus Sicht Ihrer Kunden über einen typischen Buchungsvorgang nach. Nach einer Studie von Google beginnen heutzutage 72% aller Kaufentscheidungen am mobilen Endgerät, also auf dem Smartphone oder dem Tablet. In der Regel steht die Wunschdestination fest und man sucht nach einem Hotel. Google und Co. leiten einen schnell zu einschlägigen Vergleichsportalen weiter und dort scannt man die Angebote. Die Aufmerksamkeit, die ein Kunde einem einzelnen Angebot hier schenkt ist sehr gering. Das erste Bild (denn Texte erhalten weniger Aufmerksamkeit) muss also in gewisser Weise bereits überzeugen. Dann klickt der Kunde auf Ihren Eintrag und will sich ein Bild über das Angebot machen. Wie trifft er seine Entscheidung?

An erster Stelle werden die meisten nun den Preis nennen. Das stimmt mit Sicherheit für eine gewisse Klientel, bis auch diese leidlich erkennen wird, dass man für kaum Geld auch kaum Service bekommt. Wer einmal auf einer miserablen Matratze oder im abgewohnten Zimmer schlafen musste, wird beim nächsten Mal hoffentlich daraus gelernt haben.

Dann aber gibt es die wohl aus Betreibersicht wesentlich lukrativere Klientel, die über das nötige Kapital verfügt und sich einfach nur ein paar Tage lang wohlfühlen will. In der heutigen Zeit tendiert man dazu, kürzer aber intensiver zu urlauben, daher ist der Preis nicht wirklich das ausschlaggebende Kriterium.

Der Hotelcharakter entscheidet

Was kann aber dann dazu führen, dass ein Kunde ein Hotel einem anderen vorzieht? Wenn man einige Zeit darüber nachdenkt, wird man erkennen, dass der Charakter eines Hauses den Ausschlag gibt. Was sind die Besonderheiten, die ein Hotel ausmachen? Was sind die Eigenheiten und Spezialitäten? Was macht Sie unverkennbar und unvergleichlich? Das sind die Punkte die Sie hervorheben sollten und diese Punkte müssen mit jedem Bestandteil der Kommunikation zum Kunden transportiert werden. Großunternehmen nennen dies „Corporate Communication“, dabei wird definiert, wie und was an den Kunden kommuniziert wird. Was macht das Unternehmen aus und was will es darstellen? Genau dies muss herausgearbeitet und dargestellt werden.

Einige Beispiele dazu: in einer touristischen Hochburg ein Haus mit einem großen, liebevoll gepflegten Garten zu betreiben kann ausreichen, um sich als Gartenhotel einer speziellen Klientel zu präsentieren, die diesen Luxus zu Hause eventuell nicht in dieser Form hat und diesen daher hier in vollen Zügen geniessen möchte. Ein Outdoorpool, schattige und sonnige Plätze zur Erholung, ein Café, was braucht es mehr, um die Natur zu genießen?

Ein anderes Konzept: Luxus bereits beim ersten Schritt ins Hotel vermitteln. Hier wird sich gekümmert, man kann einmal alles abgeben, muss sich um nichts umsehen. Wohin man auch geht, man kann sich verwöhnen lassen. Überall begleitet vom Lichtkonzept, in welchem sich das Logo des Hotels wieder findet – Branding auf höchstem Niveau. Wenn Sie zusätzliche Angebot bieten, wie zB eine Vinothek oder ein Geschäft, wie zB einen im Hotel befindlichen Trachtenladen, dann präsentieren Sie diese Besonderheiten, dadurch wecken Sie Aufmerksamkeit und heben sich von der Konkurrenz ab.

Den Charakter Ihres Hauses gilt es nun in Bildern einzufangen. Der Kunde will wissen worauf er sich einlässt und er kann am einfachsten ein Gefühl dafür bekommen worin er investiert, wenn er sich einen bildlichen Eindruck vom Angebot verschaffen kann. Daher werden die Bilder auf Hotel-Webseiten und Portalen auch überdurchschnittlich oft betrachtet.

Den Hotelcharakter einfangen

Diese Bilder müssen das Konzept und den Charakter des Hotels transportieren. Sie müssen zeigen was den Kunden erwartet, was möglich ist, auch wenn er das gesamte Angebot während seines Aufenthalts gar nicht nutzen wird können. Aber so bleibt immer noch etwas offen, etwas das beim nächsten Besuch erlebt werden kann. Und schon haben wir ihn, den Stammkunden, der einmal überzeugt und begierig danach ist, das bisher noch nicht Ausprobierte und Erlebte dann beim nächsten Besuch zu geniessen oder aber einfach wie beim letzten Mal zu entspannen.


Nina & Phil bieten Ihnen Bilder, die genau dazu im Stande sind – sie fangen den Charakter Ihres Hotels in Bildern ein und legen dabei sehr großen Wert auf Detailaufnahmen, welche die Stärken und Besonderheiten Ihres Hotels hervorheben. Mit einer Bildsprache die Professionalität und Emotionen ausstrahlt, schaffen Sie es, genau diese Bedürfnisse bei Ihren Kunden zu wecken!

Nina Hintringer Photography
Brand of IMG-Media GmbH
Münchner Strasse 15
6130 Schwaz

Tel: +43 (0)720 510 395
Mail: office@ninahintringer.com
Web: www.ninahintringer.com

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Hotel Predi Son Jaumell in Mallorca – ein Hotelparadies für Groß und Klein in Mallorca

 

Mallorca – schöne Insel mit erlesenen Hotels – so lassen sich unsere zehn Tage in Mallorca beschreiben. Den Anfang machte das Hotel Predi Son Jaumell. Anmutig in seiner Schönheit fügt sich das altmallorquinische Landgut, ein Possessió aus dem 17. Jahrhundert, in die Landschaft. Das Predi Son Jaumell in Capdepera verfügt über 24 Suiten in unterschiedlichen Stilrichtungen mit Blick auf das umliegende Land und die gleichnamige, mittelalterliche Burg.

4 Hoteliers erfüllen sich einen Traum

Zu neuem Glanz verhalfen vier mallorquinische Hoteliers dem frühneuzeitlichen Kleinod. Ganz konträr zu ihren großen Hotels, erfüllten sich die Betreiber den Traum eines kleinen, feinen und gediegenen Fincahotels und leisteten so auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des architektonischen Erbes des Prei Son Jaumell. Mallorquinische Flechtkörbe finden sich überall als rustikale Gestaltungselemente und alleine dieses kleine Detail vermittelt die Verbundenheit mit der Insel. Meine Gratulation zu diesem tollen Projekt! Die unterschiedlichen Vorstellungen von mehreren Köchen haben hier den Brei nicht verdorben im Gegenteil, es ist noch die Extraportion Würze hinzugekommen.

Hotels & Technik

Kritikpunkt ist allerdings das Beleuchtungskonzept, hier wollte man zu viel des Guten und dachte, die Technik kann das Verhalten der Menschen vorhersehen. Öffnet man die Zimmertür, geht automatisch das Licht an. Verlässt man das Zimmer, geht das Licht aus. So weit so gut, doch möchte man eine bestimmte Lampe ein- oder ausschalten, muss man sich zunächst durch die Voreinstellung des Schalters klicken.  Auch nach vier Tagen haben wir das komplexe Lichtsystem noch nicht durchschaut.

Das komplizierte Beleuchtungskonzept hat letztlich aber auch zu vielen lustigen Erlebnissen geführt: Einmal saß ich mit unserem Sohn in der Badewanne und mein Mann holte kurz etwas aus dem Auto. Er verließ das Zimmer und kaum hatte er die Türe geschlossen, saßen wir im Dunkeln. Es war stockfinster und der Whirlpool blubbert – mein Sohn wurde stumm wie ein Fisch – wir lauschten in die Dunkelheit und mussten geduldig abwarten. Ein andermal schliefen wir schon tief und fest und plötzlich ging das Licht an und holte uns aus unseren Träumen.

Technische Spielereien sind zwar ganz nett, aber ich mache häufig die Erfahrung (besonders in Hotels), dass die verschiedenen Bedürfnisse der vielen, vielen, vielen unterschiedlichsten Gäste einfach nicht abgebildet werden können.

Und möchte man ganz kritisch sein, ist auch die WC-Lösung suboptimal. Das WC ist lediglich durch satiniertes Glas abgegrenzt und nach oben hin offen, Geräusche und Gerüche sind somit im Zimmer inklusive.

Gastronomie des Hauses

Das Predi Son Jaumell wurde auf der ganzen Insel bekannt durch sein ausgezeichnetes Restaurant von Andreu Genestra. Wir haben zwar nur das Bistro probiert, denn mit unserem kleinen Rabauken fanden wir nicht die Ruhe für dieses außergewöhnliche Esserlebnis. Schade, aber für alle, die es probieren möchten – eine Reservierung ist Pflicht, auch für Hotelgäste! Doch selbst das Bistro des Hotels können wir wärmstens empfehlen.

Das Frühstück war solide, alles da, aber irgendetwas hat für die Kategorie gefehlt. Vielleicht lag es an der mittelmäßigen Brotqualität.

Kinder willkommen

Apropos Kinder, das Hotel war nicht von Beginn an auf Kinder ausgerichtet, man rechnete einfach nicht damit, dass Familien hierher kommen würden. Doch genau das Gegenteil ist passiert, es kommen viele Kinder mit ihren Eltern und gerade die Kleinen lieben das Haus. Diese Herzlichkeit kommt auch vom Hoteldirektor und den Mitarbeiterinnen. Man spürt, dass Kinder willkommen sind. Allerdings wie ich in den Bewertungen lesen konnte, sind manche Gäste nicht mit den Kindern zufrieden. Schade.

Räume zum Sein

Die umwerfende Gestaltung des Landsitzes, angefangen von den Gärten, dem Poolbereich, den Restaurants und Zimmern bis hin zu den unzähligen kleinen öffentlichen Bereichen, wo man entspannt genießen und lesen kann, bietet Ruhe und Erholung. Diese Bereiche außerhalb der Zimmer liegen mir immer besonders am Herzen, da entsteht ein Gefühl von Großzügigkeit und Gemütlichkeit.

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Gastartikel von Marlis Rief: Grüne Oase

Die grüne Oase als WOW Effekt

Der grüne Wow Effekt in Form von Innenraumbegrünungen, begrünten Wänden und Urban Gardening wird im Bereich der Hotellerie und Gastronomie immer populärer.

Waren früher Innenhöfe eher nur mit Aschenbecher und ausrangierten Mobiliar bestückt, werden sie jetzt immer mehr in Szene gerückt. Der atmosphärische Mehrwert durch Pflanzinszenierungen gehört mittlerweile zum Standardprogramm in der gehobenen Gastronomie und findet bei Bewertungen auf diversen Plattformen und Gästeumfragen ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Beachtung.

(Bilder: ©Weidlfein)

Im Grand Ferdinand an der Wiener Ringstraße findet sich ein besonders gelungenes Beispiel eines begrünten Atriums. Die Vorgaben lauteten einen mystischen Garten mit romantischer Atmosphäre zu schaffen, der die Gäste im Inneren verzaubert. Gesagt, getan – exklusive Pflanzgefäße aus Keramik, alte gusseiserne Bahnhofssäulen und geschmiedete Pflanzspaliere bilden das Gerüst für eine opulente Bepflanzung. Das Plätschern des Wandbrunnens erzeugt die akustische Untermalung. Üppiges Grün nimmt Anleihen aus dem Dschungel und dem heimischen Auwald und wird als gepflegte Eleganz neu interpretiert. Diverse Solitärgehölze, Kletterpflanzen, Moose und Farne bilden den grünen Rahmen für Rosen und Hortensien. Im Frühjahr leuchten Schneeglöckchen, Primeln und Krokusse. Winterharte Exoten wie die Hanfpalme und das Mammutblatt sorgen für zusätzliche Struktur und unterstreichen den üppigen Charakter der Szenerie.
Das lebendige, sich im Laufe der Jahreszeiten wandelnde Atrium trägt die Stimmung von außen in das Innere der Räume. Der edle Hotelgarten im Grand Ferdinand sorgt so für eine kleine Auszeit und unterstreicht die individuelle hauseigene Atmosphäre.

 

marlis-rief-RosaPfefferDI Marlis Rief, ist selbstständige Garten- und Landschaftsarchitektin und gestaltet mit Ihren Kollegen Bernd Hochwartner und Walter Sulser unter dem Namen Weidlfein grüne Innen- und Außenräume in allen Größen. Das Augenmerk liegt dabei auf ungewöhnlichen Gestaltungslösungen und Pflanzenverwendungen abseits des Mainstreams.

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Erfahrungsbericht Hotel: L´and Vineyards | Montemor-o-Novo | Portugal

Das Buch “Once in a lifetime” hat mir diese Laus ins Ohr gesetzt. Ja, das Hotel “L´and Vineyards” ist fotogen, sehr fotogen. Das Hideaway befindet sich eine Stunde östlich von Lisabon in Montemor-o-Novo, einer kleinen portugiesischen Stadt im Weinbaugebiet.

Großzügigkeit auf allen Ebenen

Die Architektur der Häuser ist modern, schlicht und beeindruckend großzügig. Unser “Zimmer” hatte zwei Trakte mit jeweils einem Schlafzimmer und einem Bad. In der Mitte befand sich ein Atrium mit einem wunderschönen Baum, ein Speisezimmer mit vier Sesseln, Platz für acht bis zehn Personen, ein großzügiges Wohnzimmer, eine Terrasse mit einer Feuerstelle, sowie ein kleiner Garten. Jedes der Zimmer ist so oder ähnlich angelegt, bessere Kategorien bieten einen Sternenblick über dem Bett. Soweit so schön. Wirklich schön! Das Haus ist etwas ganz besonderes. Deswegen schmerzt meine Kritik umso mehr.

Also kurz und knapp:

  • Großzügigkeit kann auch zu viel werden. Unser Hotelzimmer war doppelt so groß wie unsere Wohnung in Wien. Zu zweit kann man sich da schnell mal verloren vorkommen.
  • Andere Gäste zu sehen tut der Seele gut, da fühlt man sich nicht so alleine auf dem großen Anwesen. Es erhöht auch das Gefühl von Sicherheit.
  • Zwischen dem Haupthaus und den Zimmern liegt der Hotelpool, an sich absolut fotogen und großzügig. Sich jedoch im leicht bekleidet in die Hauptverkehrszone der wenigen Gäste zu legen, ohne Nischen und Schutz könnte nicht jedermans / jederfraus Geschmack sein.
  • Ein Hideaway ist für mich auch ein Ort zum Lesen. Lichtquellen sollten nicht nur nach Design, sondern auch nach Funktion ausgewählt werden. Dem Hotelmanagement war dieses Problem besonders im Schlafzimmer, im Wohnzimmer und in der Hotelbar bewusst, doch andere Lampen hätten den Gesamteindruck zerstört. Zugegeben, wenn man Portugiesisch nicht versteht und Spanisch nur mäßig, werden die Abende ohne TV und Bücher ganz schön lang.
  • Technik begeistert. Stimmt, aber der Satz müsste heißen: Funktionierende Technik begeistert. Jeder Gast bekommt bei der Anreise ein ipad in die Hand gedrückt. Wir haben zwei bei der Rezeption getauscht, ehe eins funktioniert hat.
  • Das Restaurant und Schwangere. Ich war während unseres Besuchs schwanger (unübersehbar, mit deutlicher Kugel) und mir wurde bei jedem Gang Wein angeboten, ebenso Weichkäse aus unpasteurisierter Milch und roher Schinken. Für uns sehr befremdlich, denn in Österreich sind viele Restaurants auf das Thema sensibilisiert, aber ich möchte es ihnen nicht passé zur Last legen, vielleicht empfehlen die portugiesischen Ärzte bei einer Schwangerschaft andere Dinge und man darf Alkohol trinken, rohes Fleisch und Rohmilchkäse essen.
  • Der beheizte Klositz. Kannte ich bis dato auch nicht, ob der Mehrwert in einem südlichen Land wie Portugal gegeben ist, stelle ich mal in Frage.

 

Hotel Facts:

Homepage: http://www.l-andvineyards.com
Zimmer: 22 Zimmer
Preis: ab 150 € im DZ
Architektur: Marcio Koga

|Aufenthalt März 2014 – L ´and and Vineyards –  Portugal|

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Hotel LONE im kroatischen Wald

Kinder verändern Urlaubsgewohnheiten, so auch bei uns. Statt einer Entdeckungsreise in Übersee besuchten wir das schöne Kroatien. Wie könnte es bei mir anders sein, die Idee Kroatien kam erst an zweiter Stelle, an erster Stelle stand das Hotel, das LONE.

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Vor vier Jahren eröffnet, sehr schön gelegen im kroatischen Wald fußläufig nahe Rovinj, ist es wirklich ein Traumhotel. Unser Sohn fühlte sich sofort wohl und krabbelte aufgeregt das Zimmer rauf und runter. Zum wahren Genuss von uns war es babyfreundlich möbliert und er konnte sich nicht wehtun, wenig kaputtmachen und wir genüsslich entspannen.LONE-RosaPfeffer3
Nun ans Eingemachte. Das Haus liegt wunderschön im Wald, ganz nahe zur Küste. Die Architektur erinnert an ein Schiff und ist auch nicht zu auffällig oder störend im Küstenabschnitt, dezent und nachhaltig. Es gibt vier Restaurants im Hotel. Jedes offeriert eine andere Küche. Bei unserem Besuch waren diese Restaurants nur abwechselnd geöffnet und als Gast erwies es sich gar nicht so leicht herauszufinden, welches Restaurant nun offen oder geschlossen war. Zusätzlichen variierten die Öffnungszeiten stark – einmal bis 15 Uhr den nächsten Tag bis 17 Uhr. Ich erzähle dies so ausführlich, weil es stark mit der Architektur zusammenhängt. Und zwar das Haus hat sechs Stockwerke und liegt im Hang. Deswegen befindet sich die Rezeption rückseitig zur Straße auf der Etage 2. Unser Zimmer lag im 3. Stock. Restaurants befanden sich im Erdgeschoss, im 1. und 2. Stock, sowie am Pool. Der Frühstücksraum lag im 1.Stock. Soweit etwas verwirrend. Aber daraus ergibt sich, dass man so gut wie nie an der Rezeption vorbei kommt und auch keine Informationen erhält, was denn eigentlich im Hotel los ist. Die Rezeption ist baulich bestens platziert, im Mittelpunkt des Hotels, doch gesellschaftlich absolut abgelegen. Somit ging auch der Informationsfluss zwischen Gästen und Hotel verloren. Schade. Die anderen Abteilungen (Spa, Restaurants, House Keeping) wussten nichts voneinander. Informationen gab es auch keine im Lift oder an Tafeln. Somit entging dem Hotel ziemlich viel Umsatz an F&B, weil der Kontakt zwischen Gästen und Hotel auf ein Minimum gehalten wurde.

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An dieser Stelle sei noch angemerkt, das Hotel hat ca. 260 Zimmer auf fünf Etagen und nur vier Aufzüge. Diese Aufzüge konnten das Gästeaufkommen des nicht vollständig ausgelasteten Hotels bewerkstelligen. Es kam zu längeren Wartezeiten und so stieg man einfach nicht im 2. Stock aus um etwas zu erfragen. Das Treppenhaus war auch nicht anreizend genug gestaltet um die Treppe zu nehmen, bzw. für uns mit Kinderwagen viel zu aufwendig. Zusätzlich hatte die F&B Abteilung noch einen Schwachpunkt, die Gerichte wechselnd sich nicht ab. Nach wenigen Tagen hatten wir die Speisekarte rauf und runter gegessen und entschieden uns für Restaurants in Rovinj.
Die Geschichte ist noch nicht zu Ende: Das Restaurant L ist eines der schönsten, die ich je besucht habe. Wir wären auch gerne öfters hingegangen, aber die Speisekarte hat einem einiges abverlangt, nicht nur finanziell, sondern auch von den fancy Gerichten. Einmal im Urlaub schön, aber dann greift man doch wieder gerne zu Klassikern. Also auch hier ließ man viel Potenzial liegen.

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Zurück zu den Aufzügen. Es war wirklich eine Qual. Man stand da drückte den Knopf und musste seinen Kopf wie wild verdrehen um zu erraten, welcher Aufzug kommen würde. Dabei gab sich der zur Verfügung stehende Aufzug erst in letzter Minute zu erkennen und peinlicherweise ist uns auch so mancher Aufzug entwischt, weil zu langsam oder wir am anderen Ende gestanden sind. Nach ein paar Tagen macht einen das wirklich wahnsinnig und das ansonsten so tolle Hotel verliert an Charme.
Gleichzeitig gab es einen Kongress im LONE. Banker/innen tummelten sich überall und mussten alle gleichzeitig im Kongresssaal/Restaurant sitzen. Das hat nicht zur Entspannung an der Liftsituation beigetragen. Ebenfalls wird die Urlaubsstimmung deutlich schlechter, wenn aufgebrezelte Banker/innen nervös im Ferienhotel am Meer herumjagen. Diesen Gästemix hätte man besser auf die vier Restaurants aufteilen können, um die Interaktion zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen geringer zu halten.

Begeistert hat mich die Ausstattung des Hotels, es gab eine gute Mischung zwischen den Materialien. Glatt und Struktur. Auf den Bildern hätte man vermuten können, dass es zu kalt werden würde. Aber die Hoteliers haben es gut geschafft eine Balance zu finden. Wunderschön ist auch das Spa, mit tollen Rückzugspunkten, einem großen Hallenbad und verschiedenen Saunas.

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Gut gefallen haben mir auch noch die Sitzgruppen bei der Rezeption. Jede Sitzgelegenheit hatte ein bis drei kleine schwarze Lacktische auf denen man mit weißen Edding Stiften malen konnte. Dies wurde von den Gästen geradezu euphorisch angenommen und alle paar Stunden entstanden eindrucksvolle Kunstwerke.

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Hotel Facts:

Homepage: http://www.lonehotel.com

Eröffnung: 2011

Kategorie: 5 Sterne, gehört zur Maistra Gruppe

Lage: Mitten im Waldpark Zlatni Rt, 200m zum Meer und nahe von Rovinj

Zimmer: 236 Zimmer inkl. 12 Appartments

Preis: ab ca. 160€ im DZ

Architektur: 3LDH

Interior Design: Numen/For Use – Sven Jonke, Nikola Radeljković, Christof Katzler

|Aufenthalt Mai 2015 – Hotel Lone – Rovinj – Kroatien|

Europa, Friends advice, Hotels, Südeuropa

Weiter geht´s in Mallorca: Finca Sa Maniga

Die schlechtesten Straßen führen zu den schönsten Unterkünften: 2. Unterkunft von Julias Reise – Finaca Sa Maniga

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Finca Sa Maniga (4 Nächte)
Tipp vorweg: Falls man kein Navi zur Hand hat, sollte man sich den Weg sehr gut einprägen oder auf google earth studieren. Nicht einmal die örtliche Polizei wusste wo das ist. Nach langem hin und her fahren im Ort habe ich mich doch entschlossen, das Datenroaming auf meinem Handy und damit google maps zu aktivieren. Nach einem ca. 1,5 km langen Feldweg auf dem eigentlich auch nur ein Auto platz hat (ich musste leider aussteigen und meinem Freund zu Fuß folgen, ich schmeiss bei engen Straßen leider meine Nerven weg) tat sich diese schöne Finca auf. Idylle pur: Orangenbäumchen, blühende Orleander und die winkenden Besitzer, die uns bereits erwarteten. Und ich konnte es kaum fassen, dass man solch entlegene Orte über booking.com buchen kann – die neue globalisierte Welt hat auch seine guten Seiten. Die Finca war wirklich toll, das Frühstück mit frisch gepresstem Orangensaft mit Orangen aus dem eigenen Garten und einer täglich wechselnden typisch mallorquinischen Spezialität aus der Küche, die nächtliche Ruhe, der schöne Garten mit Pool und der liebe Zug der tagsüber einmal in der Stunde vorbei tuckert, machen einen Aufenthalt zu einem völlig untypischen für Mallorca. Selbst die Besitzer sind untypisch. Sprechen kein Deutsch oder Englisch sondern nur Katalan, Spanisch und etwas Französisch.

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(Bilder: Hotelwebsite)

Hotel Facts:
Homepage: http://fincasamaniga.com/de/
Preis: ab 105€ im DZ inkl. Frühstück
Zimmer: 4

Afrika, Details im Hotel, Erlebte Hotels, Hotelarchitektur, Hotels, Lieblingshotels, Südafrika

Middedorp Manor – Stellenbosch | Südafrika

Südafrika Rundreise | Ein kleines Juwel versteckt sich in der hinter dem Namen Middedorp Manor in Stellenbosch. Bei der Buchung war mein Mann noch sehr skeptisch, er meinte die Bilder sind zu schön, es wird sich alles als weniger erweisen und du wirst enttäuscht sein. Ja diese Gefahr war groß, denn wenn ich die Bilder jetzt nochmals betrachte, sehe ich auch, was er meinte – man entdeckt es nicht sofort, aber es ist viel inszeniert und an jeder Stelle sind Blumen drapiert. Ohne die schönen Rosen, die edlen Orchideen, die weißen Proteas und die vielen alten Bücher wirkt das Haus wohl hohl. Doch schon bei der Ankunft in diesem über 100 Jahre alten viktorianischen Haus leuchten uns die Blüten entgegen. Überall stehen die Blumen in üppigen Buketts und Sträußen herum und versprühen ihr angenehmes, ruhiges, duftiges Wesen. Ja, Blumen beruhigen ein Hotel – sie schmücken es nicht nur, sondern sie erfüllen auch eine wesentliche Aufgabe: Das Hotel wirkt frischer, gepflegter und ruhiger. Nebst diesem Lobgesang möchte ich aber die Menschen im Hotel nicht außer Acht lassen, wir wurden auf herzlichste von dem Mitarbeiter empfangen und die Tante (bin mir über den Verwandtschaftsgrad nicht sicher) der Hotelière kümmerte sich reizend um uns und berichtete mit einem ganz unbeschreiblichen Esprit von ihren Europareisen, insbesondere die Ausflüge nach Frankreich. Wir tauschten unsere Lebensgeschichten aus und es war wirklich ein besonderes Erlebnis mit dieser Grand Dame gemütlich beim Frühstück zu plaudern.

Zum Design des Hauses sein gesagt: Eine viktorianische Villa, modern möbliert mit teils altem Mobiliar neu ins Szene gesetzt. Besonders angetan hat es mir die Victoria & Albert Roxburgh freistehende Badewanne, man badet wahrlich fürstlich in diesem Teil, auch wenn aufgrund der unisolierten Keramik-Blechwanne die Wassertemperatur ebenso schnell fällt wie ein Stein im Wasser. Wie fast überall in Südafrika setzt man bei den Pflegeprodukten in nobleren Unterkünften auf Charlotte Rhys, die ich in höchsten Tönen lobend erwähnen möchte.

Leider war es bei uns noch zu kühl und wir konnten den netten Garten mit Pool nicht nutzen – Schade darum, aber es sieht nach purer Erholung aus. Empfehlen kann ich noch den nahe gelegenen botanischen Garten, klein aber fein mit einer beachtlichen Sammlung an Bonsais.
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GROSSO MODO:
Homepage: http://www.middedorp.com/
Zimmer: 5 Zimmer
Preis: ca. 80€ im DZ inkl. Frühstück

 

|Aufenthalt September 2013 – Middedorp Manor – Stellenbosch – Südafrika|

Afrika, Erlebte Hotels, Südafrika

I am so glad you enjoyed it! Rust en Vrede – Stellenbosch | Südafrika

Südafrika Rundreise | “I am so glad you enjoyed it!” – Dieser Satz der Bedienung war einprägsam, schon nach dem ersten Gang wäre er in Erinnerung geblieben, aber die wirkliche nette Dame hat in nach jedem der 6 Gänge + 2 weiteren (Amuse bouche und Petit fours) wiederholt. So wurde er bei uns zum “geflügelten Satz” und ging in unseren Sprachschatz über, um schließlich als “Phrasendrescher” zu verenden. Dabei hat das Restaurant Rust en Vrede dies wahrlich nicht verdient, das Service ist auf einem unglaublich hohen Niveau. Nie zuvor solch eine Qualität erlebt. Man fühlt sich von wachsam schwebenden Engelchen umgeben. Jedes Nippen am Wasserglas wird bemerkt und  dann gleich nachgeschenkt, der Gang zur Toilette begleitet und bei Rückkehr ist der Essensplatz wieder generalgereinigt – nicht wundern, da kann auch schon mal das Gefühl aufkommen man sei ein Schmutzfink. Meine Rezession klingt jetzt etwas heftiger als es wirklich war, es ist einfach perfekt und dieser Perfektionsmus schreckt einen schon mal ab. Wahrscheinlich sind wir es einfach auch nicht gewöhnt in einem solchen Ambiente zu essen, wir verhielten uns still und leise und entdeckten mit Ehrfurcht das köstliche Essen. Die germanischen Nachbarn am Nebentisch nahmen das Ambiente viel entspannter und lieferten sich einen Ehekrieg mit Tränen.

Aber zurück zum Ambiente, der Raum geprägt von einer Weinkelleratmosphäre, ist elegant ausgestattet und die satten, kräftigen Farben mit den weißen und roten Stühlbezügen ergeben das edle Restaurant. Der Wein, wie in Stellenbosch zu erwarten, hervorragend.
Die Speisen waren experimentell, ausgefallen, köstlich und extrem sättigend.  Unterstrichen in ihrer Bedeutung werden die Gänge mit Silberbesteck, man isst ja schließlich nicht irgendetwas – hier bezeugt das Gewicht des Bestecks schon mal die Qualität. Andere Zeugen von Extraklasse sind auch zu gegen z.B. die Tischwäsche – feinstes Leinen und nicht zu vergessen, die speziell angefertigten Keramikteller mit aufgerautem Rand. Diese unterschiedlichen Materialitäten untermauern unterschwellig die Bedeutungsschwangerschaft dieser Essenkultur.

Aber es sei gesagt: das Restaurant ist wahrlich spitzenklasse und sehr zu empfehlen!

 

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|Aufenthalt September 2013 –Rust en Vrede – Stellenbosch – Südafrika|

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Das pure Verwöhnprogramm | Bloomestate Guest House Swellendam | Südafrika

Südafrika Rundreise |Kühles Frühjahr in Südafrika, tagsüber viel Sonnenschein, gefolgt von sehr kühlen Nächten: Nach einem köstlichen Essen beim Italiener La Sosta ums Eck (Empfehlung der Hoteliers) kommen wir in das sehr schöne  Bloomestate Swellendam zurück. Beim Zurückklappen der Bettdecke, dann die Überraschung: eine Wärmeflasche pro Person. Wir sind überwältigt, eine Wärmeflasche im Bett, so etwas habe ich noch nie im Hotel erlebt, zu Hause werde ich von meinem Mann im Winter so verwöhnt. Service Design auf höchstem Niveau! Spitze!

Somit war die Kühle im Zimmer sofort vergessen und alles was bleibt ist die schöne Erinnerung an das kuschlige Bett. Selbst ein kleiner Stromausfall gegen 3 Uhr früh konnte dem warmen Bett nichts entgegensetzen. Für alle die sich wundern: ein spannendes Buch hat mich die halbe Nacht bis zum Stromausfall wach gehalten. Schade war nur, dass wir in der Früh relativ zeitig los mussten, um noch rechtzeitig zum Wahle Watching in Hermanus zu gelangen, im Nachhinein hätten wir auf die Wale verzichten sollen und lieber die Zeit in der anregenden Bibliothek genutzt. Betritt man das Haupthaus, flackert einem schon die offene Feuerstelle in der Küche entgegen und Gemütlichkeit wird verströmt. Der moderne Frühstücksraum in schwarz weiß gestreift mit punktuellen Rot mobilisiert die Lebensgeister. Den richtigen Kick bekommt man dann aber doch durch die herrliche Speisenauswahl, mit viel Liebe zum Detail sind die Köstlichkeiten drapiert.

Die Zimmer waren wunderbar, großzügig im Grundriss, mit Blick auf den Garten und einem flächigen Badezimmer. Besonders gut gefallen haben mir die punktuellen Design Elemente wie z. B. der Barcelona Chair in den Zimmern. Schick und doch nicht zu viel.

Die guten Geister (Carla und Maarten) hinter diesem schönen Hotel kommen aus Holland, sie geben dem Haus den persönlichen Charme, den wir im Hitgeheim vermisst haben und den wir erst recht in der darauffolgenden Nacht im Majeka House vermissen werden, hätten wir gewusst was uns in Stellenbosch erwartet, wären wir mit Freuden noch eine Nacht länger geblieben. Zumal auch die Gartenanlage ganz traumhaft war und einlud einen Tag oder mehrere Tage zu chillen, unser Zeitplan lies es leider nicht zu und so gings weiter zu den Wahlen. Ich kann nur allen empfehlen länger als eine Nacht zu bleiben, die Hotelanlage ist paradiesisch und Carla & Maarten (Hoteliers) waren tolle Gastgeber.

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GROSSO MODO:
Homepage: http://www.bloomestate.com/
Zimmer: 7
Preis: ab ca. 80€ im DZ inkl. Frühstück

|Aufenthalt September 2013 – Bloomestate Guest House Swellendam – Südafrika|

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Die schöne alte Dame – das Forester Arms Hotel | Swaziland

Südafrika Rundreise | Theorie bestätigt: Mühsame Hotelzufahrtswege enden meist in außergewöhnlichen Hotels: Forster Arms Hotel . Auch diesmal wurden wir für einen langen, waldigen Zufahrtsweg mit einem noblen Hideaway für romantische Stunden zu zweit mitten im unendlichen Wald von Swaziland belohnt.

Wie eine Glocke kommt das Haus in einem schönen Guss daher. Die Assoziation zu einem britischen/schottischen Landhaus liegt nahe und unwillkürlich möchte man im Kaminzimmer ein altes Buch lesen, ein Gläschen Whiskey trinken, das offene Feuer und die Atmosphäre aufsaugen. Ein wirkliches Unikat ist dieses Haus, wie eine Grand Dame mit Eleganz und Gelassenheit taucht man in diese leicht verstaubte Wirklichkeit ein. (Kurze Anmerkung: das Haus strotzt vor Sauberkeit).

Dringt man weiter ins Hotelinnere vor, entdeckt man weitere Kamine, die für Gemütlichkeit sorgen, sei es im Lesezimmer oder im Restaurant bzw. in den Gästezimmern. Zu unserer Freude entfachte ein Mitarbeiter auch gleich ein Feuer im Zimmer und die wohlige Wärme hat uns, nach der doch strapaziösen Autofahrt, sofort eingesogen.

Das geräumige Zimmer ist zwar nicht so aufwendig möbliert wie die öffentlichen Räume, dennoch bietet es einen schönen Blick auf den Garten und den Wald. Negativ aufgefallen sind die Textilien im Raum: die Handtücher waren abgenudelt (veraltet) und der Teppich war aufgebraucht. Im Gegenzug gab es schöne lokale Pflegeprodukte.

Auffallend war das ungewöhnliche Gourmet-Abendessen samt feinen Stoffservietten: Erstens hat es durch die Qualität bestochen. Zweitens konnte man jeden Gang mit etwas kleiner bestellen, dafür hat man beide Variationen kosten dürften. Und es sei erwähnt, dass sogar die halben Portionen sehr groß und delikat waren. Hätten wir so ein gutes Essen im ärmsten Land der Welt erwartet? – nein, definitiv nicht.

Das durchgängig weibliche Service war ungemein nett und auch die lokale Uniform sah einfach bezaubernd aus. Selbst wenn ich in Österreich nicht der Dirndl-Fan bei Servicemitarbeiterinnen bin und mir die künstliche Form von lokalem Kolorit nicht zusagt, sah die „Uniform“ sehr schön aus und passte hervorragend ins Ambiente.

Der Servicegedanke von Forester Arms hat uns dann noch doppelt überrascht, in der Früh bekamen wir Tee bzw. Kaffee ans Bett serviert – welch ein schönes Erwachen – wahrer Luxus. Unserem Mietauto wurde dann auch noch eine Pflegebehandlung zu teil, dies war allerdings angesichts des weiteren Weges für uns etwas übertrieben – und für die lokale Bevölkerung ein Arbeitsplatz. So gesehen ein Pluspunkt.

Abschließend lässt sich sagen, dass für ca. 70€ im Doppelzimmer inkl. Frühstück und Abendessen das Preis-Leistungsverhältnis einfach unglaublich war. Ich würde jedem empfehlen, der vom Krüger Nationalpark auf den Weg nach Osten ist und hier für eine Nacht haltmacht, eine zweite Nacht zu bleiben und in diesem ungewöhnlichen Hotel zu entspannen. So eine perfekt gestylte alte Dame findet man nicht so schnell wieder! Schade eigentlich.
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GROSSO MODO:
Homepage: http://www.forestersarms.co.za/de/
Zimmer: 30 Zimmer
Preis: ca. 70€ im DZ inkl. Halbpension
Internet: Ja, Internet funktioniert – WLAN gibt es und es ist GRATIS!

|Aufenthalt September 2013 – Forester Arms Hotel – Swaziland|

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Europa, Hotelarchitektur, Hotels, Österreich

Eine Nacht im Internat oder männlicher Charme in Wien – das Hotel Daniel Wien

Müsste ich meine Nacht im Hotel Daniel vergleichen, dann kommt es wirklich meinen Nat (liebevolle Abkürzung für Internat) am Nächsten. Die Farben halten sich an den Internatstandard, dunkles braun, dunkles grün, nur das markante Orange hat im Daniel gefehlt. Sogar bei der Wahl des Teppichs glichen sich die Geschmäcker der Verantwortlichen – man könnte meinen die selbe Person hat sie ausgesucht.  Ziemlich Basic sind die Zimmer, der Lärm von der Straße hallt ins Zimmer und die Luft ist ausgetrocknet. Hier kommt auch der männliche Charme zu tragen, die Farben sind dunkel, die Dusche ist mitten im Zimmer und die Vorhänge sucht man vergebens. Bemühe ich Sterotypen, dann kann ich sagen – typisch Mann. Philosophische Frage: Wieso sind viele Männer gegen Vorhänge? Dabei geben diese erst dem Raum richtig Flair und sorgen für eine angenehme Akustik im Raum. Zumindest die Akustik müsste spürbar für alle sein, oder?

Für Überraschungen sorgt die unterverputzte Decke. Meine Eltern waren vor uns im Daniel zu Gast und mein Vater ging an die Rezeption zu fragen: “Sind die Zimmer so günstig, weil die Decken noch nicht verputzt sind?”. Zwar erkennt mein Vater Design, dieser kleine Schmäh hat ihn jedoch auch völlig überrumpelt. Genauso wie einen anderer Gast der sofort nach dem Betreten des Zimmers wieder herausstürmte um die Personen am Gang zu fragen, ob die Decke in allen Zimmern so seien. Die Antwort lautet ja, sie soll einen Loft-Ähnlichen Charakter erzeugen. Nur Schade, dass die wenigsten Menschen dieses Designspiel als solches erkennen.

Im Nat gabs noch Schreibtische am Zimmer. Darauf wird im Daniel verzichtet erzählte Marlene Hamberger (Sales Team Weitzer Hotels), man möchte die Menschen zusammenbringen und die Lobby wurde als dieser Raum gewählt.

Ähnlich des Internats herrscht unten in der Rezeption/Lobby das pure Leben, viele gleichgesinnte sind unterwegs und das Essen ist köstlich (war es im Nat auch – kein Scherz!). Apropos die Kuchen sind wirklich unschlagbar gut im Daniel! Gemeinsam Arbeiten gab es im Internat auch, wenn man Nachsitzen musste weil man a) zu spät aufgestanden ist, b) in der Morgenstudierstunde nichts gemacht hat, c) in der Nachmittagstudierstunde gequatscht hat oder d) Zigarttenstumel nicht in den Behälter geworfen hat… Also die frühere Bestrafung ist jetzt der Benefit – zusammen Arbeiten im Restaurant ist netter als die Ruhe am Zimmer.

Damit die Gäste ihre Zeit (Arbeits- und Freizeit) unten verbringen, sind in den massiven Säulen Steckdosen versteckt und ein starkes W-Lan verbindet mit der Welt – Praktisch!

Wie vielleicht durchklingen mag, bin ich zwar kein Vollblutfan vom Internat, aber es war schon eine schöne und vorallem lustige Zeit. Es gab viel zu erkunden, Freunde waren bei jedem Blödsinn dabei und man konnte ohne Eltern (in Ruhe oder größter Aufregung – wie man es nimmt) Erwachsen werden. Irgendwie kommt dieser Charme des Internat im Daniel durch, es ist alles anders als mal es gewöhnt ist (von Zuhause bzw. anderen Hotels). Die Welt ist offen, ein bisserl verrückt und erfrischend.

 

Prickelnd:

_ Die Backwaren in der Bakery – einfach unglaublich gut

_ Das Stiegenhaus ist noch Original erhalten

Schal:

_ Die Produkte im Shop sind für Männer – eindeutig

_ Vorhänge fehlen – Akustik

_ Es ist einfach mehr für Männer, was soll ich machen… – ich will jetzt auch kein Rosa Hotel, aber soviel Purismus kann auch zu viel sein.

_ Das Raumklima – die ausgetrocknete Luft, ist keine Wohltat für den Hals

_ Die Akustik im Raum ist unangenehm

 

Daniel Geschichten:

_ Es gibt einen Bankomaten für Gäste bei der Rezeption – ziemlich praktisch

_ Es gibt einen Bienenstock am Dach und der Honig wird bald verkauft werden

_ Es gibt versperrbare Kästen für die Wertsachen

_ Es gibt einen kleinen Garten vor dem Hotel mit Weinreben

_ Es gibt Hängematten bzw. Hängesesseln in die größeren Zimmern

_ Das Daniel Graz und das Daniel Wien stammen vom selben Architekten Georg Lippert

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GROSSO MODO:

Homepage: http://www.hoteldaniel.com

Eröffnung: 4. November 2011

Preis: ab 92€ im DZ ohne Frühstück, Frühstück ist empfehlenswert!

Architektur (Haus): Georg Lippert ” Wurde das nicht
umsonst denkmalgeschützte Gebäude doch 1962 vom selben Architekten
entworfen, der auch das Daniel Graz erdachte – vom damals renommierten und
vielbeschäftigten Georg Lippert. So was nennt man dann Wohl „Wink mit dem
Zaunpfahl“…
” (Homepage)

Architektur Umbau: Atelier Heiss

Zimmer: 115 Doppelzimmer

 

| Aufenthalt Dezember 2011 – Hotel Daniel Wien – Österreich|

 

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Architekturgeschichte: 50 Jahre Parkhotel Pörtschach

Das Parkhotel Pörtschach feiert 50 Jahre und ich konnte mit Freude meine schriftstellerische Ader ausleben (Artikel: “Aufbruch und Aufschwung”): http://www.parkhotel-poertschach.at/media/file/93_parkhotel-poertschach.pdf

Architekturgeschichte: 50 Jahre Parkhotel Pšrtschach

“Pörtschach am Wörthersee (TP/OTS) – Die Geschichte des Wörthersee –
Tourismus auf der 40.000 m2 großen Halbinsel bei Pörtschach
dokumentiert der Bildband “50 Jahre Parkhotel Pörtschach am
Wörthersee”, der anlässlich des bevorstehenden fünfzigsten Jubiläums
der Eröffnung des weltbekannten Design Hotels am 1. Juli 2013
erscheint.

   Ein Team renommierter Architekturhistoriker unter Führung des
Kärntner Architekten Gerhard Kopeinig, Gründungsmitglied des “Vereins
Architektur Spielraum Kärnten” sowie “Kalt und Warm”, dokumentiert
darin die Geschichte des Hotels und des Tourismus in Pörtschach am
Wörthersee. 

140 Jahre Wörthersee – Tourismus

   Der Bildband spannt den Bogen vom Bau der Südbahn im Jahr 1864,
der die Voraussetzung für den Wörthersee – Tourismus war, bis ins 21.
Jahrhundert.

   Die touristische Erschließung begann mit dem Erwerb der
weitläufigen Landzunge vor Pörtschach durch den Wiener
Porzellanfabrikanten Carl Ernst David Wahliß im Jahr 1872. Er
errichtete 13 villenartige Hotels mit Bade- und Sportanlagen.
Nach seinem Tod im Jahr 1900 konnte die Familie das Hotelimperium nur
noch kurz halten. In der Folge wechselten die Besitzer und Teile der
großen Liegenschaften wurden abverkauft. 1928 erwarb die Gemeinde
Pörtschach das Areal, in der NS-Zeit kam es in den Besitz des
Deutschen Reiches. 

   1945 wurden hier britische Fronttruppen untergebracht und der
gesamte Bereich der Halbinsel für Einheimische gesperrt. 1953 konnte
die Gemeinde nach langwierigen Verhandlungen die Liegenschaft wieder
vom deutschen Finanzministerium rückerwerben. In der Folge wurde sie
an eine Gesellschaft verkauft, die auf dem Gelände ein neues Hotel
und eine Kuranstalt errichten wollte. Da über den vereinbarten
Zeitraum hinaus nichts geschah, fiel sie wieder der Gemeinde zu. Erst
die Baufirma Wayss & Freytag – Simplexbau, die 1959 das Anwesen
erwarb, setzte einen Hotelbau um, der am 1. Juli 1963 als Parkhotel
Pörtschach eröffnet wurde.

Das Parkhotel Pörtschach entsteht

   Die renommiertesten Architekten ihrer Zeit zeichneten in den
fünfziger Jahren für verschiedene Auftraggeber Entwürfe für das
Parkhotel Pörtschach: Georg Lippert (er war am Bau des Opernringhofs
in Wien beteiligt und plante das Hotel Prinz Eugen gegenüber dem
Wiener Südbahnhof), Josef Vytiska (Kirchen sowie Neubauten gegenüber
der Oper, am Franz Josefs – Kai  und Stephansplatz in Wien) und
schließlich Kurt Köfer, dessen Projekt mit 25 Apartments und 147
Zimmern sowie einem vorspringenden verglasten Speisesaal an der
Seeseite schließlich vom Liegenschaftseigentümer Wayss & Freitag –
Simplexbau realisiert wurde.

Lebensgefühl der sechziger Jahre

   Als das Hotel 1963 eröffnete, war es einer der wichtigsten Bauten
des modernen Wörthersee-Tourismus. Filme wie “Happy-End am
Wörthersee” verkörperten das Lebensgefühl dieser Zeit und machten
Pörtschach europaweit bekannt. Ihre Botschaft lautete: Aufbruch aus
der grauen Vergangenheit der Nachkriegszeit, Aufbruch in den
Wohlstand, Aufbruch in ein neues Zeitalter mit Zuversicht. 

   Als Kind seiner Zeit verkörpert das Parkhotel Pörtschach die
Leistungsfähigkeit und Kreativität der beginnenden Sechziger Jahre.
Das Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg zeigte sich in
verfügbarer Freizeit, Urlaubsgeld und motorisiertem Verkehr. 

   Sein Stil verkörpert eine Epoche, die gerade wieder eine
Renaissance erlebt: Retro ist schick, die “Rolling Fifties” und die
“Swinging Sixities” sind in Life Style Magazinen am Vormarsch. Eine
deutsche Hotelkette bedient sich sogar bewusst dieses “Retro –
Looks”. Im Parkhotel Pörtschach sind die Stilelemente der sechziger
Jahre, makellos gepflegt, im Original erhalten.

parkhotel pörtschach

Heute: Designerhotel im Stil der 60er Jahre

   1972 erwarb der Wiener Mineralöl – Großhändler und
Garagenbetreiber Hans Pruscha das Hotel. Es steht seither im
Familienbesitz und ist Eigentum der List Group in Wien. 

   Das Haus wurde mehrmals modernisiert und erweitert. Heute bietet
das 350 Betten – Hotel Vier Sterne – Komfort auf sieben Etagen. Die
Original Stilelemente, wie etwa der Aufzug, die Treppen, die Hotelbar
und Rezeption sowie die Lobby und der Speisesaal mit ihrem
spektakulären Blick auf den Wörthersee blieben im Original erhalten
und vermitteln Jahr für Jahr tausenden Gästen das traditionelle
Ambiente des elegant – bürgerlichen Familienhotels mit privatem
Badestrand, Sportanlagen und weitläufigen Spazierwegen. Außerdem
finden Konferenzen und Tagungen statt. 1998 zeigten Titelseiten fast
aller europäischen Tageszeiten das Parkhotel Pörtschach, als sich die
Spitzenrepräsentanten der EU – Staaten in Pörtschach zum EU
Gipfeltreffen trafen.

Jubiläums – Saison 2013: Rückblick auf 50 Jahre

   Im Sommer führt Architekt Gerhard Kopeinig zu mehreren Terminen
Interessierte persönlich durch das Parkhotel und erläutert die
architektonisch bedeutenden Elemente.
Termine: www.parkhotel-poertschach.at” (Quelle: Tourismuspresse)

 

 

Erlebte Hotels, Hotels, Karibik, Nordamerika

Tendacayou Ecolodge | Guadeloupe

Ein Frosch (1 Bild unten) sitzt zur Begrüßung vor der Tür und schon ist uns klar, die Bezeichnung Ecolodge wird hier nicht als Marketinggag einsetzt, sondern gelebt. Kommt man in das Innere des Hauses, ist man verzaubert, man wähnt sich in China – alles ist bunt, glitzert und auf schöne Art zugemüllt – darunter steht ein großer flackender Bildschirm. Die Damen der Rezeption führen uns weiter in unser rosa Zimmer. Rosa die Farbe der Wahl – ich könnte Stunden über dieses ROSA berichten, aber auf den Bildern sieht man alles. Das Zimmer war rosa, teilweise auch gelb, blau, rot, aber vor allem ROSA. Mein Bruder hätte seine Freude gehabt, er hasst die Farbe wie die Pest. Wie auch immer, mit den Stunden wird es netter und dann plötzlich den Rosa-Schock überwunden sieht man den Ausblick – Antigua liegt vor einem – ein ganz seltener Anblick – Antigua sieht man fast nie. Plötzlich kommen von links und rechts Kollibries und da eine Eidechse und schubs noch eine. Es wird die ganze Zeit so weiter gehen, Frösche kommen und gehen, Eidechsen kommen und gehen, Gelsen kommen und bleiben.

Das Tendacayou ist auf der Insel bekannt wie ein bunter Hund, die Besitzer (er Tischler, sie Köchin) haben alles selbst geschaffen. Dutzende Details verwunden und bringen einem zum Schmunzeln und oft auch zum Lachen.

Das Spa ist ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen, es ist riesig und erinnert mehr an Thailand als an die Karibik. Es gibt Dutzende kleine und größere Wasserbecken mit kaltem, warmem, heißem Wasser, mit Fischen drinnen, die einem die Haut abknabbern – mmmhhh, mit Pflanzen usw. Dann gibt es Zimmer zum Liegen und Rückzugsorte, dazwischen befindet sich auch noch eine finnische Sauna – sehr extravagant in der Karibik – mit der Wärme hätten sie normalerweise kein Problem. Das Ganze ist nicht günstig – eine Stunde Spa kostet über 35€ pro Person pro Stunde. Doch es ist Genuss pur und Verliebte buchen es gerne. Übrigens bevor man rein darf, muss man ein Schlauchkleid anziehen, der Stoff sieht aus und fühlt sich so an wie ein Küchenhangerl – amüsant. Also als Hangerl verkleidet, startet man in die Entspannung (Bilder des Spas folgen im nächsten Blogeintrag).

In Schuss gehalten wird die Ecolodge von 17 Mitarbeitern, 5 Gärtner und 5 Spa Mitarbeitern. Jetzt darf man nicht den Fehler machen und sich denken, ah dort kann man sich das leisten. Nein, die Kosten für Mitarbeiter liegen im Schnitt 30% höher als in Österreich und das Mindesteinkommen liegt bei ca. 1200€ netto. Das Konzept ist grandios und es geht voll auf, die Mehrheit der Gäste liebt es – einem anderen Teil ist es zu natürlich – selbstverständlich sind in den Pool wachsende Blumen nicht jedermanns Sache, auch das vollgeräumte Restaurant wirkt hygienisch bedenklich, allerdings muss man zuerst mal einen Tisch bekommen – es ist fast immer ausgebucht. Bei unserem Besuch war die Eigentümerfamilie gerade in Thailand  und das Restaurant blieb geschlossen. Die Küche ist inselbekannt und selbst Kochbücher schüren die Mythen über das hervorragende „La Poisson Rouge“ der Eigentümerin.

 

GROSSO MODO:

Homepage: http://www.tendacayou.com
Preis: ab ca. 150€ im DZ inkl. Frühstück am Zimmer

Erlebte Hotels, Karibik, Nordamerika

Jardin Malanga | Guadeloupe

Eine steile Straße bringt uns zum Anwesen des Jardin Malagas, immer steiler geht es hinauf, unser Mietauto wird langsamer und langsamer, der Motor heult auf, der Mond kommt zum Vorschein und die Sonne neigt sich dem Horizont. Und dann endlich stehen wir vor einem mächtigen Tor mit einem kleinen violetten Schild: Jardin Malanga. Nach kurzem öffnet sich das Tor und wir fahren, von einer Palmenallee umgeben, in das dahinterliegende Anwesen. Wir werden herzlich von einem Mitarbeiter empfangen und gleich aufgeklärt, dass das Hotel nach der Herbstpause heute den 1. Tag geöffnet hat. Das bedeutet, alles ist noch irgendwie in Schlaf gehüllt und wir sind die einzigen Gäste. Nach einem netten Gespräch verlässt der Mitarbeiter das Anwesen und wir sind mutterseelenallein in dieser Vollmondnacht. Schon ein komisches und auch beängstigendes Gefühl, den ersten Tag auf einer fremden Insel und dann in einem Hotel ohne Gäste mit leichtem Staub-Odeur. Nach der ersten Nacht empfängt uns der Chef des Hauses Simon Fabre bei einem wunderbaren Frühstück und verwöhnt seine ersten Gäste mit French Toast. Köstlich!!! Wir bekommen nach und nach ein Gefühl für das Hotel und von Tag zu Tag verlieben wir uns mehr in das Anwesen, jetzt kennen wir schon die Sitten und pflücken frische Grapefruits und Avocados von den Bäumen und genießen die wunderbare Aussicht im Pool. Eigentlich war unser Plan nur 6 Nächte in Guadeloupe zu bleiben und dann weiterzuziehen nach St. Barths. Nur das Anwesen verleitet einfach zum Genießen und die Stunden vergehen, interessante Gespräche mit Simon folgen und unsere 4 Nächte sind um. Kurzfristig entschlossen werfen wir alle Pläne über Board und verlängern unseren Aufenthalt in Guadeloupe. Simon organisiert alles für uns und innerhalb von 90 Minuten sind Hotels, Flüge und Schiffe umgebucht – einfach herrlich. Sämtliche Menschen waren sehr entgegenkommend und haben uns für die Umbuchungen nichts verrechnet. Jeder hatte Verständnis, dass man dem Paradies des Jardins Malanga nicht entrinnen möchte und so verlängerten wir.

Zum Hotel selbst: es wurde in den 1920er Jahren erbaut und dann um 4 Häuser erweitert. Das Besondere ist mit Sicherheit die Aussicht – während man im Pool schwimmt kann man sogar die gegenüberliegenden Inseln „les Saintes“ bewundern. Der Direktor Simon Fabre ist das Herz des Hotels, er kocht & unterhält die Gäste – ein Hotelier wie aus dem Bilderbuch. Er kennt die Insel in und auswendig, weiß die besten Plätze, Restaurants und Wanderstrecken – auf seine Tipps ist 100% verlass. Im folgenden Reiseverlauf werden wir da noch unsere blauen Wunder erleben, denn im nächsten Hotel kennen die Mitarbeiter nicht mal die Attraktionen ein paar Kilometer entfernt.  Die Zimmer des Jardins sind nicht mehr ganz so aktuell, aber solide. Für meinen Geschmack etwas dunkel, aber laut Simon ist das die Eigenheit der Häuser in Guadeloupe. Das Badezimmer ist groß und verfügt über eine Badewanne mit separater Dusche. Kleiner Wehmutstropfen, W-Lan gibt es nur im Haupthaus.

Kurze Anekdote am Rande: Jedesmal wenn wir gefragt wurden wo wir wohnen und wir mit Jardin Malanga geantwortet haben, wurde wir von allen beneidet. Das kleine Hotel ist auf der Insel gut bekannt und sehr angesehen.

GROSSO MODO:

Homepage:  http://www.jardinmalanga.com/
Zimmer: 12
Preis: ca. 200€ im DZ inkl. Frühstück
Erbaut: Haupthaus 1927

 

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Umso schlechter die Straße, umso besser das Hotel – Hotel Plein Soleil – Martinique

Umso schlechter die Straße, umso besser das Hotel. Unsere Erfahrungen zeigen besondere Unterkünfte lieben die Einöde und schlechte Straßen. Nicht verzagen, am Ende wird man belohnt, denn dann winkt das Traumhotel: das Plein Soleil. Mit täglicher Übung sitzt das Auto am Ende des Urlaubs nur noch 2-mal pro Fahrt auf.

Mit leichtem Gepäck, sprich ohne Koffer checken wir in ein wunderschönes Zimmer ein und können unser Glück kaum fassen, so ein tolles Hotel auf einer französischen Insel. Die französischen Überseedepartements zeichnen sich nicht gerade durch eine hervorragende Hotellandschaft aus, es ist eher extrem teuer und unaufregend (siehe La Reunion). Im Gegensatz dazu steht das Plein Soleil mit seinen kreolischen Zimmern bietet dieses kleine Hotel die Basis für unvergessliche Urlaubstage. Die Aussicht auf die Umgebung ist atemberaubend. Steil geht es von den kleinen Häuschen runter, dafür sieht man die karibische See. Wir entschieden uns für die kleinste Kategorie, ein wunderschönes Paradies, wenn gleich die größeren Zimmer über einen eigenen Pool verfügt hätten. Das Haupthaus ist ein Schmuckkästchen. Die Kunstwerke stammen von der Besitzerin. Ihre Liebe zur Kunst berührt, so auch das Abendessen – ein wahrer Gourmettempel (Bilder vom Abendessen folgen im nächsten Blogeintrag).  Lediglich sind die Korbsessel so unbequem, dass man nicht bis in die Morgenstunden in einer anwürdigen Starre ob dieser Schönheit verbleiben kann:  die Romantik, die Aussicht, das fabelhafte Essen und den Genuss des Urlaubs. Schade!

Ein zweiter Wehmutstropfen ist der Preis des Frühstücks mit 18€ pro Person erinnert es eher an einen Hauptgang und nicht an ein kleines Essen in den frühen Morgenstunden, dafür ist es allerdings a la carte und kein Buffet.

Gestalterisch gibt es zwei interessante Details:

1)     Unser Zimmer ist mit einer ca. 1 m hohen Bambuskonstruktion vom Eingangsbereich abgetrennt – unglaublich praktisch, nachdem wir unsere Koffer wieder hatten – konnten wir die Kleidung einfach hängen lassen.

2)     Der Pool war in einem Grau (sagen wir mal Architekten-Grau) – sehr ungewöhnlich – kein blauer Pool – sehr mutig und sehr schön. Die Holzumrandung verleiht dem Ganzen etwas Edles.

 

PRICKELND:

_ Üppige Blumengestaltung
_ Abtrennung im Zimmer
_ Pflegeprodukte im Badezimmer – schöne Düfte – schönes Badezimmer, wirkt sehr gepflegt
_ Aussicht auf die Bucht
_ Tolle Beleuchtung im Zimmer, man kann viele unterschiedliche Stimmungen erzeugen
_ Die Hotelbar ist sehr gemütlich eingerichtet
_ Das außergewöhnliche Restaurant

SCHAL:

_ Gratis WIFI nur im Haupthaus
_ Unbequeme Sessel im Restaurant und auf der Terrasse

 

GROSSO MODO:

Hotelwebsite: http://www.hotelpleinsoleil.fr
Zimmer: 16 teils mit privatem Pool
Eröffnung: 1998, Renovierung 2009
Preis: ab 125€ im Doppelzimmer ohne Frühstück

| Aufenthalt Herbst 2012 – Hotel Plein Soleil – St. Pierre – Martinique – Frankreich|

Erlebte Hotels, Hotels, Karibik, Nordamerika

Hoch gelegen im Radisson blu | St. Martin

Schlafen wie ein/e König/in. Das Radisson blu setzte bei der Renovierung auf hohe Betten, man fühlt sich nun im Hochadel. Früher wurde ja aus dem Bett regiert, heute kann man das Bett regieren – mittels eines kleinen Geräts lässt es sich in sekundenschnelle weicher oder härter stellen. Eine wirklich praktikable Erfindung für Hotelbetten und als Zuckerl ist es auch noch lustig.

St. Martin, eine Miniinsel in der Karibik, bietet eine sehr dichte Auswahl an Hotels. Nach viel Hin und Her und meiner Entscheidungsschwäche, entschied mein Mann sich für ein Kettenhotel – zwar wollte ich etwas Persönlicheres, aber nachdem ich noch nie in einem Radisson blu schlief ein guter Deal. Noch dazu frisch renoviert (Eröffnung 2012) und der Preis war quasi nicht zu schlagen – 130€ im Doppelzimmer inkl. Frühstück. Übrigens, früher war es ein Le Meridien.

Nach einer nicht optimalen Ankunft kamen wir total verschwitzt im Hotel an. Die liebe Air France hatte unsere Koffer nicht mitgeschickt und in Winterkleidung bei 32°C mussten wir Sommerkleidung shoppen  – ein heißes Unterfangen. Die Belegschaft im Radisson  war einfach umwerfend, wir haben sofort einen Drink bekommen, ein Zimmerupgrade und der Concierge Alain rief bei der Airline an, um sich um alles Weitere zu kümmern. Alain beriet uns noch bei der Auswahl einer Segeltour für nächsten Tag und reservierte ein süßes Restaurant zum Abendessen. Leider ist unser Gepäck fünf Tage nicht angekommen, und nachdem mein Mann keine lange Hose mit geschlossenen Schuhen hatte und ich nur Flipflops, mussten wir jeden Tag wieder die Reservierung im örtlichen Restaurant stornieren – kein Einlass ohne lange Hosen und geschlossenen Schuhen. Nach vier Tagen ging unser Trip weiter nach Martinique, aber Alain hielt Kontakt mit Air France und sandte uns das Gepäck in das nächste Hotel nach. Er rief uns sogar auf Martinique an – wirklich ein unglaublicher Service. Wir hatten keine Sekunde das Gefühl in einem Kettenhotel zu sein. Zugegeben, wir waren in der totalen Off-Season und das Hotel beherbergte lediglich 50 Gäste. Trotzdem sind wir von Aufmerksamkeiten der Mitarbeiter/innen und den lustigen Gesprächen ganz begeistert. Trotz allem oder gerade deswegen war es ein schöner Einstieg in die karibische Welt.

 

PRICKELND:
_ Als Gast kann man den Härtegrad des Bettes ganz rasch und bequem verstellen – einfach cool
_ Zur Begrüßung gibt es einen Planteur in der Bar
_ Kommt man ein 2. Mal ins Hotel, gibt es einen großzügigen Obstteller – allerdings sollte das Hotel von nicht heimischen Früchten (z.B. Erdbeeren) Abstand nehmen, da können sie nur verlieren, denn der Verwesungsprozess ist einfach schneller als das Hotelservice bzw. die Gäste
_ Unglaubliches Frühstücksbuffet mit einer unendlichen Auswahl inkl. vieler á la minute Gerichten
_ Alain, der Concierge des Hauses hat sich rührend für unser verlorenes Gepäck bei Air France eingesetzt. Selbst nach unserer Abreise hat er uns in dem nächsten Hotel angerufen und auf dem Laufenden gehalten.
_ Die abgelegene Bucht ist wunderschön

SCHAL:
_ Wifi gibts nur in der Lobby, nicht am Zimmer
_ Das ganze Hotel ist renoviert, nur der Pool und die Gartenanlage wurde ausgelassen – leider fällt es wirklich auf – obwohl Schwimmbecken und Garten sehr schön (!) sind.

 

GROSSO MODO:

Hotelwebsite: http://www.radissonblu.com/resort-stmartin
Eröffnung nach Renovierung: 2012
Preis: ab 130€ im DZ inkl. Frühstück
Kategorie: 4 Sterne

 

| Aufenthalt Herbst 2012 – Radisson blu – Anse Marcel – St. Martin – Frankreich|

Europa, Südeuropa

Florenz

Ein Rendezvous mit Michelangelo, Kunst, Genuss, savoir – vivre, Mode, Blumen und vieles mehr – Florenz in Bildern:

|Florenz – Italien – Aufenthalt  Frühjahr 2012|

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Riva Lofts

Der Florenzvirus übertrug sich vor ca. 15 Jahren von meiner Freundin Uschi, die  immer überschwänglichst über DIE romantische italienische Stadt berichtete, direkt auf mich. Heuer ergab sich endlich die Gelegenheit dieses Epizentrum meiner heimlichen Reiseträume zu besuchen. Ein kurzer Blick in booking.com genügte und die Reise war geistig fixiert. Riva Lofts hat mich sofort am richtigen Fuß erwischt, mein Herz schlug höher und die 3-Klick Buchung erledigte den Rest. Wir hatten eigentlich noch keinen richtigen Plan, aber bei Booking kann man kurzfristig stornieren, also wieso nicht. Und so entstand Schritt für Schritt unsere Reise rund um Florenz.

Der Emfpang im Hotel war einmalig, ganz in Ruhe nahm sich die dann doch quirlige Mitarbeiterin Zeit für uns, fragte, wie gut wir Florenz kennen, ob wir Restaurantempfehlungen bzw. Reservierungen benötigen, welche Museen wir besichtigen möchten usw. Sie gab uns sogar Tickets für die Straßenbahn (ca. 3 Minuten Fußweg) ins Stadtzentrum mit , nachdem die Hotelfahrräder schon alle unterwegs waren.
Unseren Flitzer parkten wir für den gesamten Aufenthalt direkt beim Hoteleingang  – einfach herrlich, immer im Blickfeld – da fühlt man sich schon sicherer in Italien – das Vorurteil kennen wir ja.  Nächsten Tag ergatterten wir zwei Drahteseln und radelten am Fluss entlang ins Stadtzentrum, fast schon kitschig romantisch. Der Weg ist leicht zu finden und sehr sicher.

Das alte Haus wurde vom Besitzer und gleichzeitig Architekten Claudio Nardi gemeinsam mit seiner Tochter in ein Hotel verwandelt. Die 8 Lofts liegen am Florenzer Cascine Park und am Flussufer des Arno, also nicht direkt im Stadtzentrum, aber es ist dafür wunderschön eingebettet. Die Lärmbelastung ist auch sehr gering.

Unser Zimmer versprühte Theaterflair, ein original Requisitenkoffer diente als Kasten, große Spiegeln vergrößerten das Zimmer, die schweren Stoffe sorgten für ein flauschiges Nestz. Einzig die Helligkeit ließ zu wünschen übrig, nachdem das Zimmer im Erdgeschoss lag, drang fast kein Tageslicht hinein. Sicherlich angenehm kühl im heißen Sommer, jedoch etwas trist im Frühling.

Bei der Auswahl der Zimmer sollte man vorsichtig sein, die großen schönen Lofts kosten ein Vermögen, aber der Preis ist verständlich – 100m² mit unglaublicher Aussicht.

Das Highlight unserer Reise, aber zuvor ein bisserl Kontext: Meine Mutter liebt Blumen über alles. Unsere Reise kurz vor Muttertag brachte die Idee, eine Gärtnerei aufzusuchen. Die Mitarbeiterinnen von Riva Lofts empfahlen uns einen Blumenmarkt, der zufällig nur an diesem Wochenende statt fand. Es war das Highlight unseres Florenztrips – hunderttausende Blumen in einem alten Garten. Wir kauften ca. 20 unterschiedliche, wunderschöne Blumen und das Mutterherz erstrahlte zu Hause. Wie gesagt, die Freundlichkeit der Mitarbeiterinnen ist unglaublich.

PRICKELND:
_ die Gestaltung des Anwesens
_ Kostenlose Getränke in der Minibar
_ Kostenloses WLAN
_ Freundlichkeit der Mitarbeiter/innen – wir hatten viel Spaß mit ihnen
_ die verfügbare Plauderzeit mit den Mitarbeiter/innen
_ der Garten mit den den Kunstwerken

SCHAL:
_ das italienische Frühstück – ist doch sehr italienisch und etwas dürftig für MItteleuropäer
_ kein Tageslicht im Zimmer
_ die Fahrräder für Gäste sind schon ziemlich kaputt

GROSSO MODO:

Homepage: www.rivalofts.com/
Zimmer: 10 Studios
Preis: ab 200€
Eröffnung: 2007
Kosten Umbau: 1,5 Mio €
Architektur: Claudio Nardi 

 

|Riva Lofts – Florenz – Italien – Aufenthalt  Frühjahr 2012|

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Europa, Hotelarchitektur, Hotels, Lieblingshotels, Südeuropa

Irgendwo im Nirgendwo – La Bandita

Mein Mann liebt karge Landschaften und wollte auf unserer Rundreise von Triest nach Florenz eine Nacht mitten in der Toskana verbringen. Für mich war es besonders wichtig, in einem zeitgenössischen Ambiente zu nächtigen und nach laaaaannnngggeeeemmmm Suchen haben wir La Bandita gefunden.

John Voigtmann, ein amerikanischer Musikmanager, unter anderem von Christina Aguilera, stieg aus seinem Beruf aus und kaufte sich ein Haus in der Toskana um ein kleines, feines B&B zu betreiben. Soweit die Voraussetzungen. Natürlich war Italien eine Herausforderung, aber er hat sie gemeistert und mit welchem Bravour ist nachahmenswert: LA BANDITA

Das Hotel ist definitiv eine Reise Wert! Ein altes toskanisches Haus mit moderner, schöner Einrichtung – ein Prachtstück, durch und durch. Die Zimmer sind ein Traum, besonders die Badewanne und die unglaublich große Dusche. Über die eigene Terrasse, dem kleinen Pool mitten in der toskanischen Landschaft ohne Nachbarn und die abgelegene Sitzbänke ließe sich noch Stunden schwärmen.

Die Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Haus und leben ihren Traum. Unter dem Jahr einige Monate im La Bandita und im Winter ab durch die Welt. Der schottische Koch hat viele Stationen erlebt und fungiert nun als Privatkoch im La Bandita. Übrigen,s das Essen war ein Highlight, die Banditas würden auch viele Restaurants in der Umgebung empfehlen, aber eigentlich ist es aufregender mit den anderen Gästen um einen Tisch zu sitzen und zu plaudern. Wir machten die Bekanntschaft mit Brasilianern, die zwischen Rio und Sao Paolo pendeln.

Lleicht zu finden ist das Kleinod allerdings nicht, mit Navi keine Chance – John hat das auch auf der Homepage geschrieben – also die Wegbeschreibung muss gedruckt mitgenommen werden, dann ist es ganz leicht zu finden.

Einziger Wehmutstropfen war die Tatsache, dass wir nur eine Nacht bleiben konnten. Wirklich schade! Übrigens, das Hotel eignet sich perfekt für Ausflüge in die Umgebung und die Menschen im Hotel kennen sich aus.

PRICKELND:
_ Ein Haus in der Toskana mit zeitgenössischer Innenarchitektur
_ Die Mitarbeiter/innen
_ Die eigene Terrasse beim Zimmer
_ Die große Dusche und in den boden eingelassene Badewanne
_ Das romantische Hotel
_ Die tolle Bibliothek
_ Die beschauliche Plattensammlung
_ Das gemütliche Wohnzimmer
_ Man kann sich alles aus der Küche holen, wozu man Lust hat
_ Kostenloses W-LAN

SCHAL:
_ Der Wegweisen am Straßenrand könnte größer sein
_ Die Homepage könnte ansprechender gestaltet sein
_ Der Weg zum La Bandita ist ziemlich holprig und nicht jedes Auto wird es ohne Kratzer überleben
GROSSO MODO:

Hotelwebsite: http://www.la-bandita.com/

Zimmer: 8 Zimmer für 16 Erwachsene / man könnte auch das ganze Haus mieten

In der Nähe von: Siena und Florenz, im Val d´Orcia

Besonderheit: Kombination zeitgenössisches Interieur in einem Haus aus dem 18. Jahrhundert

 

|La Bandita – Piensa – Italien – Aufenthalt  Frühjahr 2012|

Hotels, Information

Urban Gardening im Hotel Daniel Vienna

Das Daniel hat immer neue Ideen, diesmal Urban Gardening!

 

Begegnung mit einem Stück lebendiger Natur und weiteres Symbol für ein Hotel, das sich ständig verändert
 
Selbst gezogenes Gemüse und Weinreben im Vorgarten begrüßen seit Kurzem die Gäste des Hotel Daniel Vienna. Der Trend, die Stadt als Anbaufläche für lokal produzierte Lebensmittel zu nutzen, hat in den letzten Jahren in vielen internationalen Metropolen Einzug gehalten. Urban Gardening im Hotel Daniel Vienna bedeutet aber mehr als bloßer Naturkult. Säen, pflegen, ernten – im Garten gibt es keinen Stillstand! Ebenso wenig im Hotel Daniel Vienna, in dem mit großer Passion laufend an Veränderung und neuen Features gebastelt wird, die moderne Reisende schätzen.
 
Eine grüne Hoteleinfahrt  – sieht schön aus, ist an sich aber nichts Außergewöhnliches. Liegt die Hoteleinfahrt knapp neben einer Wiener Hauptverkehrsader (Landstraßer Gürtel), steigert sich die Freude der ankommenden Gäste angesichts der satten Natur zusehends. Sieht man beim Hotel Daniel Vienna dann ganz genau hin, erkennt man wuchernde Nutzpflanzen sowie einen Weingarten – Urban Farming inmitten der Großstadt!  Als Rebsorte wurde die robuste Wildbacherrebe gewählt, aus der der steirische Schilcher gekeltert wird. Als Begrünung und Bodenverbesserer zwischen den Zeilen fungiert wuchernder Alexandrinerklee. Gleich nebenan wachsen unzählige Schätze von Tomaten und Gurken über Kürbisse bis hin zu herrlichen Kräutern aller Art. Praktisch, dass es sich bei den humusgefüllten „Hochbeeten“ vor dem Hotel Daniel Vienna um einfache Bäckerkisten handelt. Diese sind mobil und passen gut zu einem Hotel, das mit einem Mix aus entspannter Atmosphäre und innovativen Ideen von sich reden macht …..” (Quelle: Presseaussendung)

(Fotos: Hotel)

Europa, Skandinavien

Ein zarter Hauch Italien in Öland – Schloss Solliden

Ein italienisches Schloss in Öland? Ja, Schloss Solliden ist der Sommersitz der schwedischen Königsfamilie und angeblich das Lieblingsschloss von Kronprinzessin Victoria, die alljährlich ihren Geburtstag dort feiert. Solliden wurde 1906 fertiggestellt, angeblich diente die Villa von Schriftsteller Axel Munthe auf der italienischen Insel Capri als Vorbild.

Das private Schloss der Königsfamilie mit einem üppigen Garten wird nicht als repräsentatives Haus geführt, sondern ist ausschließlich der Familie vorbehalten. Lediglich in den Sommermonaten kann die Gartenlage von der Öffentlichkeit besichtigt werden.  Die günstigen klimatischen Bedingungen auf der Westseite der Insel ermöglicht diese bunte Pracht.

Es war mein 3. Besuch von Solliden und ich bin jedesmal begeistert von der Schlichtheit des Gebäudes und der Schönheit des Gartens. Ein Schloss ohne Prunk und doch ein Schloss.und angeblich das Lieblingsschloss von Kronprinzession Victoria, die alljährlich ihren Geburtstag dort feiert. Solliden wurde 1906 fertiggestellt, angeblich diente die Villa von Schriftsteller Axel Munthe auf der italienischen Insel Capri als Vorbild.

Das private Schloss der Königsfamilie mit einem üppigen Garten, wird nicht als repräsentatives Haus geführt, sondern ist ausschließlich der Familie vorbehalten. Lediglich in den Sommermonaten kann die Gartenlage von der Öffentlichkeit besichtigt werden.  Die günstigen klimatischen Bedingungen auf der Westseite der Insel ermöglicht diese bunte Pracht.

Es war mein 3. Besuch von Solliden und ich bin jedesmal begeistert von der Schlichtheit des Gebäudes und der Schönheit des Gartens. Ein Schloss ohne Prunk und doch ein Schloss.

 

Erlebte Hotels, Europa, Hotels, Skandinavien

Hotell Kockska Gården in Schweden

Tropf, Tropf, Tropf, Schütt, Schütt, Tropf, Schütt, Tropf, Dauer-Schütt – so könnte man das Wetter während unseres drei-tägigen Aufenthalts im Hotel Kockska Garden Simrishamn / Südschweden zusammenfassen. Natürlich rechnet man irgendwie mit einem solchen Wetter, wenn man in Schweden urlaubt und wir hatten präventiv auch 15 DVDs und Bücher mitgenommen, aber nach ein paar Stunden möchte man dann etwas unternehmen. So fragten wir die nette Rezeptionistin, welches Schlechtwetterangebot in der Gegend vorhanden sei? Ihre prompte Antwort hat wirklich mein Leben* verändert: “Alles genauso wie bei Schönwetter, ziehen Sie nur wasserfeste Kleidung an”. So einfach wars, in Österreich gibt es immer einen Plan B bei Schlechtwetter und gibt es keinen Plan B wird es den Regionen zum Verhängnis bzw. zum Vorwurf gemacht. Die Skandinavier sind da völlig anders – Plan A ist Plan B. Mit dieser Gelassenheit haben wir gleich mal Gummistiefel gekauft (bekommt man überall) und eine schöne Regenjacke für mich. Und siehe da, es war wirklich so – man konnte alles machen wie bei Schönwetter + durch Pfützen latschen und springen – es war ein herrlicher 2. Urlaubstag!

Übrigens den 1. Urlaubstag in Schweden haben wir in der Lobby verbracht. Da befinden sich ein wunderbares, kuschliges Sofa, ein mit Kerzen beleuchteter Kamin, Kunstwerke und dutzende Lampen. Es war so gemütlich wie in einem schwedischen Wohnzimmer, ich war so begeistert, dass ich 350 Seite von 1Q84 dort in einem Zug gelesen habe. Also für Bücherfreaks ideal.
Der Aufruf an andere Hoteliers ist, bitte doch ein paar öffentliche Zimmer einzuplanen, in welchen man sich einfach aufhalten kann und lesen, reden, surfen, malen etc.

* Leben verändert deswegen, weil ich mit jetzt nicht mehr von Regen einschüchtern lasse.

 

PRICKELND:

  • Typisch schwedisches Haus
  • Mitarbeiter/innen sind sehr hilfreich und zuvorkommend
  • Frühstück war wirklich umwerfend und von hoher Qualität
  • Garten wäre bei Schönwetter entzückend gewesen
  • Gratis W-Lan
  • Lage, mitten in Simrishamn und nahe dem Meer

SCHAL:

  • Zimmer entsprachen leider nicht den Bildern der Homepage
  • Zimmerpreise sind für Mitteleuropäer sehr teuer, in Wien könnte man für das gleiche Geld in einem 5-Sterne Hotel nächtigen

GROSSO MODO:

Homepage: http://www.kockskagarden.se/
Zimmer: 20 Zimmer in drei Kategorien
Kategorie: 3 Sterne
Preis: ab 1490 SEK im Sommer (ca. 170€ im Doppelzimmer inkl. Frühstück)

 

|Hotell Kockska Garden – Simrishamn – Schweden – Aufenthalt  Sommer 2011|

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El Aquamiel in Mendoza

Traumhaftes, kleines Hotel mit 8 Zimmern und ich würde fast sagen, es war das SCHÖNSTE Hotel während der Reise. Das Haus oder besser gesagt die Holzhäuser eignen sich bestens für die Flitterwochen. Ebenso zu erkennen an den vielen Hochzeitsreisenden im Hotel, vielleicht lässt sich das auch auf die Namensähnlichkeit mit dem spanischen „LUNA MIEL“ (Flitterwochen) zurückführen.

Das Hotel liegt ziemlich weit außerhalb von Mendoza (20 Minuten) und auch ein Taxler hat Schwierigkeiten sich in dieser Gegend zu orientieren. Die Umgebung könnte auf den ersten Blick nicht den optimalsten Eindruck machen, allerdings befinden sich noch andere gute Hotels dort. Ich würde auf jeden Fall empfehlen sich ein Mietauto mit guter Karte zu nehmen, ansonsten können die Taxifahrten ganz schön ins Geld gehen. Das Hotel organisiert auf Wunsch auch Mietautos vor Ort, die dann direkt zum Hotel gebracht werden.
W-Lan im Hotel ist natürlich gratis (wie überall in Argentinien).

Die Architektur ist pur, schön und erinnert an europäische Getreidespeicher. Die ganze Anlage befindet sich inmitten von einem prächtigen Weingarten.

Die 8 Häuschen sind der Reihe nach angeordnet und quer davon befindet sich ein längeres Haus mit der Verwaltung, sprich Rezeption, Büros und dem Restaurant. Besonders gemütlich war die Terrasse mit den super bequemen Gartenmöbeln, hier konnte man Stunden sitzen. Leider hat Mendoza ein starkes Smogproblem, denn die Stadt bzw. die Berge sind nie klar zu sehen.

Die charmanten Gastgeber kümmerten sich rührend um die Gäste. Zugegeben sollte man als Gast viel Zeit mitbringen. Das eigene Restaurant ist ausgezeichnet, aber die Wartezeiten auf Essen und Trinken bringen Mitteleuropäer an den Rand der Verzweiflung. Mittags haben wir mal 45 Minuten auf die Getränke gewartet, dabei waren wir die einzigen Gäste im Restaurant und das Essen ist nach 90 Minuten gekommen. Allerdings muss man einräumen, dass das Ambiente im Lokal wunderbar ist und wir die Zeit gut nutzen konnte, um alle Postkarten zu schreiben, so gesehen war die Wartezeit ein Gewinn für uns. Das Essen ist einfach hervorragend!

Vom Waschservice des Hotels würde ich dringend abraten!!!, meine schwarzen Sachen war leider nachher grau und der Duft doch zehn Nuancen zu streng.

Empfehlen würde ich das Hotel eindeutig für einen Reiseabschluss in Südamerika, nach einer großen Tour ist die Ruhe des Hotels ein großer Gewinn – ganz dem Hotelkonzept entsprechend

Luxury is measured more by its quality standards than by quantity.
This is the way of thinking that is behind el Aguamiel.
A hideaway world located in a singular environment were every detail is  characterized by the will of simplification in a functional and conceptual way, Resulting in spaces that offer more than a bed where to rest after a long trip.“  (Source: Homepage)

 

 

GROSSO MODO:

Hotelwebsite: www.hotelaguamiel.com/

Preis: ab 100 €

Zimmer: 8 (in kleinen Häuschen)

 

|Hotel Aguamiel – Maipú / Mendoza – Argentinien – Aufenthalt Herbst 2011|

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Loi Suites @ Iguazú

Bei den mächtigen Wasserfällen Iguazú angekommen, nächtigen wir im Hotel Loi Suites Iguazú.

Der Entschluss für ein Hotel etwas weiter weg von den Wasserfällen hatte pragmatische Gründe, nachdem eine direkte Wasserfalllage erst am 400€ aufwärts zu haben war. Somit ist die Entscheidung für das Loi Suites Iguazu gefallen, ein Hotel aus 2009 mit einer wunderbaren Gartenanlage. (Typisch ich, den Zuschlag bekommt immer ein Hotel mit üppigem Garten (muss eindeutig an den Genen mütterlicherseits liegen) und Pool.)

 

Sofort beim Betreten der Lobby ist uns klar, dieses Hotel hat kein Leben in sich – eigentlich wirkt es tot. Obwohl die Lobby wunderbar ist mit einem kleinen Becken und großen, nahezu riesigen Fenster, die eine unglaubliche Sicht auf den atemberaubenden DSCHUNGEL bieten, ist kein Leben vorhanden. Die Begrüßung der Mitarbeiter/innen ist kurz und bündig, unherzlich, sprich eine Abfertigung á la  Bettenburg. Die Hotelaußenanlage ist ideenreich und sehr detailliert umgesetzt, Hängebrücken verbinden die Wohneinheiten – man kann auch sagen so schwungvoll sind wir noch nie in unser Zimmer gekommen. Die Zimmer sind solide und die Dusche ist unglaublich groß mit einer Tür ins Freie, dann steht am Balkon noch ein Whirlpool, sprich ein super Badezimmer.

Das Highlight des Hotels ist die Poollandschaft und hier lässt sich wirklich mal von einer Landschaft sprechen. Endlich sieht man keine runden Pools, sondern wunderschöne Rechtecke, die ineinander übergehen. Es ist definitiv einer der schönsten Pools, in denen ich jemals geschwommen bin. Leider und jetzt kommt das größte Manko des Hotels, die Hotelmitbewohner/innen wirkten alle etwas gedrückt und unglücklich – es gab kein fröhliches Gelächter in den Tropen, sondern nach unten gezogenen Mundwinkeln, sowohl bei Mitarbeiter/innen als auch Gästen. Wir haben zwar die ganze Zeit gerätselt, was das los sein könnte, sind aber nicht dahinter gekommen. Die Stimmung wurde beim Abendessen nicht besser und die Mahlzeit war eher mittelmäßig als berauschend. Das W-Lan musste man in den Loi Suites bezahlen, ziemlich ungewöhnlich in Argentinien und deswegen umso störender. Weiters stand im Prospekt, dass es eine Art von Gondel zum Rio Iguazú geben würde, allerdings funktionierte das gute Stück nicht und man findet sich in einer gefährlichen Stufenwelt wieder, wenn man hier nicht aufpasst, landet man schnell im Fluss und wird die Iguazu Fälle hinuntergespült. Eigentlich ist dieses Gebrechen schon ärgerlich, nachdem es auf der Homepage beworden wird und wie ich auch TripAdvisor entnehmen konnte schon seit mehreren Monaten nicht funktioniert. Die Sicherheitsmaßnahmen wären von Seiten des Hotels definitiv zu erhöhen.

 

 

Über das Frühstück lässt sich noch sagen, dass es eher eine rasche Massenabfertigung gedacht war, als eine qualitätsvolle Zeit mit gutem Essen um den aufregenden Tag zu beginnen.

Loi Suites gehört zu einer argentinischen Hotelkette mit (derzeit) sechs Hotels über das Land verstreut. Diese Konstellation ist für Österreich eher ungewöhnlich, in Argentinien aber Standard, sehr viele kleine Hotels haben noch Depandancen in anderen größeren Städten oder in anderen Ländern.

 

GROSSO MODO:

Hotelwebsite: http://www.loisuites.com.ar/es/iguazu-hotel/home

Preis: ab ca. 110 €

Zimmer: 162

USP: Pool- und tropische Gartenlandschaft

 

|Loi Suites – Iguazu – Argentinien – Aufenthalt Herbst 2011|

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MINE Hotel – Buenos Aires

In Buenos Aires (im Nov. 2011) schlendernd, haben wir ein Kleinod nach dem anderen entdeckt, so auch das MINE HOTEL. Leider war es völlig ausgebucht und wir konnten keine Zimmer besichtigen. Ein paar Impressionen des Hotels kann ich allerdings schon auf RosaPfeffer vorstellen. Wunderschön ist das Atrium in der Hotellobby sowie der kleine Pool und Garten im hinteren Bereich. Es ist eines der unzähligen Boutique Hotels in Buenos Aires / Argentinien – aber von unserer Unterkunft (Hotel Pulitzer) hätte ich nicht wechseln wollen.

GROSSO MODO:

Hotelwebsite: http://www.minehotel.com

Preise: ab 175 USD + VAT im Doppelzimmer inkl. Frühstück

Location: Palermo SOHO

Mexiko, Nordamerika

be Hotels – be playa & be tulum oder wie man ein Hotel nicht stornieren kann

 

Ja, die wunderbaren “be hotels” haben uns in Playa del Carmen in richtige Spannung versetzt. Aufgrund von Coco Bongo (der lautesten Disko Mexikos) haben wir uns entschlossen, das “be playa” in Playa del Carmen zu stornieren und weiter nach Tulum zu fahren. Grundsätzlich eine leichte Entscheidung, vor allem wenn man 3 Tage vor Anreise schon weiß, dass das Hotel nichts für uns ist. Es tat uns auch wirklich leid um das schöne “be playa”, aber der Lärm während der Nacht im “Hotel Deseo” hatte uns zu viele Nerven gekostet. (An dieser Stelle sei erwähnt, dass wir schon auch gerne feiern)

Wie auch immer, in unserer Unschuld riefen wir einfach im Hotel an, um zu stornieren. Das Hotel teilte uns mit, dass nur Design Hotels (über diese Plattform haben wir gebucht) die Reservierung stornieren kann. Gesagt, getan, also haben wir Design Hotels in Deutschland via Skype angerufen. Design Hotels sagt uns, dass sie nicht stornieren könnten, aber wir im Hotel anrufen sollen. Ok, gesagt getan – wir haben im Hotel angerufen – wieder das gleiche Spiel, wieder im Design Hotels angerufen, die können nicht stornieren. Dann kam uns die “scheinbar” erlösende Idee, wir buchen einfach um – vom “be playa” auf “be tulum“. Grundsätzlich war auch der Reservierungstyp von “be playa” einverstanden, nachdem die Hotels zusammengehören. Wir waren ganz erfreut, nachdem das “be tulum” auch noch um Ecken schöner ist als das “be playa”. Aber bei der Angabe der letzten Reisedetails, teilte uns der Reservierungsmensch mit, dass jetzt aufgrund eines Fotoshootings doch kein Zimmer mehr frei sei. Ich kann es mir zwar nicht erklären, aber für uns war klar, da ist etwas im Busch und Zimmer sind frei – nur wir sollten diese nicht bekommen. Deswegen alles zurück zu Beginn, eine Stornierung ist noch immer nicht möglich bei “be hotels”. Nachdem wir jetzt aber schon das schöne Hotel “geschnuppert” hatten, wollten wir nicht so schnell aufgeben. Deswegen haben wir bei Design Hotels angerufen und sie gefragt, ob wir tauschen könnten – leider nein. Dann hat uns unser Rezeptionist noch angeboten bei “be tulum” direkt anzurufen, eine Freundin von ihm arbeitet dort. Auch kein Erfolg in Sicht.

Montagmorgen haben wir dann die “Hotelexpertin”, die meinen Mann (wahnsinnig schlecht) beraten  hat, erreicht. Zuerst hatten wir alle Belange wegen dem Hotel Deseo mit ihr geklärt und dann trugen wir den Wunsch an sie heran a) im “be playa” zu stornieren oder b) uns auf das “be tulum” umzubuchen. Wir gaben ihr 2 Stunden Zeit die Angelegenheit in unserem Sinne zu lösen, wenn sie bis 12 Uhr keine Mail geschrieben hat, suchen wir uns eine andere Unterkunft. Die Stunde 12 ist gekommen und keine Antwort aus Deutschland. Aufgrund dieser Info sind wir ins Ana y Jose aufgebrochen – eine unglaublich tolle Wahl.

Schön wäre es jetzt, wenn die Geschichte hier ein Ende finden würde, aber leider kam alles ganz anders. Im Ana y Jose sah ich nächsten Tag die E-Mail aus Deutschland. Nachdem wir nicht im “be tulum” eingecheckt hatten, müssen wir die Stornokosten selber tragen. Wusch, es war wirklich viel für uns. Wir haben auf drei verschiedene Arten versucht ein Zimmer zu bekommen und immer hat es geheißen kein Zimmer frei und jetzt sollen wir Stornokosten tragen?

Und mein Fazit ist, ich werde nie wieder über Design Hotels buchen. Die Mitarbeiterinnen tragen den Titel “Hotelexperten” und können bei den 200 Hotels nicht mal sagen, dass es für eine Hochzeitsreise geeignet ist oder nicht (Das Deseo war ein Diskohotel für schnelle Erlebnisse und kein Hotel für Flitterwochen), sie bekommen unendlich viel Provision und vermarkten Hotels, die kein warmes Wasser haben und eine Stornierung ist nicht möglich (angeblich war das Hotel ganz neu im Angebot und nicht über das System administrierbar – okay, aber ein/e Kund/in sollte das nicht belasten).

Wie auch immer, aufgrund der Nähe des “be tulum” zu unserm schönen Ana y Jose Hotel sind wir eines Nachmittags auf einen Drink hingegangen. Das Design ist WELTKLASSE, wenn auch tw. übertrieben – jedes Zimmer verfügt über einen eigenen Pool – bei dem Strand, etwas Übertrieben. Die Mitarbeiter/innen waren super freundlich. Wir haben uns an die nette Bar gesetzt und ich habe ein Mineral und mein Mann ein Bier bestellt, ohne in die Karte zu sehen. Alles fein, bis die Rechnung kam – mein nettes Mineral aus Europa (importiert) hat schlappe 9€ gekostet, das Bier war eine Occasion um 4€. Wusch hoch 2!!! Da muss ich in Wien wirklich lange lange lange suchen, um ein Lokal zu finden, dass mir bei einer Mineralbestellung ein Wässerchen um 9€ hinstellt – ich bin überzeugt kein Lokal zu finden. Bei den “be hotels” kann man nur sagen, außer Spesen nichts gewesen.