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GuEsT in contact – Eine App für den Gast

GuEsT in contact – Kommunikation neu gedacht“ hieß die letzte Hotel der Zukunft Veranstaltung im November 2016 und seitdem kreisen meine Gedanken um diesen Artikel hier.

Aber beginnen wir am Anfang. Alcatel hat eine App vorgestellt, die der Gast beim Check-in downloaden muss (kann), um sich selbst einzuchecken. Diese App wird dann für jeden Bezahlvorgang und noch vieles mehr im Hotel verwendet.

Das umfasst

  • selbstständiges Einchecken
  • Smartphone als Zimmerschlüssel verwenden
  • mittels der App kann der Gast im Hotel die Rezeption anrufen oder in die weite Welt telefonieren, Hotels werden dadurch neue Telefonumsätze versprochen
  • Licht auf- und abdrehen
  • Vorhänge automatisch auf- und zuziehen
  • TV steuern
  • Tische im Hotelrestaurant buchen
  • Spa-Behandlungen buchen
  • Sonstige Hotel-Leistungen buchen
  • Gästemappe ansehen
  • selbstständiges Auschecken

Und was sonst noch alles möglich ist. Für mitreisende Kinder oder für Wellnesshotels gibt es eigene Chiparmbänder, damit man im Zimmer einchecken kann.

Obwohl ich in meinem Herzen ein Early-Adopter bin, gerne alles ausprobiere und vor allem neue Techniken sehr mag, krampft mir mein Herz.

Erstens will ich nicht für jedes Hotel eine App downloaden, Apps sind so ermüdend, man hat viel zu viele, findet nicht, was man sucht und vergisst die Namen. Ehrlicherweise verwende ich 5-10 Apps wöchentlich, alle anderen habe ich schon wieder vergessen oder sie bringen mir nicht den gewünschten Benefit. Ok, wäre ich eine Spielerin, hätte ich mehr Apps und würde diese auch häufiger verwenden – allerdings lese ich gerne Zeitungsapps. Aber eigentlich ermüden sie mich auch. WhatsApp, Wetter, Tageszeitungen, Qando und Google Maps sind meine Lieblingsapps. Dann haben Apps auch noch die Angewohnheit, mit den Usern zu kommunizieren. Nette Idee, aber Push-Nachrichten treiben mich auf die Palme und diese Apps werden auf meinem Smartphone schnell wieder gelöscht. Also bitte nicht in Apps mit Push-Nachrichten investieren, wie in diesem Vortrag heftig beworben. Vor allem, wenn ich einen Städtetrip beispielsweise nach Hamburg gerade hinter mir habe und anschließend noch ständig Push-Nachrichten von diesem Hotel bekomme, was bringt mir das?

Ich könnte mir einen anderen Weg vorstellen und zwar mit einer App, mit der man in jedes Hotel der Welt einchecken und sein Smartphone als Schlüssel verwenden könnte, wenn man möchte. Die Hotels müssten sich dann organisieren und nicht die Gäste. Mal schauen, was die Zukunft bringt.

Zweitens möchte ich einen altmodischen Schalter, um das Licht auszuschalten. Warum aufgeben, was sich bewährt hat und es soll doch auch einfach sein, oh mein Gott, ich höre mich an wie eine Oma. Aber es ist mir schon oft genug passiert, in einem Hotelzimmer im Bett zu liegen und das Licht nicht ausschalten zu können.

Dafür möchte ich nicht auch noch mein Smartphone benötigen, um schlicht und ergreifend das Licht auszuschalten. Womöglich würde ich kurz vorm Einschlafen dann doch noch mal all die E-Mails und WhatsApp Nachrichten checken, wie soll man da je einschlafen können? Und möchte ich überhaupt mein Smartphone in der Nacht eingeschaltet haben? Vielleicht möchte ich es auch nicht neben meinem Kopf liegen haben? Ich möchte die Box der Strahlung hier nicht öffnen, aber ich bin nicht die einzige, die beim Schlaf kein Elektrogerät neben ihrem Kopf möchte.

Viertens was passiert, wenn der Akku leer ist? Wie komme ich dann ins Zimmer? Als Lösung des App-Anbieters müssen Tablets vom Hotel bereit gestellt werden. Nein, ich mag auch nicht mit einem fremden Tablet herumlaufen und schon gar nicht mit noch einem Device.

Fünftens in meinem Beruf als Selbstständige darf ich zwar alles auf meinem Smartphone installieren, was ich will, bei meinem Mann mit Diensthandy schaut es da schon ganz anders aus. Keine Apps ist die Devise seiner Firma. Datenschutz geht vor. Würde mein Mann dann ein Tablet vom Hotel bekommen? Und müsste er das dann ständig bei sich tragen? Oder soll er nicht mehr ohne seine Frau verreisen? Diesen Vorschlag könnte ich noch akzeptieren ;) Obwohl, besser wäre es da schon, seine Business-Trips gingen nach Japan oder Bali und nicht in die Schweiz oder nach Deutschland.

Sechstens die digitale Revolution hat auch eine soziale Revolution zu Tage gebracht. Wollen sich Hotels wirklich die Chance des „Moment of Truth“ nehmen lassen? Sollten Hotels nicht noch mehr den Kundenkontakt suchen? Im Hintergrund soll natürlich alles automatisch und reibungslos ablaufen. Hier kann die Technik Einzug halten. Aber soll ich wirklich den Check-in und diese kostbaren Minuten eines persönlichen Gesprächs aus der Hand geben? Und ziehe ich Gästevorlieben nur noch aus den Facebook Profilen?

Ist nicht ein ehrliches Lächeln mehr Wert?

 

(© Fotolia)

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Frühstück auf himmlisch – Hotel Bristol Wien

Zum Geburtstag hat mich mein Mann ins Hotel Bristol am Kärtner Ring zum Frühstück eingeladen. Unser Sohn war gut im Kindergarten versorgt und wir konnten ausgiebig und in Ruhe genießen. Himmlisch ist das Wort, das mir zuerst in den Sinn kommt. Alles war perfekt an diesem Montagmorgen. Die Gäste waren überschaubar, der gediegene und frisch renovierte Speisesaal auch nach 130 Jahren von zeitloser Schönheit. Das Personal beherrscht sein Handwerk und hier muss man wirklich von Handwerk sprechen. Denn der Unterschied zwischen einem gelernten Kellner und einem Stundeten ist nicht zu übersehen. Für ein 5-Sterne-Hotel zwar selbstverständlich, aber dennoch erfrischend.


Alles bis ins kleinste Detail wird perfekt serviert und man kann sich vortrefflich mit den Mitarbeiter/innen unterhalten. Als Highlight empfand ich den Buffetraum: Ein kleiner, schwarverkleideter und glänzender Raum mit einer Perle an Köchin, die sogar Eier Benedikt aus ihrem Reportoire hervorzaubern kann.
Im Anschluss wurde ich noch durch das altehrwürdige Hotel Bristol geführt. Seitdem hoffe ich, dass der Geschichte dieses Hauses in Zukunft mehr Rechnung getragen wird (vor ein paar Jahren wurde es kurzfristig zu einem Westin degradiert, weil pro Stadt nur ein Luxury-Collection-Hotel zulässig war, doch dieses Downgrading wurde zum Glück wieder aufgehoben). Und ich bin mir sicher, die Eigentümer-Familie Gürtler wird dem Haus am Ring zu altem Glanz verhelfen, hoffentlich hat Marriott die gleichen Absichten.

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Markensymposium der ÖW – Der Wert der Begegnung

Gestern war das Markensympoisum der ÖW im Dachgeschoss der Hofburg – eine sensationelle Location – Respect – (Wien ist schon schön!)

Die Veranstaltung war unglaublich fassettenreich und gewinnbringend. Nachlesen kann man unter http://www.austriatourism.com/Markensymposium

Meine 3 Highlight der Veranstaltung waren:

_ die Location

_ der Vortrag von Hr. Böhm über die Zukunft des Internets (ich mag auch ein ipad)

_ die 3 Grundwerte von Andreas Gferer (Arthotel blaue Gans / Salzburg)

1) Förderung der Mitarbeiter Individualität
2) Erzähle eine Geschichte aus einem durchgängigen Gestaltungskonzept
3) Sei großzügig

Books, Details im Hotel, Information

Buch: Frauenzimmer im Hotel

Frauen sind anders – auch auf Geschäftsreisen! von Uta Brandes.

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Erich Schmidt Verlag hat dieses Buch heuer auf den Markt gebracht. Es hört sich spannend an und ich bin heftig am überlegen mein Büchersortiment zu erweitern.
erhältlich bei: Amazon

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Source: www.esv.info/978-3-503-12474-9

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Sind Frauen auf Geschäftsreisen wirklich anders als Männer? Wer sucht eigentlich die Hotels für die reisenden Männer aus? Wie ich im Laufe meiner Dissertationsforschung herausfinde, geben sich Männer immer als Mitläufer ihrer Frauen aus, aber insgeheim haben sie noch viel höhere Ansprüche als das weibliche Geschlecht und vorallem ist es noch schwerer diese Ansprüche in Wort zu fassen.

Friends advice, Österreich

Apartmenthotel in Wien gesucht

Lisa, meine Freundin ist zurzeit auf der Suche nach einem Apartmenthotel in Wien. Leider ist es nicht so leicht, das richtige Apartmenthotel zu finden bzw. zu empfehlen.

Meine Vorschläge waren:

Mondial Apartment – sehr gute Lage / leider weiß ich den Preis nicht / Stil typisch wienerisch!

Hollmann Beletage – sicherlich das Beste vom Besten / leider nicht so günstig, aber wunderschön zeitgenössisch (ich würde sofort einziehen)

_ Stanys – sehr nett, gute Preise, Lage super –  beim Westbahnhof / Stil modern und etwas puristisch.

_ Bernhofer – günstig, schlechtere Lage, Stil Ikea und typische Ösi Stube (erinnert mich an die IKEA Ausstellung im Hofimmobiliendepot, das typische österreichische Wohnzimmer – sofort wieder erkannt)

Über weitere Vorschläge bin ich dankbar!

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Eigentlich ist es gar nicht einfach ein Hotel zu empfehlen, man müsste den Menschen wirklich sehr gut kennen.

  • Welchen Preis ist er bereit zu bezahlen? (am Ende steht und fällt alles mit dem Preis)
  • Welchen Stil bevorzugt man? (eine Lederhose oder extrem Modern?)
  • Ist die Lage wichtig? (Wie bewegt man sich in einer Stadt fort? Wie flexibel ist man? Benutzt man öffentliche Verkehrsmittel? Oder ist man am Urlaubsort mit Auto unterwegs? Parkplatz?)
  • Ist die Kategorie wichtig? (wie viele Sterne können bzw. müssen es sein? ein Bekannter vor mir wollte in keinem 4-Sterne Hotel übernachten, weil er zu jung dafür ist und sich das nicht verdient hat; meine Interviewpartner im Zuge meiner Dissertationsforschung sagten: 4-Sterne sind meine Kategorie, nicht daruntern und nicht darüber.)
  • Wie soll das Service sein?
  • Welche Vorstellung über das Speisenangebot / Bar hat man? (Ist das Hotelrestaurant ein MUSS oder ein no go?)

Zu meinem Hintergrund: Ich befrage derzeit Menschen eines Kärntner Hotels über ihren Hotelaufenthalt und auch ihre Architektur- / Raumwahrnehmung. Derzeit kristallisiert sich für mich immer klarer heraus, die zentralen Punkte lauten Einstellungen / Erwartungen / Erfahrungen der Gäste.

Mit meiner Komolitonin Katharina analysierte ich erst heute wieder ein spannendes Interview.

Bei der Frage nach der Erfüllung seiner Erwartungen hat der Gäste gleich gesagt: “Ich hätte mir mehr erwartet von einem 4-Sterne Hotel und diesem Preis”.

Ohne jetzt auf dieses Interview näher einzugehen, habe ich bei meiner Analyse den Eindruck, dass sich die Gäste grundsätzlich für anspruchslos halten, aber dann mit einer Liste an Vorstellungen rausrücken, wo mir die Ohren schlackern…und am Schluss geht alles auf den Preis zurück.  Ein Hotel zu führen kann nicht einfach sein!

Europa, Friends advice, Information, Österreich

Save the Alm – Mesnerhof by Georg

Mesnerhof für Neues

Mesnerhof für Neues (Source: www.mesner-c.at)

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“Es ist etwas in uns, das uns zu Neuem treibt. Es gibt Orte, die man mit anderen teilen will. Es gibt Ideen, für die wir eine merkwürdig freudvolle Leidenschaft entwickeln. Und schließlich ist da die Sehnsucht, die Sehnsucht etwas zu schaffen, das Sinn macht und bleibt.”

Das ist Georg Gasteigers Motivation einen Ort für Neues zu schaffen und sich intensiv mit der Frage auseinanderzusetzen: “Wie entsteht eigentlich Neues ?”

Diese Frage lässt sich auf unterschiedliche Weisen betrachten und analysieren. Er hat renommierte Innovations-Forscher zum Mesnerhof nach Steinberg in Tirol eingeladen um dieser Frage auf den Grund zu gehen.  Die Themaik enabling spaces & emergent innovation stand im Zentrum der Gespräche.  Georg schreibt dazu weiter in seinem Blog:

Im Zentrum steht die Betrachtung jener Rahmenbedingungen (spaces), die das Entstehen (emergence) von radikal neuem Wissen ermöglichen (enabeln). Und genau dabei geht es beim Mesnerhof. Dieser soll – auf seine spezifische Art – ein “Enabling Space” werden – ein Raum, oder besser ein “Refugium für Neues”.”.

Georgs Blog

Die spannendste Frage für mich ist: “How much does place matter?”