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Weniger Geld von der WK für die ÖW

Was ist wohl der beste Weg um Österreich zu vermarkten? Auf diese Frage gibt es sicherlich tausende gute Antworten, aber seien wir gespannt welchen Erfolg die nächsten Jahre bringen mögen. Einerseits leistet die ÖW großartige Dinge, andererseits erkennt man einen deutlichen Trend in Richtung Regionalisierung. Diesen Spagat gilt es zu bewältigen.

Unabhängig von der aktuellen Diskussion, bin ich beeindruckt wie sich die ÖW  in den letzten Jahren entwickelt hat und möchte herzlich GRATULIEREN.

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Bericht vom 5. Jänner in den OÖ Nachrichten:

WIEN/LINZ. Als Warnschuss vor den Bug hat die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) der Österreich Werbung (ÖW) per Ende 2011 die Mitgliedschaft und damit die finanzielle Unterstützung aufgekündigt. Es geht um acht Millionen Euro pro Jahr.

Künftig soll enger und besser zusammengearbeitet werden, so die Forderung von WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser.

WK mehr einbinden

Die Wirtschaftskammer hat schon bisher mit ihren 115 Außenhandelsstellen und -büros in aller Welt die Österreich Werbung unterstützt, vor allem in neuen Märkten wie Türkei, Indien und Brasilien. Da Kompetenzen hin und her wanderten, soll nun die Zusammenarbeit neu ausverhandelt werden. Die Wirtschaftskammer hat 25 Prozent an der als Verein organisierten Österreich Werbung. 75 Prozent hält das Wirtschaftsministerium.

Die Wirtschaftskammer hat schon Ende 2009 ihren Unmut über mangelnde Mitsprache geäußert und auch, dass die Österreich Werbung im Inland zu wenig präsent sei. Nun wurde es mit der angedrohten Kündigung des Vertrages, die Ende 2010 für Ende 2011 erfolgen musste, ernst. Sechs Millionen Euro des Jahresbeitrages der Wirtschaftskammer erfolgten in bar, zwei Millionen über Sachleistungen.

Petra Stolba, die Chefin der Österreich Werbung, kontert scharf. „Wir wissen, was wir tun. Wir sind doch nicht im Blindflug unterwegs“, so Stolba. Man sei auf den 40 wichtigsten Märkten unterwegs und decke damit 95 Prozent aller Nächtigungen ab. Im Inland zu werben, mache nur in Krisenzeiten Sinn.

Rüge für Kassandra-Rufer

Auch Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner schießt aus vollen Rohren. Die Kündigung des Vertrages stelle eine fahrlässige Gefährdung des Tourismusstandortes Österreich dar, so Kettner.

Hans Schenner, der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, rügt die Kassandra-Rufer. Falls Gefahr bestünde, sollten die Tourismus-Landesorganisationen, die 2001 aus der Österreich Werbung ausgetreten sind, eben wieder eintreten.

Karl Pramendorfer, der Geschäftsführer von Oberösterreich Tourismus, glaubt an eine Einigung zwischen Wirtschaftskammer und Österreich Werbung und an eine Eigenständigkeit der Landesverbände.

Hochhauser kalmiert

Hochhauser bestätigt auf Anfrage der OÖNachrichten, auf gutem Wege bei den Verhandlungen zu sein. „Wir sind ja nicht im Streit und wollen nur die Struktur neu ordnen“, so Hochhauser. Die Chancen stünden gut, man sei nur nicht per Jahresende 2010 fertig geworden.

Aus gutem Grund eigenständig

Karl Pramendorfer, der Geschäftsführer der Oberösterreich Tourismus, pocht trotz Österreich-Werbungs-Wirbel auf die Eigenständigkeit der Landesverbände. Man sei 2001 aus gutem Grunde ausgetreten: „Wir brauchen die Werbung nicht in Tokio, sondern in Hamburg und Buxtehude.“ Außer Obligo sei die Allianz der Landesorganisationen. Die zahlen 500.000 Euro, die die Österreich Werbung verdoppelt und damit in Deutschland wirbt.

Stellungnahmen von Michaela Reitterer, Rainer Ribing und Hans Schenner im Tourismuspresseblog – wirklich spannend gehts da zu.

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