Asia, Hotels, Südostasien

Ärgerlichkeiten in Hotels – Hannes berichtet

Hallo,

wir sitzen gerade im Sheraton Media in Jakarta und die Erfahrungen hier sind ideal um über Ärgerliches in Hotels zu schreiben.

Beginnen wir mit dem Stecker, in den man die Zugangskarte stecken muss, um den Strom einzuschalten (wie nennt man das Ding eigentlich?). Sobald man die Karte rauszieht geht das Licht aus, die Klimaanlage geht aus, alle Steckdosen sind ohne Strom. Das nervt aus zwei Gründen gewaltig: erstens, wenn man z.B. den Laptop zum Aufladen an eine der meist raren Steckdosen angesteckt hat, wird das Laden unterbrochen, zweitens heizt sich das Zimmer auf während der Abwesenheit und beim Einschalten der Klimaanlage nachher beginnt die diese wie verrückt kalte Luft einzublasen, so kalt, das man sich leicht (und ich neige dazu sehr stark) verkühlt.

Meist funktioniert der Workaround wie abgebildet sehr gut – die Plastikkarte für eine Prepaid SIM so wie ich sie in fast allen Ländern kaufe, hat den selben Effekt wie die Zugangskarte, bloß einmal hat sie nicht funktioniert, warum auch immer.

Weiter geht es mit der Steuerung der Klimaanlage sowie hier: es gibt hier zwar einen Regler, aber der hat gar keinen Effekt, man kann gar nichts einstellen. Oder sowie ich bereits bei meinem Bericht über das Marriott Beijing Northwest ausgeführt habe ist diese so kompliziert das man sie nicht bedienen kann bzw. auch das Hotelpersonal das nicht schafft.

Wirklich nervig wird es dann beim Internetzugang: am Zimmer gibt es kein WiFi, nur Internet per Kabel. Das ist völlig unzeitgemäß angesichts der Tatsache das man Smartphones oder Tablets nur über WiFi verbinden kann und viele Laptops wie mein MacBook Air über gar keinen Ethernetstecker mehr verfügen. Fürs WiFi hier bekommt man kleine Zettelchen auf den ein Zugangscode steht, der dann für ein paar Stunden gilt wobei die meisten Codes gar nicht funktionieren und man dauernd neue vom Personal holen muss, das angesichts der Probleme geflissentlich immer wieder neue aus ihren Taschen zieht. Wahrscheinlich ist das auch fürs Personal unangenehm.

Viele Hotels vor allem der Oberklasse verlangen dann auch noch horrende Preise für einen Tag Internetzugang, ein völlig überholtes Konzept. Internet und WiFi gehören meiner Meinung nach zur Ausstattung eines Hotels wie der Fitnessraum, der Pool und was es sonst noch so gibt. In vielen Ländern ist sind Prepaid SIMs mit vernünftigen Tarifen für Daten heute verfügbar, da benutze ich lieber mein Handy als Accesspoint, in Österreich sowieso. Irgendwie sticht da das Marriott positiv hervor, sobald man sich für das Membership Rewards Programm angemeldet hat, kostet Internet nie etwas und WiFi gibt es am Zimmer auch. Praktisch ist manchmal auch ein kleiner Accesspoint wie Airport Express wenn es nur Kabel gibt wie im Oakwood Chateau in Beijing, in dem ich drei Wochen gewohnt habe.

Ein zeitgemässes Hotel sollte meiner Meinung über Folgendes verfügen:

Strom ohne die Zugangskarte einstecken zu müssen sowie das St.Regis in Shanghai (vielleicht nicht das beste Beispiel, in einem Hotel dieser Klasse wäre das echt ärgerlich). Zum Stromsparen gibt es heute sicherlich intelligentere Konzepte als den blöden Stecker, den selbst ganze neue Hotels wie das Aloft in Bangkok haben. Da bekommt man aber immer gleich eine zweite Karte in die Hand gedrückt, auch wenn man nicht zu zweit eincheckt…
Leicht zugängliche Steckdosen für die elektronischen Geräte die man heutzutage auf Reisen rumschleppt. Das hat sich zumindest bei den auf Geschäftsreisende fokussierten Hotels mittlerweile herumgesprochen.
Eine leicht verständliche Steuerung der Klimaanlage, das sollte es doch heutzutage auch geben. Da fällt mir Nest ein, das ich mir auch für meine Wohnung überlege falls das mit meiner Heizung funktioniert, denn für meine Steuerung brauche ich auch immer wieder das Handbuch:-(.
WiFi kostenlos und überall, Zugangsdaten für den gesamten Aufenthalt beim Einchecken genauso wie die Zugangskarte fürs Zimmer. Zu verdienen gibt es eh nicht mehr viel damit und in Zukunft noch weniger, wahrscheinlich kann man sogar die Kosten drücken, wenn man sich die Zugangslösungen spart, die immer wieder versagen.
Anschlüsse für iPod, iPhone an die Stereoanlage und Stecker für die verschiedensten Laptopanschlüsse für das Fernsehgerät sind das Tüpfelchen auf dem i.

Als Gast würde mich das sehr freuen, mehr als der supergroße Pool oder andere Annehmlichkeiten, die zwar nett sind, aber nicht unbedingt das entscheidende Kriterium für einen angenehmen Aufenthalt sind.

Liebe Grüße,
Hannes

P.S.: Es würde mich freuen Deine Meinung dazu bzw. über neue Konzepte soweit vorhanden auf Deinem Blog zu lesen.

P.P.S.: Das Sheraton Media Jakarta kann ich nicht empfehlen, etwas zu weit vom Zentrum entfernt, die Taxis kosten zwar nichts hier, aber hier ist der Verkehr immer höllisch und man steht mehr als man fährt. Die Lobby ist im dritten Stockwerk, ein wahrlich absurdes Konzept, es ist etwas heruntergekommen und das Internet funktioniert sehr schlecht. Tröstlich ist nur der Umstand das es nichts gekostet hat für nur 2000 Starwood Points pro Nacht. Und gerade eben erfahren das es ab 31. Mai 2012 kein Starwood Hotel mehr ist, eine wahrlich gute Entscheidung.

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1 Comment

  • Reply Barbara 08/12/2012 at 16:14

    Weitere Ärgernisse laut Heinz Horrmann: http://www.youtube.com/watch?v=KJtA3Fsb-Q8&feature=youtu.be

    Seine Top Ärgernisse sind:
    _ Lange Wartezeiten an der Rezeption
    _ Gepäck nicht innerhalb von 6 Min. am Zimmer
    _ Kein Platz beim Frühstück
    _ Arrogante Kellner
    _ Gäste als Störfaktoren des Hotelpersonals
    _ etc.

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