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Überraschungen in Seoul: Hannes im Guesthouse und im Hotel “The Designers” | Südkorea

Hallo,
ich war eingeladen in Seoul zu präsentieren. Ein Grund sich diese Stadt etwas anzuschauen, oder? Daher habe ich auch ein Flugticket für Linda gekauft. Bei der Hotelwahl habe ich mich einfach auf die Organisatoren verlassen – ein Guesthouse habe sie vorgeschlagen. In meiner Vorstellung ein altes koreanisches Haus aus Holz mit kleinen Gärten im Innenhof, eine zu romantische Vorstellung leider. Das Kimchee Guesthouse war ein grindiges Hostel mit 3 Quadratmete großen Zimmern, egal ob Einzel- oder Doppelzimmer.
guesthouse
(Fotos: Hotelwebsite)
Ich habe mich sehr, sehr geärgert – was soll das, wie kann man nur auf diese blöde Idee kommen? Vielleicht finden das 21-jährige Startup Gründer cool, ich bin definitiv dafür zu alt. Der Sponsor hätte sicher mehr als Euro 30,- pro Nacht bezahlt – der zweite Teil der Delegation ist immerhin im The Shilla abgestiegen, aber dazu später mehr.
Also eingebucht ins WiFi und Booking aufgerufen, rumgesurft was so in der Nähe ist, gut bewertet und vielleicht auch spannend ist.
TheDesigners 001 TheDesigners 002
Auf das Hotel The Designers ist schließlich die Wahl gefallen, im Grunde in hübsch gemachtes kleines Hotel mit aufmerksamen Personal und leider ein paar wirklich groben Mängeln:
1. Das Fenster war mit schwarzer Folie abgeklebt, kein bisschen Licht drang von draussen ins Zimmer. Da es draussen doch eher laut war in Seoul haben wir das Fenster geschlossen und in der ersten Nacht ewig in den Morgen geschlafen – absolute Dunkelheit und Jetlag zusammen ergeben ein ordentliches Durcheinander. Die Nachfrage hat ergeben das alle Zimmerfenster schwarz verklebt sind und das durchaus populär sei in Seoul. Was soll man dazu sagen???
2. Die Klimaanlage mussten wir daher einschalten, laut war sie und das Zimmer hellblau erleuchtet durch das LED Licht im Schalter. So hell, das ich ein Pflaster drüber klebte, das das Zimmermädchen natürlich wieder runtergegeben hat.
3. Alles war über die Fernsteuerung zu steuern und das ging nur so leidlich. Das Konzept “Fernsteuerung” ist so 80er Jahr, auch wenn sie die Klimaanlage, das Licht und den Fernseher umfasst. So 80er das ich darüber nachgedacht habe, was in Zukunft sein muss, mehr dazu ein anderes Mal.
Lustig war auch mal eines dieser Technikwunderklos zu testen – für alles gibt es ein elektrisches Knöpfchen, wenn nicht, dann ist es sowieso automatisiert, ist aber nur etwas für geduldige Menschen. Super war wie überall in Seoul das Internet – keine Passwörter und super schnell. Zusammengefasst okay wenn man nicht im Hotel ist, aber auch so das man unbedingt raus muss, daher musste dann fürs Wochenende was Hübsches her – W Seoul. Dazu gibt es aber einen extra Bericht, vorab es war sehr toll und erholsam!
Jetzt kurz zum The Shilla, dem berühmtesten und bekanntesten Luxushotel von Seoul, dort haben wir die anderen Teilnehmer getroffen um mit dem Bus zu Terminen zu fahren. Auf einem Hang überblickt es stolz die Stadt, alles ist groß und beeindruckend. Die Lobby und die Bar sind in dunkelm Holz edel und doch zurückhaltend gestaltet. Sehr schön, aber auch sehr teuer, eine Tasse Tee für Euro 15, alle anderen Preise dementsprechend. Wie gesagt, der Einladende hätte wohl auch hier das Zimmer bezahlt, insofern super ärgerlich, in Zukunft schaue ich mir die Hotelvorschläge vorher an.

Liebe Grüße, 

Hannes
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