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Barbara

Erwartungen an Hotels, Information

Customer Journey im Social Media Marketing

Im Im Social Media Marketing verschiebt sich gerade einiges: Instagram wird wichtiger, Facebook tritt in den Hintergrund. YouTube wird zur Hotelsuchmaschine und LinkedIN gewinnt an Bedeutung, auch für Hotels.

Ganz schön viel auf einmal, oder?

Aber jetzt mal alles der Reihe nach.

Vor ein paar Jahren habe ich auf RosaPfeffer eine Customer Journey aufgezeichnet und in diesem Artikel möchte ich meine Customer Journey jetzt gerne aktualisieren.


Customer Journey im Social Media Marketing – Darstellung von Barbara Guger

1 .Urlaub – Wohin soll es gehen – die Inspiration

Im groben Überblick sieht eine Customer Journey derzeit so aus: Instagram, Pinterest und Facebook sind die Inspirationsgeber. Fragen wie: Was könnte ich unternehmen, wohin will ich reisen … uiii, dahin will ich ja auch (wird besonders stark durch Influencer beeinflusst – hier gibt es typische Influencer-Effekte, wie beispielsweise Island, das nach einer Influencer Kampagne rund 30% mehr Ankünfte verzeichnen konnte. Ob diese Entwicklung nun positiv oder negativ ist, sei dahingestellt.).

2. Von der Inspiration zu Google – die Suche

Jede Reise beginnt zunächst im Kopf und dann mit Google. Hier wird nach Destinationen oder Übernachtungsmöglichkeiten gegoogelt. Hinzukommt: YouTube gehört mittlerweile ebenfalls zum Alpha Konzern von Google, also bleibt der gesamte 2. Schritt Customer Journey im gleichen Unternehmen. Dass das bewegte Bild auch im Internet immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist allgemein bekannt. Was die Customer Journey in punkto Urlaubsziele betrifft, wird YouTube also immer einflussreicher. YouTube liegt also auf Platz 2 im Ranking der Suchmaschinen. Bezogen auf den Tourismus bedeutet das, dass man auf YouTube zwar nicht unbedingt nach den Stichworten „Venedig Hotel“ sucht, aber nach „Venedig“ und die Hotels mit Video-Content haben die Nase vorne. Hinzukommen Vlogs von Influencern mit Hotelinhalten. Instagram kommt als Hotel- und Restaurantsuchmaschine auch schon hinterher – der Hashtag – #hotelvenice oder #venicehotel kann schon sehr hilfreich sein.

3. Kontrolle ist BESSER – der Check

Bei den Resultaten auf Google wird man ziemlich sicher von OTA’s (Online Travel Agencies) z.B. Booking, Hotels.com, Expedia, Trivago und so weiter empfangen. Bevor jedoch gebucht wird, muss die Entscheidung abgesichert und (nochmals) verglichen werden. Man will ja schließlich eine Garantie für seinen Urlaub haben: So vergleicht man noch eben die Hotelwebsite, TripAdvisor und/oder HolidayCheck und ACHTUNG NEU – INSTAGRAM. Hier kommt geo-tagging oder auf Englisch „Places“ zum Zug. Rasch mal kurz die Bilder des Hotels von anderen Usern ansehen und schon ist man abgesichert, dass man dort den Urlaub verbringen kann, der zur eigenen Lebenswelt passt und dazu auch noch instagrammable ist. Zusätzlich zu geo-tagging, werden noch Hotelhashtags und die Seite des Hotels auf Instagram gecheckt.

4. Jetzt wird es ernst – die Buchung

Dann geht es zurück zu den OTA´s und hier wird dann gebucht. Schließlich bucht man noch immer schneller auf Booking als auf so manchen Hotelwebseiten. Klingt aufwendig? Ja, ist es auch! 9 Stunden und 52 Websites werden im Schnitt angesehen, bevor ein Hotel gebucht wird. Hier sieht man auch die Bedeutung von Hotels im Urlaub. Deswegen ist das Wichtigste bei Social Media Marketing: VERTRAUEN. Es geht nicht um schnelle Buchungen von Gästen, sondern um VERTRAUEN. Es geht darum, den Gästen die Sicherheit zu geben, das beste Urlaubserlebnis zu bieten.

5. Vom Konsumenten zum Produzenten – das Reiseerlebnis

Am Reiseziel angekommen, ändert sich dann die Rolle des Gastes (im Internet): Er wird vom Konsumenten zum Produzenten. Zwar konsumiert er nach wie vor Online-Tipps von anderen Reisenden über Google Destinations, Google Maps, TripAdvisor. Doch plötzlich produziert er auch neuen Content über Instagram, Facebook und YouTube. Hier heißt es für Hotels, die Marketingmöglichkeiten, die sich daraus ergeben auszuschöpfen und davon zu profitieren. Auf Instagram und die eignen Hashtags aufmerksam machen und instagrammable zu sein. Frische Blumen zum Beispiel verhübschen jedes Bild. Im Reiseerlebnis werden dann sofort Bilder und Videos an Freunde und Familie häufig via WhatsApp, Secure, imessages, Facebook Messenger etc. verschickt.
Seit meinem letzten Artikel hat sich noch jemand in diese Reisephase gedrängt: Booking. Booking verkauft auf fleißig über die App Zutrittstickets für lokale Sehenswürdigkeiten.

Am Reiseziel angekommen, ändert sich dann die Rolle des Gastes (im Internet): Er wird vom Konsumenten zum Produzenten. Zwar konsumiert er nach wie vor Online-Tipps von anderen Reisenden über Google Destinations, Google Maps, TripAdvisor usw. Doch plötzlich produziert auch der Gast neuen Content über Instagram, Facebook und YouTube. Hier heißt es für Hotels, die Marketingmöglichkeiten, die sich daraus ergeben auszuschöpfen und davon zu profitieren. Beispielsweise auf Instagram auf die eigenen Hashtags aufmerksam zu machen und instagrammable zu sein. Frische Blumen etwa verhübschen jedes Bild. Im Reiseerlebnis werden dann sofort Bilder und Videos an Freunde und Familie häufig via WhatsApp, Secure, imessages, Facebook Messenger etc. verschickt.
Und seit meinem letzten Artikel zum Thema hat sich noch jemand in diese Reisephase gedrängt: Booking. Booking verkauft auch fleißig mittels App Zutrittstickets für lokale Sehenswürdigkeiten usw.

Aber Achtung. Viele Hotels möchten den nächsten Schritt schon vorgreifen und schon während des Reiseaufenthaltes nach Feedback fragen. Diverse Apps drängen hier auf den Markt. Der Gedanke sofortige Rückmeldungen vom Gast zu erhalten ist zwar verlockend, aber Studien haben gezeigt: Während des Erlebnisses wird oftmals schlechter bewertet als zurück zu Hause. Das nennt man den Rosie Effekt – also lieber abwarten und den Gast um Bewertungen ein paar Tage nach der Abreise bitten.

5. Es bleibt mehr als die Erinnerung – zurück zu Hause

Zurück zu Hause, werden wiederum Bewertungen auf TripAdvisor, Booking & co. verfasst sowie Bilder mit Freunden und Familie geteilt – hier befinden wir uns plötzlich wieder am Beginn der Customer Journey. Die nächsten Reiselustigen werden inspiriert, frei nach dem Motto: uiii, da will ich ja auch noch hin!

Was sind Deine Erfahrungen mit der Customer Journey? Welche Social Media Kanäle sind noch wichtig?

Erwartungen an Hotels

Flugscham

In Schweden ist die „Flygskam“, zu Deutsch die „Flugscham”, bereits ein geflügeltes Wort. Und auch bei uns nimmt sie zu. In Schweden ist innerhalb eines Jahres die Anzahl der Flugreisen rückläufig (Inlandsflüge minus 3%). Obwohl Schweden das Land mit den meisten Flugreisen pro Kopf ist. Die Bahn erfreut sich über einen neuen Boom. Besonders Reisen mit Nachtzügen werden immer beliebter.


Photo by Gerrie van der Walt on Unsplash

Flugscham in Österreich

Und ich merke, die Flugscham hält auch bei uns Einzug. Plötzlich fährt eine Freundin mit dem Zug nach Berlin. Ja, der Umwelt zuliebe und teilt das auf Instagram. Dann bekomme ich eine WhatsApp Nachricht: „Seit du mir von Flugscham erzählt hast, möchte ich auch mit dem Nachtzug verreisen.“ Und die Kreise werden immer größer. Ich merke schon, dass ich mich auch nicht mehr ganz wohlfühle in meiner Haut: wir fliegen heuer nach Spanien und nächstes Jahr ist eine Fernreise geplant. Sind unsere Flugreisen unseren Kindern gegenüber noch vertretbar? Zur Gewissensberuhigung leiste ich Kompensationszahlungen. In Wien haben wir sowieso ein selbstauferlegtes Tabu mit dem Auto zu fahren. Sofern mit den Öffis erreichbar und kein Kind fiebert, werden die Öffis genommen. Außerdem nutze ich immer häufiger den Zug für Geschäftsreisen.

Bedeutung für den Tourismus:

Aber was bedeutet das für den Tourismus? Ist die Tourismusbranche auf diese Kehrtwende überhaupt vorbereitet? Derzeit wird nettes Grün-Waschen betrieben, da kommen Bienenstöcke auf die Hotels, die obligatorische Handtuch Lüge wird in den Bädern bemüht und der Wegfall von Pflegeprodukten in winzigen Plastikverpackungen sollen Gästen ein grünes Gefühl geben. Doch seinen wir ehrlich, dass sind alles Kleinigkeiten, klar höhlt steter Tropfen den Stein. Aber in Zukunft wird es um die großen Schritte gehen: Was passiert mit den Hotels, wenn in den Compliance Richtlinien festgehalten wird, dass nur noch Hotels mit Umweltzertifizierung buchbar sind? Was passiert, wenn Booking und Co die Funktion „nach ökologischen Hotels buchen“ hochfährt? Was passiert, wenn die Gäste genauer nachfragen und hinsehen? Entsorgtes Essen, Müllberge, schädliche Chemikalien, Wasserverbrauch… die Liste könnte man endlos fortsetzen. Eines ist sicher, ein herkömmlicher Hotelbetrieb ist das genaue Gegenteil von Nachhaltigkeit. Ganz klein und leise merkt man erste Klimaschutzmaßnahmen schon heute, aber sie werden noch so richtig Fahrt aufnehmen. Erste Anzeichen merkt man schon in den Supermärkten. Die Milch in der Glasflasche, bitte jetzt keine Diskussion, ob das umweltfreundlicher oder umweltschädlicher ist. Die Feinkost im unbeschichteten Papier. Der Wegfall der Obst- und Gemüsesackerl. Es geht um Veränderung. Es geht um das Bewusstsein der Konsumenten und ein Umdenken. Erste Tendenzen lassen sich schon jetzt beobachten:

  • Die Mineralwassererzeuger, die plötzlich weg von der Jungbrunnenwerbung gehen und in einer ständigen Wiederholung bezeugen müssen, dass PET Flaschen recycelt werden und ein ewiges Leben genießen.
  • Die Spannleintücher, die plötzlich ein BIO Zertifikat aufweisen und nicht mehr in Plastik verpackt, sondern mit einem Bändchen zusammengebunden werden.
  • Der TUI Katalog, der plötzlich bei spanischen Hotels dazuschreibt, dass keine Plastikflaschen im Hotel verwendet werden.
  • Der REWE Konzern, der diese Seite gemeinsam nachhaltig bewirbt und „raus aus Plastik“ propagiert.

Alles kleine Signale nur hört die Signale. Es wird sich was bewegen und selbst wenn es noch ein paar Jährchen dauert: Die Entscheider von morgen hören heute auf Greta Thunberg “Fridays for future” gehen mit ihr auf die Straße.

Books, Hotelmarketing

Speak German!

Speak German“ von Wolf Schneider wird Ihr Leben verändern! Sofern Sie nicht älter als 50 Jahre sind und gerne Anglizismen bemühen. Meine liebe Freundin Julia hat es mir so nebenbei empfohlen. Wir beide sind große Wolf Schneider Fans und haben uns über die Jahre gemeinsam mit seinen Büchern in die Kunst des Schreibens eingelesen. Und dann kam dieses Buch. Leichtfüßig erklärt Schneider warum Deutsch die stärkere Sprache ist. Wir sollten also wieder mehr in unserer Muttersprache sprechen.

Die großen Thesen des Buches sind:

  • Deutsch ist von der Feinheit der Sprache mächtiger als Englisch. Unter anderem ist Deutsch eine auf Bildern basierte Sprache – z.B. gibt es eine Unzahl an Möglichkeiten, einen Gegenstand zu „brechen, zerbrechen, zermalmen, zertrampeln, zersetzen, zerlegen“. Alleine die kleine Silbe zer- eröffnet uns ein ganzes Wörterparadies!
  • Deutsch ist manchmal sogar kürzer als Englisch. Nicht immer, aber oft. Es gibt zahlreiche kurze, kraftvolle Wörter, die nicht selten mit starken Emotionen aufgeladen sind: Angst, Blut, Gier, Glück. Gram, Hass, Hohn, Leid, Lust, Mord, Mut, Neid, Pein, Qual, Scham, Schmach, Schmerz, Schrei, Spott, Tod, Trost, Wut und Zorn. Um knapp die Fülle dieser kurzen, starken Substantive zu bemühen.
  • In keine andere Sprache der Welt werden soviele Bücher wie ins Deutsche übersetzt.
  • Für die Mehrheit der englischen Wörter gibt es ein deutsches Äquivalent. Wir benötigen kein „Highlight“, wir haben den Höhepunkt oder das Glanzlicht und auch die „slow motion“ ist ganz simpel die Zeitlupe.
  • Klar gibt es auch englische Worte, die eine deutsche Wortlücke schließen. Brainstorming beispielsweise ist so ein Wort. Die Aktion „Lebendiges Deutsch“ hat auch hier Angebote geschaffen, wie zum Beispiel Grübelplausch oder Synapsen-Tango 😉
  • Kapitel 9 war mein Favorit: In „Stimuliere deine Sinne“ plaudert Wolf Schneider aus dem Nähkästchen als Werbetexter. Nirgendwo sonst wird lieber im Englischen geschwelgt, um sich den Flair von New York City ins Leben zu holen. Übersehen wird dabei allerdings, dass die „coolen Slogans“ einfach nicht verstanden werden. 60% der englischen Werbeparolen werden gar nicht verstanden und bei den restlichen 40% kann man sich auch nicht sicher sein. Viele deutsche Konzerne haben ihre Slogans testen lassen und das Ergebnis war ernüchternd. Die angeführten Beispiele sind lustig und beängstigend zugleich:
Werbespruch Gemeint war Verstanden wurde Daher heißt es jetzt
Douglas „Come in and find out“ Komm rein und
entdecke
Du wirst auch wieder
rausfinden
Douglas macht das Leben
schöner.
Kodak: „Share moment, share life“ Teile mit jemanden die Augenblicke,
das Leben
Scharfe Momente – scharfes
Leben
 
Mitsubishi „Drive alive“ Lebendiges
Fahren
Lebend
ankommen
Heute.
Morgen. Übermorgen
Esso „We are drivers too“ Wir sind auch Autofahrer Wir sind zwei
Fahrer
Packen
wir´s an.

Das Buch öffnet Augen und Ohren. Seitdem höre ich plötzlich überall die Anglizismen in meiner Sprache und in der Sprache meiner Mitmenschen. Seitdem verstehe ich Wolf Schneider viel besser, wenn er sagt: wir nehmen uns selbst Kultur und auch Mächtigkeit weg. Immer alles auf Englisch zu sagen ist mühsam und verschlingt Zeit (wenn nicht für den Sprecher, dann bestimmt für den Zuhörer). Das nimmt uns und unserer Sprache seine Stärke. Deswegen SPEAK GERMAN!

Und was bedeutet das nun für Hotels? Übertragen auf die Hotellerie ist das Thema Sprache natürlich etwas vielschichtiger, weil auch mehrsprachiger, anzugehen. Gerade für Hotels die international agieren ist das nicht immer leicht. Und international (zumindest europaweit) agieren muss heutzutage auch schon die kleinste Pension. Nicht selten ist die Marketingsprache im Englischen viel treffender. Aber für Hotels, die vorwiegend am deutschsprachigen Markt agieren, ist das Wissen um die Mächtigkeit der deutschen Sprache ein großer Gewinn.

Und vielleicht verhält es sich sogar ganz andersrum, als wir meinen. Möglicherweise beginnt für Urlauber beim Anblick deutscher Schlagworte die Reise schon im Kopf. Denn: Transportiert nicht jede Landessprache auch ihr nationales Flair und wird damit nicht auch die Vorfreude auf eine bevorstehende Reise erhöh? In diesem Sinne, mehr Deutsch im Englischen, please 😉

Erlebte Hotels, Erwartungen an Hotels

2 ERW + 2 KINDER


Die Urlaubssaison steht vor der Tür. In ein paar Wochen steht Graz am Programm und im Sommer geht es auf nach Spanien. Viele Hotels wollen gebucht werden. Nun sind wir 4 Personen – 2 Erwachsene und 2 Kleinkinder (2 Jahre & 4 Jahre).

Mit 2 Kindern ein Hotel zu buchen wird zur echten Herausforderung. In Graz zum Beispiel:

Erstes Hotel – lässt einem bei der Online Buchung nur mit einem Kind anreisen. Es kann gar kein 2. Kind angeben werden. Sobald man anruft, stellt sich heraus, dass es überhaupt kein Problem ist und ein Zusatzbett selbstverständlich aufgestellt wird (+15 €).

Zweites Hotel – hier bekommt man sofort eine Absage. Bitte wählen Sie ein anderes Hotel in einer unserer weiteren Destinationen Wien oder München. Dabei hätte ich auch der Website sogar Familienzimmer gefunden.
Buchbarkeit gleich NULL. Hier hat selbst ein Anruf bei der Hotline nichts genützt, weil sich der Service-Mitarbeiter nicht mit dem Produkt auskannte.

Drittes Hotel streicht einfach sofort die Verfügbarkeit, wenn man zwei Kinder eingibt.

Dabei habe ich in einem Telefonat mit einer sehr netten Dame 2 Varianten herausgefunden.
A) in der Suite ist ein Zustellbett und ein Gitterbett möglich.
B) es gibt Zimmer mit Verbindungstür – einfach bei der Buchung angeben.

Und ich dachte schon es ist ein Adults Only Hotel.

Bedenkt man das Städtetrips immer noch boomen auch mit Kindern, dann kann man deutlich das verschenkte Potenzial erkennen. Und nicht jede/r nimmt sich die Zeit anzurufen.

Ich höre schon die Argumente: Ja, eh! Aber unsere Software kann das nicht abbilden.

Ja, schade!

Ein Nachsatz: In Sevilla ist es mir ganz ähnlich ergangen, ich habe mich Stunden durch die Hotellandschaft geklickt und telefoniert, bis ich endlich ein tolles Hotel für uns 4 buchen konnte.

Erlebte Hotels, Erwartungen an Hotels, Hotelarchitektur, Österreich

Hilfe, das Wasser rinnt hinaus!

Alle, die diese gutaussehenden, ebenerdigen, offenen Duschen (ohne Türen) von zu Hause oder aus Hotels kennen, dürften auch das Problem kennen: Das Wasser bahnt sich seinen Weg, es nimmt keine Rücksicht auf nackte Füße oder löchrige Socken, auf teure Teppiche oder schöne Holzböden, es fließt und fließt und fließt.

In Hotels versuchen Gäste oftmals das Wasser zu stoppen, da werden Handtücher ausgebreitet, Dämme gebaut und dabei nicht selten, klamm und heimlich, der alte, labberige Duschvorhang herbeigesehnt, der sich mit fast elektrostatischer Treffsicherheit an nasse Haut zu kleben vermag. Letzten Skiurlaub befanden wir uns in einem Hotel in Schladming und ich konnte meinen kleinen Sohn, dreieinhalb, dabei beobachten, wie er tagtäglich aus Handtüchern Dämme baut, ja, wahre Bollwerke anlegt, um das Wasser zu stoppen. Leider erfolglos und schwups, hat man wieder nasse Socken. Kennen Sie das Problem auch? Wirklich ärgerlich.

Zufällig habe ich gerade die Gästefragebögen für ein Hotel ausgewertet und bin dabei auch immer wieder auf die Spritzwasserthematik gestoßen, die für viele Gäste zu den Kritikpunkten zählt. Besonders interessant war die Fürsorge der Gäste, die sie in ihren Bewertungen beschrieben und was sie nicht alles unternehmen würden, um das Wasser zu stoppen. Da wurde trocken gewischt, Handtücher in Position geworfen und sich immer wieder gehörig, ob der fragwürdigen Praktikabilität, geärgert.

Genauso ärgerlich ist es für Hoteliers, schließlich sind die Materialien außerhalb des Badezimmers meistens nicht dafür geeignet, andauernd unter Wasser zu stehen.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Handwerker gute Arbeit geleistet haben. Nur ein Punkt wahrscheinlich nicht bedacht wurde: jeder Mensch duscht anders und gerade in einem Hotel müssen eben alle Eventualitäten abgedeckt werden. Für mich bedeutet das kurz und knapp: einer Dusche mit Türe gebe ich klar den Vorzug.

Information

Overtourism in Wien

„Overtourism in Wien“ ist ein Thema, das mich schon seit über einem Jahr beschäftigt. Ich lebe seit 13 Jahren in Wien, ich liebe diese Stadt. Und ich beobachte Wien sehr genau. In den letzten Jahren aber wird die Stadt regelrecht von Touristen überschwemmt. Was passiert hier bloß? Man rühmt sich des guten Marketings und der Attraktivität der Stadt. Doch was steckt dahinter? Und wie entwickelt sich die Lebensqualität der Bewohner?

Ein Artikel im Magazin „Zeit Wissen“ unter dem Titel „Die unerträgliche Leichtigkeit des Reisens“ legt etwas ganz anders nahe. Kurz zusammengefasst die drei Hauptthesen des Artikels:

·         Die Zahl der Touristen wächst EXTREM. Von 2000 bis 2016 gab es eine Verdoppelung der weltweiten Touristen. Seit Ende 2012 stieg die Zahl um mehr als 30%. Der Tourismus trägt 10% des Bruttoweltprodukts bei! Ein unfassbar hoher Anteil also. Keine andere Industrie kann da mithalten. Jeder 10 Mensch arbeitet im Tourismus. 10%. Ich könnte die Zahl noch mehrmals niederschreiben, es ist unglaublich. 10 PROZENT.

·         Touristen reisen nicht mehr des Reisens wegen. Der Tourist der Gegenwart arbeitet regelrechte „Bucket Lists“ ab. Dinge, die man immer schon gesehen oder erlebt haben möchte. In die gleiche Kerbe schlagen Selfies – so das Credo des Buchs „Die Welt im Selfie“ von Marco D´Eramo. Nebenbei bemerkt steigt die Zahl der Killfies (jemand kommt während des Versuches ein (spektakuläres) Selfie aufzunehmen in einer gefährlichen Situation zu Tode).

·         Hans-Magnus Enzenberger sieht die moderne Reisebewegung auch als Flucht aus der Wirklichkeit. Die Menschen wollen raus aus ihrer Alltagsrealität und weg vom Alltagsstress. Harald Zeiss, seines Zeichens Tourismusforscher, sagt, die Menschen reisen einer Traumrealität hinterher, Instagram und Co machen es möglich. Der Traum vom schönen Leben, die Influencerin die sich einen Livestyle gönnt, der hochgradig erstrebenswert ist und der sich hinter den Kulissen als täglicher Kampf um Aufmerksamkeit und gezwungene Fröhlichkeit entpuppt. Ist man dann einmal an dem lang ersehnten Ort gewesen, kann man das wohlverdiene Hakerl setzen. Es geht nicht mehr um die Destination an sich, sondern um das Häkchen per se in der von Social Media gefütterten Bucket-List der schönsten Orte dieser Erde. Und um ein erleichtertes: „Ja, ich war dort.“. 

·         Unter diesem Gesichtspunkt kennen wir die Touristenflut aus Asien schon lange. Doch der Wohlstand gerade in Asien wächst unaufhaltsam und mit ihm die Sehnsucht Europa. Die Reise in den alten Kontinent ist zum Statussymbol geworden. Da muss man gar nicht viel werben, sie werden so oder so kommen. Hallstatt (mit 758 Einwohner) kommt gerade in den Genuss der asiatischen Touristen, so konnte die öffentliche Toilette ca. 336.000€ Jahresumsatz und einen ein Gewinn von ca. 131.000€ erzielen.

Folgende Punkte und Gedanken möchte ich gerne zu diesem Thema aufgreifen:

·         AirBnB wird beim Thema Overtourism gerne der schwarze Peter zugeschoben. Ja, AirBnB hat eine Plattform für günstige Wohnmöglichkeiten geschaffen und gleichzeitig das Angebot verstärkt. Aber: der Trend zu günstigen Unterkünften war schon früher geboren und Budget (Design Hotels) haben die letzten 20 Jahre die Welt erobert. Auch zielt AirBnB nicht nur auf kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten ab, gerade das Luxussegment ist stark im Kommen. Plus: AirBnB ist zunehmend professionalisiert. Ich kenne genügend Hotels, die auch Zimmer über AirBnB anbieten oder Superhosts, die damit ihr eigenes Business aufgebaut haben. Die Plattform ist in meinen Augen mehr ein Zeichen der Zeit als eine Ursache. AirBnB kann also nur als Symptom einer stattfindenden Trendwende (Sharing Economy & Co) betrachtet werden.

·         Zudem sind Flugreisen einfach viel zu billig. Wer für 350€ eine Reise nach NYC buchen oder für 100€ nach Barcelona fliegen kann, wird das auch in den allermeisten Fällen tun. Fast alles scheint möglich in der Welt des unbegrenzten Tourismus. Die Folgen für die Umwelt sind dagegen fatal. Ähnliches gilt für Schiffsreisen und das in einem noch viel stärkeren Maße.

Zurück zu Wien

In Wien ist die Grenze das Fassbaren schon längst erreicht. Zwar wird noch versucht mit neuen  bzw. unbekannten Attraktionen die Touristenströme zu zerstreuen, doch wo soll das alles letztlich hinführen? Die Flut an Touristen lässt sich ohnehin nicht mehr aufhalten. Und an diesem Punkt ist ein gutes Management gefragt. Ein Kapitän, der das Schiff sicher durch die Massen lenkt, ist jetzt wichtiger denn je. Hier gehören auch die Wiener/innen geschützt und das Kulturerbe der Stadt selbstverständlich auch. 
Ich bin fast jede Woche im 1. Bezirk unterwegs und die Massen werden immer mehr. Sogar die sehr frühen, noch ein wenig heiligen und leeren Morgenstunden werden zusehends gefüllt mit Touristen. Ich gehe samstags gerne auf den Markt, steige am Stephansplatz aus und spaziere in den 2. Bezirk hinüber. Normalerweise sind gegen 8:00-8:30 Uhr kaum Menschen unterwegs, aber es wird auch da immer voller. Vom späten Vormittag bzw. Nachmittag und Abend gar nicht zu reden. Mit den Kindern durch diese Völkerwanderung zu gehen ist eine Zumutung. Dieses Bild ist mittlerweile nicht nur am Wochenende, sondern eigentlich täglich zu erleben.

Ähnlich ergeht es uns im Haus des Meeres, ein Besucherrekord jagt den anderen. Mit dem Erfolg, dass es heuer Jahreskartenbesitzer nicht mehr gestattet ist am Wochenende das Haus des Meeres zu besuchen. Jetzt kann man mit der Privatisierung des HDM argumentieren, aber ich glaube nicht, dass es daran liegt. Die Kapazität ist schlichtweg erreicht, es passt einfach niemand mehr rein. Wirtschaftlich gesehen ist es die einzige Möglichkeit, den Zutritt der Jahreskartenbesitzern zu beschränken, aber für die Wiener Kinder ist es ein enormer Einschnitt. Soll man alles der Wirtschaftlichkeit unterordnen? 

Ich würde jetzt gerne mit unserem Sohn das Schloss Schönbrunn besuchen. Aber es ist nahezu immer überlaufen. Wir waren letztes Jahr 12 mal im Tierpark und jedes Mal bei unseren Besuchen standen die Massen vor dem Schloss und warteten auf Einlass. Ähnliches kann man auch am Weg zur Gloriette beobachten, hier wird sogar querfeldein gelaufen, um den Massen zu entkommen. Die grüne Wiese am Fuße der kleinen Prunkanlage ist bereits völlig kaputt. Hauptsache die Touristen gelangen schnell an ihr Ziel und knipsen ein Selfie. 

Ich will jetzt nicht die Wirtschaftsbedeutung des Tourismus schmälern, ich möchte nur aufzeigen – und als Einheimische möchte ich auch die Stadt erkunden und die Angebote nutzen können. Und die Stadt darf auch mal eine Pause machen, finde ich.

Erlebte Hotels, Erwartungen an Hotels, Hotelmarketing, Hotels, Kinder sind willkommen, Lieblingshotels, Südeuropa

Fake Bewertungen

Fake-Bewertungen im Tourismus habe ich jahrelang unterschätzt. Besonders in Österreich ist mir dieses Phänomen nicht untergekommen. Klar hat jedes Hotel ein paar nette und wohlwollende Bewertungen von Freunden und Familie und man selektiert gerne auch die Gäste, die man für Bewertungen einlädt. Aber im Großen und Ganzen haben sich meine Erwartungen an ein Hotel immer erfüllt. Das sollte sich heuer in Thessaloniki ändern. Ich habe ein tolles Lean Luxury Hotel (Name möchte ich nicht nennen) gebucht: Klein, fein und ganz neu. Soweit das Versprechen. Herrliche Bilder, tolle Bewertungen (Booking über 9, TripAdvisor auch sehr hoch). Bei der Ankunft habe ich mir schon gedacht, da stimmt etwas nicht. Ein „Certificate of Excellence“ von TripAdvisor und eines von Hotels.com, aber die Scores waren nicht gleich hoch, der Unterschied ist mir sofort ins Auge gesprungen. Hotels.com war deutlich schlechter. Am Zimmer war mir dann alles klar, weit weg von Lean Luxury und modern. Es war eine bessere Jugendherberge, obwohl es selbst in dieser Kategorie mittlerweile bessere Hostels gibt. Eine ans Fenster geklebte Spiegelfolie war der Badezimmerspiegel, der Abfluss war am Boden vor dem Waschtisch eingelassen und verströmte einen unangenehmen Geruch – Kläranlage pur. Das angepriesene Frühstück am Zimmer war eine herbe Enttäuschung. Ein Tablett voller Convinience-Ware, lieblos auf den niedrigen Wohnzimmertisch vors Sofa geklatscht. Man konnte nirgends gut sitzen und die Kinder waren völlig überfordert, wie man im Bett isst, dementsprechend klebte das Essen überall auf den Laken. Lean stimmte also, von Luxury konnte jedoch keine Rede sein.

Ich bin überzeugt, dass das Hotel fast alle Bewertungen auf TripAdvisor und Booking gekauft hat. Die Bewertungen sind zu ähnlich, in den meisten wird gutes Service, schönes Design und beste Lage beworben. Bis auf die Lage trifft hier allerdings nichts zu.

Ab ins Paradies – The Excelsior Thessaloniki

Nach diesem Erlebnis beschlossen wir, die Koffer zu packen und ins „The Excelsior“ ein paar Meter weiter zu ziehen. Eine herrliche Wahl. Für 40€ mehr bekamen wir ein echtes Boutique Hotel mit Serviceleistungen und perfektem Frühstück. Eine andere Welt.

Für das „The Excelsior“ ist das andere Hotel zum Geschäftszweig geworden. Wöchentlich packen in die Irre geführte Gäste ihre Koffer und übersiedeln ins Excelsior. What a turn of events.

Was lerne ich als Gast daraus? Den Portalen werde ich in Zukunft mit mehr Misstrauen begegnen.

Was können Hoteliers daraus lernen? Vertrauen ist das Gebot der Stunde, authentisches Marketing wird künftig noch wichtiger werden. Videos sowie Live Videos, Blogbeiträge, Blicke hinter die Kulissen, alles was das Vertrauen stärkt und Authentizität vermittelt werden in Zukunft entscheidend für die Wahl der nächsten Urlaubsunterkunft sein. Eine Realität, der man sich als Hotelier in der heutigen Zeit stellen muss, sofern man langfristige Erfolge anstrebt und nicht nur kurzfristige Buchungen mit unzufriedenen Gästen erzielen möchte. Denn die Gefahr echter Negativ-Bewertungen ist bei Fake-Bewertungen einfach zu hoch. Wir alle wissen, Google & Co lieben Negativ-Bewertungen, die als relevanter eingestuft und daher für gefühlte Ewigkeiten ganz oben in den Ergebnislisten angezeigt werden. So kann eine einzige Negativ-Bewertung unter 99 positiven Reviews über mehrere Monate und bis zu einem Jahr an erster Stelle der Bewertungen stehen. Denn der Algorithmus von Google & Co funktioniert eben genau nach dem Prinzip, dass Fake-Bewertungen durch die erhöhte Relevanz von Negativ-Bewertungen eingedämmt werden sollen. In diesem Sinne sollte man sich besser zweimal überlegen, ob Fake-Bewertungen wirklich ihren Zweck erfüllen. Auf zu mehr Ehrlichkeit und Transparenz auch in den Sozialen Netzwerken!  

|Aufenthalt September 2018 – The Excelisor – Thessaloniki – Griechenland| 
Alles selbst bezahlt.

Erlebte Hotels, Hotelarchitektur, Österreich

Skiurlaub in der Mitte – Hotel Brunner in Schladming

Skiurlaub auf der steirischen Seite der Skiamadé: „Meine Mitte im Zentrum“ ist der Slogan im Hotel Brunner im Stadtzentrum von Schladming und, ob seiner Doppeldeutigkeit, auch wirklich passend: einerseits ist das Haus mitten in Schladming gelegen, downtown sozusagen, und anderseits hat es sich ganz der inneren Balance durch Yoga, TCM und Ayurveda verschrieben. Die regelmäßigen Yogaeinheiten konnten wir zwar mit unseren beiden Kleinkindern nicht genießen, dafür allerdings das Teehaus mit Blick auf das Dachsteinmassiv und entspannenden Tees von Demmers.

Das Hotel wurde 2015 komplett renoviert und hat eine sehr ruhige Atmosphäre. Ein echter Eyecatcher ist die Lobby mit einer Wand aus gestapelten Holzklötzen, die eine stylishe Wärme vermitteln, gleichzeitig aber die Frage aufwerfen, ob man mit ihnen nicht auch Jenga spielen und damit alles zum Einsturz bringen könnte. Abends wird der Kamin eingeheizt und man „könnte“ hier Stunden lesend verbringen. Mit unseren Kindern ist das allerdings gerade eher Zukunftsmusik. Die kleine Maus lernt das Gehen und lässt dabei kein Objekt in Reichweite aus. Und obwohl das Hotel Brunner eigentlich kein Kinderhotel ist, waren die Mitarbeiter extrem liebenswürdig und haben sich bestens um uns gekümmert.

Die Kinder haben den Aufenthalt genossen und wir haben uns über die herzliche Art der Mitarbeiter gefreut, die uns rundum verwöhnt haben. Das Frühstück ist herrlich und lässt keine Wünsche offen. Die gewählte Zimmerkategorie „Pfeffer“ (passend zum Blog) ist geräumig, durchdacht und stilvoll. Das schwarze Badezimmer ist das Highlight des Zimmers. Kleiner Minuspunkt ist die Hellhörigkeit im Hotel, wir konnten die Gespräche unsere Nachbarn kristallklar hören und sie leider unsere Kinder, die um 6 Uhr morgens aufstehen, auch. Wirklich schade! Ein großer Pluspunkt ist dagegen, dass das Hotelzimmer absolut kindersicher für unsere einjährige Tochter war. Krabbeln, hochziehen, stehen alles war überall möglich und sie war immer gut geschützt, wobei das Zimmer durch seine robuste Einrichtung besticht.

Zu empfehlen ist auch das Restaurant, gemütlich möbliert mit ausgezeichnetem Essen. Eine Reservierung ist empfehlenswert.

|Aufenthalt Feber 2018 – Hotel Brunner – Schladming – Steiermark – Österreich|
Alles selbst bezahlt.

Hotels, Hoteltrends

Hoteltrend: ein grünes Leben

Die Thematik ist omnipräsent: Der Klimawandel! Ja, das Umweltbewusstsein steigt – zumindest das schlechte Gewissen der Menschen und damit auch der Gäste. Das Bewusstsein ist nicht nur durch die letzten Ereignisse gestiegen, wie extrem heiße Sommer, die Dieseldebatte oder Hurrikans in China und Florida. Es ist an der Zeit zu handeln und das Reisen wird zunehmend auch als umweltschädlich wahrgenommen. Ein Tourist verbraucht zwischen 52 und 245 (!) Liter Wasser pro Tag in einem Hotel, zuhause sind es im Vergleich durchschnittlich 130 Liter pro Tag. Ähnlich sieht es beim Thema Müll aus: bis zu 5 Litern pro Übernachtung sind es auf Reisen, zuhaue ist es gerademal 1 Liter Müll, den eine Person täglich produziert (Quelle: Hotelmanagement von Henschl). Zu Flugreisen gibt es den Artikel “am Himmel die Hölle”.

Die Frage ist: Wie kann man eigentlich umweltfreundlich reisen?

Photo by ian dooley on Unsplash

Christian Baumgartner von respect rät zu folgenden Maßnahmen:

  1. Entgegen dem Trend: Länger und seltener zu verreisen
  2. Flugstrecken vermeiden àÖffentliche Verkehrsmittel bevorzugen (Zug, Bus, Elektroautos etc.)
  3. Kompensationszahlungen z.B. bei Atmosfair Berechnung des CO2 Ausstoßes bei Flügen, Atmosfair investiert in umweltgerechte Projekte
  4. Vermeidung von internationalen Hotelketten àbei kleinen Hotels bleibt die Wertschöpfung in der Region
  5. Auf Umweltzertifikate achten, zum Beispiel das österreichische Umweltzeichen
  6. Müll- und Wasserverschwendung vermeiden

 

Übrigens, ich habe es heuer auch getan: Bei Atmosfair Ausgleichszahlungen für unsere Flüge bezahlt. Ein gutes Gefühl. Natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber besser als nichts.

Fakt ist dennoch, dass sich Tourismus und Umweltschutz wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen zueinander verhalten: Tourismus macht leider mehr kaputt, als er helfen kann. Nichtsdestotrotz werden Menschen reisen, ich reise auch für mein Leben gerne – aber ein kritischer Blick in den Spiegel hat noch niemandem geschadet. Hier ein paar kritische Betrachtungsweise, die ich gerne aufgreifen möchte:

Gäste sind im Urlaub nicht gewillt oder schlichtweg unmotiviert ein grünes Verhalten an den Tag zu legen, man möchte genießen und gewissermaßen bezahlt man auch dafür, einmal kein schlechtes Gewissen zu haben. Ob das gut für die Natur ist, ist eine andere Frage. Ich habe dazu schon mal eine Serie geschrieben mit dem Namen: Hotels & Karma „Macht Bio böse?“.

Aus Sicht des Hotels bietet sich hier allerdings eine großartige Chance! Und es ist an der Zeit diesen Trend aufzugreifen, denn unter dem Gesichtspunkt des Komforts für den Gast, der für seinen Aufenthalt zahlt, ist folgende Betrachtungsweise logisch: Den Umweltschutz im Urlaub sollte der Gastgeber bzw. das Hotel übernehmen. Deswegen machen wir die Hotellerie grüner. Auch in Österreich steigt die Anzahl der Zertifizierungen mit dem österreichischen Umweltzeichen (derzeit 190 Hotels). Ich werde öfters gefragt: Kann ein 5-Sterne Hotel das Umweltzeichen führen? Ja, kann es! Wiener Beispiele sind etwa die drei Hilton Hotels, das Marriott Hotel, das InterContinental oder das Steigenberger Hotel Herrenhof.

Und was kann ein Hotel dabei einsparen? Diese Frage stelle ich regelmäßig meinen BFI Studenten im Hotelmanagementlehrgang. Hier die Broschüre „Energiemanagement in der Hotellerie und Gastronomie“ vom BMWFI”

Photo by Aaron Burden on Unsplash

 

 

Erwartungen an Hotels, Hotels

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Letzte Woche habe ich mehr oder weniger zufällig unseren Sommerurlaub gebucht. Ich weiß, ich bin früh dran, extrem früh. Aber für unseren Sommerurlaub 2019 haben wir uns ganz spontan für Andalusien entschieden. Motiviert wie ich bei einer Hotelauswahl immer bin, habe ich zu suchen begonnen und bin sofort fündig geworden – 2 Wochen in 4 verschiedenen Hotels. 2 fancy Hotels für meinen Mann und mich, 2 Kinderhotels für unsere beiden Kleinen und da liegt in Spanien Iberostar nahe. Das Iberostar Marbella sollte es werden, die Hotline wurde mir  am Smartphone angeboten und ich nahm dankend an. Mit 2 Kindern ist die Zimmerauswahl ein Dschungl: Welcher Zimmertyp ist passend? Zur Auswahl stand: Junior Suite, Suite, Superior, Standard Doppelzimmer plus Einbettzimmer. Die Mitarbeiterin war zuvorkommend und hat mich mit einem tollen Angebot sofort überzeugt. Dann flatterte auch schon die Reservierungsbestätigung in die Inbox und siehe da:

Choose your room

Zwei Klicks weiter hatten wir ein wirklich nettes Zimmer mit tollem Ausblick. Unsere Begeisterung war enorm. Und schups, dann waren die Flüge gebucht und die zwei anderen Hotels (das Hotel in Sevilla fehlt noch – über Empfehlungen freue ich mich).

Das spannendste Element war die “Choose your room” Möglichkeit. Mein Mann und ich saßen wie Kleinkinder beim Computer: Große Begeisterung. Wir dürfen das Zimmer auswählen! Unsere Buchungszufriedenheit war unglaublich. Eine tolle Sache für Gäste.

Ich möchte diesen Satz bewusst so stehen lassen und nicht die Sicht der Belegungsauslastung anreißen. Als Gast ist es ein tolles Gefühl.

Berry Photo by William Felker on Unsplash

 

Details im Hotel

BurgerMania – die Essenswüste

 

Burger, Flammkuchen, Pizza und Clubsandwich. Langsam aber sicher breitet sich eine Essenswüste in den Tourismusregionen aus. Letztes Jahr beispielsweise sind wir drei Wochen quer durch Österreich getourt oder besser gesagt „geburgert“ – von Wien bis Vorarlberg – mit Stopps in Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Osttirol. Und überall bot sich beim Blick in die a la carte Speisekarte von Restaurants das gleiche Bild. Die einzige Frage, die offen blieb: Wollen wir heute wieder Flammkuchen oder schon wieder Burger mit Pommes?  Ein ähnlicher Anblick ergab sich auch im Sommerurlaub in Griechenland, zwar ohne Flammkuchen aber dafür mit griechischem Salat. Und langsam, aber sicher reift in mir die Gewissheit heran, dass wir uns auf eine kulinarische Wüste zu bewegen. Ab und zu ein Burger ist voll okay, aber täglich? Bei einer Urlaubslänge von 14 bzw. 21 Tagen kaum zu verkraften.

 

Photo by Niklas Rhöse on Unsplash

Das kulinarische Erlebnis ist im Urlaub ein bedeutendes Element. Die immer gleichen Speisen bremsen allerdings das Urlaubserlebnis enorm. Zumal ein kulturelles Eintauchen in das Lokalkolorit nicht in vollem Ausmaß möglich ist. Das Essen ist vollkommen austauschbar, es ist einfach überall gleich – Fast Food Ketten sind zwar nicht mehr auf dem Siegeszug, das haben jetzt dafür die kleinen Restaurants für McDonalds & Co übernommen. Selbstverständlich kann man nach lokalen Wirtshäusern suchen und man wird sie auch finden, aber eine standardmäßige Vielfalt ist nicht mehr gegeben. Als ich vor einigen Jahren in Machu Picchu im peruanischen Hochland war, stand noch Meerschweinchen auf der Speisekarte und es war gar nicht so leicht etwas für europäische Geschmäcker zu finden. Dennoch war es ein lustiges Erlebnis. Klar, damals hätte ich mir einen Burger gewünscht, aber jetzt weltweit das gleiche Essen zu bekommen ist bescheiden.

Mein Punkt ist, dass es auf die Vielfalt beim Essen ankommt! Lokale Speisen gehören auf die Speisekarten. Gäste sollen animiert werden Neues zu probieren und eine freundliche und fachkundige Beratung der ServicemitarbeiterInnen über die regionalen Schmankerln sollte da auf keinen Fall fehlen. Ein Burger kann da schon mal auf der Karte stehen, aber als Klassiker und nicht als Highlight.

Außerdem ist es in der heutigen Zeit unerlässlich geworden, auf die veränderten Lebenswelten einzugehen. Ja, jetzt kommt das viel diskutierte Thema: Vegan. Hier besteht Aufholbedarf. In Wien gehören vegane Speisen mittlerweile zum Alltag. Die Mehrheit der Restaurants offerieren vegane Gerichte und hier geht es nicht um die hardcore Veganer, es geht um die Flexitarier! Für viele ist der tägliche Konsum von Fleisch und tierischen Produkten einfach nicht mehr okay. Mal Fleisch, mal vegan, mal vegetarisch – alles ist möglich. Gluten- und laktosefreie Produkte haben da den Siegeszug leichter geschafft.

Auf die Vielfalt!

Barbara Guger

 

 

Erwartungen an Hotels, Hotelmarketing, Hoteltrends

Ist ein Knigge für den Umgang mit Influencer nötig?

Der Einfluss und das Potenzial von Influencern werden unterschätzt, so meine These. Aber sieht man sich den Boom in Island an, so konnte durch ein paar Einladungen von Bloggern das Landeaufkommen um 30% innerhalb eines Jahres gesteigert werden. Beeindruckende Zahlen.

Auch in Österreich tummeln sich einige Lifestyle Bloggerinnen, die mit mehr als 100.000 Followern beachtliches in Bewegung setzen können. Da gab es 2016 etwa eine eigene Essie Nagellacklinie des Lifestyle-Blogs Berries & Passion in allen Bipa Filialen für vier Wochen oder regelmäßige Stilkolumnen in führenden Zeitschriften über Mode und Lifestyle.

Der Alltag von Influencerinnen:

Und die Bloggerinnen schmeißen sich für ihre Follower richtig ins Zeug, da wird ein Jetset Leben geführt, dass maximal anstrengend sein muss, täglich gilt es etwas Großartiges oder Schönes zu posten. Essen soll köstlich und gesund wirken, ein „normales“ Abendessen einfach nur mit Spaghetti ist da absolut nicht drinnen. Der Körper muss perfekt in Form sein, Schönheit geht über alles, um jeden Preis. Die Kleidung immer modisch, die Wohnung immer aufgeräumt und stylish. Instagrammable lautet die Devise, vom Zehennagel bis zum WC. Und das meine ich auf keinen Fall sarkastisch, der Druck ist enorm. Die Fans wollen Unterhaltung und das Tag für Tag. Die Firmen und Sponsoren wollen Resultate. Und es folgen oft auch Schlagabtausche unter der Gürtellinie á la „hat dir dein Fitnesstrainer nicht gesagt, dass du die Oberschenkel nicht mehr trainieren solltest, deine Beine werden zu dick…!“ Die Arbeit als Influencer ist ein Knochenjob, nach außen eine kunterbunte Glitzerwelt, nach innen ein knallhartes Business und Stress pur.

Photo by Ivan Timov on Unsplash

Influencerinnen und ihr Handwerk:

Soweit die Normalität. Diese Frauen verstehen ihr Handwerk. Ein Handwerk das daraus besteht, die Klaviatur der Sozialen Medien so zu beherrschen, dass man die Reichweite nicht verliert, auch wenn ein Netzwerk wiedermal den Algorithmus über Nacht ändert und man so nicht mehr im Newsfeed seiner Follower aufscheint. Selbstverständlich holen sich manche Profis zur Seite, aber sie alle haben bei Null begonnen und mussten sich alles selbst beibringen.

Weitere Fähigkeiten, die man so ganz nebenbei als Influencer oder Blogger beherrschen muss sind Fotografie, textliche Gestaltung, Videoschnitt, Styling usw.

Influencer sind Allrounder, sie leisten Beachtliches. Als Unternehmen sollte man sich das vor Augen halten bevor man schreibt: „Hallo! Wir laden dich auf unsere Veranstaltung ein und als kleine Aufwandsentschädigung erhältst du 50€ für unseren Onlineshop“. Wertschätzung sieht anders aus.

Kooperationen mit Influencerinnen:

Influencer wollen Wertschätzung von Unternehmen, schließlich geht es um ihre Fans und ihren Beruf. Um eine erfolgreiche Kooperation mit Influencern einzugehen sind folgende Schritte empfehlenswert:

1)      BEOBACHTEN: Den Influencer einige Zeit zu beobachten, inkl. zu liken / zu kommentieren – sich mit dieser Lebenswelt auseinanderzusetzen, die Zielgruppe des Influencers zu kennen und wenn man das Gefühl hat, ich verstehe die Person hinter dem Account – eine persönliche nette E-Mail aufzusetzen:

2)      KONTAKT AUFNEHMEN „Hallo XX, Wir beobachten dich seit einigen Wochen. Dein Beitrag über xyz hat uns besonders gut gefallen, weil XXX. Wir sind der Meinung, dass du dich in unserem Hotel wohl fühlen würdest und würden dir gerne eine Kooperation anbieten. Könntest du uns dein Press-Kit und deine Angebote für eine Zusammenarbeit senden. Wir freuen uns auf ein Kennenlernen!“

3)      ANALYSE – Press Kit und Analytics – passt die Zielgruppe wirklich zu meinem Hotel? Hier kann noch überprüft werden, ob die Follower wirklich meiner Zielgruppe entsprechen? Wie die Engagement Rate ist? Ob Follower gekauft wurden? Welche Alternativen gibt es?

4)      KONZEPT & VERTRAG – Was soll vor Ort passieren? Blog-Beitrag / Instagram / Youtube? Gewinnspiel oder Gutscheincodes / Affiliate Links? Plus: Honorar vereinbaren

5)      BRIEFING – Was ist dem Hotel besonders wichtig, was darf nicht passieren?

6)      DURCHFÜHRUNG – Dem Influencer Freiheiten lassen, er/sie kennt die Zielgruppe am besten und hat das richtige Sprachrohr.

7)      ANALYSE – Finale Besprechung und Kontrolle der Ergebnisse.

 

Erfolg mit Influencerinnen messen:

Wie kann dann der Erfolg für ein Hotel gemessen werden?

  • Gewinnspiele (neue Adressen)
  • Gutscheincodes oder Affiliate Links
  • Analytics
  • Engagement (Kommentare oder Direct Messages)

 

Don´ts:

Was sollte man nicht tun?

  • Keine standardisierte Nachricht an den Influencer senden a la „Hallo Blogger!“
  • Keine Bezahlung
  • Keine Wertschätzung
  • Kennzeichnungspflicht ignorieren – Influencer sind verpflichtet, Werbung als solche zu kennzeichnen, dies gilt es zu akzeptieren.

 

Auf zu vielen erfolgreichen Kooperationen!

Barbara Guger

Information

Am Himmel die Hölle

Noch nie gab es weltweit so viele Flüge wie vergangenen Sommer. Die Kapazität der Flughäfen erreichte 2018 ihre Grenzen. Fliegen ist zur Normalität geworden. Nur was steckt hinter dieser Normalität?

Zwei Punkte möchte ich gerne aufgreifen:

1)      Fliegen ist hochgradig subventioniert: Es ist die einzige Verkehrsform, bei der keine Mehrwertsteuer aufgeschlagen wird und zusätzlich gibt es keine Steuer auf Kerosin. Da fragt man sich, warum sich der Staat diese lukrative Einnahmequelle entgehen lässt? Sicherlich wird mit den Wirtschaftsfaktoren Tourismus und Geschäftsbeziehungen argumentiert, dazu die hohen Förderungen der Airlines in Drittländern. Jetzt kommt aber mein zweiter Punkt.

2)      Jüngste Forschungen legen nahe, dass die Klimabelastung durch Fliegen viel höher ist als die angenommenen 2% der Kohlendioxid-Gesamtemmission. Die Schadstoffe dringen viel direkter in die Atmosphäre ein und kurbeln so die Erderwärmung viel stärker an, als man bei harmlos klingenden 2% vermuten würde. (Quelle: Die Zeit)

Sieht man in die Zukunft, und der aktuelle Klimabericht lässt da sehr wenig Interpretationsspielraum, wird klar, dass, wenn wir unser Verhalten nicht radikal ändern, es zur Klimakatastrophe kommen wird. Dieses Szenario macht mir zunehmend Angst, die Dürre im Garten meiner Eltern im beschaulichen Oberösterreich kommt mir schon sehr bedrohlich vor. Ich habe vor 15 Jahren schon mehrere Hurrikans in Florida überstanden, die Wucht dieser Naturkatastrophen habe ich jedoch nicht vergessen. Im Sommer 2017 fegte ein Orkan über Tirol. Während wir auf der Terrasse unseres Ferienhaus in Steinberg standen, erlebten wir den Wetterumschwung. Binnen weniger Sekunden konnten wir die Terrassentüren nicht mehr schließen, davor war noch absolute Windstille. Es war beängstigend.

Wollen wir den Menschen weiterhin die Verlockung von Billigflügen schmackhaft machen in dem Wissen, dass das Wetter sich zu unserem Nachteil verändern wird?

Ein grüner Politiker in Deutschland fordert, alle deutschen Inlandsflüge ersatzlos zu streichen. Mit einem Ausbau der Bahn würde das auch in Österreich gut funktionieren. Von Brüssel nach Paris (313 km) rauscht der Thalys in etwas mehr als einer Stunde dahin, welcher Flug könnte diese Geschwindigkeit toppen? Eine schnelle, und vor allem bequeme Alternative.

Dem Ausbau der dritten Landebahn am Flughafen Wien-Schwechat stehe ich also sehr kritisch gegenüber. Unbestritten ist es doch ein Investment, bei dem man nicht weiß, wie lange diese Normalität des Fliegens noch aufrechterhalten werden kann. Bei den nächsten Klimakatastrophen – und sie werden Europa schneller erreichen, als uns lieb ist – wird der Druck der Bevölkerung, sich dem Thema des Klimawandels endlich zu stellen, immens steigen. Wird sich die Politik nicht spätestens dann in Erklärungsnot befinden, warum man den Flugverkehr so stark subventioniert hat? Ist die Zeit des Umdenkens nicht schon längst gekommen oder setzt die Politik doch lieber auf eine subventionierte und vor allem überholte Transportform?

 

Bild: Tom Barrett / Unsplash

Europa, Forschung

Cybersickness

Schon mal selbst erlebt, die Cybersickness? Ggenannt auch die VR-Krankheit (Virtuelle Realitäts-Krankheit)? Ich hatte diese Erfahrung im Disneyland Paris, dem Inbegriff der touristischen Erlebnisdestination. Hier gibt es die Attraktion Ratatouille (Disney Studios) und was so locker flockig für Kleinkinder anmutet, entpuppte sich als unglaubliche Qual. Im Gegensatz zu Seekrankheit ist man ja nicht physisch in Bewegung, sondern erhält nur visuelle und akustische Reize, meist ohne induzierte Bewegung. In Disneyland hat sich jetzt das Wagerl schon bewegt, aber weder sehr rasch noch schüttelnd. Technisch gesehen war die 3D Welt von Ratatouille auf höchstem Niveau, Disney lässt sich natürlich auf kein Mittelmaß ein.

Cybersickness im Portrait

Puh, also ich kann sagen, die Cybersickness (Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Unwohlsein und Apathie) hat es in sich. Ich habe mich fast den ganzen Tag nicht mehr erholt von dem Erlebnis und auch jetzt mit Abstand denke ich noch mit Schrecken zurück. Studien zufolge braucht man viele Stunden zur Erholung. Frauen leiden häufiger als Männer, Kinder mehr als Erwachsene. Die Entwicklung steckt noch in Kinderschuhen und es wird an verschiedenen Strängen gearbeitet um das Problem in den Griff zu bekommen. Ideen sind etwa: eine virtuelle Nase, die als Ankerpunkt fungiert oder Differenzbelastungen, sprich das Sichtfelds wird bei schnellen Bewegungen eingeschränkt oder die Personen aus der Statik zu holen und die Bewegungen real und virtuell in Einklang zu bringen.

VR und Tourismus

Im Tourismus findet Virtual Reality den Einzug als verkaufsförderndes Marketinginstrument (Reisebüros, Destinationen etc.) und Erlebnisinstrument (Erlebnisparks/Museen etc.). Es wird immer wieder spekuliert, ob die virtuelle Realität nicht auch das Reisen an sich substituieren kann (a la Spocks Ausflüge in Star Trek), ich würde die Cybersickness als echte Gefahr ja nur nicht unterschätzen. Vielleicht gibt es auch einen Gewöhnungseffekt und in 10 Jahren finden wir es normal. Angeblich erbrachen viele Leute auch bei der Einführung der Eisenbahn ob der rasanten Geschwindigkeit von 30 km/h.

Litten Sie schon mal unter Cybersickness?

 

Photo by JESHOOTS.COM on Unsplash

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Hotels

Ein Hotel & eine verpasste Chance.

Mehr als nur ein Like“ so nennt Lucas Hoffmann sein Social Media Marketing Seminar, das er selbst als Bootcamp für Social Media Marketer bezeichnet. Ein fokussiertes Event, bei dem man es als Anfänger/in schwer hat. Nebenbei bemerkt, Lucas Hoffmann ist ein großartiger Vortragender, auch wenn man zwischendurch das Gefühl hat, alles falsch gemacht zu haben – seine Tipps und seine Erfahrung sind wertvoll.

Ein Hotel und eine verpasste Chance

Jedenfalls zurück zu meiner Geschichte. Das Event fand in einem Hotel nahe dem Westbahnhof statt, im Saal saßen mehr als 200 Personen, allesamt Marketer. Neben kleinen und großen Firmen waren auch teilweise richtig große Namen vertreten. Selbst ganze Marketingabteilungen fanden sich im Saal. Es war an einem Samstag im Mai, die Sonne brannte auf Wien und alle Teilnehmer/innen haben diesen herrlichen freien Samstag im Mai dem beruflichen Engagement gewidmet. Alle Personen sind social-media-affin oder müssen es sein. Sie ahnen es vielleicht. Die perfekte Zielgruppe auch für ein Veranstaltungshotel. Hier saßen Entscheidungsträger für nächste Events & Influencer – nicht selten haben diese Menschen auf viele Follower. Die Zielgruppe von Seminarhotels quasi auf dem Silbertablett serviert.

Und nein, das Hotel hat die Gäste nicht verwöhnt und hofiert.

Nein, das Hotel hat keine Flyer aufgelegt und informiert.

Nein, es gab keine Goodies zum Mitnehmen.

Nein, es gab keine kleinen Verwöhnungen wie einen Saft.

Nein, die Hotelmitarbeiter (Bankett-Abteilung) waren nicht vor Ort.

Nein, es gab keine nette Deko, dafür aber ein großes Schild im Vorraum „PRIVAT“.

Für uns Teilnehmer/innen gab es Vöslauer zu trinken, sonst nichts.

Gähnende Leer herrschte im Hotel. Ein gegen Entgelt zur Verfügung gestellter Raum.

Die verschenkte Chance, wenn man bedenkt, dass hier pure Marketer saßen. Ein Jolly Eis für jede Person hätte sich super über Social Media teilen lassen. Aber wer benötigt heutzutage schon Influencer, geschweige denn gute Kontakte zu Marketingabteilungen, die Firmenevents planen oder zumindest mitplanen?

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Europa, Hotelarchitektur, Hotels, Lieblingshotels, Österreich

Architektur und Erholung pur – Gradonna Mountain Resort

We are back! Vor zwei Jahren waren wir schon einmal auf Urlaub im Gradonna Mountain Resort in Osttirol. Letztes Jahr hat mein Mann dann noch immer gescherzt, wir sollten doch unseren Mallorcaurlaub stornieren und stattdessen eine Woche im Gradonna verbringen. Seinen Traum, eine Woche Gradonna, haben wir dann im Sommer auf unserem Road Trip durch Österreich umgesetzt. Eine Wohltat nach zwei Wochen in sechs verschiedenen Hotels mit einem Dreieinhalbjährigen und einem vier Monate alten Baby, einmal eine Woche an ein und demselben Ort zu verbringen. Hotel Nummer 7 war damit auch der perfekte Ausklang für unseren Sommerurlaub.

Das Gradonna liegt am Fuße des Großglockners in Kals in Osttirol. Die Architektur ist noch immer herausragend, doch zwei Jahre später bettet sich das Hotel mehr und mehr in die umliegende Landschaft ein. Der schwarze Turm, mein Lieblingsdetail im Gesamtensemble des Hotels, war deshalb auch unser Bestimmungsort: wir haben uns für ein extrem geräumiges Turmzimmer entschieden. Das Platzangebot ist großzügig bemessen, doch wer hätte das gedacht, im Vergleich haben wir festgestellt, dass wir die kleineren Zimmer gemütlicher und auch heimeliger finden. Wir werden wohl beim nächsten Aufenthalt wieder in diese Kategorie wechseln.

Der Spabereich des Hotels erstreckt sich über vier Becken und besteht aus Außenpool, Saunapool, „Erwachsenenbecken“ und Kinderbecken mit schwarzer Rutsche, die wir inzwischen in- und auswendig kennen. Fünf Tage lang hat es für unseren Sohn nichts schöneres gegeben, als rauf und runter, rauf und runter. Unsere kleine Tochter, noch kein halbes Jahr alt, ist zwar noch nicht gerutscht, hat aber das warme Wasser in vollen Zügen genossen. Und wie heißt es so schön, geht es den Kindern gut, geht es auch den Eltern gut ; )

Fantastisch auch das Essen, wie beim letzten Mal ist die Küche einfach großartig, mehr kann man dazu nicht sagen, außer vielleicht: man isst etwas zu viel, ständig begleitet von den mahnenden Worten: „Wenn man nur aufhören könnt!“ Sehr zu empfehlen für Familien ist der hoteleigene Kinderclub, in dem die Kinder spielen können, während sich die Eltern ein ruhiges Abendessen gönnen. Wirklich erholsam, wie Urlaub eben sein soll.

|Aufenthalt August 2017 –  Gradonna Moutain Resort – Tirol – Österreich|

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Hotelarchitektur, Hotels, Kinder sind willkommen, Lieblingshotels

Glänzende Aussicht in grüner Oase – Hotel Nala

Unser Sommerurlaub, 3 Wochen in 7 Hotels, hat uns auch ins Hotel Nala in Innsbruck geführt. Schon bei der Buchung hat man ein bisschen die Qual der Wahl, für welches der originellen Zimmer man sich am liebsten entscheiden möchte. Wir haben uns das Zimmer GOLD ausgesucht: Das Badezimmer ist mit goldenem Mosaik gefliest, das bis in den Schlafbereich fortgeführt wird. Überall finden sich schöne hochwertige Oberflächen und ausgefallene Details vom Bazar in Marrakesch.

 

Vom Balkon aus hat man freie Sicht direkt auf die Bergiselschanze, eingerahmt vom Bambus am Balkon. Damit kommen wir zum größten Pluspunkt des Hotels, die im Sommer gut nutzbaren Außenbereiche: grüne Oasen, die sicherlich auch André Heller gefallen würden. Da gibt es eine große Terrasse, üppig begrünt und mit modernen Skulpturen bestückt. Ebenerdig wurde ein Garten mit einem kleinen türkisblauen Teich angelegt, einige Zimmer verfügen über direkten Gartenzugang oder, wer lieber hoch hinaus möchte, über Mansarden am Dach mit Blick in drei Himmelsrichtungen. Der Garten schließt direkt an das Restaurant mit schönem Gastgarten an. Leider können wir die Küche nicht empfehlen, zum Übernachten aber ist das Hotel Nala im Ganzen gesehen eine geschmackvolle Kombination aus unüblichen Oberflächen, Farben und moderner Kunst.

 

|Aufenthalt August 2017 – Hotel Nala – Innsbruck – Österreich|

Österreich Rundreise

  1. Rosentalerhof Hotel & Appartements Hinterglemm – Salzburg
  2. Mesnerhof Camp – Steinberg am Rofan – Tirol
  3. Hotel Bären – Mellau – Vorarlberg
  4. Hotel Rössle in Au – Vorarlberg
  5. Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg
  6. Hotel Nala – Innsbruck – Tirol
  7. Gradonna Mountain Resort – Kals – Osttirol
Erwartungen an Hotels, Hotelmarketing, Hotels, Information

Storytelling spüren

Storytelling wahrhaftig spüren, stand letztes Wochenende bei mir am Programm. Ich besuchte den Workshop „Storytelling mit Improtheater“ bei Susanne Schinko-Fischli in Wien.

In diese Welt der Geschichten einzutauschen war genial und auch ein ganz neuer Zugang für mich. Da gab es Übungen wie PowerPoint Karaoke – man steht vor einer fremden Powerpoint-Präsentation und muss den Text vortragen, ohne die nächste Folie zu kennen. Ich bin leider ziemlich „baden“ gegangen, die Überleitung zwischen den Folien habe ich – vorsichtig ausgedrückt – nicht ganz so flüssig hinbekommen. Trotzdem oder gerade deswegen hat es großen Spaß gemacht.

In einer anderen Situation lag man plötzlich als Toter mit zwei anderen am Boden und musste vor dem Publikum die Geschichte des gleichzeitigen und gemeinsamen Ablebens entwickeln. Das bedeutete absolut gegenwärtig im Moment zu sein, höchste Konzentration und ganz viel Spaß über plötzliche Wendungen inbegriffen. Auch das Publikum war begeistert.

Was ist nun aber des Pudels Kern einer Geschichte?

Eine Geschichte besteht immer aus drei Teilen:

  1. Akt – Exposition – Einleitung / Ausgangslage oder DIE PLATTFORM: Hier werden die Figuren eingeführt. Es muss immer einen “Helden/Heldin” geben, mit möglichst menschlichen Namen und Charaktereigenschaften. Hier wird der Nährboden für die Geschichte gelegt, die einzelnen Elemente sollten in irgendeiner Form wieder auftauchen. Nicht zu vergessen: der Held braucht ein Ziel, hier kann die Headline der Geschichte wirken.
  2. Akt – Konfrontation – Hauptteil / Ereignis oder DAS PROBLEM: Es passiert etwas, die Spannung steigt, ein Problem tritt auf und sollte größer und größer werden. Gegen Ende des Hauptteils kommt der Höhepunkt. Das Problem sollte unseren Helden/unsere Heldin betreffen und natürlich nicht ganz so leicht zu lösen sein.
  3. Akt – Auflösung – Schluss / Konsequenz oder DIE LÖSUNG: Am Ende kommt die Auflösung der Spannung oder des Problems, sowohl positiv wie auch negativ möglich.

 

Der Bogen spannt sich vom Anfang bis zum Ende. Wichtig ist dabei, dass die Hauptfigur das Ziel nicht sofort erreicht, sonst ist die Geschichte langweilig.

Vorschlag:

Gut inszenierte Geschichten gibt’s derzeit auch bei den österreichischen Hotellegenden, zu sehen auf Servus TV. Die Hoteliers erreichen ihr Ziel nie sofort. Und man merkt, niemand schreibt bessere Geschichten als das Leben selbst.

 

 

Erlebte Hotels, Hotels

Serviceparadies – Appartements Schruns

Der nächste Stopp unserer Reise, 3 Wochen in 7 Hotels, war Schruns. Meinem Mann vor allem bekannt, da Ernest Hemingway in den vor-touristischen 20er Jahren hier 2 Winter beim Skifahren und Rodeln zugebracht und seinen ersten erfolgreichen Roman Fiesta fertig geschrieben hat.

Nach kurzem Irrweg zu den Appartements (man kann nicht direkt mit dem Auto zufahren und das Navi hilft auch nicht weiter), stellten wir unser Auto kurzerhand ab und läuteten direkt beim Besitzer der Appartements im Gasthof zum Kreuz am Stadtplatz, aber dazu später. Ein sehr lösungsorientierter Mensch, auf die Fragen: „Wo können wir parken?“ Kam promt: „Nehmt unten mal meinen Parkplatz, kein Problem!“ Oder: „Können wir die Wäsche waschen lassen?“ Löste Elmar unkompliziert mit: „Bringt sie mir, morgen habt ihr sie wieder!“ Manchmal kann es auch so einfach sein.

Die Appartements selbst sind eine Gehminute über eine Treppe vom Stadtplatz bzw. Parkplatz entfernt. Sehr gepflegt, sauber und geschmackvoll eingerichtet und noch dazu ganz neu. Man muss dazu sagen, dass wir grundsätzlich keine Appartement-Urlauber sind, aber hier haben wir uns 4 Tage wie zuhause gefühlt.

Das Highlight ist der Gasthof und dessen Spezialität, das Käsefondue. Also unbedingt reservieren, vorher viel Platz im Magen lassen und dann rein mit dem Weißbrot in die üppige Käsesauce.

|Aufenthalt August 2017 – Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg – Österreich|

Österreich Rundreise

  1. Rosentalerhof Hotel & Appartements Hinterglemm – Salzburg
  2. Mesnerhof Camp – Steinberg am Rofan – Tirol
  3. Hotel Bären – Mellau – Vorarlberg
  4. Hotel Rössle in Au – Vorarlberg
  5. Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg
  6. Hotel Nala – Innsbruck – Tirol
  7. Gradonna Mountain Resort – Kals – Osttirol
Erwartungen an Hotels, Hotels, Information

Hallo Briefmarke! Schön, dass du wieder da bist

Gestern brachte ich, wie gewohnt, meine Briefe zur Post und durfte zu meiner Überraschung feststellen: die Postlerin klebte Briefmarken auf meine Sendungen, anstatt der unschönen weißen Klebeetiketten, die wohl der Vergangenheit angehören dürften. Zurück zu den guten alten Briefmarken, lautet die Devise!

Meine Freude war enorm. Einen Brief mit Briefmarke zu erhalten ist einfach etwas Schönes, auch wenn es eigentlich nichts weiter als ein Preisschild ist.

Gerade tobt draußen ja der Digitalisierungssturm. Alles ist Überschall. Den Überblick zu behalten ist nicht mal ansatzweise möglich und ganz still und heimlich kommt das Altbekannte zurück.

Was könnte da in Hotels wieder zurückkommen?

Einen Trend, den ich bei meinen Kunden erkennen kann: Die Gäste möchten mehr Zeit mit echten Menschen verbringen, mit ihnen sprechen und sich austauschen. Mehrere Hotels mussten in den letzten Jahren zusätzliche Rezeptionist/innen einstellen, weil der Zeitaufwand für Auskünfte frappant gestiegen ist. Das Gesprächsdefizit aufzuholen ist gerade im Urlaub enorm. Die unzähligen Apps mit den Tipps und Beschreibungen sind wunderbar und dennoch möchten Gäste persönlich von einem Menschen die Tipps hören, seine Begeisterung spüren, sehen und erleben. Informationsweitergabe ist mehr als pure Information.

Welche altbekannten Dinge, die in unseren Alltag zurückkommen fallen Ihnen in auf?

 

 

(Bild: Unsplash/Álvaro Serrano)

 

Details im Hotel, Information

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der Hotellerie

Bei jedem Gespräch kommt man irgendwie auf die Datenschutz-Grundverordnung und auch oft kommt die Frage wie geht man die DSVG an.

JETZT ist es jedenfalls an der Zeit: Am 25.. Mai 2018 muss alles fertig sein.

Der Fachverband Hotellerie hat hier die Unterlagen aufbereitet, die ich gerne teilen möchte, damit man sofort starten kann.

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft und ihre Fachverbände haben gemeinsam mit der Rechtsanwaltskanzlei MSP Law (vorausgefüllte) Musterdokumente und FAQs erstellt, um die Anforderungen an Verarbeitungsverzeichnisse, Einwilligungserklärungen und Erklärungen zur Erfüllung datenschutzrechtlicher Informationspflichten branchengerecht erfüllen zu können.

Muster-Verarbeitungsverzeichnis für Beherbergungsbetriebe

Das Muster-Verarbeitungsverzeichnis für Beherbergungsbetriebe ist bereits branchenspezifisch vorausgefüllt. Das Muster-Verarbeitungsverzeichnis dient als Vorlage und muss an die Gegebenheiten Ihres eigenen Betriebes angepasst werden (ankreuzen, ergänzen, streichen).

Hierzu finden Sie als Unterstützung ergänzend zum Verarbeitungsverzeichnis eine Ausfüllhilfe. 

Muster-Einwilligungserklärungen

Die Muster-Einwilligungserklärung enthält Textbausteine für unterschiedliche Anwendungsfälle, bspw. die Einwilligung zu Werbung. Die Textbausteine sind je nach Bedarf auszuwählen und an die Gegebenheiten des eigenen Betriebes anzupassen.

Muster-Einwilligungserklärungen zur Verarbeitung personenbezogener Daten (allgemein):

  • Persönlich
  • Stellvertretung

Muster- Erklärung zur Erfüllung datenschutzrechtlicher Informationspflichten

Die Muster-Erklärung enthält Textbausteine für Datenschutzerklärungen, beispielsweise für Newsletter und Cookies und Tracking Dienste, sowie Erläuterungen zur Platzierung derartiger Erklärungen.

Die Textbausteine sind je nach Bedarf auszuwählen und an die Gegebenheiten des eigenen Betriebes anzupassen.

  • Muster- Erklärungen zur Erfüllung datenschutzrechtlicher Informationspflichten

Branchen-FAQs

Branchenspezifische Fragen und Antworten zur DSGVO finden Sie hier.

IT Safe

IT-Sicherheit ist ein wesentliches Element der digitalen Wirtschaft.

  • Auf http://www.it-safe.at finden KMU speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Informationen, Tipps und Tools.
  • Testen Sie die IT-Sicherheit Ihres Unternehmens mit dem Online-Ratgeber „it-safe“ , einem kostenlosen gemeinsamen Service von Wirtschaftsministerium und WKÖ.
  • Brandaktuell ist das neue IT-Sicherheitshandbuch für kleine und mittlere Unternehmen, das auch auf das neue Datenschutzrecht, das ab Mai 2018 auf Sie zukommt, eingeht.              
  • Für die MitarbeiterInnen-Schulung steht ein eigenes IT-Sicherheitshandbuch zur Verfügung.

Informationsmaterial der WKO

Weiteres allgemeines Informationsmaterial und Ratgeber der WKO zu den Vorgaben der DSGVO finden Sie auf folgenden Seiten:

Bild von Paul Rysz – Unsplash

Erlebte Hotels, Hotelarchitektur, Hotelmarketing, Hotels

Skandinavien lässt grüßen – Hotel Rössle in Au

Das Hotel Rössle in Au im Bregenzerwald war nicht geplant, und ein bisschen auch den Unwetterkapriolen geschuldet. Aufgrund eines Orkans in Tirol, mussten wir eine Nacht länger im Mesnerhof bleiben und unsere Reise wurde um einen Tag verlängert. Das Hotel Bären hatte dann leider kein Zimmer mehr frei und so sind wir in den Genuss des frisch renovierten Hotels Rössle in Au gekommen. Das Rössle ist ein altes Haus, das kurz vor unserem Besuch modernisiert worden ist. Hier ist insbesondere der Spabereich zu bewundern, eine schöne Mischung im Hygge-Stil. Aber auch unser Zimmer „SpringinsFeld“ war wunderbar, nette Idee, sehr skandinavisch und gemütlich. In Erinnerung geblieben sind mir die lustigen Lampen, das Schaukelnachtkästchen und die wirklich herzigen Sprüche auf den Lifttüren: let´s rock, im zweiten Stock.

Der Slogan „sei unbeschwert“ ist auch einladend und das Gegenteil von Schwere zieht sich durch das gesamte Hotelkonzept.

Kinder sind hier gerne gesehen, es gibt ein kleines Kinderspielzimmer (nur leider etwas lieblos behandelt) und ganz ganz tolle Zimmerkategorien für Familien z.B. das Zimmer Familienfreund.

Das Hotel gehört zum Hotel Adler in Au und ist in Familienbesitz. Von zwei Schwestern geführt, lebt das Hotel eine stilvolle Eleganz. Sehr zu empfehlen.

|Aufenthalt August 2017 –  Hotel Rössle in Au – Au im Bregenzerwald – Österreich|

Österreich Rundreise

  1. Rosentalerhof Hotel & Appartements Hinterglemm – Salzburg
  2. Mesnerhof Camp – Steinberg am Rofan – Tirol
  3. Hotel Bären – Mellau – Vorarlberg
  4. Hotel Rössle in Au – Vorarlberg
  5. Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg
  6. Hotel Nala – Innsbruck – Tirol
  7. Gradonna Mountain Resort – Kals – Osttir

 

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Europa, Hotels, Kinder sind willkommen, Lieblingshotels, Österreich

Wow, dieses Frühstück – Hotel Bären in Mellau

Das beste Frühstück Österreichs! Das ist das Highlight. Aber von vorne. Das Hotel Bären liegt in
Mellau im Bregenzerwald. Eine sehr sympathische Gegend, hochwertige lokale Architektur, ein
hohes Qualitätsstreben in allen Produkten und fern jeglicher Alpenfolklore. Das direkt am Stadtplatz
gelegene Haus aus den 50er Jahren wurde behutsam renoviert. Die Optik jener Zeit blieb erhalten,
wurde jedoch mit einer einfachen, modernen Einrichtung kombiniert. Also wirklich eine
ausgesprochene Benchmark, die goldenen Zeiten des österreichischen Tourismus in die heutige Zeit
zu transferieren.

Wie gesagt, die Zimmer sind sehr einfach und funktionell, nichts geht ab und aufgrund der
hochwertigen Oberflächen glaubt man sich in ein Haus der höheren Kategorie versetzt. Auch unsere
Kleinen wurden herzlich begrüßt und konnten sich gut in den Zimmern bewegen, ohne, dass man
ständig ein Auge auf sie haben musste.

Und nun zurück zum Frühstück. Ebenerdig befindet sich eine Tagesbar. Kulinarisch der Hammer,
hochwertige Salate (Otto Lenghi lässt grüssen), aufwendige Eiergerichte und, das wirkliche Highlight,
ständig werden neue, völlig unterschiedliche Mehlspeisen, Kuchen etc. gebracht. Kleine Tartets mit
Feigen oder Äpfeln, ein Referenz-Mohnstrudel (wichtig für meinen Mann), feinster Brioche (wichtig
für mich). Die Liste der kulinarischen Köstlichkeiten ließe sich noch lange fortführen, am liebsten
würde man einfach ewig hier frühstücken!

 

|Aufenthalt August 2017 –  Hotel Bären – Mellau im Bregenzerwald – Österreich|

Österreich Rundreise

  1. Rosentalerhof Hotel & Appartements Hinterglemm – Salzburg
  2. Mesnerhof Camp – Steinberg am Rofan – Tirol
  3. Hotel Bären – Mellau – Vorarlberg
  4. Hotel Rössle in Au – Vorarlberg
  5. Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg
  6. Hotel Nala – Innsbruck – Tirol
  7. Gradonna Mountain Resort – Kals – Osttirol
Erlebte Hotels, Europa, Hotelarchitektur, Hotelmarketing, Hotels, Österreich

Hallo neue Welt – Mesnerhof Camp

Wow, was für ein tolles Konzept. Man könnte auch sagen, ein Bettenlager neu interpretiert. Der Mesnerhof in Steinberg am Rofan ist ein Community-Retreat mitten in den Bergen. Das 400 Jahre alte Ensemble besteht aus drei Häusern. Behutsam renovierte Georg Gasteiger zunächst den Wohntrakt der ursprünglichen Bauern zu einem alpinen Chalet. Die Holztenne verwandelte sich anschließend in ein cooles Berg-Camp. Alles hier besticht durch eine neue Form von Luxus. Einfach gehalten und doch sind die eingesetzten Materialien besonders hochwertig. Der Schlaftrakt ist aus Vorarlberger Weißtanne, der Geruch von vitalem, harzigem Wald steigt in die Nase – schon das alleine ist pure Erholung. Zwischen den 11 Zimmern (genannt Nester), die als Matratzenlager konzipiert sind, befinden sich 6 Duschen, 6 WCs und 6 Waschtische. Unten im Airship, dem imposanten Gemeinschaftsraum der Tenne, scheinen die Möglichkeiten schier endlos. Von Hochzeiten über Firmenfeiern bis hin zu Yoga-Retreats ist alles möglich. Das Herzstück bildet die tolle Küche, zum gemütlichen Kochen. Ausgestattet mit ansprechenden Küchenutensilien aus dem Hause Rist. Der lange „Stammtisch“ ist das Zentrum des Camps. Hier lässt es sich urlauben.

Man erkennt meine Begeisterung, wir haben bereits für 2018 wieder gebucht und nehmen diesmal unsere Freunde mit. Wer jetzt Lust bekommt, sollte schnell sein, bis Herbst 2018 sind schon alle Wochenenden ausgebucht.

Der Ort Steinberg am Rofan selbst ist auch wunderschön, und wird seinem Postkartenidyll mit den Worten gerecht: „Das schönste Ende der Welt“. Im Talschluss gelegen, fühlt man sich wie an einem Außenposten der Zivilisation bevor die Wildnis beginnt. Dabei gibt es drei Sehenswürdigkeiten in Steinberg:

  1. Die tolle Landschaft
  2. Das Dorfhaus – ein neues Gasthaus von Stararchitekt Bernardo Bader – hier bekommt man unglaubliches Eis! Auch die Mehlspeisen sind vorzüglich.
  3. Der Kinderspielplatz – hier werden auch die Wiener Kinderspielplätze neidisch.

|Aufenthalt August 2017 –  Mesnerhof – Steinberg am Rofan – Österreich|

Österreich Rundreise

  1. Rosentalerhof Hotel & Appartements Hinterglemm – Salzburg
  2. Mesnerhof Camp – Steinberg am Rofan – Tirol
  3. Hotel Bären – Mellau – Vorarlberg
  4. Hotel Rössle in Au – Vorarlberg
  5. Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg
  6. Hotel Nala – Innsbruck – Tirol
  7. Gradonna Mountain Resort – Kals – Osttirol

Hotels, Information

Servus TV – Österreichische Hotel-Legenden – Traditionshäuser im Winter

Die erfolgreiche Serie von Servus TV geht weiter –

Österreichische Hotel-Legenden – Traditionshäuser im Winter

Schlafen wie ein König im Hotel Post in Lech, kreative Gastfreundschaft im Altstadt Vienna (da habe ich meine Hochzeitsnacht verbracht) und weiße Pferde im Posthotel Achenkirch sind die Themen heute Abend im Servus TV.

21:15 Uhr. Für alle die es verpassen werden, man kann es in der Mediathek nachschauen.

Nächste Woche (2. März 2018) geht es weiter mit: Klosterbräu in Seefeld, im Mühltalhof und im Forsthofgut

Erlebte Hotels, Hotelmarketing, Hotels, Hoteltrends

Mittagessen bei Mama Thresl | Leogang

Mittagessen bei Mama Thresl lag auf der Strecke zum Achensee und das Hotel hat mich natürlich angezogen wie Motten das Licht. Seit Jahren in aller Munde wollte ich es hautnah erleben.

Das Hotel ist gestylt vom Fuß bis zur Haarspitze und den Slogan trägt es zurecht: “Urban soul meets the alps”. Alles ist gestylt und durchdesignt. Ein Profikonzept pur.

Ebenso hip wie das Hotel ist die Speisekarte: Flammkuchen und Burger. Zu Beginn unserer Reise war ich noch ein Flammkuchen Fan, 3 Wochen später war es schon etwas viel…

|Restaurantbesuch August 2017 –  Mama Thresl – Leogang – Österreich|

Erlebte Hotels, Europa, Hotels, Kinder sind willkommen, Lieblingshotels, Österreich

Smart in den Alpen – Rosentalerhof Hotel & Appartements

Auf unserem Road Trip durch Österreich, 3 Wochen in 7 Hotels, war unser erster Stopp Saalbach-Hinterglemm. Für zwei Nächte haben wir in dem gemütlichen Familienhotel Rosentalerhof Hotel & Appartements entspannt und den Sommer in den Alpen genossen. Die Lage ist perfekt, nur 3 Gehminuten vom Zentrum entfernt, direkt neben dem Familienpark und trotzdem in absolut ruhiger Lage. Unsere Ruheoase haben wir im Garten des Hotels gefunden, mit einem (auch im Sommer!) beheizten Außenpool, der mit Granderwasser befüllt wird, und einer Liegewiese mit Blick auf den Zwölferkogel. Die Kinder konnten sich austoben und wir den Blick auf die Berge genießen, herrlich.

Unser Appartement war ebenfalls wunderbar, geräumig und modern. Eine kleine Küche ist mit Kleinkindern auf Reisen Gold Wert.

Ein Highlight für Kinder ist das neue Spielzimmer, hier gibt es riesige Legosteine, eine Kletterwand und Bausteine zum Häuser bauen. Ein Spielparadies pur.

Im Keller verbirgt sich noch ein Wunderding und kleines Wellnessparadies für Erwachsene: eine Sauna mit Biosanarium sowie ein Kinesis™-Trainingsgerät. Normalerweise findet sich diese alle Muskeln beanspruchende Seilzugmaschine nur in Fitnessstudios der Luxusklasse. Noch dazu schaut es ziemlich ästhetisch und harmlos aus, wenn man bedenkt, wie effektiv man sich darauf auspowern kann.

Mit Rat und Tat sind uns auch Andrea und Martin, die Besitzer des Hotels, zur Seite gestanden. Schon auf ihrer Website haben sie viele tolle Tipps für Sportler und Familien zusammengestellt und sich unter dem Motto „Smart in den Alpen“ ein besonderes Rundum-Wohlfühlpaket überlegt: ob Kinderwagen-taugliche Wege rund ums Hotel, tolle Wandertipps plus hauseigenem Verleih von Kinderbugys, Bergkraxen, Fahrrädern mit Anhängern oder Rodeln bis hin zu einem beheizten Skikeller und einem versperrbaren Fahrradraum mit Waschanlage. Drei Tage waren einfach zu kurz, aber wir kommen bestimmt wieder!

|Aufenthalt August 2017 –  Rosentalerhof – Saalbach Hinterglemm – Österreich|

Österreich Rundreise

  1. Rosentalerhof Hotel & Appartements Hinterglemm – Salzburg
  2. Mesnerhof Camp – Steinberg am Rofan – Tirol
  3. Hotel Bären – Mellau – Vorarlberg
  4. Hotel Rössle in Au – Vorarlberg
  5. Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg
  6. Hotel Nala – Innsbruck – Tirol
  7. Gradonna Mountain Resort – Kals – Osttirol
Information

Frohe Weihnachten

Wenn es Sternschnuppen regnet und Wünsche von Himmel fallen,

wenn kalte Nächte von warmen Lichtern erhellt werden,

wenn Erwachsene sich wieder wie kleine Kinder fühlen

und Hektik und Stress von Liebe und Vorfreude überdeckt werden,

dann ist es höchste Zeit zu sagen:

FROHE WEIHNACHTEN!