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Hoteltrends

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Erwartungen an Hotels, Forschung, Hotelarchitektur, Hotelmarketing, Hoteltrends

Lieblingsergebnisse meiner Forschung

Meine Lieblingsergebnisse hier nun kurz zusammengefasst:

Photo by Jamie Street on Unsplash

Das Hotel als Person

  • Das Hotel wird als Person wahrgenommen. Die Interviewpartner haben das Hotel immer vermenschlicht und zum Beispiel gesagt: „Das Hotel ist lieb, das Hotel darf nicht sterben“. Dieser Anthropomorphismus war in jedem Interview zugegen. Wenn man es auf eine philosophische Ebene hebt, kann man sagen, die Hoteliers sind die Eltern und das Hotel das Kind. Alles was die Hoteliers dem Kind Gutes tun, spüren die Gäste. Seien es weiße Wände ohne Kratzer, frische Blumen, brennende Kerzen. Alles das spüren die Gäste und fühlen sich wohler.

Der Hotelboden

  • In den Interviews hat auch jeder Interviewpartner über den Hotelboden gesprochen. Sobald der Gast den Boden betritt, hat er Sympathie oder Antipathie zum Hotel. Wie beim ersten Handschlag zwischen zwei Menschen. In einem weiteren Beitrag werde ich noch mehr über soziale Oberflächen schreiben, denn auch die Beschaffenheit des Bodens ist nicht unwesentlich.

Die Reiseentscheidung ein emotionaler Ritt

  • Die Reiseentscheidung ist ein emotionaler Ritt und wird gerade leider zu sehr auf Bewertungen aus dem Internet und die Leichtigkeit der Buchung reduziert. Dabei steckt viel mehr dahinter. Verreist eine Familie, bedeutet das, dass es immer Kompromisse zu verhandeln gibt. Nicht nur zwischen Erwachsenen und Ehepartner, sondern auch zwischen Kindern und Erwachsenen, Preis und Wünschen, Hotelsterne und Repräsentanz. Urlaub ist so unglaublich wichtig, es ist eine begrenzte Zeit – die kostbarste Zeit im Jahr – das Filetstück des Jahres. Deswegen möchte man diese Kostbarkeit absichern und nochmals absichern. Man will förmlich alle Störfaktoren ausschalten. Ich schreibe das bewusst so explizit, weil es immer als selbstverständlich genommen wird. Ein paar Zahlen verdeutlichen die Bedeutung. Für eine Hotelentscheidung werden im Schnitt neun Stunden im Internet verbracht und 52 verschiedene Seiten besucht. Man bucht fast nie ein Hotel, ohne auch noch auf die Hotelwebsite zu gehen. Bloß dabei bleibt es nicht, man sieht sich auch die Bewertungen auf TripAdvisor an und man geht auf Instagram Places um die Bilder der Nutzer zu checken. Was könnte mehr Aufschluss über die Qualität des Hotelaufenthalts geben als echte Bilder auf Instagram. In meinen Augen ist Instagram eine Suchmaschine, es geht zu allererst um Vertrauen und erst in Folge vielleicht ums Verkaufen.

Soziale Einbettung / Reisebiografie

  • Ein weiteres wichtiges Thema ist: Was sagt das Hotel über mich in meiner sozialen Einbettung aus? Was werden die anderen von mir denken, wenn ich mir so ein teures/günstiges Hotel leiste? Über Facebook/Instagram&co wird auch die Reisebiografie gläsern. Wer wusste vor zehn Jahren schon in welchem Hotel man wirklich abgestiegen ist. Jetzt ist es Teil der Reisebiografie und definiert mich auch als Mensch, ist quasi Ausdruck meiner Lebenswelt.

Individualität & Autonomie

  • Und hinzu kommt noch die Frage nach der Individualität und Autonomie? Wie viel Entertainment bietet das Hotel? Habe ich Stress, dass ich den Urlaub abarbeiten muss? Oder gibt es keine Angebote vor Ort und ich muss mich um alles selbst kümmern? Wie sie sehen und wahrscheinlich auch spüren können, ein sehr emotionaler Ritt in der Entscheidungsfindung.
Hotels, Hoteltrends

Hoteltrend: ein grünes Leben

Die Thematik ist omnipräsent: Der Klimawandel! Ja, das Umweltbewusstsein steigt – zumindest das schlechte Gewissen der Menschen und damit auch der Gäste. Das Bewusstsein ist nicht nur durch die letzten Ereignisse gestiegen, wie extrem heiße Sommer, die Dieseldebatte oder Hurrikans in China und Florida. Es ist an der Zeit zu handeln und das Reisen wird zunehmend auch als umweltschädlich wahrgenommen. Ein Tourist verbraucht zwischen 52 und 245 (!) Liter Wasser pro Tag in einem Hotel, zuhause sind es im Vergleich durchschnittlich 130 Liter pro Tag. Ähnlich sieht es beim Thema Müll aus: bis zu 5 Litern pro Übernachtung sind es auf Reisen, zuhaue ist es gerademal 1 Liter Müll, den eine Person täglich produziert (Quelle: Hotelmanagement von Henschl). Zu Flugreisen gibt es den Artikel “am Himmel die Hölle”.

Die Frage ist: Wie kann man eigentlich umweltfreundlich reisen?

Photo by ian dooley on Unsplash

Christian Baumgartner von respect rät zu folgenden Maßnahmen:

  1. Entgegen dem Trend: Länger und seltener zu verreisen
  2. Flugstrecken vermeiden àÖffentliche Verkehrsmittel bevorzugen (Zug, Bus, Elektroautos etc.)
  3. Kompensationszahlungen z.B. bei Atmosfair Berechnung des CO2 Ausstoßes bei Flügen, Atmosfair investiert in umweltgerechte Projekte
  4. Vermeidung von internationalen Hotelketten àbei kleinen Hotels bleibt die Wertschöpfung in der Region
  5. Auf Umweltzertifikate achten, zum Beispiel das österreichische Umweltzeichen
  6. Müll- und Wasserverschwendung vermeiden

 

Übrigens, ich habe es heuer auch getan: Bei Atmosfair Ausgleichszahlungen für unsere Flüge bezahlt. Ein gutes Gefühl. Natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber besser als nichts.

Fakt ist dennoch, dass sich Tourismus und Umweltschutz wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen zueinander verhalten: Tourismus macht leider mehr kaputt, als er helfen kann. Nichtsdestotrotz werden Menschen reisen, ich reise auch für mein Leben gerne – aber ein kritischer Blick in den Spiegel hat noch niemandem geschadet. Hier ein paar kritische Betrachtungsweise, die ich gerne aufgreifen möchte:

Gäste sind im Urlaub nicht gewillt oder schlichtweg unmotiviert ein grünes Verhalten an den Tag zu legen, man möchte genießen und gewissermaßen bezahlt man auch dafür, einmal kein schlechtes Gewissen zu haben. Ob das gut für die Natur ist, ist eine andere Frage. Ich habe dazu schon mal eine Serie geschrieben mit dem Namen: Hotels & Karma „Macht Bio böse?“.

Aus Sicht des Hotels bietet sich hier allerdings eine großartige Chance! Und es ist an der Zeit diesen Trend aufzugreifen, denn unter dem Gesichtspunkt des Komforts für den Gast, der für seinen Aufenthalt zahlt, ist folgende Betrachtungsweise logisch: Den Umweltschutz im Urlaub sollte der Gastgeber bzw. das Hotel übernehmen. Deswegen machen wir die Hotellerie grüner. Auch in Österreich steigt die Anzahl der Zertifizierungen mit dem österreichischen Umweltzeichen (derzeit 190 Hotels). Ich werde öfters gefragt: Kann ein 5-Sterne Hotel das Umweltzeichen führen? Ja, kann es! Wiener Beispiele sind etwa die drei Hilton Hotels, das Marriott Hotel, das InterContinental oder das Steigenberger Hotel Herrenhof.

Und was kann ein Hotel dabei einsparen? Diese Frage stelle ich regelmäßig meinen BFI Studenten im Hotelmanagementlehrgang. Hier die Broschüre „Energiemanagement in der Hotellerie und Gastronomie“ vom BMWFI”

Photo by Aaron Burden on Unsplash

 

 

Erwartungen an Hotels, Hotelmarketing, Hoteltrends

Ist ein Knigge für den Umgang mit Influencer nötig?

Der Einfluss und das Potenzial von Influencern werden unterschätzt, so meine These. Aber sieht man sich den Boom in Island an, so konnte durch ein paar Einladungen von Bloggern das Landeaufkommen um 30% innerhalb eines Jahres gesteigert werden. Beeindruckende Zahlen.

Auch in Österreich tummeln sich einige Lifestyle Bloggerinnen, die mit mehr als 100.000 Followern beachtliches in Bewegung setzen können. Da gab es 2016 etwa eine eigene Essie Nagellacklinie des Lifestyle-Blogs Berries & Passion in allen Bipa Filialen für vier Wochen oder regelmäßige Stilkolumnen in führenden Zeitschriften über Mode und Lifestyle.

Der Alltag von Influencerinnen:

Und die Bloggerinnen schmeißen sich für ihre Follower richtig ins Zeug, da wird ein Jetset Leben geführt, dass maximal anstrengend sein muss, täglich gilt es etwas Großartiges oder Schönes zu posten. Essen soll köstlich und gesund wirken, ein „normales“ Abendessen einfach nur mit Spaghetti ist da absolut nicht drinnen. Der Körper muss perfekt in Form sein, Schönheit geht über alles, um jeden Preis. Die Kleidung immer modisch, die Wohnung immer aufgeräumt und stylish. Instagrammable lautet die Devise, vom Zehennagel bis zum WC. Und das meine ich auf keinen Fall sarkastisch, der Druck ist enorm. Die Fans wollen Unterhaltung und das Tag für Tag. Die Firmen und Sponsoren wollen Resultate. Und es folgen oft auch Schlagabtausche unter der Gürtellinie á la „hat dir dein Fitnesstrainer nicht gesagt, dass du die Oberschenkel nicht mehr trainieren solltest, deine Beine werden zu dick…!“ Die Arbeit als Influencer ist ein Knochenjob, nach außen eine kunterbunte Glitzerwelt, nach innen ein knallhartes Business und Stress pur.

Photo by Ivan Timov on Unsplash

Influencerinnen und ihr Handwerk:

Soweit die Normalität. Diese Frauen verstehen ihr Handwerk. Ein Handwerk das daraus besteht, die Klaviatur der Sozialen Medien so zu beherrschen, dass man die Reichweite nicht verliert, auch wenn ein Netzwerk wiedermal den Algorithmus über Nacht ändert und man so nicht mehr im Newsfeed seiner Follower aufscheint. Selbstverständlich holen sich manche Profis zur Seite, aber sie alle haben bei Null begonnen und mussten sich alles selbst beibringen.

Weitere Fähigkeiten, die man so ganz nebenbei als Influencer oder Blogger beherrschen muss sind Fotografie, textliche Gestaltung, Videoschnitt, Styling usw.

Influencer sind Allrounder, sie leisten Beachtliches. Als Unternehmen sollte man sich das vor Augen halten bevor man schreibt: „Hallo! Wir laden dich auf unsere Veranstaltung ein und als kleine Aufwandsentschädigung erhältst du 50€ für unseren Onlineshop“. Wertschätzung sieht anders aus.

Kooperationen mit Influencerinnen:

Influencer wollen Wertschätzung von Unternehmen, schließlich geht es um ihre Fans und ihren Beruf. Um eine erfolgreiche Kooperation mit Influencern einzugehen sind folgende Schritte empfehlenswert:

1)      BEOBACHTEN: Den Influencer einige Zeit zu beobachten, inkl. zu liken / zu kommentieren – sich mit dieser Lebenswelt auseinanderzusetzen, die Zielgruppe des Influencers zu kennen und wenn man das Gefühl hat, ich verstehe die Person hinter dem Account – eine persönliche nette E-Mail aufzusetzen:

2)      KONTAKT AUFNEHMEN „Hallo XX, Wir beobachten dich seit einigen Wochen. Dein Beitrag über xyz hat uns besonders gut gefallen, weil XXX. Wir sind der Meinung, dass du dich in unserem Hotel wohl fühlen würdest und würden dir gerne eine Kooperation anbieten. Könntest du uns dein Press-Kit und deine Angebote für eine Zusammenarbeit senden. Wir freuen uns auf ein Kennenlernen!“

3)      ANALYSE – Press Kit und Analytics – passt die Zielgruppe wirklich zu meinem Hotel? Hier kann noch überprüft werden, ob die Follower wirklich meiner Zielgruppe entsprechen? Wie die Engagement Rate ist? Ob Follower gekauft wurden? Welche Alternativen gibt es?

4)      KONZEPT & VERTRAG – Was soll vor Ort passieren? Blog-Beitrag / Instagram / Youtube? Gewinnspiel oder Gutscheincodes / Affiliate Links? Plus: Honorar vereinbaren

5)      BRIEFING – Was ist dem Hotel besonders wichtig, was darf nicht passieren?

6)      DURCHFÜHRUNG – Dem Influencer Freiheiten lassen, er/sie kennt die Zielgruppe am besten und hat das richtige Sprachrohr.

7)      ANALYSE – Finale Besprechung und Kontrolle der Ergebnisse.

 

Erfolg mit Influencerinnen messen:

Wie kann dann der Erfolg für ein Hotel gemessen werden?

  • Gewinnspiele (neue Adressen)
  • Gutscheincodes oder Affiliate Links
  • Analytics
  • Engagement (Kommentare oder Direct Messages)

 

Don´ts:

Was sollte man nicht tun?

  • Keine standardisierte Nachricht an den Influencer senden a la „Hallo Blogger!“
  • Keine Bezahlung
  • Keine Wertschätzung
  • Kennzeichnungspflicht ignorieren – Influencer sind verpflichtet, Werbung als solche zu kennzeichnen, dies gilt es zu akzeptieren.

 

Auf zu vielen erfolgreichen Kooperationen!

Barbara Guger

Erlebte Hotels, Hotelmarketing, Hotels, Hoteltrends

Mittagessen bei Mama Thresl | Leogang

Mittagessen bei Mama Thresl lag auf der Strecke zum Achensee und das Hotel hat mich natürlich angezogen wie Motten das Licht. Seit Jahren in aller Munde wollte ich es hautnah erleben.

Das Hotel ist gestylt vom Fuß bis zur Haarspitze und den Slogan trägt es zurecht: “Urban soul meets the alps”. Alles ist gestylt und durchdesignt. Ein Profikonzept pur.

Ebenso hip wie das Hotel ist die Speisekarte: Flammkuchen und Burger. Zu Beginn unserer Reise war ich noch ein Flammkuchen Fan, 3 Wochen später war es schon etwas viel…

|Restaurantbesuch August 2017 –  Mama Thresl – Leogang – Österreich|

Hotelmarketing, Hotels, Hoteltrends, Information

Ökologischer Tourismus auf der Überholspur

In den letzten Wochen beschäftigte ich mich intensiv mit Green Hotels, dem österreichischen Umweltzeichen und der Zukunft des Reisens. Zufällig und genau passend zu diesem Thema gab es in Wien am 2. Juni  die Veranstaltung “ÖKOlogische Wege & Trends im Tourismus” auf Einladung des Ministeriums für ein Lebenswertes Österreich und der Naturfreunde Internationale.

Es kamen über 100 internationale Touristikerinnen und Touristiker,  um gemeinsam neue Impulse für einen ökologischen Tourismus der Zukunft zu setzen. (Quelle: Presseaussendung | Naturfreunde Internationale)

Österreichisches Umweltzeichen_RosaPfeffer (1)

Den für mich spannendsten Aspekt der Veranstaltung hat die Diskussion der Hoteliers über das österreichische Umweltzeichen ergeben. Folgende Details kamen auf die Frage “Was bringt das Umweltzeichen überhaupt?” zutage:

  • Roman Mayrhofer vom Hotel Der Wilhelmshof in Wien sah neben den Effekt mehr Gäste für sein Haus zu begeistern, vor allem einen betriebsinternen Benefit. Durch den Evaluierungsprozess lernt man seinen Betrieb von einer neuen Seite kennen und kann noch viel besser agieren. Außerdem wurden die Mitarbeiter/innen, zwar zu Beginn nicht Feuer und Flamme für das Projekt, während der Evaluierung viel stärker ans Haus gebunden. Selbstverständlich lassen sich so auch finanzielle Einsparungen erzielen. Übrigens berichtet Roman Mayrhofer, dass nachhaltiges Reisen zu den zehn wichtigsten Buchungskriterien überhaupt gehört. Sogar bei Onlineanbietern wird immer stärker auf Green Hotels geachtet. (Ein Interview von Roman Mayrhofer)
  • Friedrich Kaindlstorfer von den Kneipp Kurhäuser der Marienschwestern vom Karmel schwärmt ebenfalls für das österreichische Umweltzeichen und welchen Beitrag es für einen Betrieb leistet. Auch aus seinem Unternehmen wäre es nicht mehr wegzudenken. Buchungsentscheidungen würden immer häufiger auf ökologischen, naturverträglichen Kriterien basieren. Die Ausrichtung seines Hauses auf die klassische europäische Medizin und den Umweltgedanken des österreichischen Umweltzeichens passen formidabel in die Hotelpositionierung. Gerne unterstützen die Gäste die umweltfreundlichen Bemühungen, nur: Als Friedrich Kaindlstorfer die Fernsehgeräte aus den Zimmern entfernen wollte, waren die Gäste dann doch nicht so begeistert.
  • Regina Hrbek von Häuser der Naturfreunde Österreich berichtet in ihrem Fall über die natürliche Ausrichtung der Berg- und Schutzhütten auf Nachhaltigkeit. Durch den Austausch von Glühbirnen auf LED-Birnen konnte ein Betrieb innerhalb kürzester Zeit sehr viel Geld einsparen, da die eigene Stromproduktion verringert werden konnte.

Kennen Sie noch weitere Gründe für das österreichische Umweltzeichen?

 

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Trends im Hoteldesign – hotelbau Veranstaltung in Oberschleißheim

Im April besuchte ich die hotelbau Veranstaltung: Trends im Hoteldesign. Der Veranstaltungsort, das Hotelkompetenzzentrum Obeschleißheim, war zum Bersten gefüllt.
Mit Schwung führte Corinna Kretschmar-Joehnk (JOI-Design) durch ihren Vortrag. Der Fokus lag auf Londoner Hotels und Restaurants, die bereits einen Blick in die Zukunft erlauben: Der Trend geht ganz klar hin zu trendigen Details. So wurde etwa das Restaurant Sexy Fish vorgestellt, das ein eigenes Toilettenpapier mit Fischgrätmuster hat (ja, ja, die wichtigste Rolle im Leben). Interessantes Detail am Rande: Viele Fotos von Corinna Kretschmar-Joehnk stammten von Toiletten und deren Eindruck auf das Gesamterlebnis. Ihrem Vortrag zu lauschen war eine Freude und ihre Energie übertrug sich auf den gesamten Raum.

Die Werke von dreimeta wurden von Andrea Kraft-Hammerschall und Maren Mogalle (dreimeta) vorgestellt. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Hoppala, als eine der Referntinnen bei der Formulierung „Hamburger Schwesternhotel“ ins Stocken kam und laut nachdachte, dass es eigentlich „Bruderhotel“ heißen müsste. Viel zu „männlich“ wären die Details des vorgestellten Hotels gewesen und ich fühlte mich in meinem Dissertationergebnis bestätigt, dass Hotels von Gästen (und Designern) als Person wahrgenommen werden.
Zum Abschluss berichtete Markus Lehnert von Marriott über Zukunftsausblicke und Perspektiven der weltweit größten Hotelgruppe.

Video von hotelbau

Den krönenden Abschluss und Höhepunkt des Abends bildete jedoch die Diskussionsrunde zwischen Peter Joehnk (JOI-Design), Andrea Kraft-Hammerschall (dreimeta), Maren Mogalle (dreimeta), Markus Lehnert (Marriott), Hans-Peter Hermann (Invesco Real Estate) und Michael Kleber (emco Bad). Unter der Leitung von Gesa Rohwedder (Drees & Sommer) und Martin Gräber (hotelbau) wurde über den Mehrwert von Design, welche Farben gerade im Trend liegen und interessante Zukunftsausblicke diskutiert.

Zusammengefasst eine sehr gelungene Veranstaltung mit hochkarätigen Vortragenden und Gästen, aber ich hätte mir noch ein paar Einblicke mehr in die Theorie dahinter erhofft: Warum ist gerade dieses Design modern und was steht dahinter? An dieser Stelle möchte ich die Brücke schlagen zu Hotel der Zukunft und das neue Buch: Das empathische Hotel. Hier gibt es viele Hintergrundinformationen, die ich sehr empfehlen kann.

 

Erwartungen an Hotels, Hotelarchitektur, Hotels, Hoteltrends

Veranstaltungstipp: Trends im Hoteldesign – 28. April 2016 in Oberschleißheim

Ich bin schon angemeldet, kommen Sie auch?

ACHTUNG NUR NOCH RESTPLÄTZE VERFÜGBAR!

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Fachsymposium Trends im Hoteldesign

28. April 2016, 12.00 – 17.00 Uhr im Hotelkompetenzzentrum, Oberschleißheim bei München

Reich der Möglichkeiten

Die Vielfalt der Hotelprodukte auf dem Markt wird immer größer: Neue Marken sprießen wie Pilze aus dem Boden – die bestehenden schärfen ihr Profil. Neben Philosophie und Service ist es vor allem das Design, mit dem sich die verschiedenen Häuser ihr Alleinstellungsmerkmal schaffen wollen. So ist es nicht verwunderlich, dass es in punkto Gestaltung eigentlich nichts mehr gibt, das es nicht gibt. Und so unterschiedlich wie das Design sind auch die Macher, die dahinter stehen. Immer wieder schaffen sie neue Erlebniswelten, indem sie die Philosophie der Marke in gebauten und gestalteten Raum übersetzen.

Peter Joehnk von JOI-Design erklärt anhand zahlreicher Beispiele u.a. dem Reichshof Hamburg CURIO by Hilton, was es mit dem Begriff “Hotel Couture” auf sich hat.
Andrea Kraft-Hammerschall vom Designbüro DREIMETA nimmt Sie mit auf eine virtuelle Reise durch die Superbuden und 25hours Hotels in Hamburg, Wien und München.
Markus Lehnert von Marriott International gibt einen Überblick über die Entwicklung verschiedener Hotelmarken der Marriott-Hotelgruppe von Budget bis Luxus.
An der späteren Diskussionsrunde nehmen Peter Joehnk (JOI-Design), Andrea Kraft-Hammerschall (DREIMETA), Markus Lehnert (Marriott International), Reinhold Weise (Arabella Hospitality), Hans-Peter Hermann (Invesco Real Estate) und Michael Kleber (emco Bad) teil.” Quelle: Hotelbau

 

Details im Hotel, Erwartungen an Hotels, Forschung, Hotelmarketing, Hoteltrends, Information

ÖGZ: Das Hotel als Person

Mein Dissertation “Die Rolle der Environmental Dimensions im Hotelservicescape” wird in der aktuellen ÖGZ vorgestellt. Vielen Dank an Susanne Mitterbauer und Thomas Vierich.

Das Verhältnis zwischen Gast und Herberge als Thema einer Dissertation bringt einige unerwartete Details  

 

Text: Susanne Mitterbauer

Auf den ersten Blick klingt der Titel absurd. Bei näherem Zuhören verwenden Gäste allerdings oft Formulierungen wie: „Das Hotel ist lebendig, es ist nett, es ist schizophren.“ In der Soziologie spricht man von Anthropomorphismus, also der Vermenschlichung von toter Materie. Was hier überaus wissenschaftlich klingt, sollte aber beachtet und bei Marketingaktivitäten im Kopf behalten werden. „Nichts, aber auch absolut nichts beeinflusst den Erfolg eines Aufenthaltes so stark wie die Gästeerwartungen“, schreibt Barbara Guger in ihrer Dissertation „Die Rolle von Enviromental Dimensions im Hotelservicescape“. Deshalb muss mit ihnen ganz vorsichtig umgegangen werden. Werden die Erwartungen nicht bestätigt, mündet das sofort in Unzufriedenheit. Werden die Erwartungen getroffen oder sogar übertroffen, mündet das bald in eine „Standarderwartung“ und wird egalisiert.weiterlesen

 

Forschung, Hotelmarketing, Hotels, Hoteltrends

Veranstaltungstipp: ÖGZ HOTEL SYMPOSIUM am 17. September 2015: “Nur schlafen war gestern – was muss das Hotel der Zukunft bieten”?

hotel symposiumDie ÖGZ Österreichische Gastronomie- und Hotelzeitung veranstaltet in Kooperation mit der IMC FH Krems erstmals das ÖGZ-Hotelsymposium. Im ersten Jahr beschäftigt sich das ÖGZ-Symposium mit Innovationen und Geschäftsmodellen rund um das Thema “Nur schlafen war gestern – was muss das Hotel der Zukunft bieten”? Dieses spannende und komplexe Thema wird in Keynotes, mit Präsentationen innovativer Praxisbeispiele und in interaktiven Workshops behandelt.
Das detaillierte Programm steht Ihnen ab Ende Mai zur Verfügung!

 
Termin:
17.09.2015
 
Ort:
 
Kosten:
Teilnehmerpauschale: 199,- (exkl. USt)

 

Erwartungen an Hotels, Forschung, Hotels, Hoteltrends

1. Veranstaltungstipp: Symposium 2015 “Individualisierung der Beherbergung” 24. bis 25. September, Wien

Der Veranstaltungsherbst dürfte viele Diskussionen aufwerfen: AirBnB und wie sieht das Hotel der Zukunft aus.

Individualisierung der Beherbergung

Sie sind neugierig darauf, wie innovative Hotelprodukte entstehen können, warum Airbnb so erfolgreich ist, und möchten wissen, wohin sich der Trend zukünftig entwickeln wird? Erfahren Sie mehr über den Innovations-Workshop des bmwfw, der Tourismusbank, der ÖHV und des Fachverbandes Hotellerie am 24. und 25. September 2015.

Programm Symposium

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Mein nächster Vortrag: Gästeerwartung trifft Hotelpersönlichkeit

17. Juni 2015, 10:00 – 15:00 Uhr, WIFI Salzburg
Die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Salzburg lädt gemeinsam mit der SalzburgerLand Tourismus GmbH und der Tourismusforschung der FH Salzburg zur Tourismusakademie in das WIFI Salzburg ein. Im Rahmen der Toursimusakademie werde ich über das Thema “Gästeerwartung trifft Hotelpersönlichkeit” referieren.

banner-gästeerwartung trifft hotelpersönlichkeit - barbara guger

PROGRAMM

10.00 Begrüßung
Albert Ebner jun., Obmann der Sparte Tourismus und
Leo Bauernberger MBA, Geschäftsführer SalzburgerLand Tourismus

10.15 Gästeerwartung trifft Hotelpersönlichkeit
Jedes Unternehmen lebt eine Botschaft. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie sie lautet, an wen sie gerichtet ist und ob sie ankommt. Kommunizieren Sie Ihre Botschaft so ansprechend, dass sie angenehm auffällt und von unterschiedlichen Zielgruppen wahrgenommen wird.
Machen Sie keine unerfüllbaren Versprechungen, sondern wecken Sie realistische Erwartungen.
FEINGESTALTEN
Barbara Guger | feingestalten.at

11.15 Suchmaschinenmarketing für Hotellerie -Tipps, Beispiele und Fallen
Optimieren Sie die einzelnen Seiten Ihrer Hotelwebseite mit den richtigen und themenrelevanten Suchbegriffen, bekommen Sie automatisch mehr Besucher, die genau das suchen, was Sie bieten. Suchmaschinenoptimierung ist weder technologischer Voodoo noch braucht es dafür einen Doktortitel in Quantenphysik.
SUCHMASCHINENOPTIMIERUNG
Oliver Hauser | get on To

12.00 Multimedia Storytelling
Wie können Geschichten im digitalen Zeitalter neu erzählt werden?
Welche Inhalte liefert die SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft den Berieben und Destinationen?
Was sind Hashtags und wie können diese strategisch eingesetzt werden?
CROSSEYE·
Reinhard Lanner | SLTG Multimedia Storytelling

12.30 Pause – Imbiss

13.15 Impulsvorträge – zwei Durchläufe á 45 Minuten

Session 1:
Vertriebsstrategien, Raus aus dem Dilemma
Als Referent und Impulsgeber für Online-Marketing und elektronischen Vertrieb ist Markus Schauer seit über 15 Jahren in der Gastronomie und Hotellerie tätig. Des Weiteren ist er als Lektor am Universitätslehrgang für Tourismuswirtschaft der WU Wien und als Lehrgangsleiter von zahlreichen Lehrgängen am WIFI Österreich bekannt. Zudem ist er Eigentümer eines Landgasthofs im Waldviertel und führt als Hotelmanagementberater laufend Betriebe auf Zeit.
Markus Schauer | Vertriebscoach.at

Session 2:
10 Praxistipps für erfolgreiches Newslettermarketing
Univ.-Lektor Mag. Michael Kornfeld ist zertifizierter Online-Marketing-Experte und führender Experte für E-MailMarketing. Er hat mit dialog-Mail eine erfolgreiche Newsletter-Softwareentwickelt, ist Besitzer des Online-Marketing-Forum.at und führt eine Agentur für digitales Marketing. Er war Lektor an der WU Wien und FH-Eisenstadt und hält zahlreiche Vorträge und Workshops im In- und Ausland.

Zur Anmeldung

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Ein Pensionistenheim im Wandel – das Hotel magDAS Wien

Die Caritas hilft. Diesmal in Form eines Hotels. Hier arbeiten 25 Flüchtlinge und Asylwerber aus aller Welt. Passend zur Social Responsibility hat sich das Architekturbüro “Alles wird gut” (wie passend der Name doch ist) pro bono für die Umgestaltung entschieden. Unterstützt hat das Projekt die Akademie der bildenden Künste, Daniel Büchel, Priscilla & Pat, pkf hotelexperts und viele andere.

Im magDAS ticken die Uhren anders, auch die Finanzierung war etwas Kreativer. Die Cartias hat 1,5 Mio in die Hand genommen und ein kleiner Teil konnte durch Crowdfunding  abgedeckt werden. Die Crowd ist längst als Stammgast eingezogen und wer könnte ein besserer Markenträger sein, als Investoren.

Ich war bereits zweimal im magDAS und finde es einfach spitze. Die Brownie-Torte ist köstlich, besonders wenn man in der Sonne auf der Terrasse mitten im Grünen sitzt.

Ein sehr spezieller turn-around war für mich die Gestaltung, innen wirkt es wie ein trendiges Hotel, aber durch den sozialen Hintergrund und die Verantwortung gewinnt es dermaßen an Zuneigung, dass ähnliche Hotels in der Sekunde an Sympathie verlieren. Interessant.

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DIE IDEE

magdas HOTEL ist ein Social Business, das auf Kooperation, bestehenden Ressourcen und einer gesellschaftlichen Vision aufbaut. Flüchtlinge, Freiwillige und Profis aus der Hotellerie entwickeln aus einem ehemaligen Pflegeheim am Wiener Prater ein Grand Budget Hotel. Unter Verwendung bestehender Ressourcen und Spenden wird in einem Upcycling-Prozess ein lebendiger, zeitgemäßer Begegnungsort für Flüchtlinge, StudentInnen und TouristInnen aus aller Welt geschaffen.

magdas HOTEL mit 80 Zimmern, Garten, Café, Lounge, Artist-In-Residence und Bibliothek wird zu einem kulturellen Meeting Pot. Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien, Somalia, Irak und anderen Krisenregionen wohnen und arbeiten im Hotel und treffen dabei auf Geschäftsreisende, Familien, StädtetouristInnen und Kulturinteressierte aus aller Welt. Ein soziales Unternehmen, das Kulturen verbindet, Chancen kreiert und einen lebendigen Ort der Begegnung schafft.

Projektteam

Caritas Services GmbH – Andrea Visotschnig, Michael Kleinbichler, Clemens Foschi u.a.
AllesWirdGut-Architekten (Planung+Gestaltung) – Friedrich Passler, Johanna Aufner
Akademie der Bildenden Künste Wien (Fassaden-/Zimmergestaltung, Artist in Residence Programm) – Andrea B. Braidt
PKF Hotel Experts – Gisela Loidolt, Michael Widmann
– Daniel Büchel (Gestaltung, Upcycling)
PRISCILLA & PAT – Cloed Baumgartner” (Crowdfunding)

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Booking und Co bekommen kräftig Konkurrenz: Amazon kommt

Man hat sich schon lange gefragt, wann kommt ein neuer Anbieter, der Booking so richtig Konkurrenz macht.  Neu ist der Konkurrent nicht, aber dafür umso besser am Markt verankert: Amazon Destinations ging letzte Woche in den USA online. Derzeit sind nur Reiseziele innerhalb der USA anzuvisieren, aber die Expansion ist nur noch eine Frage der Zeit. Amazon möchte vor allem durch Usability punkten: Hotelaufenthalte, Restaurantbesuche und Ausflugsziele sollen rasch zu planen und buchen sein, so die Vorstellungen von Tom Cook (CEO).

Laut skift.com beträgt die Provision für Hotels 15%.

Besonders gespannt bin ich auf die Hotelempfehlungen von Amazon, der perfekte Algorithmus bei Büchern ist ja schon gefunden. Zumindest bei mir funktioniert es wunderbar.