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Asia, Erwartungen an Hotels, Europa, Friends advice, Hotel & Technik, Hotels

Die Sache mit den Erwartungen

Mein schlechtes Gewissen meldet sich beim Erfahrungsbericht von Hannes. Wir hatten seine Erwartungen ans W Istanbul ins Unermessliche gesteigert.

Unsere Geschichte: Mein Mann bekam zu Weihnachten 2010 einen Reisegutschein nach Istanbul . Die Hotels waren ihm unbekannt. Ebenso wie Hannes waren wir Hotelhopper, zuerst in einem günstigen Haus direkt neben der blauen Mosche, dann drei Nächte im W Istanbul, damals noch im Eröffnungsangebot. Nach dem 1. Hotel war das W einfach nur der Knaller. Zusätzlich hatten wir ein Gartenzimmer mit einer Raumhöhe von gefühlten 4 m und einem eigenen Garten. Der Reisezeitpunk war kurz vor unserer Hochzeit, wir waren in einer aufgeregten Flitterstimmung. Mit diesem Gefühlsmix erlebten wir das W als wunderbaren Rückzugsort in der regnerischen, nasskalten Stadt.

Die Menschen stehen dahinter:

Gefühle beeinflussen Hotelerfahrungen und Hotelgeschichten. Aus diesem Grund werfe ich auf Skalenbewertungen von 1-5  immer ein skeptisches Auge. Man kann nicht frei von seiner Geschichte / Hintergründe / Erfahrungen / Stimmungen berichten. Wer dies behauptet, liegt schlicht und einfach falsch. So auch Hannes und Linda, zuerst waren sie im sehr netten, neuen Mama Shelter und vom Mama Shelter ins W war kein so großer Sprung wie von unserem Hotel ins W. Erfahrungen werden verglichen.
Zusätzlich haben wir in einer rosa getränkten Flitterwolke über das W Istanbul berichtet. Um den Dingen auch noch die Krone aufzusetzen, sind vier Jahre dazwischen gelegen. Damals war das W Istanbul neu eröffnet und spektakulär. Bei dieser Art von Designhotels sind vier Jahre eine lange Zeit und der Zahn der Zeit nagt stark.

Freunde und Hotelempfehlungen:

Eindringlich bewusst geworden, wie heikel Hotelempfehlungen sind, wurde mir während meiner Hotelforschung. Ich saß Hotelgästen gegenüber, die mir einen neuen Punkt aufzeigten: Hotelempfehlungen sind “gefährlich”. In den Urlaubswelten will man dem Alltag entkommen, etwas Neues erleben und seiner sozialen Einbettung auch mal entkommen. Zurück zu Hause passt diese Urlaubswelt nicht immer mit der Freundeswelt überein. Deswegen nehmen sich manche Menschen mit Hotelempfehlungen stark zurück. Zumal man auch nicht die Verantwortung des Urlaubsglück anderer übernehmen möchte. Ich fühl mich jetzt auch nicht wohl in meiner Haut, dass Hannes und Linda enttäuscht vom W sind, schließlich war es meine Empfehlung.

Wenn man das weiter denkt, ist es ein herber Schlag für Facebook & Co, den sie werben mit der Imitation des Freundeskreises. Dies mag auch bei Produkten stark zutreffen, bei Restaurants würde ich es voll und ganz unterstreichen, aber bei Hotels bin ich mir unsicher. Zum Teil werden die Ideen schon aufgegriffen, aber auch abgelehnt a la – “die waren in diesem Hotel, na dann fahren wir dort nicht hin“.

Der Erfahrungsbericht: 

Hallo,

Es ist an der Zeit einen Review zu schreiben, schließlich waren wir zu Ostern in Istanbul. Aber vielleicht war es gut die Dinge in diesem Fall etwas liegen zu lassen.

 

Unser erstes Hotel war das Mama Shelter, dessen größtes Plus definitiv die extrem zentrale Lage ist. Es ist direkt an der İstiklal Cd gelegen, der zentralen Straße zum Flanieren, Einkaufen, Kunst anschauen, Essen, Kaffee, Wein, Bier und Cocktails trinken.

Das Zimmer war nicht besonders groß aber durchdacht und schön anzusehen, mit Balkon und direktem Ausgang auf die sehr große Dachterrasse, von der man einen schönen Ausblick auf die Stadt hat. Auf der Dachterrasse gibt es auch eine große Bar, die noch nicht in Betrieb war – zu kalt noch um diese Jahreszeit. Wir hätten gerne dort ein paar Drinks genommen, im Sommer sicherlich eine tolle Sache, wenn gleich der Lärmpegel im Zimmer einiges höher sein wird. Aber das ist eh egal angesichts der Musik aus einer Disko oder einem Club in der Nähe, die die halbe Nacht mit ziemlicher Lautstärke dröhnte. Im Restaurant waren wir auch, nicht besonders gut besucht wohl weil es zu viele interessante Lokale in Istanbul gibt. Es wird versucht die türkische Küche neu zu interpretieren mit spannenden Details, geschmacklich gelungen ist es nicht ganz. Aber definitiv ein schicker Platz zum Abhängen nach langen Wanderungen durch die Stadt.

Unser zweites Hotel war dann das W, im Istanbul Wallpaper hoch gelobt für das Design, von Dir ebenso. Dementsprechend waren unsere Erwartungen sehr sehr hoch. Das Hotel liegt vom Zentrum einige Kilometer abseits in einer Gegend, die wir ganz spannend und nett gefunden haben – interessante Lokale, Galerien, Märkte in Gehweite, wenn man bereit ist etwas länger spazieren zu gehen. Das Gebäude ist ein Neubau im Kolonialstil? sowie alle entlang der Straßen im Umkreis von ein paar hundert Metern. Der Eingangsbereich ist cool wie immer, aber am Weg zum Zimmer läuft man plötzlich Stiegen rauf und runter um zum Lift zu kommen – wer hat das bitte geplant? Idiotisch. Der Barbereich ist cool und stimmig wie man das halt von W gewohnt ist. Das Zimmer im unverkennbaren W Style mit leichten türkischen Einflüssen, mit Balkon, der zwar nett war aber nicht so nett, das wir ihn auch genutzt hätten. Beim Zimmerdesign hat mich das Gefühl beschlichen das etwas altmodisch ist, inkonsequent im Design und der Ausführung. Liege ich da falsch mit diesem Eindruck? Veraltet ist auf jeden Fall der Stecker für iPod/iPhone – wer bitte hat noch den alten Apple Stecker? Es gibt seit 3 Jahren einen neuen Stecker von Apple und die große Mehrheit der W Kunden hat wohl ein neues Modell. Wer schläft da bitte?
Der Access Code fürs WLAN ging nicht, das Personal war erwartungsgemäß sehr bemüht das Problem schnell zu lösen, was natürlich auch gelungen ist. Restaurant gibt es keines, dafür eine ganze Zeile von Lokalen und Geschäfte im Erdgeschoß des Hotels. Der Kaffee in einem Lokal war sehr gut, das Abendessen in einem anderen dafür eher desaströs – das Service hat gar nicht geklappt und was auf dem Teller landete sehr lau. In Istanbul kann man um das gleiche Geld sehr viel besser essen – Tipp Münferit – großartig und sehr stimmig.

Am Endes Tages waren wir vom W enttäuscht, vielleicht lag es einfach an den hohen Erwartungen. Unserer Meinung nach ist das Mama Shelter die bessere Wahl für einen Besuch von Istanbul. Eindeutig. Und wesentlich günstiger.

Liebe Grüße,

Hannes

 

Mein Archiv brachte noch diese Bilder zum Vorschein:

Asia, China & Mongolei, Friends advice, Hotels

W Seoul – gerne wieder

Hannes verbrachte im Anschluss an das Guesthouse noch ein paar Nächte im W Seoul.

 

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Liebe Barbara,

wir waren dort!

W Seoul (4)
W Seoul (5)

 

Das W Seoul liegt im Osten der Stadt am nördlichen Ufer des Han Fluss auf einem Hügel, gleich neben einem Sheraton, einem Spielkasino und mehr Vergnügungen, die dem dem wohlhabenden Koreaner gefallen. Die Lage spricht auch mehr fürs Entspannen und Abhängen, es ist praktisch am Stadtrand – wenn es das gibt in einer Stadt mit mehr als 10 Millionen Einwohnern. Fürs Business muss man in die Stadt und das geht am besten mit dem Taxi, billig und sehr effizient wenn man einen kleinen Zettel mit speziellen Anweisungen besitzt – die Geschichte dazu geht so: alle Taxifahrer haben das Ziel ins Navigationssystem eingegeben und sich strikt daran gehalten, so sehr, das es einem dann mal entfuhr, das es eine schnellere Route gegeben hätte – wir sind von Ampel zu Ampel gestaut. Die Navis (die übrigens die ganze Zeit piepen und ausschauen wie Konsolenspiele) zeigen immer die kürzeste Strecke an, egal wie viel Verkehr ist, wie viel Ampeln es am Weg gibt. Der Verkehr ist dicht und die Ampelintervalle sehr groß, man “steht” am Weg. Die Nutzung des Navis dient nur dazu westlichen Besuchern das Gefühl zu geben, nicht übers Ohr gehauen zu werden. Wir haben uns im Hotel die Anweisung übersetzen lassen, das das Navigationssystem nicht erforderlich ist – schnellste Route. Die hat dann auch völlig anders ausgeschaut, hat ein paar KWON mehr gekostet, aber nur halb so lang gedauert – 20 Minuten statt 40 Minuten zum Palast, am Wochenende, unter der Woche ist das alles nur schlimmer.Zurück zum W. Wir waren gegen Mittag da, also zu früh fürs Check-In, also wollten wir mal die Sachen abgeben, was überhaupt kein Problem war. Aber soweit kam es dann gar nicht – einer der Mitarbeiter sah auf der Buchung das ich SPG Gold Status habe: sofort wurden wir zu einem anderen Mitarbeiter umgeroutet, der dann gleich sehr damit beschäftigt war ein bereits fertiges Zimmer zu finden, höhere Kategorie selbstverständlich, fünf Minuten später ging es zum Lift. In Momenten wie diesem bekommt man ein Gefühl dafür welchen Wert Asiaten in diesem Teil der Welt Status beimessen – sehr, sehr viel.

 

W Seoul (2) W Seoul (3)

 

Das Zimmer im 14. Stock war großzügig mit herrlichem Blick auf den Han, sehr schön – um Kategorien besser als im W Broadway, in dem wir letztes Jahr waren. Was soll man dazu jetzt erzählen? Die Bilder sagen genug, oder? Sowie alles dort sehr, sehr schön und hip war. Schön und hip sind auch die meisten Besucher am Abend in der super großzügigen Bar. Arm waren sie auch nicht, die Preise für Cocktails liegen mit jenseits der €20,- weit über denen in New York, gleiches gilt für alles was auf der Barkarte ist. Die im Übrigen gar nicht hip ist, nur Standards, aber mehr kann man wohl den Koreanern noch nicht zumuten, es geht primär darum zu zeigen, Status eben. Die Restaurants haben wir nicht getestet, zuviel in der Stadt zu tun, bloss Kaffee am Morgen. Sehr hübsch gemacht wie auf dem Foto ersichtlich und wirklich gut, so wie es in Seoul viel guten Kaffee gibt. Sehr hip.

 

W Seoul (1)

 

Ich hätte es locker noch ein paar Tage dort ausgehalten und komme gerne wieder, so ein W gefällt mir wirklich sehr.
Liebe Grüße,

Hannes

 

Hotel Facts:
Website: http://www.wseoul.com/
Zimmer: 252
Eröffnung: 2004
Preis: ab ca. 200€
Design: Studio GAIA


Asia, Friends advice, Hotels, Japan

The Shilla Seoul – opulenter Luxus in einer hässlichen Hülle

Nach Hannes unglücksehlichen Aufenthalt in Seoul musste ich mir die verpasste Alternative genauer ansehen: “The Shilla Seoul

Der opulente Luxus sticht ins Auge. Lustig finde ich den Marketinggag – das Haus wurde nächtens fotografiert, damit man die Hässlichkeit des Gebäudes unter Tag nicht sehen muss.

shilla-seoul (1)

shilla-seoul (2)

shilla-seoul (3)

 

Hotel Facts:
Website: http://www.shilla.net/
Zimmer: 464
Preis: ab 380 € im DZ
Kategorie: 5-Sterne
Wiedereröffnung nach Renovierung: August 2013

Asia, China & Mongolei, Friends advice

Überraschungen in Seoul: Hannes im Guesthouse und im Hotel “The Designers” | Südkorea

Hallo,
ich war eingeladen in Seoul zu präsentieren. Ein Grund sich diese Stadt etwas anzuschauen, oder? Daher habe ich auch ein Flugticket für Linda gekauft. Bei der Hotelwahl habe ich mich einfach auf die Organisatoren verlassen – ein Guesthouse habe sie vorgeschlagen. In meiner Vorstellung ein altes koreanisches Haus aus Holz mit kleinen Gärten im Innenhof, eine zu romantische Vorstellung leider. Das Kimchee Guesthouse war ein grindiges Hostel mit 3 Quadratmete großen Zimmern, egal ob Einzel- oder Doppelzimmer.
guesthouse
(Fotos: Hotelwebsite)
Ich habe mich sehr, sehr geärgert – was soll das, wie kann man nur auf diese blöde Idee kommen? Vielleicht finden das 21-jährige Startup Gründer cool, ich bin definitiv dafür zu alt. Der Sponsor hätte sicher mehr als Euro 30,- pro Nacht bezahlt – der zweite Teil der Delegation ist immerhin im The Shilla abgestiegen, aber dazu später mehr.
Also eingebucht ins WiFi und Booking aufgerufen, rumgesurft was so in der Nähe ist, gut bewertet und vielleicht auch spannend ist.
TheDesigners 001 TheDesigners 002
Auf das Hotel The Designers ist schließlich die Wahl gefallen, im Grunde in hübsch gemachtes kleines Hotel mit aufmerksamen Personal und leider ein paar wirklich groben Mängeln:
1. Das Fenster war mit schwarzer Folie abgeklebt, kein bisschen Licht drang von draussen ins Zimmer. Da es draussen doch eher laut war in Seoul haben wir das Fenster geschlossen und in der ersten Nacht ewig in den Morgen geschlafen – absolute Dunkelheit und Jetlag zusammen ergeben ein ordentliches Durcheinander. Die Nachfrage hat ergeben das alle Zimmerfenster schwarz verklebt sind und das durchaus populär sei in Seoul. Was soll man dazu sagen???
2. Die Klimaanlage mussten wir daher einschalten, laut war sie und das Zimmer hellblau erleuchtet durch das LED Licht im Schalter. So hell, das ich ein Pflaster drüber klebte, das das Zimmermädchen natürlich wieder runtergegeben hat.
3. Alles war über die Fernsteuerung zu steuern und das ging nur so leidlich. Das Konzept “Fernsteuerung” ist so 80er Jahr, auch wenn sie die Klimaanlage, das Licht und den Fernseher umfasst. So 80er das ich darüber nachgedacht habe, was in Zukunft sein muss, mehr dazu ein anderes Mal.
Lustig war auch mal eines dieser Technikwunderklos zu testen – für alles gibt es ein elektrisches Knöpfchen, wenn nicht, dann ist es sowieso automatisiert, ist aber nur etwas für geduldige Menschen. Super war wie überall in Seoul das Internet – keine Passwörter und super schnell. Zusammengefasst okay wenn man nicht im Hotel ist, aber auch so das man unbedingt raus muss, daher musste dann fürs Wochenende was Hübsches her – W Seoul. Dazu gibt es aber einen extra Bericht, vorab es war sehr toll und erholsam!
Jetzt kurz zum The Shilla, dem berühmtesten und bekanntesten Luxushotel von Seoul, dort haben wir die anderen Teilnehmer getroffen um mit dem Bus zu Terminen zu fahren. Auf einem Hang überblickt es stolz die Stadt, alles ist groß und beeindruckend. Die Lobby und die Bar sind in dunkelm Holz edel und doch zurückhaltend gestaltet. Sehr schön, aber auch sehr teuer, eine Tasse Tee für Euro 15, alle anderen Preise dementsprechend. Wie gesagt, der Einladende hätte wohl auch hier das Zimmer bezahlt, insofern super ärgerlich, in Zukunft schaue ich mir die Hotelvorschläge vorher an.

Liebe Grüße, 

Hannes
Asia, Details im Hotel, Hotelarchitektur, Hotels, Südostasien

1.000m² Hotelzimmer oder privater Kinosaal gefällig? Iniala Beach House | Phuket | Thailand

Das neu eröffnete Boutiquehotel Iniala Beach House mit nur zehn Suiten, spielt mit der Fantasie seiner Gäste: im Einsatz befinden sich zeitgenössische Kunst (kuratiert durch Thailands wichtigsten Kunstkritiker) organische Architektur kombiniert mit thailändischer Linienführung. Aber nicht nur für die Erwachsenen ist das Hotel ein Paradies, auch Kinder sind willkommen in der Fantasiewelt. Ein Luxushotel der Sonderklasse!

Für mich ist das Hotel einfach unglaublich: zwischen Trash und Schönheit. Ich staune über die verbundenen Welten.

Iniala Beach House_Thailand

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(Fotos: Hotelwebsite)


Hotel Facts:

Hotelwebsite: http://www.iniala.com/
Zimmer: 10 Suiten

Design: Eggarat Wongcharit
Eröffnung: Dezember 2013
Preis: Eine Übernachtung gibt’s beispielsweise für vier Personen in einer Drei-Zimmer-Villa ab 4.753 Euro. Dabei sind der Flughafentransfer ab Phuket, eine private Limousine mit Fahrer, Wäscheservice, Vollpension inklusive Softdrinks und Bier, zwei Abendessen pro gebuchter Woche im Drei-Sterne-Restaurant „Aziamendi“ sowie täglich sechs Stunden Spa-Anwendungen im privaten Spa der Villa inkludiert.

Asia, China & Mongolei, Friends advice

Hotel G in Beijing

Hannes mit einem Insider-Hoteltipp für Beijing

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Hallo,

ich habe gerade wieder die Visitenkarte vom Manager des Hotel G  in Beijing gefunden, ein Hotel, in dem ich zwar nicht gewohnt habe, aber trotzdem empfehlen möchte.

(Bilder stammen von Tripadvisor)

Es ist ziemlich hübsch gestaltet und liegt mitten in Sanlitun, dem Ausgeh- und Shoppingviertel des Stadtteils Chaoyang. Der ist wiederum so groß wie ein paar mitteleuropäische Millionenstädte zusammen und der Ort, an dem die meisten Hochhäuser sprießen, Sitz der meisten westlichen Firmen in Beijing ist und fast alle Botschaften, viele Galerien, Shoppingmalls und Restaurants zu finden sind. Ein paar Hundert Meter vom Hotel ist das Arbeiterstadion des Stadtteils und rund um dieses gibt es sehr viele Lokale, die sehenswert sind. Das Cafe Latte ist eine sehr große Bar, in der fast nur Chinesen tanzen und trinken. Dort gibt es ein Mädchen mit dem Namen Angela, das sich ausschließlich um die paar westlichen Gäste kümmert, jeder bekommt ihre Handynummer falls man reservieren möchte oder sonst irgendein Problem hat, sehr gutes Service (falls jemand die Nummer braucht, Email schicken). Jeden Abend gibt es mehrere Live Auftritte, die Musik ist nicht allzu laut und man kann dort wirklich jede Menge Spass haben, auch wenn man nur den Chinesen ein bisschen zuschauen will.
Das South Silk Road ein paar Meter weiter, ein eher teures Restaurant mit sehr interessanten, seltenen und wirklich guten Gerichten, bleibt mir in sehr guter Erinnerung, wärmste Empfehlung.
Zurück zum Hotel G, das hat eine sehr hübsche und nette Bar mit Namen Scarlett. In diese man gehen kann falls einem China und im speziellen Beijing zuviel wird. Dort trifft man fast nur westliche Menschen, vor allem Franzosen, mit denen man sich ausgezeichnet auf Englisch unterhalten kann. Auf der Speisenkarte finden sich vorwiegend internationale Gerichte – ein guter Burger oder ein nicht klein geschnittenes Steak kann wahrlich viel Freue bereiten. Es gibt einige Biere aus Europa und eine gute Weinkarte so dass einen Abend lang Europa einkehrt. Teuer, aber gut.

Liebe Grüße,
Hannes

Asia, Hotels, Südostasien

Ärgerlichkeiten in Hotels – Hannes berichtet

Hallo,

wir sitzen gerade im Sheraton Media in Jakarta und die Erfahrungen hier sind ideal um über Ärgerliches in Hotels zu schreiben.

Beginnen wir mit dem Stecker, in den man die Zugangskarte stecken muss, um den Strom einzuschalten (wie nennt man das Ding eigentlich?). Sobald man die Karte rauszieht geht das Licht aus, die Klimaanlage geht aus, alle Steckdosen sind ohne Strom. Das nervt aus zwei Gründen gewaltig: erstens, wenn man z.B. den Laptop zum Aufladen an eine der meist raren Steckdosen angesteckt hat, wird das Laden unterbrochen, zweitens heizt sich das Zimmer auf während der Abwesenheit und beim Einschalten der Klimaanlage nachher beginnt die diese wie verrückt kalte Luft einzublasen, so kalt, das man sich leicht (und ich neige dazu sehr stark) verkühlt.

Meist funktioniert der Workaround wie abgebildet sehr gut – die Plastikkarte für eine Prepaid SIM so wie ich sie in fast allen Ländern kaufe, hat den selben Effekt wie die Zugangskarte, bloß einmal hat sie nicht funktioniert, warum auch immer.

Weiter geht es mit der Steuerung der Klimaanlage sowie hier: es gibt hier zwar einen Regler, aber der hat gar keinen Effekt, man kann gar nichts einstellen. Oder sowie ich bereits bei meinem Bericht über das Marriott Beijing Northwest ausgeführt habe ist diese so kompliziert das man sie nicht bedienen kann bzw. auch das Hotelpersonal das nicht schafft.

Wirklich nervig wird es dann beim Internetzugang: am Zimmer gibt es kein WiFi, nur Internet per Kabel. Das ist völlig unzeitgemäß angesichts der Tatsache das man Smartphones oder Tablets nur über WiFi verbinden kann und viele Laptops wie mein MacBook Air über gar keinen Ethernetstecker mehr verfügen. Fürs WiFi hier bekommt man kleine Zettelchen auf den ein Zugangscode steht, der dann für ein paar Stunden gilt wobei die meisten Codes gar nicht funktionieren und man dauernd neue vom Personal holen muss, das angesichts der Probleme geflissentlich immer wieder neue aus ihren Taschen zieht. Wahrscheinlich ist das auch fürs Personal unangenehm.

Viele Hotels vor allem der Oberklasse verlangen dann auch noch horrende Preise für einen Tag Internetzugang, ein völlig überholtes Konzept. Internet und WiFi gehören meiner Meinung nach zur Ausstattung eines Hotels wie der Fitnessraum, der Pool und was es sonst noch so gibt. In vielen Ländern ist sind Prepaid SIMs mit vernünftigen Tarifen für Daten heute verfügbar, da benutze ich lieber mein Handy als Accesspoint, in Österreich sowieso. Irgendwie sticht da das Marriott positiv hervor, sobald man sich für das Membership Rewards Programm angemeldet hat, kostet Internet nie etwas und WiFi gibt es am Zimmer auch. Praktisch ist manchmal auch ein kleiner Accesspoint wie Airport Express wenn es nur Kabel gibt wie im Oakwood Chateau in Beijing, in dem ich drei Wochen gewohnt habe.

Ein zeitgemässes Hotel sollte meiner Meinung über Folgendes verfügen:

Strom ohne die Zugangskarte einstecken zu müssen sowie das St.Regis in Shanghai (vielleicht nicht das beste Beispiel, in einem Hotel dieser Klasse wäre das echt ärgerlich). Zum Stromsparen gibt es heute sicherlich intelligentere Konzepte als den blöden Stecker, den selbst ganze neue Hotels wie das Aloft in Bangkok haben. Da bekommt man aber immer gleich eine zweite Karte in die Hand gedrückt, auch wenn man nicht zu zweit eincheckt…
Leicht zugängliche Steckdosen für die elektronischen Geräte die man heutzutage auf Reisen rumschleppt. Das hat sich zumindest bei den auf Geschäftsreisende fokussierten Hotels mittlerweile herumgesprochen.
Eine leicht verständliche Steuerung der Klimaanlage, das sollte es doch heutzutage auch geben. Da fällt mir Nest ein, das ich mir auch für meine Wohnung überlege falls das mit meiner Heizung funktioniert, denn für meine Steuerung brauche ich auch immer wieder das Handbuch:-(.
WiFi kostenlos und überall, Zugangsdaten für den gesamten Aufenthalt beim Einchecken genauso wie die Zugangskarte fürs Zimmer. Zu verdienen gibt es eh nicht mehr viel damit und in Zukunft noch weniger, wahrscheinlich kann man sogar die Kosten drücken, wenn man sich die Zugangslösungen spart, die immer wieder versagen.
Anschlüsse für iPod, iPhone an die Stereoanlage und Stecker für die verschiedensten Laptopanschlüsse für das Fernsehgerät sind das Tüpfelchen auf dem i.

Als Gast würde mich das sehr freuen, mehr als der supergroße Pool oder andere Annehmlichkeiten, die zwar nett sind, aber nicht unbedingt das entscheidende Kriterium für einen angenehmen Aufenthalt sind.

Liebe Grüße,
Hannes

P.S.: Es würde mich freuen Deine Meinung dazu bzw. über neue Konzepte soweit vorhanden auf Deinem Blog zu lesen.

P.P.S.: Das Sheraton Media Jakarta kann ich nicht empfehlen, etwas zu weit vom Zentrum entfernt, die Taxis kosten zwar nichts hier, aber hier ist der Verkehr immer höllisch und man steht mehr als man fährt. Die Lobby ist im dritten Stockwerk, ein wahrlich absurdes Konzept, es ist etwas heruntergekommen und das Internet funktioniert sehr schlecht. Tröstlich ist nur der Umstand das es nichts gekostet hat für nur 2000 Starwood Points pro Nacht. Und gerade eben erfahren das es ab 31. Mai 2012 kein Starwood Hotel mehr ist, eine wahrlich gute Entscheidung.

Asia, Friends advice, Südostasien

Hannes findet Unterkunftsperlen in Indonesien

Hallo,

wir waren in Indonesien und haben zwei kleine feine Perlen entdeckt:

Martas auf Gili Trawangan

Gili Trawangan ist eine von drei kleinen Inseln zwischen Lombok und Bali, die ziemlich touristisch und trotzdem sehr nett sind: es gibt keine Autos und keine Motorräder, nur kleine Wägelchen, die von noch kleineren Pferdchen gezogen werden. Es gibt Unterkünfte ab einigen Euros pro Nacht bis USD 10.000,- die Woche. Ziemlich günstig ist das Martas, ein kleines entzückendes Hotel mit 8 Bungalows ein paar 100 Meter im Landesinnern und damit abseits vom Lärm der Bars auf der Hauptstrasse gelegen. Ein kleiner Pool dient der immer wieder erforderlichen Abkühlung und das Frühstück wird von den super netten und gut Englisch sprechenden Boys serviert. Joanna aus England leitet das kleine Hotel, sie hat für alles sehr gute Empfehlungen und hilft bei jedem kleinen Problem. Sehr schön und gut.

Leider keine Fotos, die Speicherkarte verloren, das tut weh:-(

Villa Seirama Alam auf Flores

Dort sind wir gelandet weil im Bayview Garden nebenan (laut einem deutschen Pärchen eher mies) kein Zimmer mehr frei war, die Besitzer uns aber weitervermittelt haben. Die erste Nacht haben wir im kleinen Bungalow ganz oben verbracht, die zweite im großen Haus. Beide sind bis ins letzte Detail liebevoll und aufwendig gestaltet, der Garten entzückend und ein Pool sowie ein weiteres Haus sind gerade im Entstehen. Christina, die Haushälterin spricht gut Englisch, machte erstklassige Omeletts zum Frühstück und hat unsere Sachen nach dem Waschen perfekt gebügelt. Einziges Manko ist das fehlende WiFi, ansonsten könnte man dort wohl Wochen verbringen und jeden Tagen den Ausblick auf den Hafen und den Sonnenuntergang geniessen.

(Alle Bilder stammen von Hannes)

Liebe Grüße,
Hannes

Asia, Europa, Friends advice, Russland, Südostasien

Hannes über AirBnB, die “neuen” Marktbegleiter…

Hannes probiert auf der Weltreise AirBnB, eine günstige und spannende Alternative zu klassischen BnB`s.

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Hallo,

wie schon lange versprochen ein bisschen etwas zur neuen Hotelkonkurrenz…

AirBnB ist seit der Gründung 2008 rasend schnell groß geworden mit einem einfachen Konzept: Privatpersonen vermieten Zimmer, Wohnungen, Häuser, Burgen und andere obskure Schlafplätze wie Flugzeuge oder Züge.

Unsere erste AirBnB Erfahrung haben wir in Reykjavík im Juli 2011 gemacht: der Gastgeber hat uns mit seinem Auto vom Busbahnhof abgeholt und uns ein Zimmer seiner Wohnung für 3 Tage vermietet – der Rest der Wohnung inklusive Küche war an andere Gäste vermietet. Nicht wirklich was wir uns aufgrund der Beschreibung erwartet haben, diese war nicht ganz klar (mittlerweile ist sie klarer bzw. haben wir die Details lesen gelernt). Die Lage war gut, alles inklusive öffentlichem Schwimmbad in ein paar Minuten erreichbar, guter und günstiger Ausgangspunkt um die coole Hauptstadt Islands zu erkunden. http://www.airbnb.com/rooms/84687

In Kopenhagen hatten wir ein Zimmer mit eigenem Bad in einer kleinen sehr hübschen Wohnung in einer wirklich schönen Siedlung mit kleinen, zweistöckigen Reihenhäuser und das ziemlich zentral. Sehr schön zum wirklich moderaten Preis in dieser tollen und teueren Stadt. Leider nicht mehr verfügbar.

Nächste Station war Tallinn, Estland. Der Vermieter, ein Italiener, den es nach Estland auf die Uni verschlagen hat, hat uns gegen EUR 10,- extra vom Flughafen abgeholt und uns in seine Wohnung gebracht, in der er nicht mehr wohnt. Diese war wie den Fotos schon zu entnehmen ist sehr altmodisch und leicht kitschig eingerichtet, aber groß und 10 Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum und allen anderen anzuschauenden Sachen – ziemlich viele, weil diese Stadt 2011 Kulturhauptstadt war. http://www.airbnb.com/rooms/188732

In Vilnius, Litauen, buchten wir dann ein Loft – die Fotos waren einfach sehr gut, dafür war es umso schwieriger zu finden. AirBnB verlangt von den Gastgebern eine Telefonnummer, die man unbedingt parat haben sollte, weil die Taxifahrer nicht immer den Ort kennen zu dem sie fahren sollen. Empfehlenswert ist es die Nummer ohne internationale Vorwahl auf einem Zettel zu notieren, das +43… verwirrt durchaus öfters wie wir mühsam gelernt haben – dann tippt man am besten die Telefonnummer am Mobiltelefon des Fahrers selbst ein…

Das Loft war in einer Fabriksanlage, die zum großen Teil für Wohnungen, Ateliers und Büros genutzt wird. Es war sehr spartanisch eingerichtet, groß, hell und mit kleinem Balkon, auf dem wir dann mit Einweggrill Steinbutt und Garnelen gegrillt haben – der sehr große Supermarkt 10 Minuten zu Fuß entfernt hatte eine unglaublich tolle Fischtheke. Das Loft war so herrlich entspannend das wir ganze Vormittage dort geblieben sind um zu lesen, Emails zu schreiben oder einfach am Sofa rumzuhängen.  http://www.airbnb.com/rooms/123327

Ein weiterer Tipp für Vilnius: den Gastgeber oder das Hotel die Abholung vom Flughafen durch ein Taxi organisieren lassen, die offiziellen Flughafentaxis sind pure Abzocke – circa fünf mal so teuer wie das normale Taxi. Das gleiche gilt übrigens für Prag, dort allerdings für fast alle Taxis.

Im Nachhinein finde ich Moskau eine schwierige Stadt: groß, protzig mit vielen Reichen und noch mehr Armen. Auf jeden Fall sind die Hotelpreise ziemlich absurd hoch und daher wieder einmal AirBnB. Ein Zimmer in einer kleinen Wohnung, sehr zentral neben zwei U-Bahnlinien in einem Haus das Fort Knox gleicht: Security hinter Gittern, viele verschlossene Türen und alles schön dunkel, aber das ist angeblich Standard in Moskau. Unsere Gastgeberin, Anastasia, sprach sehr gut Englisch und war eben vom Burning Man Festival zurück gekehrt, ihre Mutter, die ebenfalls dort wohnte, sprach keine Wort Englisch, was sie aber nicht im geringsten davon abhielt uns viel zu erzählen. Nach unserer Ankunft wurden wir auf russischen Salat eingeladen und das inkludierte Frühstück war einfach aber gut. Anastasia und ihr Mann gingen am Abend arbeiten auf eine Baustelle, beide Vermessungsingenieure, wir glauben eher zu Freunden übernachten – war ja sonst kein Bett mehr frei – aber so verdient man in Moskau harte Dollar dazu. http://www.airbnb.com/rooms/85100

Auf Bali waren wir in einer kleinen Villa mit zwei Schlafzimmern und Pool mit nicht einsehbarem Garten. Nach einem Minihotelzimmer in Singapur war es wunderbar wieder Platz zu haben. Die zwei Schlafzimmer brauchte es nicht, aber die Lage hat mir gefallen (und sich als ziemlich gut herausgestellt) und der Nachsaisonpreis war okay. Wie in Asien üblich mit reichlich Personal, der Verwalter, das Hausmädchen, der Boy, der das Schwimmbad reinigt, immer wieder überraschender Besuch, der sich selbst bei der Tür hereinlässt. Es gab eine voll ausgestattete Küche von der aber nur zwei Dinge wirklich wichtig waren: der Kühlschrank und die Weingläser. Angesichts der absurden Weinpreise (im Laden brauchbarer Wein ab € 20,- ) sollte man den Wein dann schon richtig geniessen. http://www.airbnb.com/rooms/172349

AirBnB hat ein paar einfache Regeln aufgestellt wie zum Beispiel: Gastgeber stellen Handtücher und Bettwäsche zur Verfügung wie im Hotel, AirBnB verwaltet treuhändisch das Geld, AirBnB stellt seine Gebühren explizit in Rechnung, AirBnB versichert die Wohnung des Gastgeber (es hat mal jemand die Wohnung eines Gastgebers ordentlich auf den Kopf gestellt), Stornos sind möglich und die Qualität von Gastgebern und Gästen wird durch gegenseitige Bewertungen sichergestellt.

Die dabei entstandene Plattform bietet vieles für Reisende jeglicher Art: man kann für sehr wenig Geld in netten Wohnungen oder Zimmern übernachten, man kann an lustigen Plätzen wie in alten Zügen und Flugzeugen schlafen, man kann selbst kochen usw. usf. Aber es ist mehr bzw. es kann wesentlich mehr sein, es kann Wohnen, Leben in einer fremden Stadt sein und damit völlig anderes als im Hotel, Pension oder Bed&Breakfast zu übernachten. Und das meist um das Geld eines Standardhotelzimmers.
An dieser Stelle eine kleine Einschränkung: für kurze Geschäftsreisen – heute da, morgen dort und übermorgen ich weiss nicht wo taugt es gar nicht bzw. ist es gar nicht möglich, da es meistens eine Mindestaufenthaltsdauer von zwei bis drei Tagen gibt.

Es gibt natürlich ein paar Risiken: das erste ist das die Beschreibung wesentlich besser ist als die Realität und man ziemlich enttäuscht ist. Da helfen die Bewertungen des Gastgebers – je mehr desto, genauer kann man sich ein Bild davon machen wie es sein wird. Das zweite ist das auch der Gastgeber die Buchung stornieren kann. Linda ist das kurzfristig in London passiert und das kann gewaltig nerven wenn die Hotels dieser Stadt und AirBnB ziemlich gut gebucht sind, passiert aber selten soweit ich das beurteilen kann. Das dritte ist das man selbst stornieren muss und nicht mehr kann – der Gastgeber kann verschiedene Regeln wählen, von super strikt bis super relaxed gibt es jede Kategorie, man sollte die Bedingungen wirklich lesen. Und dann gibt es noch das Risiko das man vom Gastgeber nicht akzeptiert wird, was schon mal passieren kann, wenn man ganz neu ist auf AirBnB und noch keine Bewertungen bekommen hat. Darüber sollte man nicht frustriert sein und einfach das nächste interessante Angebot wählen.

Ich glaube das AirBnB eine wirklich große Zukunft vor sich hat, das Angebot überall auf der Welt wird größer und wenn ich mich nicht täusche sinken die Preise mit zunehmenden Angebot, zumindest bei der Suche nach dem Zimmer in Kopenhagen in dem wir waren hatte ich den Eindruck, das es jetzt ein bisschen billiger ist.

Am wichtigsten ist aber das Reisen eine neue Qualität bekommt, wenn man an so wohnen kann, das man auch gerne verweilen mag. Eine Qualität, die ich sehr schätzen gelernt habe.

Wir sind schon sehr gespannt auf Florenz im Juli – ich habe eine günstige Wohnung gewählt, die auf den Fotos sehr hübsch aussieht, siehe http://www.airbnb.com/rooms/397964. Zum Zeitpunkt der Buchung keine einzige Bewertung, aber dafür mit der Adresse “Piazza del Duomo”, darüber muss ich vielleicht nochmals schreiben. Und dann habe ich schon einiges für New York, Berlin und San Francisco vorgemerkt….

Liebe Grüße,
Hannes

Asia, Friends advice, Südostasien

Hannes: Alternative in Singapur – Bunc Hostel

Neben dem Moon Hotel hat Hannes noch ein schönes Hostel in Singapur entdeckt: das Bunc Hostel.

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Hallo,

in Singapur sind wir zufällig über das Bunc Hostel gestolpert und weil der Eingangsbereich einfach so schön und einladend ausgesehen hat haben wir gleich zwei Fotos gemacht.

Später habe ich die Website dieses Designer Hostels besucht, wunderschön gestaltet, hübsch anzusehen und doch zu sehr „Designer“ lastig – es braucht Flash. Auf meinem MacBook Air ist kein Flash installiert und ich mag es auch nicht installieren, es braucht bloß viel Leistung und damit viel Strom (wenn es unbedingt erforderlich dann verwende ich Google Chrome, da ist Flash schön integriert). Doch angesichts der Tatsache, das selbst Adobe sein Langzeitliebkind Flash fallen lässt sollte man sich schon fragen, ob man noch in diese Technologie investieren soll. Für die mittlerweile sehr große Zielgruppe iPhone and iPad User braucht es sowieso eine Seite ohne Flash. Die gibt es beim Bunc Hostel auch, einfach und simpel, alle Informationen schön komprimiert auf einer Seite mit Links auf Google Maps zwecks Navigation und Buchungsservice, zu finden unter http://www.bunchostel.com/lite/. Sehr gut!

(Alle Bilder stammen von Hannes)

Später habe ich überlegt ob ich in diesem Hostel übernachten würde. Ein schwierige Frage, die ich mit „Ja – sehr gerne“ beantwortet hätte, wenn man mir die Frage vor 15 bis 20 Jahren gestellt hätte, die ich heute jedoch mit „Nein danke“ beantworte: Dorm muss einfach nicht mehr sein und der Preis fürs Doppelzimmer (das hässlichste auf der Website abgebildete Zimmer) ist überzogen – um das gleiche Geld kann man um die Ecke (ja, das Bunc Hostel liegt auch sehr gut) im Moon Hotel ein zwar sehr kleines, aber feines Zimmer haben.

Liebe Grüße,
Hannes

Asia, Friends advice, Südostasien

Hannes verbringt die ersten Tage in Südostasien im Moon Hotel / Singapur

Hannes Weltreise geht in die nächste Runde – Südostasien und Indonesien sind jetzt an der Reihe – den Beginn macht Singapur. Die ersten Nächten verbrachten sie im Moon Hotel.

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Hallo,

wir waren in Singapur, einer wirklich großartigen Stadt, die uns sehr gut gefallen hat. Sie ist flächenmässig nicht einmal doppelt so groß wie Wien aber mit dreimal soviel Einwohner ist dieses Land wirtschaftlich extrem potent, das GDP pro Kopf ist 50% höher als in Österreich. Das Einkommen ist sehr ungleich verteilt wie die Preise zeigen: es gibt sehr viele extrem teure Restaurants und Hotels und gleichzeitig kann man um EUR 3,- beim Inder oder Chinesen um die Ecke großartig essen!

Unser Hotel, das Moon, ist gewissermassen der Spagat: hohe Qualität zu moderaten Preisen. Das ist einigermassen gut gelungen: das Zimmer war mit 16m2 wirklich sehr klein, aber ganz geschickt angeordnet, schlicht und ansprechend gestaltet. Das inkludierte Frühstück war einfach und täglich leicht variierendem Angebot. Richtig punkten tut das Moon mit Gratis Drinks – Cola, Sprite, Wasser, Bier in der Minibar und richtige gute Drinks in der Lobby von 5 bis 7 Uhr abends. Mein Gin Tonic war wunderbar und der verbleibende Eindruck ist einfach gut. Ein sehr gutes Konzept um Preise weit über EUR 100,- pro Winzigdoppelzimmer und Nacht in gute Erinnerungen zu verwandeln. Weiters trägt dazu auch die Lage des Hotels in “Little India” bei – der Name ist Programm! Farbenfrohes Treiben in den Straßen bis spät in die Nacht und ganz ganz tolles scharfes Essen.

(Alle Bilder sind von Hannes)

Das es keine ordentliche Bar im Moon gibt ist verschmerzbar weil ein paar Meter weiter ist das Hotel Wanderlust mit einer lässigen Bar und dem Cocotte No. 1, einem wunderbaren Cocktail, den es bei meiner nächsten Party geben wird. Beim nächsten Besuch von Singapur – den es sicherlich geben wird – probieren wir vielleicht auch dieses Hotel. Dieses Mal hat es einfach preislich verloren – es liegt ganz schön über dem Niveau des Moon.

Liebe Grüße,
Hannes

 

|Moon Hotel – Singapur – Aufenthalt Frühjahr 2012|

Asia, China & Mongolei, Friends advice, Hotels

Hannes über das Marriott Beijing

Hannes macht gerade für ein paar Wochen Beijing unsicher und berichtet über seinen Aufenthalt.

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Marriott Beijing North East

Ich war Anfang Jänner sechs Tage in diesem Hotel und jetzt wieder vier Tage und bin mittlerweile glücklich in ein „Fully Serviced Apartment“ übersiedelt (mehr dazu später). Es hat lange gedauert bis mir bewusst wurde warum ich dieses Hotel nicht mag:

1. Das Zimmer war tagsüber sehr hell, weil im zwölften Stockwerk (effektiv im zehnten, ein drittes und viertes Stockwerk gibt es nicht, weil die Chinesen abergläubisch sind und mittlerweile wohl auch Marriott) und immer die Sonne in voller Pracht gestrahlt hat. Am Abend und in der Nacht ist es immer dämmrig, auch wenn man alle Lichter voll aufdreht – das mag ja romantisch sein und fürs Fernsehen ausreichend, aber zum Lesen und Arbeiten ist es eindeutig zu wenig.

2. Die Heizungssteuerung ist eindeutig zu kompliziert: man kann die Heizung und Kühlung getrennt einstellen und was dabei rauskommt ist nicht verständlich aber prinzipiell zu warm. Das Housekeeping hat sich daran auch versucht aber besser wurde es nicht. Am Ende schaltet man das Ding ganz ab damit es in der Nacht abkühlt und der Ventilator nicht bläst. Ich war nicht der einzige, alle Kollegen hatten das gleiche Problem. Ich versteh nicht warum Heizungssteuerungen so kompliziert sind, bei meiner zu Haus ging es ohne dickes Manual gar nicht, braucht man wohl auch im Hotel.

3. Neben dem Waschbecken gibt es eine Lade mit einem Fön: nimmt man diesen raus und beginnt man mit dem Fönen zieht man garantiert mal den Stecker aus der Dose, der sich am hinteren Ende der Lade befindet. Die Innenraumgestalter sind wohl alle Glatzköpfe.

4. Freistehende Badewannen sind schön anzusehen aber wenn die nächste Ablage für Handtuch, Buch, etc. sich hinter dem Kopf befindet wird Schönheit schnell unwichtig.

Es sind diese kleinen Details, die nach einigen Tagen beginnen zu nerven und insgesamt einen schlechten Eindruck hinterlassen wenn es 1050 Yuan plus 15 Prozent Servicefee kostet. Firmentarif für ein nicht zu kleines Kontingent an Übernachtungen, wohl gemerkt.

Ein witziges Detail am Rande bleibt in guter Erinnerung: am Frühstücksbuffet gab es auch Eiscreme, mitten im Winter. Ich hab den Kellner gefragt ob ich richtige sehe und er hat mir bestätigt, das die Chinesinnen Eiscreme zum Frühstück mögen…..

(Alle Bilder stammen von Hannes)

 

Asia, Friends advice, Südostasien

Hannes berichtet aus Bangkok – ein neues A LOFT

Hallo,

hier der Bericht aus Bangkok:

Das Aloft in Bangkok hat Anfang Dezember 2011 eröffnet und ich war dort während der drei Tage an denen ich mir Bangkok als letzte Station meiner kleinen Asienreise angesehen habe.

 

 

 

 

 

 

(Bilder stammen von Hannes)

Das über 30 Stockwerke hohe Hotel liegt in Sukhumvit, dem immer hektischen Geschäftszentrum der 12 Millionen Hauptstadt Thailands. Es ist umgeben von vielen tollen Lokalen wie dem Bed Supperclub direkt gegenüber. Es herrscht immer lebhaftes Treiben, untertags ist die Strasse gesäumt mit Streetfood Ständen, am Abend in zu Streetbars verwandelten Minibussen mit lauter Musik. Zum sehr praktischen, weil den immer währenden Stau in Sukhumvit umgehenden Skytrain, sind es zu Fuss auch nur ein paar Minuten.

Rein optisch sieht das Aloft Bangkok innen genauso aus wie das in Brüssel, von dem ich letztes Jahr berichtet habe: Lobby, Lounge und Bar sind im Aloft Design gestaltet, die Zimmer sind absolut gleich. Lokalisiert sind nur die Tapeten und andere kleine Details. Das einzige Problem der Innenausstattung war der Schreibtischsessel: er liess sich nicht hoch genug stellen, ein nicht einfach zu erklärendes Problem trotz der Tatsache, das alle Mitarbeiter passabel bis sehr gut Englisch sprechen. Am Ende hat man mir irgendeinen Stuhl gebracht, ich frage mich ob die anderen Stühle im Hotel auch nicht passen.

Wir sind schon am Ende der Gemeinsamkeiten, das Aloft Bangkok hat einiges mehr zu bieten:

  • Ein Restaurant mit Frühstück im Erdgeschoss, a la carte oder vom Buffet, internationale und Thai Küche.
  • Einen Swimmingpool im Freien im 9. Stock, dessen Wassertemperaturen herzlich erfrischend waren.
  • Ein Restaurant im 10. Stock, sehr schön gestaltet, mit ambitionierter Fusion Karte, guter Weinauswahl und der nettesten Bedienung, die mir bisher begegnet ist: persönlich, freundlich, zuvorkommend und doch nicht im geringsten aufdringlich, schlichtweg perfekt.
  • Einen Kühlschrank am Zimmer voll mit Getränken und Snacks.

Einiges kommt wohl noch dazu, wenn alles fertiggestellt ist – zum Zeitpunkt meines Besuchs wurde noch eifrig gearbeitet, unter anderem an einem Atrium.

Das Ganze gibt es zum Preis pro Zimmer ab € 52,-. Alle Preise für Getränke, Snacks, Essen und Dienstleistungen sind sehr moderat, gemessen an den Preisen anderer Luxushotels amerikanischer oder europäischer Herkunft und dem ansonsten sehr niedrigen Preisniveau von Bangkok selbst, z.B. € 7,- für das Frühstücksbuffet oder € 2,- fürs Bier am Zimmer.

Resümee: keine Luxusjugendherberge wie das Aloft in Brüssel, sondern vollwertiges Luxushotel zu sehr moderaten Preisen, ich komme gerne wieder!

Lg,

Hannes

Asia, Friends advice

In der Mongolei auf Reisen

Der nächste Stopp auf der Weltreise führte Hannes in die Mongolei, hier kommt sein spannender Erfahrungsbereich.

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Hallo,

wir waren lange in der Mongolei. Auf den beiden Touren in den Osten und in die Gobi hatten wir reichlich Gelegenheit in Jurten (oder Ger wie es die Mongolen nennen) zu schlafen.

Im Sommer gibt es viele Gers um die touristischen Plätze herum aufgebaut, die an Touristen vermietet werden. In einem Ger gibt es zumindest 3 bis 4 Betten, mit Schlafsäcken dazu am Boden haben schon mal 8 bis 10 Personen Platz. In der Mitte befindet sich ein Ofen, auf dem kocht wird bzw. mit dem der Ger beheizt wird. Der Ofen speichert keine Wärme, er wärmt nur wenn das Feuer ordentlich brennt. Am Dach hat ein Ger eine Öffnung, durch die der Rauch abzieht (bzw. der Kamin ins Freie ragt), die mehr oder weniger zugedeckt werden kann. Wenn komplett abgedeckt, dann ist es dunkel im Ger. Daher haben heute viele Plastikfolien bzw. -platten eingsetzt um weniger Wärme verpuffen zu lassen und trotzdem ein bisschen Tageslicht zu haben. Und damit sind wir schon beim größten Problem – es wird sehr kalt im Ger, wenn die Temperaturen fallen. Diese fallen dank des sehr kontinentalen Klimas auch im September schon auf -15° Celsius in der Nacht.

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Nachdem wir am Ende der Nachsaison unterwegs waren, gab es sogut wie keine Touristen Gers mehr, diese werden alle über den Winter abgebaut und die Nomaden ziehen in ihre Winterquartiere. Daher haben wir ein paar Mal einfach im Ger der Familie mit der Familie und allen anderen übernachtet! Das geht so: der Fahrer geht in einen Ger hinein, setzt sich hin und beginnt ein Gespräch. Er bekommt Milchtee und etwas zu Essen angeboten – Brot, Käse oder anderes Gebäck. Wenn ihm der Ger gefällt, verhandelt er aus, das die Touristen im Ger schlafen können. Dafür bekommt die Familie Geld (nicht viel) oder Waren, z.B. Lebensmittel. So haben wir im Osten der Mongolei zweimal im Ger von Familien übernachtet, einer war eher schlimm (es gab sonst keine Alternativen), der andere sehr nett und gepflegt. So wie sehr viele hatte dieser Strom (Minisolaranlage) und damit elektrisches Licht, Fernseher (fast alle haben ein LCD Gerät!) und Telefon.

In Ondorkhaan gibt es 5 Hotels und wir haben alle angeschaut mit unserem Guide und das schönste und beste gewählt. D.h. es gibt ein Badezimmer mit Waschbecken und Wasserklo, aber keine Dusche oder Badewanne! Früher gab es mal eine Dusche am Gang, die ist kaputtgegangen und wurde bzw. wird nicht repariert. Zu kommunistischen Zeiten wurde in jedem Dorf eine Gemeinschaftsdusche installiert und die Leute vom lokalen Arzt motiviert vor allem auch auf die Sauberkeit der Kinder zu achten. Jetzt sind diese vielfach kaputt und warum soll man was reparieren was man nicht braucht. Soviel dazu.

In Ulaanbataar kann man sehr günstig (circa USD 15,- fürs Doppel mit Bad und WC am Gang) in einem Guesthouse übernachten. Diese finden sich sehr zentral rund um die Peace Avenue, haben alle gut geheizte kleine Zimmer, heisses Wasser für die Duschen am Gang, Küche, minimales Frühstück und Wäschereiservice. Es wird meist sehr gutes Englisch gesprochen weil auch Reiseveranstalter in den meisten Fällen. Ich war im Khongor Guesthouse insgesamt 7 Tage und habe es ganz nett gefunden.

Nach der Gobi Tour war dann Luxus angesagt – es war uns sehr nach einem weichen warmen Bett in einem ordentlich geheizten Zimmer – das Ulaanbataar Hotel oder kurz UB Hotel. Es ist das älteste Hotel westlicher Prägung in Ulaanbataar, gebaut zu Zeiten der kommunistischen Herrschaft. So sieht das Hotel auch von aussen aus, innen hat es einen leicht schmuddeligen Touch, den wir ganz sympathisch gefunden haben. Das Zimmer war großzügig, das Bad wunderbar mit Wanne, gut sortierte Minibar und TV mit sehr gutem Programm.

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(Bilder stammen von Hannes)

Das Hotel beherbergt einige Restaurants und hat einen großen Veranstaltungsraum, in dem jeden Tag eine Hochzeit gefeiert wurde – laut und mit viel Wodka. Wir haben das Taj Mahal, das indische Restaurant, ausprobiert, das laut Lonely Planet der beste Inder der Stadt ist. Wir können dem nur beipflichten, das Essen war ausgezeichnet.

Einziges Minus war das es Internet am Zimmer nur aus dem Kabel gibt, unsere lieben elektronischen Begleiter konnten sich nur in der Bar drahtlos mit der weiten Welt verbinden.

Es gibt auch ein UB2, ein 5 Sterne Hotel im nahegelegenen Terelj Nationalpark. Dort gibt es neben normalen Zimmern (jenseits der USD 200,-) auch Ger Unterkünfte, die jenseits der USD 100,- kosten – pro Person! Meiner Meinung nach ist Ger und Luxus ein unauflösbarer Widerspruch, aber es sicherlich abenteuerlich, wenn man sonst keinen Ger gesehen hat. Wenn man ein paar Mal in den Gers irgendwelcher Nomaden geschlafen hat interessiert einen das nicht mehr, zumindest mich nicht.

Das UB Hotel in UB ist auf jeden Fall ein sehr entspannender Ort zu einem moderaten Preis – ich habe € 120,- fürs Doppelzimmer bezahlt.

Liebe Grüße,

Hannes

Asia, Friends advice, Russland

Die russische Hotellandschaft – ein Livebericht von Hannes

Hannes hat sich ein Jahr Sabbatical genommen und erkundet die Welt. Den Start machte der hohe Norden (Island, Dänemark und die baltischen Staaten). Kurz zurück in Wien für unsere Hochzeit, ging es dann ab nach Russland und die Mongolei.
Wie zu erwarten, wartet die russische Hotellandschaft mit einigen Tücken auf, die Hannes & Linda souverän meistern.
Ich wünsche beiden (Linda macht gerade eine kurze, geplante Pause) alles Gute und viele coole, spannende und besondere Erlebnisse und Geschichten von der Weltreise und hoffentlich können wir auf RosaPfeffer noch viel davon mitlesen.

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Hotels in Russland

Auf unserer Reise von Moskau nach Peking haben wir in mehreren russischen Städten einen Stop gemacht und dabei verschiedene Hotels besucht. Von den Erlebnissen hier eine kleine Zusammenfassung:

In Moskau hatten wir kein Hotel gebucht sondern ein Privatzimmer per AirBnB, wo es eine größeres Angebot gibt und die meisten sind günstig im Vergleich zu Hotels – billige Hotels gibt es, aber ich bin mir nicht sicher ob ich dort schlafen möchte und der Rest hat Oligarichenpreisniveau. Unter € 200,- sieht kein Hotel auf booking.com brauchbar aus wenn es nahe dem Stadtzentrum sein soll – und Moskau ist riesig. Ein paar Schweizer, die wir getroffen haben, sind in einem Hostel abgestiegen und raten davon dringend ab, also auch keine Option.

In Ekaterinburg haben wir das Suite Hotel gebucht, ein kleines Hotel circa 2 km vom Zentrum entfernt. Mit der Strassenbahn ins Zentrum und retour war einfach, bloss am Abend hat das mit dem Intervall nicht so wirklich geklappt, 40 Minuten Warten hat dann doch genervt. Das Hotel war schlecht zu finden, kein Schild deutete darauf hin das im Hinterhof ist, die Zimmer waren großzügig, das Frühstück okay, insgesamt ganz okay für € 80,- wenn man von der Unfreundlichkeit des Personals absieht.

In Novosibirsk sind wir im Hotel Novosibirsk abgestiegen. Direkt gegenüber dem Bahnhof ein Relikt aus der Sowjetära, groß und im Grunde genommen hässlich. Die Damen an der Rezeption sprachen passables Englisch, der Checkin war problemlos bis auf den Umstand das das Hotel keine American Express akzeptiert – meine Visakarte war zu dem Zeitpunkt bereits blockiert da sich jemand in Moskau die Daten notiert hatte und im Internet einkaufen war, ich wusste bloß noch nichts von meinem Glück. Die Zimmer sind modern ausgestattet und bequem, der Blick auf den Bahnhof vom 9. Stock war super. Das Frühstück war sehr gut, bloß der Klavierspieler war dann fast ein bisschen zuviel des Guten. Das Hotel hat eine schöne moderne Bar mit vielen Drinks, sehr trinkbarem Wein und gutem Barfood. Die Preise dafür sind moderat ebenso wie die € 100,- pro Nacht.

In Krasnojarsk wählten wir ein billigeres Hotel, das Hotel Kruiz, das kein Taxifahrer kannte bzw. nicht wusste wie man dorthin fährt. Das Hotel sah ziemlich neu aus und das war vielleicht ein Grund dafür das es den Taxifahrern nicht bekannt war, der zweite, vielleicht gewichtigere Grund war wahrscheinlich die Lage des Hotels: am anderen Ende der Stadt in einer Gegend, in der man sich als Tourist nachts nicht auf der Strasse aufhalten sollte. Eine Hotelangestellte konnte soviel Englisch das wir uns über die grundlegenden Punkte einigen konnten, die anderen Angestellten (und das waren nicht gerade wenige für ein Hotel dieser Größe – 15 Zimmer) verstanden kein Wort. Das Zimmer war unglaublich groß, zwei große Sofas, 42″ LCD TV, schon fast protzig, das Frühstück war das Gegenteil, das Omlett hat nach nichts geschmeckt. Ein schlechte Wahl für € 80,-.

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In Irkutsk sind wir im Hotel Irkutsk abgestiegen. Eigentlich wollten wir nach der Ankunft um 6 Uhr morgens gleich mit dem Bus weiter Richtung Baikalsee fahren, aber wir haben den Bus um 9 Uhr gleich mal verpasst. Wir haben dann auf booking.com gebucht und sind bereits um 10 Uhr im Hotel Irkutsk (das die Taxifahrer nur als Hotel Intourist kennen – das steht auf Cyrrillisch drauf) angekommen und wollten nur mal das Gepäck parken. Aber die sehr gut Englisch sprechenden Damen an der Rezeption haben gleich ein Zimmer für uns gecheckt, das dann 20 Minuten später fertig war. Die Wartezeit verbrachten wir mit dem Trinken erstklassiger Cappuccinos mit Kaffee aus dem Hause Julius Meinl – um wohlfeile 100 Rubel. Das Zimmer war dann im unrenovierten Trakt des Hotels, dafür aber sehr groß und mit Sofas, Schreibtisch und Badewanne ausgestattet. Die Bar des Hauses war wenig aufregend, dafür aber sehr günstig, das Frühstück gut. Sehr zufriedenstellend für € 100,-.

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Nach unserem Aufenthalt am Baikalsee sind wir wieder nach Irkutsk gefahren und sind im Hotel Angara am Stadtplatz abgestiegen. Die Dame dort konnte kaum Englisch, fand unsere booking.com Buchung nicht und probierte mal meine American Express Karte mit dem Visa Terminal um sie mir dann mit der Aussage “Wir akzeptieren American Express nicht!” zu retournieren. Hinter ihr auf der Wand klebte aber der Amex Aufkleber und ich bin dann mal etwas lauter geworden und es ging dann doch irgendwie. Nichtraucherzimmer gibt es gar keine, das Zimmer war schlecht, der Kaffee auch, das Internet ging nicht wirklich und bei 50 Rubel pro Gepäckstück und Tag für die Aufbewahrung war das Urteil fertig: inakzeptabel für € 120,-.

Unsere Erfahrungen lassen sich leicht zusammenfassen: man steigt im Hotel mit dem Namen der Stadt ab ausgenommen Moskau (und wahrscheinlich St. Petersburg). Alles andere ist Abenteuer oder Abzocke.

In einigen Städten wie Ekaterinburg oder Irkutsk gibt es dann auch ein Marriott oder Hyatt Regency, aber das haben wir einfach ausgelassen, die Preise stehen dann einfach nicht dafür bzw. kann man das nicht mal einfach online buchen. Zumindest beim Marriott in Irkutsk gings nicht.

Noch eine Erfahrung (hat man schon mindestes einmal gemacht): wann immer möglich Taxis vom Hotel bestellen lassen, auch z.B. bei der Ankunft am Bahnhof oder Flughafen. Reduziert den Preis um mindestens 50% bis 70%. Ansonsten muss man verhandeln, 25% gehen immer binnen 1 Minute Verhandlung. Russisch keine Voraussetzung, mit den Fingern kann man die Anzahl der Rubelhunderter schon ausverhandeln.

Liebe Grüße aus derzeit Ulan Bator,
Hannes

Asia, Hotels, Lieblingshotels

Eines meiner Lieblingshotels – THE LALU in Taiwan

In fast jedem Hotelbuch entdeckte ich es wieder – mein Lieblingshotel in Asien –  es gehört für mich zu den Hauptgründen um einmal nach Taiwan zu reisen.

THE LALU

Beschreibung des Architekturstils:

The Lalu’s architectural design centres on the themes of utmost simplification of Zen style and is constructed with four major building materials of wood, stone, glass and iron. Its unique “Ongoing Style” of architecture has impressed the public and alread becomes a model imitated by restaurants, hotels and various personal and business establishments.” (Source: Homepage)


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Die reduzierte Architektur des Hotels finde ich besonders schön, obwohl manche Bilder darauf schließen lassen, dass im Inneren etwas Schindluder getrieben wurde. Der Pool ist wahnsinnig toll fotografiert und ich ahne auch, dass das ein Trick sein könnte… Aber egal, alleine eine solche Landschaft mit einer so tollen Architektur auf Bildern zu sehen verleitet zum Träumen.

GROSSO MODO:

Homepage: http://www.thelalu.com.tw/en/e02_thelalu/thelalu_01.php

Zimmer: 97

Architektur: Kerry Hill, Australien

Kosten: ca. 1,68 Billionen NT – 40 Mio Euro

Grundstück: 20 Hektar

Eröffnung: 2002

Preis: ab ca. 200€

USP: Architektur

Asia, Hotelarchitektur, Lieblingshotels

ULAWATU Villas in Bali / Indonesien

Obwohl ich in den letzten Monaten nie etwas Gutes von Bali gehört habe – möchte ich dieses wunderschöne Hotel posten und wer weiß vielleicht ist es ein Ort der seeligen in Bali ohne Müllhalde auf Land und im Wasser.

Die Ulawatu Villas werden regelrecht überschüttet mit Auszeichnungen …

Royal Institute of British Architects International Award 2011
Forbes 2011 – World’s 20 Coolest Hotel Pools
EarthCheck – Silver Certification for Environmental & Social Performance
World Architectural Festival 2010 – World’s Best Holiday Building
Gold Key Awards 2010 – Best Hotel Design – Resort
TTG Asia Awards 2010 – Best Resort Hotel of The Year
AsiaSpa Awards 2010 – Eco Spa of the Year
Conde Nast Traveler USA Hot List 2010 – Best New Hotels in 2010
Conde Nast Traveller UK Hot List 2010 – Top New Hotels in 2010
EarthCheck (Green Globe) – Building, Planning & Design Standard Certification

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(Alle Bilder stammen von der Hotelwebsite)

GROSSO MODO:

Hotelwebsite: http://www.alilahotels.com/uluwatu

Architektur: WOHA Designs Singapore

Eröffnung: 2009

Villas: 84 Villas

USP: Pool & Architektur

Preis: ab 520 USD

Asia, Europa

Style & Glamour @ Istanbul

Ich wurde heute von einer lieben Freundin (Julia) nach einem Hoteltipp für Istanbul im Mai gebeten.

Liebe Julia,

ein Hoteltipp von mir das W Instabul – es ist quasi brandneu!
Wir haben unsere Nacht im W Santiago in vollen Zügen genossen, auch wenn viel schief ging.

Es sind fast immer Hotels mit Clubatmosphere und richtig “schön & berauschend” wird das Hotel erst in der Nacht….

Hoffentlich genießt ihr eure Zeit in Istanbul und habt viel Spaß. Würde mich auf einen Bericht egal von welchem Hotel freuen.

Alles Liebe,

Barbara

PS: W bietet wunderbare Zimmerpreise bis -40%! (angeblich starten die Preise bei 101€).

W Istanbul, Turkey (Source: www.wistabul.com.tr)

Lobby@ W Istanbul, Turkey (Source: www.wistanbul.com.tr)

W Istanbul, Turkey (Source: www.wistabul.com.tr)

Room@ W Istanbul, Turkey (Source: www.wistanbul.com.tr)

W Istanbul, Turkey (Source: www.wistanbul.com.tr)

Bar @ W Istanbul, Turkey (Source: www.wistanbul.com.tr)

W Istabul (Source:www.wistanbul.com.tr)

Garten @ W Istabul (Source: www.wistanbul.com.tr)

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