Browsing Category

Österreich

Erlebte Hotels, Erwartungen an Hotels, Hotelarchitektur, Österreich

Hilfe, das Wasser rinnt hinaus!

Alle, die diese gutaussehenden, ebenerdigen, offenen Duschen (ohne Türen) von zu Hause oder aus Hotels kennen, dürften auch das Problem kennen: Das Wasser bahnt sich seinen Weg, es nimmt keine Rücksicht auf nackte Füße oder löchrige Socken, auf teure Teppiche oder schöne Holzböden, es fließt und fließt und fließt.

In Hotels versuchen Gäste oftmals das Wasser zu stoppen, da werden Handtücher ausgebreitet, Dämme gebaut und dabei nicht selten, klamm und heimlich, der alte, labberige Duschvorhang herbeigesehnt, der sich mit fast elektrostatischer Treffsicherheit an nasse Haut zu kleben vermag. Letzten Skiurlaub befanden wir uns in einem Hotel in Schladming und ich konnte meinen kleinen Sohn, dreieinhalb, dabei beobachten, wie er tagtäglich aus Handtüchern Dämme baut, ja, wahre Bollwerke anlegt, um das Wasser zu stoppen. Leider erfolglos und schwups, hat man wieder nasse Socken. Kennen Sie das Problem auch? Wirklich ärgerlich.

Zufällig habe ich gerade die Gästefragebögen für ein Hotel ausgewertet und bin dabei auch immer wieder auf die Spritzwasserthematik gestoßen, die für viele Gäste zu den Kritikpunkten zählt. Besonders interessant war die Fürsorge der Gäste, die sie in ihren Bewertungen beschrieben und was sie nicht alles unternehmen würden, um das Wasser zu stoppen. Da wurde trocken gewischt, Handtücher in Position geworfen und sich immer wieder gehörig, ob der fragwürdigen Praktikabilität, geärgert.

Genauso ärgerlich ist es für Hoteliers, schließlich sind die Materialien außerhalb des Badezimmers meistens nicht dafür geeignet, andauernd unter Wasser zu stehen.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Handwerker gute Arbeit geleistet haben. Nur ein Punkt wahrscheinlich nicht bedacht wurde: jeder Mensch duscht anders und gerade in einem Hotel müssen eben alle Eventualitäten abgedeckt werden. Für mich bedeutet das kurz und knapp: einer Dusche mit Türe gebe ich klar den Vorzug.

Erlebte Hotels, Hotelarchitektur, Österreich

Skiurlaub in der Mitte – Hotel Brunner in Schladming

Skiurlaub auf der steirischen Seite der Skiamadé: „Meine Mitte im Zentrum“ ist der Slogan im Hotel Brunner im Stadtzentrum von Schladming und, ob seiner Doppeldeutigkeit, auch wirklich passend: einerseits ist das Haus mitten in Schladming gelegen, downtown sozusagen, und anderseits hat es sich ganz der inneren Balance durch Yoga, TCM und Ayurveda verschrieben. Die regelmäßigen Yogaeinheiten konnten wir zwar mit unseren beiden Kleinkindern nicht genießen, dafür allerdings das Teehaus mit Blick auf das Dachsteinmassiv und entspannenden Tees von Demmers.

Das Hotel wurde 2015 komplett renoviert und hat eine sehr ruhige Atmosphäre. Ein echter Eyecatcher ist die Lobby mit einer Wand aus gestapelten Holzklötzen, die eine stylishe Wärme vermitteln, gleichzeitig aber die Frage aufwerfen, ob man mit ihnen nicht auch Jenga spielen und damit alles zum Einsturz bringen könnte. Abends wird der Kamin eingeheizt und man „könnte“ hier Stunden lesend verbringen. Mit unseren Kindern ist das allerdings gerade eher Zukunftsmusik. Die kleine Maus lernt das Gehen und lässt dabei kein Objekt in Reichweite aus. Und obwohl das Hotel Brunner eigentlich kein Kinderhotel ist, waren die Mitarbeiter extrem liebenswürdig und haben sich bestens um uns gekümmert.

Die Kinder haben den Aufenthalt genossen und wir haben uns über die herzliche Art der Mitarbeiter gefreut, die uns rundum verwöhnt haben. Das Frühstück ist herrlich und lässt keine Wünsche offen. Die gewählte Zimmerkategorie „Pfeffer“ (passend zum Blog) ist geräumig, durchdacht und stilvoll. Das schwarze Badezimmer ist das Highlight des Zimmers. Kleiner Minuspunkt ist die Hellhörigkeit im Hotel, wir konnten die Gespräche unsere Nachbarn kristallklar hören und sie leider unsere Kinder, die um 6 Uhr morgens aufstehen, auch. Wirklich schade! Ein großer Pluspunkt ist dagegen, dass das Hotelzimmer absolut kindersicher für unsere einjährige Tochter war. Krabbeln, hochziehen, stehen alles war überall möglich und sie war immer gut geschützt, wobei das Zimmer durch seine robuste Einrichtung besticht.

Zu empfehlen ist auch das Restaurant, gemütlich möbliert mit ausgezeichnetem Essen. Eine Reservierung ist empfehlenswert.

|Aufenthalt Feber 2018 – Hotel Brunner – Schladming – Steiermark – Österreich|
Alles selbst bezahlt.

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Europa, Hotelarchitektur, Hotels, Lieblingshotels, Österreich

Architektur und Erholung pur – Gradonna Mountain Resort

We are back! Vor zwei Jahren waren wir schon einmal auf Urlaub im Gradonna Mountain Resort in Osttirol. Letztes Jahr hat mein Mann dann noch immer gescherzt, wir sollten doch unseren Mallorcaurlaub stornieren und stattdessen eine Woche im Gradonna verbringen. Seinen Traum, eine Woche Gradonna, haben wir dann im Sommer auf unserem Road Trip durch Österreich umgesetzt. Eine Wohltat nach zwei Wochen in sechs verschiedenen Hotels mit einem Dreieinhalbjährigen und einem vier Monate alten Baby, einmal eine Woche an ein und demselben Ort zu verbringen. Hotel Nummer 7 war damit auch der perfekte Ausklang für unseren Sommerurlaub.

Das Gradonna liegt am Fuße des Großglockners in Kals in Osttirol. Die Architektur ist noch immer herausragend, doch zwei Jahre später bettet sich das Hotel mehr und mehr in die umliegende Landschaft ein. Der schwarze Turm, mein Lieblingsdetail im Gesamtensemble des Hotels, war deshalb auch unser Bestimmungsort: wir haben uns für ein extrem geräumiges Turmzimmer entschieden. Das Platzangebot ist großzügig bemessen, doch wer hätte das gedacht, im Vergleich haben wir festgestellt, dass wir die kleineren Zimmer gemütlicher und auch heimeliger finden. Wir werden wohl beim nächsten Aufenthalt wieder in diese Kategorie wechseln.

Der Spabereich des Hotels erstreckt sich über vier Becken und besteht aus Außenpool, Saunapool, „Erwachsenenbecken“ und Kinderbecken mit schwarzer Rutsche, die wir inzwischen in- und auswendig kennen. Fünf Tage lang hat es für unseren Sohn nichts schöneres gegeben, als rauf und runter, rauf und runter. Unsere kleine Tochter, noch kein halbes Jahr alt, ist zwar noch nicht gerutscht, hat aber das warme Wasser in vollen Zügen genossen. Und wie heißt es so schön, geht es den Kindern gut, geht es auch den Eltern gut ; )

Fantastisch auch das Essen, wie beim letzten Mal ist die Küche einfach großartig, mehr kann man dazu nicht sagen, außer vielleicht: man isst etwas zu viel, ständig begleitet von den mahnenden Worten: „Wenn man nur aufhören könnt!“ Sehr zu empfehlen für Familien ist der hoteleigene Kinderclub, in dem die Kinder spielen können, während sich die Eltern ein ruhiges Abendessen gönnen. Wirklich erholsam, wie Urlaub eben sein soll.

|Aufenthalt August 2017 –  Gradonna Moutain Resort – Tirol – Österreich|

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Europa, Hotels, Kinder sind willkommen, Lieblingshotels, Österreich

Wow, dieses Frühstück – Hotel Bären in Mellau

Das beste Frühstück Österreichs! Das ist das Highlight. Aber von vorne. Das Hotel Bären liegt in
Mellau im Bregenzerwald. Eine sehr sympathische Gegend, hochwertige lokale Architektur, ein
hohes Qualitätsstreben in allen Produkten und fern jeglicher Alpenfolklore. Das direkt am Stadtplatz
gelegene Haus aus den 50er Jahren wurde behutsam renoviert. Die Optik jener Zeit blieb erhalten,
wurde jedoch mit einer einfachen, modernen Einrichtung kombiniert. Also wirklich eine
ausgesprochene Benchmark, die goldenen Zeiten des österreichischen Tourismus in die heutige Zeit
zu transferieren.

Wie gesagt, die Zimmer sind sehr einfach und funktionell, nichts geht ab und aufgrund der
hochwertigen Oberflächen glaubt man sich in ein Haus der höheren Kategorie versetzt. Auch unsere
Kleinen wurden herzlich begrüßt und konnten sich gut in den Zimmern bewegen, ohne, dass man
ständig ein Auge auf sie haben musste.

Und nun zurück zum Frühstück. Ebenerdig befindet sich eine Tagesbar. Kulinarisch der Hammer,
hochwertige Salate (Otto Lenghi lässt grüssen), aufwendige Eiergerichte und, das wirkliche Highlight,
ständig werden neue, völlig unterschiedliche Mehlspeisen, Kuchen etc. gebracht. Kleine Tartets mit
Feigen oder Äpfeln, ein Referenz-Mohnstrudel (wichtig für meinen Mann), feinster Brioche (wichtig
für mich). Die Liste der kulinarischen Köstlichkeiten ließe sich noch lange fortführen, am liebsten
würde man einfach ewig hier frühstücken!

 

|Aufenthalt August 2017 –  Hotel Bären – Mellau im Bregenzerwald – Österreich|

Österreich Rundreise

  1. Rosentalerhof Hotel & Appartements Hinterglemm – Salzburg
  2. Mesnerhof Camp – Steinberg am Rofan – Tirol
  3. Hotel Bären – Mellau – Vorarlberg
  4. Hotel Rössle in Au – Vorarlberg
  5. Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg
  6. Hotel Nala – Innsbruck – Tirol
  7. Gradonna Mountain Resort – Kals – Osttirol
Erlebte Hotels, Europa, Hotelarchitektur, Hotelmarketing, Hotels, Österreich

Hallo neue Welt – Mesnerhof Camp

Wow, was für ein tolles Konzept. Man könnte auch sagen, ein Bettenlager neu interpretiert. Der Mesnerhof in Steinberg am Rofan ist ein Community-Retreat mitten in den Bergen. Das 400 Jahre alte Ensemble besteht aus drei Häusern. Behutsam renovierte Georg Gasteiger zunächst den Wohntrakt der ursprünglichen Bauern zu einem alpinen Chalet. Die Holztenne verwandelte sich anschließend in ein cooles Berg-Camp. Alles hier besticht durch eine neue Form von Luxus. Einfach gehalten und doch sind die eingesetzten Materialien besonders hochwertig. Der Schlaftrakt ist aus Vorarlberger Weißtanne, der Geruch von vitalem, harzigem Wald steigt in die Nase – schon das alleine ist pure Erholung. Zwischen den 11 Zimmern (genannt Nester), die als Matratzenlager konzipiert sind, befinden sich 6 Duschen, 6 WCs und 6 Waschtische. Unten im Airship, dem imposanten Gemeinschaftsraum der Tenne, scheinen die Möglichkeiten schier endlos. Von Hochzeiten über Firmenfeiern bis hin zu Yoga-Retreats ist alles möglich. Das Herzstück bildet die tolle Küche, zum gemütlichen Kochen. Ausgestattet mit ansprechenden Küchenutensilien aus dem Hause Rist. Der lange „Stammtisch“ ist das Zentrum des Camps. Hier lässt es sich urlauben.

Man erkennt meine Begeisterung, wir haben bereits für 2018 wieder gebucht und nehmen diesmal unsere Freunde mit. Wer jetzt Lust bekommt, sollte schnell sein, bis Herbst 2018 sind schon alle Wochenenden ausgebucht.

Der Ort Steinberg am Rofan selbst ist auch wunderschön, und wird seinem Postkartenidyll mit den Worten gerecht: „Das schönste Ende der Welt“. Im Talschluss gelegen, fühlt man sich wie an einem Außenposten der Zivilisation bevor die Wildnis beginnt. Dabei gibt es drei Sehenswürdigkeiten in Steinberg:

  1. Die tolle Landschaft
  2. Das Dorfhaus – ein neues Gasthaus von Stararchitekt Bernardo Bader – hier bekommt man unglaubliches Eis! Auch die Mehlspeisen sind vorzüglich.
  3. Der Kinderspielplatz – hier werden auch die Wiener Kinderspielplätze neidisch.

|Aufenthalt August 2017 –  Mesnerhof – Steinberg am Rofan – Österreich|

Österreich Rundreise

  1. Rosentalerhof Hotel & Appartements Hinterglemm – Salzburg
  2. Mesnerhof Camp – Steinberg am Rofan – Tirol
  3. Hotel Bären – Mellau – Vorarlberg
  4. Hotel Rössle in Au – Vorarlberg
  5. Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg
  6. Hotel Nala – Innsbruck – Tirol
  7. Gradonna Mountain Resort – Kals – Osttirol

Erlebte Hotels, Europa, Hotels, Kinder sind willkommen, Lieblingshotels, Österreich

Smart in den Alpen – Rosentalerhof Hotel & Appartements

Auf unserem Road Trip durch Österreich, 3 Wochen in 7 Hotels, war unser erster Stopp Saalbach-Hinterglemm. Für zwei Nächte haben wir in dem gemütlichen Familienhotel Rosentalerhof Hotel & Appartements entspannt und den Sommer in den Alpen genossen. Die Lage ist perfekt, nur 3 Gehminuten vom Zentrum entfernt, direkt neben dem Familienpark und trotzdem in absolut ruhiger Lage. Unsere Ruheoase haben wir im Garten des Hotels gefunden, mit einem (auch im Sommer!) beheizten Außenpool, der mit Granderwasser befüllt wird, und einer Liegewiese mit Blick auf den Zwölferkogel. Die Kinder konnten sich austoben und wir den Blick auf die Berge genießen, herrlich.

Unser Appartement war ebenfalls wunderbar, geräumig und modern. Eine kleine Küche ist mit Kleinkindern auf Reisen Gold Wert.

Ein Highlight für Kinder ist das neue Spielzimmer, hier gibt es riesige Legosteine, eine Kletterwand und Bausteine zum Häuser bauen. Ein Spielparadies pur.

Im Keller verbirgt sich noch ein Wunderding und kleines Wellnessparadies für Erwachsene: eine Sauna mit Biosanarium sowie ein Kinesis™-Trainingsgerät. Normalerweise findet sich diese alle Muskeln beanspruchende Seilzugmaschine nur in Fitnessstudios der Luxusklasse. Noch dazu schaut es ziemlich ästhetisch und harmlos aus, wenn man bedenkt, wie effektiv man sich darauf auspowern kann.

Mit Rat und Tat sind uns auch Andrea und Martin, die Besitzer des Hotels, zur Seite gestanden. Schon auf ihrer Website haben sie viele tolle Tipps für Sportler und Familien zusammengestellt und sich unter dem Motto „Smart in den Alpen“ ein besonderes Rundum-Wohlfühlpaket überlegt: ob Kinderwagen-taugliche Wege rund ums Hotel, tolle Wandertipps plus hauseigenem Verleih von Kinderbugys, Bergkraxen, Fahrrädern mit Anhängern oder Rodeln bis hin zu einem beheizten Skikeller und einem versperrbaren Fahrradraum mit Waschanlage. Drei Tage waren einfach zu kurz, aber wir kommen bestimmt wieder!

|Aufenthalt August 2017 –  Rosentalerhof – Saalbach Hinterglemm – Österreich|

Österreich Rundreise

  1. Rosentalerhof Hotel & Appartements Hinterglemm – Salzburg
  2. Mesnerhof Camp – Steinberg am Rofan – Tirol
  3. Hotel Bären – Mellau – Vorarlberg
  4. Hotel Rössle in Au – Vorarlberg
  5. Appartements Gasthaus zum Kreuz – Schruns – Vorarlberg
  6. Hotel Nala – Innsbruck – Tirol
  7. Gradonna Mountain Resort – Kals – Osttirol
Erlebte Hotels, Europa, Hotels, Österreich

Loisium Wine & Spa Resort – Ehrenhausen

Das Loisium in Ehrenhausen in der Südsteiermark wird immer einen besonderen Platz in meinen persönlichen Hotelerfahrungen einnehmen. Denn es war der erste Hotelaufenthalt meiner Tochter mit 6 Wochen. Die Fahrt von Wien nach Ehrenhausen verlief bestens und wir freuten uns auf das Wine&Spa Resort, wie sich das Hotel selbst bezeichnet. Natürlich wussten wir, dass es nicht um ein Kinderhotel handelt, umso erstaunlicher war dann unser Aufenthalt. Schon an der Rezeption wurde uns ziemlich unverblümt gesagt, dass Kinder im Spa-Bereich nicht erlaubt sind – auch schlafende Babys nicht. Die Dame hat es leider sehr unglücklich ausgedrückt und unsere Freude über das schöne Hotel war damit schnell verflogen. Im Zimmer angekommen hat sich dann aber ein ganz anderes Bild präsentiert. Ein nettes Gitterbettchen, eine Wickelauflage und ein Mistkübel für Windeln standen bereit. Eine interessante Wendung: vielleicht versteckt sich doch ein Herz für Kinder im Loisium? Und nachdem wir uns eingelebt hatten, gefiel uns das Hotel immer besser – unserer Tochter übrigens auch. Sehr viel Zeit blieb uns allerdings nicht die weitläufige Anlage zu genießen, nachdem wir zu einer Veranstaltung eingeladen waren.

Am nächsten Morgen gab es dann ein himmlisches Frühstück mit einer schier unendlichen Auswahl an Köstlichkeiten. Den Vormittag genossen wir noch mit einer Runde im Pool, ehe wir schon wieder zu unserem ältesten Sohn heimwärts düsen müssten.

Zum Design des Loisiums:

Das Büro Architekturconsult aus Graz hat das kubische Exterior entworfen und BEHF aus Wien sorgte für den nötigen Chic im Inneren.

Zur Lage:

Das Loisium, mit einer Außenfassade aus Lärchenholz, thront über dem Ort direkt neben dem Schloss Ehrenhausen. Allerdings fanden wir es sehr schade, dass man fußläufig nur über die Bundesstraße in den Ortskern kommt. Durch das Innere des Designhotels zieht sich das Thema “Steiermark neu interpretiert”. Auch die steiermärkische Farbe Grün wird im Spa in Szene gesetzt. Die gute Auslastung merkt man einzig in den Zimmern, da das 2012 eröffnete Hotel schon die eine oder andere Schramme erlitten hat.

|Aufenthalt Mai 2017 –  Loisium Wine & Spa Resort – Ehrenhausen – Österreich|

 

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Erwartungen an Hotels, Europa, Österreich

Zu Besuch im G’sund & Natur Hotel DIE WASNERIN in Bad Aussee

Bevor unser zweites Kind zur Welt kommt, wollten wir uns noch einen kurze Babymoon gönnen, neudeutsch für Schwangerschaftsurlaub, klingt einfach besser. Entschieden haben wir uns für die Wasnerin in Bad Aussee. Nachdem das G´sund und Natur Hotel gerade mit Auszeichnungen nur so überschüttet wird, war ich besonders gespannt auf das Ambiente des Hotels. Die Reservierung war nur noch telefonisch möglich, ging dafür aber flott vor sich. Nur, dass die Rezeptionistin schnell überfordert war bei der Frage, ob es denn auch Spa-Treatments für Schwangere gäbe. Freundlich aber bestimmt verwies sie mich auf die Spa-Abteilung. Diesen Punkt hätte sie meiner Ansicht nach nicht einfach so aus der Hand geben dürfen, immerhin riskierte sie damit, keine Zusatzangebote zu verkaufen.

Obwohl ich im Vorfeld nichts über die Eigentümerverhältnisse wusste, war uns ganz schnell klar, dass es kein eigentümergeführtes Haus sein konnte. Die Mitarbeiter/innen waren alle höflich, nett, sympathisch und doch konnte man den Druck des Umsatz erzielen Müssens spüren.
Auch bei ein paar anderen Kleinigkeiten waren wir sehr verwundert, z.B. muss man für eine Karaffe Leitungswasser 2,50 Euro bezahlen, wenn man sonst keine Getränke konsumiert und eine Yogaeinheit kostet 5 Euro. Diese Dinge kenne ich in diesen Preiskategorien nur als kostenlosen Service.

Sehr angetan waren wir dagegen von den frisch renovierten Loser-Zimmern (mit Blick auf den Loser), besonders interessant war die Matratze von Regina (Gmunden), zuerst weich und dann passt sie sich schnell dem Körper an und die Festigkeit stellt sich auf den Körper ein. Mäßig begeistert hat mich das Badezimmer, hier gab es nur eine Tür, die entweder Toilette oder Dusche verschloss. Ein nicht völlig ausgereiftes System und die Materialwahl fühlte sich nicht schön und auch nicht neuwertig an.

Mein Lieblingsraum war dagegen der Ruheraum mit der atemberaubenden Aussicht auf die Berge. Die Teestation war allerdings etwas zu heilig für mich, es gab ausschließlich Kräuter und Früchtetee, dabei hätte ich so gerne eine Tasse Grün- oder Schwarztee getrunken. Leider, leider so gesund lebe ich dann halt doch nicht.

Hotel Facts:

Website: http://www.diewasnerin.at/
Preis: ab ca. 124€ pro Person im Doppelzimmer
USP: “auszeiteln”

|Aufenthalt Februar 2017 – Die Wasnerin – Bad Aussee – Österreich|

Erlebte Hotels, Europa, Hotels, Österreich

Herrliche Stunden im Hotel Auersperg in Salzburg

Ganz spontan habe ich Salzburg einen Besuch abgestattet und bin dabei mit einem Aufenthalt im Hotel Auersperg belohnt worden. Die Hoteliersfamilie habe ich bereits vergangenes Jahr in Bad Gastein kennengelernt. Die Schwester der Eigentümerin besitzt dort neben dem Hotel Miramonte außerdem noch das Haus Hirt und die Alpenlofts mit Blick über das Gasteiner Tal. In Salzburg wollte ich also unbedingt ein weiteres Haus der Familie ausprobieren.

Und die Belohnung war groß: Entdeckt habe ich eine Oase in der Salzburger Innenstadt. Mitten im hippen Andräviertel, versteckt sich ein wunderschöner, verzauberter Garten zum Entspannen. Ein herrliches Frühstück mit einer köstlichen Auswahl am Bio-Buffet und insgesamt einem Ambiente zum Genießen, all das macht das Hotel zum echten Geheimtipp für Salzburg-Besuche. Ich kann mit den Lobeshymnen gar nicht mehr aufhören, aber die Zeit war so extrem schön und nett, dass ich mich schon auf den nächsten Besuch freue.

Das Hotel kann ich also nur mit ganz viel Begeisterung weiterempfehlen. Vielleicht liegt’s auch an den tollen Farben: Ähnlich wie in Bad Gastein ist auch hier das Gespür für Farben allgegenwärtig. Wie ich jetzt herausgefunden habe, stecken dahinter die Farbkompositionen von Muthwill aus Hallein. Mit außergewöhnlichen Konzepten stellt der Meisterbetrieb aufeinander abgestimmte Farben zusammen, die einem in Erinnerung bleiben. Auch das vielleicht ein wahrer Geheimtipp.

Hotel Facts:

Website:http://www.auersperg.at
Preis: ab ca. 165€ im DZ
USP: Privater Charme mitten in der Stadt mit Garten – ganz nach dem Slogan: “Ein Haus für die Seele”

|Aufenthalt September 2016 – Hotel Auersperg – Salzburg – Österreich|

Erlebte Hotels, Europa, Österreich

Urlauben in einer Kärntner Berghütte

Rein in die Natur, war das Erlebnis unseres Sommers. Wir verbrachten einige Tage in einer sehr sehr sehr abgelegenen Kärntner Berghütte. Man benötigt über 30 Minuten mit einem geländegängigen Auto vom Tal hinauf auf 1800m. Dort erwartete uns pure Einsamkeit, ein Pferd begleitet von einem Esel, eine schöne, alte Berghütte, zwei Bäche, Zauberwälder wie aus Bilderbüchern, Hirsche zum Beobachten, Pferde, Kühe und jede Menge Action für Kinder. Verzichtetet haben wir auf Handyempfang, Strom und alle weiteren Annehmlichkeiten wie fließend Wasser (aber eigentlich floss das Wasser eh im Bach vorbei). Zum Kochen musste der Herd befeuert werden und die Lebensmittel für mehrere Tage waren genau geplant, so ziemlich das Gegenteil von unserem Leben, wo wir täglich mehrere Supermärkte passieren und nach Lust und Gusto einkaufen können.

Alles war langsamer und beschaulicher, ein echter Ausstieg aus dem Alltag. Unsere Gedanken kreisten häufig um die Essenszubereitung und die Befeuerung des Ofens. Erstaunlich war die Leichtigkeit, wie sich die Kinder den neuen Gegebenheiten anpassten und welche Beschäftigungen sie einem ganzen Tag nachgingen. Ein vorbeikommender Bauer aus der Region verriet uns allerdings, dass sich die Hütten mit pubertierenden Kindern schwerer vermieten lassen, da eine Woche ohne Smartphone kaum vorstellbar sei.

Ich möchte keine Moralpredigt halten, wie früher alles besser war oder dergleichen. Der Kontrast zu unseren Hotelbesuchen war interessant und trotzdem war es nicht weniger erholend. Allerdings warmes Wasser ist schon auch schön.

Wie ist Ihre Erfahrung mit einsamen Berghütten?

Europa, Hotelmarketing, Österreich

Reward-based Crowdfunding als Marketing-Strategie

Georg Gasteiger und Barbara Anselm besitzen einen 400 Jahre alten Bauernhof in den Tiroler Alpen bei Rofan. Der Mesnerhof und seine Verwendung spuken Georg Gasteiger schon seit Jahren im Kopf herum. Begonnen hat alles mit dem Konzept „Holy-Work“ – Die Verbindung von Urlaub und Arbeit in den Bergen, dem Zeitgeist viel zu früh. Doch der Gedanke, nämlich die Zusammenhänge zwischen Raum und Kreativität auch aus sozialwissenschaftlicher Perspektive zu betrachten, hat Georg nicht mehr losgelassen. Und da hat sich gezeigt, dass Natur und Landschaft einen wichtigen Einfluss auf den Innovationsprozess haben. Der Mesnerhof ist ein Sehnsuchtsort und steht im Zeichen von Gemeinschaft, Natur und Bewahrung von Altem.

Seit 2013 haben Georg und Barbara den Mesnerhof behutsam und authentisch saniert. Sie sind Super-Hosts auf AirBnB geworden. Jetzt geht die Reise in die Zukunft mit “Save the Heustadl“ weiter. Die Idee von “Save the Heustadl”: Der 370 Quadratmeter große Heustadl soll saniert und in ein Camp für 25 Personen umgewandelt werden. Der erste Schritt ist gesichert, nun sollen die Mittel für die Bau- und Ausstattungselemente, die den Mesnerhof-C zu einem einzigartigen Commmunity-Retreat in den Bergen machen (Glasflächen für die Bergsicht, Kletterwand, Schwitzhütte etc.), mittels Crowdfunding herangeschafft werden.

Startnext ist Projektabwickler für die Initiative, die übrigens noch vier Wochen (bis Ende Mai 2016) läuft. Für Crowdfunder gibt es ein geniales Dankeschön(s) wie Heulicht, Sensenkurse, Heupads, HEUmatmusik, Meet-the-Host Aufenthalte und ganze Wochenpakete für zehn Personen.

Georgs und Barbaras Feuer brennen für den Mesnerhof und das Projekt startet gerade seinen Höhenflug, nicht zuletzt durch das enorme Medienecho für die Crowdfunding-Initiative.

Eine kleine Auswahl der Berichte über den Mesnerhof und „Save the Heustadl“:

Übrigens, ich habe mich auch schon beteiligt und eine Nacht im Retro-Chalet als Dankeschön(s) erhalten.  Wer mitmachen will: Mesnerhof auf startnext

Details im Hotel, Erlebte Hotels, Europa, Hotelarchitektur, Hotels, Österreich

Der Design-Geheimtipp in Wien: Das Hotel Beethoven

Seit Jahren lebe ich jetzt schon in Wien, doch mein Entdeckerinnenherz verschlägt mich immer wieder in unbekannte Ecken und neue Betten. Denn ganz besonders gerne übernachte ich in Wiener Hotels, diesmal im Hotel Beethoven. So quasi Ferien in der eigenen Stadt.

Das Hotel Beethoven: Hinter historischen Mauern liegt eine sinnliche Zauberwelt.

Barbara Ludwig, das Herz und die Seele des Hotels, renoviert mit viel Liebe zum Detail seit Jahren das Haus in der Papagenogasse im 6. Wiener Gemeindebezirk. Ursprünglich ein Bordell, trachtet sie danach, ebendiese Sinnlichkeit in die neu ausgestatteten Zimmer zu transportieren.

Wir haben in einem der Zimmer im 6. Stock, der obersten Etage, mit Blick über die Dächer der Stadt genächtigt. In den Räumen wird viel mit gewagten Farbkombinationen, mit ausgefallenen Materialien und tollen Tapeten gearbeitet. Diese sind auch von der Haptik sehr aufregend, also nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein Hingreifer.

Das Design im 6. Stock stammt von der Firma Quas.

Bilder und Informationen zur Renovierung des 5. Stocks finden Sie hier.

Details im Hotel, Europa, Hotelmarketing, Hotels, Österreich

Bach neben der Skipiste – Arlberg 1800

Es gibt nicht viele Menschen, die ihre Leidenschaften richtig leben. Florian Werner ist jedoch so einer.

Geboren in einer Arlberger Hoteliersfamilie, hat er 1997 den elterlichen Betrieb, das Hospiz Arlberg übernommen. So richtig gepackt hat in die Kunst und nun hat er in St.Christoph das arlberg1800 eröffnet, eine “Contemporary Art & Concert Hall”.

Das Ziel ist, jungen, aufstrebenden Künstlern eine Plattform für Konzerte, Ausstellungen und Veranstaltungen zu bieten. Die mehr als 1000m² des Kulturzentrums befinden sich teilweise unterirdisch. Eine zeitgenössische, reduzierte Architektur (Architekt Jürgen Kitzmüller) bieten den adequaten Rahmen für viel Sichtbeton und hochwertige Holzpanele. Ein aufwendiges Lichtsystem und eine ausgeklügelte Akustik sind Teil des Konzeptes.

Noch buhlt das Haus  mit dem Schnee um Gäste, doch ich hoffe sehr stark, dass immer mehr Gäste diese Alternative nutzen und Urlaub neben dem sportlichen auch einen kulturellen Aspekt hinzufügen.

 

AR_KK-Halle_Kunst_copyright

Weitere Berichte: Zeit.de, ÖHT Blog

Erlebte Hotels, Europa, Hotelarchitektur, Hotels, Lieblingshotels, Österreich

Mühlviertler Hide away – der Mühltalhof

Nördlich von Linz, im tiefsten Mühlviertel, liegt malerisch am Fluss der Mühltalhof. Für Gourmets wie meinem Mann ein Sehnsuchtsort, für mich ein Hotel, dass man gesehen haben muss.
Hier dreht sich alles ums Essen und Ruhe. Schön ist das.

Die Lage macht es so besonders, ruhig plätschert die Mühl dahin. Manche Zimmer orientieren sich komplett am Wasser und die kleine Wiese mit perfektem Rasen ruft mir im November noch zu: „Los ab ins Wasser!“
Das Diner war himmlisch. Regionalität ist die Maxime und selbst aus der gemeinen Erdäpfel konnten sie ein Gedicht zaubern, als Amuse Geule gab es Erdäpfel in Rapssamen mit Sauce hollandaise. Die liebevolle Regionalität im Haus lässt selbst das rauhe Mühlviertel in einem weicheren Licht erscheinen.

Hotel Facts:

Architekt: Klaus Leitner
Baujahr: 2008
Preise: ab 120€ im DZ inkl. Frühstück
Lage: Neufelden – im oberösterreichischen Mühlviertel, 35 km nördlich von Linz
USP: Küche mit 3 Hauben & Lage an der Mühl