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Asia, Friends advice, Russland

Die russische Hotellandschaft – ein Livebericht von Hannes

Hannes hat sich ein Jahr Sabbatical genommen und erkundet die Welt. Den Start machte der hohe Norden (Island, Dänemark und die baltischen Staaten). Kurz zurück in Wien für unsere Hochzeit, ging es dann ab nach Russland und die Mongolei.
Wie zu erwarten, wartet die russische Hotellandschaft mit einigen Tücken auf, die Hannes & Linda souverän meistern.
Ich wünsche beiden (Linda macht gerade eine kurze, geplante Pause) alles Gute und viele coole, spannende und besondere Erlebnisse und Geschichten von der Weltreise und hoffentlich können wir auf RosaPfeffer noch viel davon mitlesen.

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Hotels in Russland

Auf unserer Reise von Moskau nach Peking haben wir in mehreren russischen Städten einen Stop gemacht und dabei verschiedene Hotels besucht. Von den Erlebnissen hier eine kleine Zusammenfassung:

In Moskau hatten wir kein Hotel gebucht sondern ein Privatzimmer per AirBnB, wo es eine größeres Angebot gibt und die meisten sind günstig im Vergleich zu Hotels – billige Hotels gibt es, aber ich bin mir nicht sicher ob ich dort schlafen möchte und der Rest hat Oligarichenpreisniveau. Unter € 200,- sieht kein Hotel auf booking.com brauchbar aus wenn es nahe dem Stadtzentrum sein soll – und Moskau ist riesig. Ein paar Schweizer, die wir getroffen haben, sind in einem Hostel abgestiegen und raten davon dringend ab, also auch keine Option.

In Ekaterinburg haben wir das Suite Hotel gebucht, ein kleines Hotel circa 2 km vom Zentrum entfernt. Mit der Strassenbahn ins Zentrum und retour war einfach, bloss am Abend hat das mit dem Intervall nicht so wirklich geklappt, 40 Minuten Warten hat dann doch genervt. Das Hotel war schlecht zu finden, kein Schild deutete darauf hin das im Hinterhof ist, die Zimmer waren großzügig, das Frühstück okay, insgesamt ganz okay für € 80,- wenn man von der Unfreundlichkeit des Personals absieht.

In Novosibirsk sind wir im Hotel Novosibirsk abgestiegen. Direkt gegenüber dem Bahnhof ein Relikt aus der Sowjetära, groß und im Grunde genommen hässlich. Die Damen an der Rezeption sprachen passables Englisch, der Checkin war problemlos bis auf den Umstand das das Hotel keine American Express akzeptiert – meine Visakarte war zu dem Zeitpunkt bereits blockiert da sich jemand in Moskau die Daten notiert hatte und im Internet einkaufen war, ich wusste bloß noch nichts von meinem Glück. Die Zimmer sind modern ausgestattet und bequem, der Blick auf den Bahnhof vom 9. Stock war super. Das Frühstück war sehr gut, bloß der Klavierspieler war dann fast ein bisschen zuviel des Guten. Das Hotel hat eine schöne moderne Bar mit vielen Drinks, sehr trinkbarem Wein und gutem Barfood. Die Preise dafür sind moderat ebenso wie die € 100,- pro Nacht.

In Krasnojarsk wählten wir ein billigeres Hotel, das Hotel Kruiz, das kein Taxifahrer kannte bzw. nicht wusste wie man dorthin fährt. Das Hotel sah ziemlich neu aus und das war vielleicht ein Grund dafür das es den Taxifahrern nicht bekannt war, der zweite, vielleicht gewichtigere Grund war wahrscheinlich die Lage des Hotels: am anderen Ende der Stadt in einer Gegend, in der man sich als Tourist nachts nicht auf der Strasse aufhalten sollte. Eine Hotelangestellte konnte soviel Englisch das wir uns über die grundlegenden Punkte einigen konnten, die anderen Angestellten (und das waren nicht gerade wenige für ein Hotel dieser Größe – 15 Zimmer) verstanden kein Wort. Das Zimmer war unglaublich groß, zwei große Sofas, 42″ LCD TV, schon fast protzig, das Frühstück war das Gegenteil, das Omlett hat nach nichts geschmeckt. Ein schlechte Wahl für € 80,-.

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In Irkutsk sind wir im Hotel Irkutsk abgestiegen. Eigentlich wollten wir nach der Ankunft um 6 Uhr morgens gleich mit dem Bus weiter Richtung Baikalsee fahren, aber wir haben den Bus um 9 Uhr gleich mal verpasst. Wir haben dann auf booking.com gebucht und sind bereits um 10 Uhr im Hotel Irkutsk (das die Taxifahrer nur als Hotel Intourist kennen – das steht auf Cyrrillisch drauf) angekommen und wollten nur mal das Gepäck parken. Aber die sehr gut Englisch sprechenden Damen an der Rezeption haben gleich ein Zimmer für uns gecheckt, das dann 20 Minuten später fertig war. Die Wartezeit verbrachten wir mit dem Trinken erstklassiger Cappuccinos mit Kaffee aus dem Hause Julius Meinl – um wohlfeile 100 Rubel. Das Zimmer war dann im unrenovierten Trakt des Hotels, dafür aber sehr groß und mit Sofas, Schreibtisch und Badewanne ausgestattet. Die Bar des Hauses war wenig aufregend, dafür aber sehr günstig, das Frühstück gut. Sehr zufriedenstellend für € 100,-.

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Nach unserem Aufenthalt am Baikalsee sind wir wieder nach Irkutsk gefahren und sind im Hotel Angara am Stadtplatz abgestiegen. Die Dame dort konnte kaum Englisch, fand unsere booking.com Buchung nicht und probierte mal meine American Express Karte mit dem Visa Terminal um sie mir dann mit der Aussage “Wir akzeptieren American Express nicht!” zu retournieren. Hinter ihr auf der Wand klebte aber der Amex Aufkleber und ich bin dann mal etwas lauter geworden und es ging dann doch irgendwie. Nichtraucherzimmer gibt es gar keine, das Zimmer war schlecht, der Kaffee auch, das Internet ging nicht wirklich und bei 50 Rubel pro Gepäckstück und Tag für die Aufbewahrung war das Urteil fertig: inakzeptabel für € 120,-.

Unsere Erfahrungen lassen sich leicht zusammenfassen: man steigt im Hotel mit dem Namen der Stadt ab ausgenommen Moskau (und wahrscheinlich St. Petersburg). Alles andere ist Abenteuer oder Abzocke.

In einigen Städten wie Ekaterinburg oder Irkutsk gibt es dann auch ein Marriott oder Hyatt Regency, aber das haben wir einfach ausgelassen, die Preise stehen dann einfach nicht dafür bzw. kann man das nicht mal einfach online buchen. Zumindest beim Marriott in Irkutsk gings nicht.

Noch eine Erfahrung (hat man schon mindestes einmal gemacht): wann immer möglich Taxis vom Hotel bestellen lassen, auch z.B. bei der Ankunft am Bahnhof oder Flughafen. Reduziert den Preis um mindestens 50% bis 70%. Ansonsten muss man verhandeln, 25% gehen immer binnen 1 Minute Verhandlung. Russisch keine Voraussetzung, mit den Fingern kann man die Anzahl der Rubelhunderter schon ausverhandeln.

Liebe Grüße aus derzeit Ulan Bator,
Hannes

Afrika, Hotels

Africa Special | South Africa | Kruger National Park | Singita Sweni Lodge

Kurz bevor das Africa Special (Ende Jänner) vorbei ist, kommt noch eine Lodge “Singita Sweni Lodge” aus dem Kruger Nationalpark  (Südafrika) – diesmal mit vielen Holzelementen.

Alle Fotos stammen von der Hotelwebsite.

GROSSO MODO:

Homepage: http://www.singita.com/index.php/game-reserves/lodges-and-camps-in-south-africa/singita-sweni-lodge/

Preis: unbezahlbar, deswegen schreibe ich in den Preis in ZAR 10.950 – Achtung pro Person!

Eröffnung: 2003

Architektur / Design: Andrew Markin, Design Workshop, Boyd Ferguson, Cecile and Boyd

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Aufgrund von mangelnden Koordinaten – ungenaue Karten!

Afrika, Hotels

Africa Special | Botswana | Banoka Bush Camp

Botswana (eine der teuersten Urlaubsdestination der Welt) bietet neben außergewöhnlichen Tieren auch außergewöhnliche Hotels, wie das Banoka Bush Camp. Schlafen in einem Luxuszelt mit Pool ist definitiv ein Erlebnis.

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Fotos stammen von http://www.safariadventurecompany.com/countries/botswana/banoka-bush-camp/

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GROSSO MODO:

Homepage: http://www.safariadventurecompany.com/countries/botswana/banoka-bush-camp/

Eröffnung: September 2010

Preis: ab 300 USD pro Person und Nacht

USP: Zelt mit allem erdenklichen Luxus und wilden Tieren (Abenteuer garantiert)

Nachhaltigkeit: Anlage wird zu 100% mit Solar betrieben

Lage:  Moremi Wildschutzgebiet

Tiere in der Umgebung: Elefanten, Löwen, Leoparden, Hyänen, Flusspferde, sowie Rappen- und Pferdeantilopen

Unterkunft: 10 Zelt mit Badezimmer

GPS Koordinaten: 19° 7’39.57″S / 23°39’39.26″E

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Erlebte Hotels, Südamerika

Sicherheit ist ein Grundbedürfnis / in Puno merkt man erst die Bedeutung. Unsere sichere Festung war das Hotel Mosoq Inn am Titicacasee

Puno ist eine der gefährlichsten und ärmsten Städte in Peru (im Gegensatz zu Cusco), dass wurde uns schon bei der Ankunft deutlich bewusst. Deswegen ist es umso wichtiger in einem verlässlichen Hotel zu nächtigen. Das Mosoq Inn ist so ein sicherer Hafen in Puno. Hier konnten wir uns gut erholen und auch hervorragend vorbereiten auf eine Nacht im Schlafbus und die darauffolgende Wüstentour.

Die wirkliche Bedeutung von Sicherheit in Hotels hatte ich noch nie erlebt, aber in Puno ist vieles anders. Wenn man plötzlich nicht mehr wie von zu Hause gewohnt Heim gehen kann oder ein Taxi nehmen, weil auch diese zu gefährlich sind, kommt man ins Grübeln.
Wie wichtig ist “Sicherheit” in einem Hotel? Wie kann man dieses Gefühl den Gästen schon vor der Ankunft geben und wie vermittelt man “Sicherheit” den potenziellen Gästen? Kann man nur auf internationale Ketten vertrauen oder sollte man lokalen Hotels den Vorzug geben? Gibt eine Marke wie “Hilton” mehr Sicherheit?
Ich glaube, dass Marken wie Hilton/Sheraton/etc. definitiv mehr Sicherheit in sehr vielen Bereichen geben, aber die wirklich spannende Frage ist: “Wie kann ein kleines, lokales Familienhotel diese Werte aufbauen und den Gästen vor der Buchung vermitteln?”

Puno liegt auf  3.800m über den Meeresspiel. Unser Hotelzimmer hatte noch zusätzlich ca. 12 Höhenmeter, da es im 3. Stock lag ohne Lift – eine quasi unüberwindbare Aufgabe für uns, jedoch waren die Hotelmitarbeiter so unendlich freundlich und herzlich, dass sie uns nicht nur das Gepäck aufs Zimmer gebracht haben, sondern auch noch einen Haartrockner. Wahre Gastfreundschaft in Peru.

Übrigens Freunde von uns hatten diese Gastfreundschaft abgelehnt und ihre Koffer selbst ins Zimmer gebracht. Anschließend wurde ihnen schwarz vor Augen und die Höhenkrankheit hatte sie endgültig im Griff. Also lieber die Gastfreundschaft über 3.000 m annehmen.

Aussicht auf Puno

Aussicht auf Puno

Hotelzimmer

Hotelzimmer

Titicacasee

Titicacasee

PRICKELND:

  • Service und Herzlichkeit der Mitarbeiter
  • Zimmergröße
  • Lage
  • Sauberkeit in den Zimmern, besonders dem Badezimmer
  • gratis Internet
  • Abholung vom Busbahnhof

SCHAL:

  • Aussicht auf die Hauptstraße
  • brauner Teppich

GROSSO MODO:

Preis – >50€ im Doppelzimmer inkl. Frühstück
Kategorie – gefühlte 2 Sterne
Hotelarchitektur – Zweckbau
Wohnlichkeit – gut
Lobby – gut beleuchtet inkl. Sitzmöglichkeiten
Lage – Stadtzentrum